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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sonderbekleidung und Feldblusen der Kriegsmarine


uweB.
08.02.2005, 19:49
Hallo,
nun hat der Beitrag von Fuchs Erwin ja für einige Resonanz gesorgt und man möchte ja den interessierten Sammler auch nicht dumm sterben lassen.
Anbei versuche ich mit einigem Fotomaterial und Objekten aus meiner Sammlung dieses Thema ein wenig anzureißen. Alles läßt sich aber leider auf Grund der Fülle des Materials nicht auf einmal abarbeiten und ich werde über einen größeren Zeitraum dieses Thema bearbeiten. Selbstverständlich hoffe ich auf die Unterstützung von anderen Sammlerfreunden.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe

uweB.
08.02.2005, 19:57
hier mal die Vorderansicht der Lederjacke der Sonderbekleidung für das seemännische Personal/ Personal auf Booten mit offener Brücke usw.
Graues Ledermaterial mit doppelter Reihe von grau lackierten Marineknöpfen, diese rückseitig bezeichnet mit "KRIEGSMARINE" und Hersteller "OLC". Seitlich zwei eingelassene Taschen mit Klappen und zwei Mufftaschen mit Eingriffverstärkung. Vorderseitig mit fünf Paar Knöpfen, die oberste Reihe zum Hochschließen und jetzt nicht sichtbar, unter dem Kragen befindet sich auch noch ein Lederriegel mit Gegenknopf zum Hochschließen, Jacke ist mit einem dunkelgrauem Wollfutter komplett ausgekleidet.

uweB.
08.02.2005, 19:59
hier noch mal die Mufftaschen als typisches Merkmal dieser Jacken und die grauen Knöpfe

uweB.
08.02.2005, 20:09
Als nächste Jacke hier die Ausführung für das Maschinenpersonal. Diese Jacken sind noch immer recht häufig zu finden und sind auf Grund ihrer Merkmale recht eindeutig zu identifizieren.
Diese Jacken haben nur einen kleinen Stehkragen, der sich mit Haken und Öse hochschließen läßt, eine einreihige Leiste mit fünf Knöpfen und Knopflöchern kennzeichnet die Vorderansicht. Desweiteren hat sie nur drei eingelassene Taschen mit ungeknöpfter Klappe. Die Vielzahl dieser Jacken bestehen aus schwarzem Leder. In der Anfangszeit des 2.WK gab es aber noch viele aus hellgrauem Leder, wie ich mit Fotos eindeutig belegen kann.
Oft befanden sich an diesen Jacken nachgerüstete Marineknöpfe in der vergoldeten Ausführung aus Buntmetall oder Aluminium. Ursprünglich sind aber Knöpfe aus Horn,Kunststoff und sogar Holz verwendet worden, aus Gründen der Wärmeableitung und Isolierung.

uweB.
08.02.2005, 20:11
es ist nicht unbedingt als Norm zu erkennen, aber oft findet man auf Lederbekleidung die bekannten Marineabnahmen

uweB.
08.02.2005, 20:14
hier mal ein Foto des Torpedomechanikers Franz Wutkowski an Bord von U 64. Hierbei beachte man die Lederjacke im Schnitt für das Maschinenpersonal, aber in hellgrauer Ausführung

uweB.
08.02.2005, 20:18
hier auch mal ein Foto der Besatzung von U 64 unter Kaptltn. Schulz. Viele der Besatzungsmitglieder tragen das graue Lederpäckchen. Unten links sitzend Franz Wutkowski

uweB.
08.02.2005, 20:21
auf der Rückseite die namentliche Aufstellung der Besatzung. Das tragische Schicksal des Bootes und die glücklichen Umstände der Rettung eines Großteils der Besatzung beim Norwegen-Unternehmen ist ja wohl bekannt.

uweB.
08.02.2005, 20:28
die Ursprünge der Sonderbekleidung aus Leder kann man aber schon in früheren Zeiten entdecken. Hier mal ein Foto der Besatzung des Handels-U-Bootes "Deutschland" unter Kapitän Paul König. Man beachte,daß dieses U-Boot ,genau wie die beiden Schwesternschiffe, als zivile Handelsschiffe eingesetzt wurden. Paul König bekleidete keinen millitärischen Rang, sondern war Kapitän des Norddeutschen Loyd. Er durchbrach die britischen Blokaderinge und erreichte Amerika, von wo er mit kriegswichtiger Ladung auch den Rückweg nach Deutschland antrat und dieses auch erreichte.

parulis
09.02.2005, 12:02
Erstmal, sauber und Fachmännisch gut geschrieben. Und genau die beiden Jacken besitze und trage ich auch teilweise. Mir fehlen nur die silbernen Knöpfe des Mantels, also 8 Stück. Falls Du sowas besitzt und abgeben möchtest, hätte interesse dran.
An meinem Mantel wurden die Knöpfe mal gegen zivilie Teile ausgetauscht. Der Mantel wurde mal als Tauschobjekt genutzt, ca 1950, Mantel gegen Wurstwaren und hing dann 51 Jahre lang in einer Räucherkammer, ha und deswegen ist auch nie ne Motte in s Futter gegangen.
Die Jacke habe ich mal bei einem Antiquitätenhändler für DM 300 gekauft.
Hier mal der Mantel im Großbild, Hersteller ist Hettlage und Lampe, KIEL.
Gruss parulis 8)

uweB.
09.02.2005, 14:47
Hallo parulis,
es handelt sich nicht um einen Mantel, sondern um eine lange Lederjacke. So wird sie auch in der Fachliteratur beschrieben. Mäntel gab es auch als Sonderbekleidung (nicht zu verwechseln mit Ledermänteln zur blauen oder feldgrauen Uniform), aber diese waren nicht aus Leder, sondern aus einem lederähnlichen Stoff, genannt Lederol, oder auch aus gummiertem Leinenstoff. Ebenfalls nicht zu verwechseln mit den sogenannten Kleppermänteln zu blauen und feldgrauen Uniform.
Die original an diese Jacke gehörenden Knöpfe haben eine hellgraue, (nicht silberne !) Lackierung.

Mache demnächst mit diesem Beitrag weiter und werde auch dazu passende Kopfbedeckungen mit einbringen

Mfg

Uwe

parulis
09.02.2005, 14:52
Danke für die Aufklärung.
Ich dachte nur an " Mantel", weil mir das Teil bis an die Knie geht.
Und was ist mit den " grauen" Knöpfen, haste welche oder kannst welche besorgen?

Gruss parulis 8)

uweB.
09.02.2005, 15:22
Hallo Parulis,
aber du brauchst doch 10 Knöpfe, unter dem Kragenrevers sitzt auch noch ein Paar, sieh mal nach

Gruß Uwe

fuchs erwin
11.02.2005, 12:07
Hallo,sagt mal waren die Jacken und Mäntel immer mit dem Zeichen der Kriegsmariene gestempelt oder gezeichnet?Gruß Gerhard

uweB.
11.02.2005, 17:40
Die Marineabnahmen sind oft nicht vorhanden und man kann das Uniform- oder Ausrüstungsstück oft nur durch bekannte Vergleichsstücke mit Abnahmen identifizieren bzw. oft lassen die Form und das Material nur eine eindeutige Zugehörigkeit zu.
In der Fortsetzung dieses Beitrages gehe ich auf die marinetypischen Stempel und Abnahmen noch etwas genauer ein.

Bis denn dann

Gruß Uwe

fuchs erwin
17.02.2005, 11:15
Ist es also möglich das sich einige ihre Jacken selbst anfertigen liesen und damit einzelstücke sind.Gruß Gerhard

uweB.
19.02.2005, 15:31
wie versprochen will ich ein wenig an diesem Beitrag weiterarbeiten.
Hier heute mal die schwarze Lederkombination für Artilleriemannschaften an offenen Geschützständen. Mein Exponat stammt aus dem Nachlaß eines Torpedoboot- Fahrers.
Schwere durchgehende Kombination zum Überziehen über normale Bekleidung, frontseitig ein verdeckter Reißverschluß vom Kragen bis zum Schritt, ebenfalls Reißverschlüsse an den Arm und Beinenden, seitlich Reißverschlüsse zum Durchgreifen in die Taschen der Unterbekleidung, zusätzlich auf der linken Durchgriffsseite eine innenliegende Tasche.
Die Eingriffsreißverschlüße geben die Durchgriffe frei, wenn der schieber "oben" ist und nicht wie sonst üblich andersrum. Der Schieber des Frontreißverschluß bezeichnet mit"RITZ". Alle Reißverschlüsse mit Lederzuglasche.
Hochschließender Kragen, Unterkragen zickzackvernäht, zum Verschließen ausgestattet mit Lederriegel und zwei Druckknöpfen für unterschiedliche Weite. Zusätzlich dazu noch ein Lederriemen mit entgegengesetztem Durchzugsring und vier Druckknöpfen für unterschiedliche Weiten.
an den Armenden zusätzlich zum Reißverschluß noch eine Lederlasche mit Druckknopf. Druckknöpfe bezeichnet mit "PRYM".
Innen komplett mit feldgrauen Filz ausgekleidet,( sonst üblicherweise aus dunkelgrauem Wollstoff), keine weiteren Taschen innen, unterhalb des Kragens mit Herstellungs- bzw. Abnahmedatum und Einheitsgrößenangabe.
Und hier die Bilder dazu:

uweB.
19.02.2005, 15:39
und die Rückseite

uweB.
19.02.2005, 15:41
die Unterkragenseite mit den typischen Verschlüssen

uweB.
19.02.2005, 15:42
hier sind sie

uweB.
19.02.2005, 15:43
hier die Druckknöpfe des Unterkragens

uweB.
19.02.2005, 15:45
und das Etikett innen unter dem Kragenansatz

uweB.
19.02.2005, 15:47
und natürlich ein Trägerfoto dazu. Hier ein Besatzungsmitglied eines Minensuchers, man beachte das hübsche Crew-Abzeichen an der Bordmütze

uweB.
19.02.2005, 15:49
schade, das Abzeichen kommt nicht so gut rüber, müßte der flämische Löwe sein, oder wie sich dieses Fabeltier auch immer schimpft

uweB.
20.02.2005, 10:20
ja, die Lederhosen. Nun muß ich zu meiner Schande gestehen, daß ich momentan keine da habe. Die haben mich bis jetzt nicht so interessiert und waren wenn dann doch im Angebot, entweder zu teuer, oder zu schlecht erhalten.
Hier mal zwei Bilder aus denen hervorgeht, daß Jacke und Hose gern auch einzeln getragen wurden. Auf dem ersten Bild hat der linke Seemann eine schwarze lederhose zum blauen Jacket an. Man beachte das Spanienkreuz beim rechten Seemann. Beides sind Portepeeunteroffiziere.

uweB.
20.02.2005, 10:20
und hier sieht man ebenfalls einen Unteroffizier mit Fernglas auf der Schanz eines Schiffes. Erträgt ebenfalls nur die Lederhose zum blauen Jacket. Man beachte rechts den Kompaß mit aufgesetztem Peildiopter

uweB.
20.02.2005, 10:29
und hier noch mal ein interessantes Foto einer Lederjacke für Maschinenpersonal. Der zweite Seemann von links trägt so eine Jacke über dem weißen Hemd und hat zudem Schulterstücke an diese Jacke angebracht. Es handelt sich um einen Obermaschinisten eines Minensuchers.

uweB.
21.02.2005, 09:53
und weiter get`s mit Sonderbekleidung.
Wir weichen heute mal etwas von der Lederbekleidung ab und widmen uns mal dem Gummi (nicht was ihr Ferkel schon wieder denkt :D :D :D)
Oft sieht man auf Einsatzfotos einen langen unförmigen Mantel, ohne Schulterstücke oder sonstige Effekten. Meistens wird er auch in Verbindung mit einer Hose aus scheinbar ähnlichem Material und auch der dazugehörigen Kaputze oder Mütze getragen.
Gehen wir mal etwas intensiver auf diese Art Mantel ein. Es gibt ihn in den Farbtönen von hellgrau bis schwarz.
Ein in meiner Sammlung befindliches Exemplar besteht aus gummiertem Leinenstoff und ist von eher dunkelgrauer Farbgebung. Er besteht durchgehend aus dem selben Material, ist an den Ellenbogen und auf der Schulterpartie mit einer zusätzlichen Lage gummierten Leinen verstärkt. Das Futter der Ärmel endet unten mit einem Gummizug, der die Fütterung an die Handgelenke angleicht. Eine eher sparsame Ausfütterung mit blauem Baumwollstoff und einfacher Brusttasche mit senkrechtem Eingriff auf der linken Seite kennzeichnet die Innenausstattung. Geschlossen wird der Mantel mit vier Kunststoffknöpfen, die aus seemännischer Tradition in Paaren angeordnet sind, also insgesammt acht Knöpfe. Das oberste Paar befindet sich dabei unter den Kragenecken. Zusätzlichen stehen zum Hochschließen noch Haken und Öse aus Metall und ein Riegel an der Unterseite des Kragens mit entsprechendem Gegenknopf zur Verfügung. der Mantel ist so lang ausgelegt, daß er bis knapp zu den Knöcheln reicht. Innen befindet sich auf dem blauen Innenfutter der Hersteller in codierter Form und das Herstellungs- bzw. Abnahmedatum.
Oft wird dieser Mantel in Verbindung mit Jacke und Mütze auch als Ölzeug bezeichnet.
Die anknöpfbare Kaputze und die Mütze werde ich gesondert behandel.
Anbei auch wieder ein paar Foto vom Mantel und Tragebeispiele auf Originalfotos:

uweB.
21.02.2005, 09:55
und noch ein Bild vom Kragen

uweB.
21.02.2005, 09:59
bemerken muß ich noch, daß der Mantel auf der Außenseiten keine Taschen oder Durchgriffe hat.
Hier dann noch die Stempelung. Wer Bock hat, kann sich ja mal um den Hersteller kümmern.

uweB.
21.02.2005, 10:01
hier mal ein Tragebeispiel dieses Mantels. Auf diesem Foto scheint der Mantel wegen der Beweglichkeit eingekürzt worden zusein. Sehr schön sieht man die verstärkte Schulterparty.

uweB.
21.02.2005, 10:12
hier noch ein Foto von einer hellgrauen Variante dieses Mantels. Man beachte die Arbeit am Torpedozielgerät.

uweB.
21.02.2005, 10:20
hier noch mal der hellgraue Mantel, von der Länge her eher schon wieder als Jacke zu betrachten.
Wer über das Buch von Jean de Lagarde verfügt, kann sich mal noch eine andere Ausführung mit verdeckter Knopfleiste ansehen.

uweB.
22.02.2005, 10:00
Danke für die positive Resonanz !!! Dafür, daß der Marinekrempel kaum jemanden interessiert, weil alles nur bei Beiträgen über die Bekleidung von Eliteeinheiten nachschaut, bin ich angenehm überracht.
Einsatzbekleidung der KM ist sowieso für den durchschnittlichen Sammler wenig interessant, weil sie optisch im Gegensatz zur beispielsweise schmucken Ausstrahlung eines großen Rocks mit Epauletten, Säbel und Zweispitz wenig hermacht.
Aber genau das macht bei mir eigendlich den Reiz aus. Es ist ja irgendwo nur Arbeitsbekleidung, die dementsprechend auch viel getragen und verschlissen wurde. Selbst für eine Nachkriegsnutzung war beispielsweise eine "Affenjacke mit Goldtresse für einen Obermaaten selbst nach Entfernung dieser nicht sehr zeitgemäß.
Eine Garnitur Drillichzeug oder ebend eine graue Lederjacke waren da schon von höheren Gebrauchswert und wurden ebend aufgetragen bzw. zertragen. Der schmucke Zweireiher dagen hing fein aufbewahrt im Kleiderschrank und wenn er nicht bei den Enkeln für den Faschingsbedarf herhalten mußte, oder trüfflige Sammler ihn aufgespürt haben, dann tut er das fernab böser Einflüsse von Motten, Kellerfeule usw. auch heute noch.
Ich habe die Überschrift dieses Beitrags mal etwas verallgemeinert,damit man das breite Specktrum weiter ausleuchten kann. Einsatzbekleidung besteht ja nicht nur aus Leder.
Was dem Landser seine Tarnjacke ist, bedeutet dem Seeman sein Ölzeug.
Im diesen Sinne bis zum nächsten Teil dieses Beitrags

Mfg

Uwe

fuchs erwin
25.02.2005, 17:04
Hallo,habe auch noch ein paar Bilder gefunden die Unterschiedliche Lederbekleidung zeigt.Gruß Gerhard Kapitänleutnant Heinrich Folkershttp://img112.exs.cx/img112/551/kapitnleutnantfolkersheinrich2.jpg

fuchs erwin
25.02.2005, 17:06
hier Korvettenkapitän Metzlerhttp://img112.exs.cx/img112/7225/metzlerkorvettenkapitn4bz.jpg

fuchs erwin
25.02.2005, 17:09
Fregattenkapitän Klaus Scholz http://img112.exs.cx/img112/7969/scholtzklausfregattenkapitn9ia.jpg http://img112.exs.cx/img112/1840/scholtzklausfregattenkapitn23f.jpg

fuchs erwin
03.04.2005, 12:23
Hallo,möchte gerne diesen Beitrag erhalten bzw. Ergänzen.Habe eine Lederuniform gefunden mit folgender Beschreibung:Das ist eine ganz seltene Original Lederuniform eines deutschen U-Boot-Kommandanten aus dem 2. Weltkrieg.Wenige Trage-und Gebrauchsspuren.Dienstgradabzeichen eines Kapitänleutnants,KALEU.Jacke warm gefüttert,Hose etwas dünner gefüttert mit einem Flicken im Futter.Fertigungsschild(s.Bild):"Robert Strauss.Aystetten bei Augsburg.Fabrik feiner Lederbekleidung,Rostra.Größe 52.Datum 5.11.42".Wie ihr auch gleich auf den Bilder sehen werdet :D.
Die Jacke hat 4 Außen-und 1 Innentasche.Die Hose hat 2 Seitentaschen und eine kl.Uhrtasche vorn.Mal sehen was die Experten darüber sagen können,diese Jacke wird bei Ebay angeboten und soll im sofortkauf 650,- euro kosten ist das ok eurer Meinung nach?Klar Sammlerwert, soviel wie es einem persönlich Wert ist,aber mal so ein Anhaltspunkt wäre nicht schlecht.Ok habe noch den Link dazu : http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=6166642160&ssPageName=STRK:MEWA:IT

fuchs erwin
03.04.2005, 12:26
http://img144.exs.cx/img144/476/ubootmantel21wo.jpg

fuchs erwin
03.04.2005, 12:27
http://img144.exs.cx/img144/6708/ubootmantel9nz.jpg

fuchs erwin
03.04.2005, 12:28
http://img144.exs.cx/img144/3420/ubootmantel30fx.jpg

fuchs erwin
03.04.2005, 12:29
http://img144.exs.cx/img144/2652/ubootmantel46wx.jpg

fuchs erwin
03.04.2005, 12:30
so und noch die Hose dazu: http://img144.exs.cx/img144/512/uboothose6fm.jpg

uweB.
03.04.2005, 15:39
Jacke und Hose sehen soweit recht gut aus, Jacke ist vom Schnitt her scheinbar mit meiner grauen Jacke identisch. Unter dem Aufhänger der Jacke sieht man noch die Sitzspuren des Abnahmeetiketts. Ob es die Lederuniform eines U-Bootkommandanten ist, läßt sich so nicht sagen. Sind meistens nur verkaufsfördernde Äußerungen. Es sei denn, der Träger ist bekannt. Auch ob die Schulterstücken so original drauf sind, kann man nicht erkennen. Sieht aus, als ob sie aufgeschlauft wären. Das kenne ich so garnicht bei diesen Jacken. Na wer weiß.
Der Preis ist erst mal recht heftig, jedenfalls für den Sofortkauf. Hat jemand ne Ahnung, wie die Jacken der westdeutschen Wasserschutzpolizei der Nachkriegszeit ausgesehen haben ? Mir ist so, als ob das solche Jacken in schwarz waren. Da würde es dann auch mit den geschlauften Schulterstücken hinkommen.
Ich selber habe auch noch keine schwarze Jacke für seemännisches Personal gesehen. Das Herstelleretikett sieht zwar gut aus, aber auch das hat nicht viel zu sagen.
Das ist mir jetzt so auf die Rasche beim Betrachten durch den Kopf gegangen......

Mfg

Uwe

fuchs erwin
03.04.2005, 16:49
Hallo,danke erstmal Uwe,ja der Preis ist schon der Hammer.Du hattes ja auch schon eine Lederjacke hier im Beitrag nur war die von einem Obermaschinisten eines Minensuchers.Gruß Gerhard

uweB.
03.04.2005, 17:01
Richtig, das war aber eine schwarze Jacke für das Maschinenpersonal !
Aber ich habe noch keine schwarze Lederjacke im Schnitt für das seemännische Personal gesehen, noch nicht mal auf Bildern. Warte mal noch ein paar andere Meinungen ab. Schlecht sehen die Sachen ja auch nicht aus, aber bei diesem Preis muß man es schon genau wissen. Und die Bilder geben da nicht viel her. Ne schöne Marineabnahme wäre nicht schlecht, aber scheint sie wohl nicht zu haben. Und die geschlauften Schulterstücke mag ich nicht.

Gruß

Uwe

musketeer
03.04.2005, 17:15
Ich kann mir nicht helfen..aber die Jacke empfinde ich als "aufgewertet"...Lass dir doch mal die Durchmesser der Knöpfe zukommen...mir kommen die bald vor wie 20er Knöpfe..und die haben an der Jacke nix zu suchen..Überhaupt...schwarze Jacke, Goldene Knöpfe...ist schon ungewöhnlich..Dienstgradabzeichen wurden vereinzelt getragen...aber die auf der Jacke sehen verdammt neuwertig aus.
Uwe...achte mal genau auf die Dienstgradabzeichen..ich habe davon auch mehrere aber die haben im Gegensatz zu Heeresabzeichen so einen Wulst..kann ich jetzt schlecht wiedergeben...lade garade die Batterien für die Digicam...in einer Stunde mach ich Fotos.

Übrigens...ich hatte auch schon mal eine schwarze Jacke in diesem Schnitt...die war umgefärbt...in den 50er war die schwarze Lederbekleidung sehr beliebt als Motorradbekleidung.

fuchs erwin
03.04.2005, 17:19
Ja,ich finde die Schulterklappen auch seltsam,schon wegen der angesprochenen" Einschlaufung" Eigendlich wollte ich sie für den Preis nicht kaufen,schon gar nicht bei dem sofortkauf.Ich werde mal interessehalber den mal um bessere Bilder mailen,bin schon neugierig was dat is.Gruß Gerhard

fuchs erwin
03.04.2005, 17:25
Ah............haben uns überschnitten musketeer :] da hat sich mein erstes gefühl doch nicht getäuscht was die Schulterklappen angeht,mein erster gedanke als ich die Schulterklappen sah" die sehen aber neu aus für ne ordentlich getragene Jacke auf See"Das mit den Knöpfen werde ich den auch gleich mal fragen,super,danke für deinen Tip.Gruß Gerhard

uweB.
03.04.2005, 17:26
Also die ist mit absoluter Sicherheit "aufgewertet". Ich sagte ja schon, daß die Klappen so eigendlich nicht getragen wurden. Die sehen auch irgendwie nach BGS- See aus.
Die Knöpfe sind eigendlich für das blaue Jacket, da gehören die großen Mantelknöpfe drann.
Alles irgendwie seltsam

Gruß

Uwe

musketeer
03.04.2005, 17:58
Hier die Bilder...

Der Unterschied klar zu erkennen,

ÄHHMMM bei der Lederjacke bin ich mir noch nicht mal sicher, ob es sich um KM-Knöpfe handelt...das Gold ist mir zu goldig..aber mal sehen, eventuell gibt's Detailbilder und dann ist der "kleine" Unterschied schnell erkannt.

fuchs erwin
04.04.2005, 14:53
Hallo,also die Antwort auf meine fragen kamen sehr rasch,wieder mein erwarten auch mit ein paar fotos :D erstmal seine weitere Beschreibung zu den Knöpfen und Schulterklappenbefestigung:"Zusatz aufgrund einer Frage:Die Knöpfe haben 25 mm Durchmesser,Die Schrift-Stanzung hinten ist kreisförmig. Länglicher Ringsteg.Die Schulterklappen sind an Lederschlaufe und mit Schraubknopf befestigt.

Hinter einem dieser Knöpfe (18 mm)steht:"Kriegsmarine.19-F L L (jeweils imKreis)-40".Der andere wie die Großen.

Die Uniform ist nach dem Kriegsende in Dänemark geblieben;-da habe ich sie mal gekauft.Fotos vom Träger gibt es nicht.

Einen Abnahmestempel habe ich nicht entdecken können,-habe Ihnen neben den gewünschten Fotos aber mal eine Innenaufnahme gemacht.

Die Schulterklappen sind mit Schlaufe und Schraubknopf befestigt.

fuchs erwin
04.04.2005, 14:56
http://img68.exs.cx/img68/2778/imag04618ng.jpg und hier das innenfutter!

fuchs erwin
04.04.2005, 14:58
Und die Schulterklappen zum Schluß,hoffe die Bilder sind aufschlußreich http://img68.exs.cx/img68/4365/imag04602fp.jpg

musketeer
05.04.2005, 07:13
Nun gut...es sind die 25er Knöpfe...aber irgendwie ist es mit den Knöpfen nicht ganz klar..welche Beschriftung ist da hinten kreisförmig drauf?
So was wie Extra fein?
Auch dem allerersten Bild kann ich man knapp einen Knopf erkennen..aber irgendwie sehe ich da nicht den typischen Kriegsmarineknopf mit der Ankerklüse...anbei mal ein Bild zur Veranschaulichung..Links..typische Kriegsmarine Knöpfe und rechts Bundesmarine bzw. Wasserschutz oder sonstige Nachkriegsknöpfe...
Lass dir doch bitte mal ein scharfes Bild der vorderen Jackenknöpfe schicken und was beinhaltet die rückseitge Beschriftung?

Es gab durschaus die Kombination schwarze Jacke und goldene Knöpfe..auch wurden Dienstgradabzeichen getragen (schlicht / Angolia Kriegsmarine S. 247)

Mag sein, dass ich pedantisch erscheine...aber schnell ist eine Lederjacke zur Originalen Sonderbekleidung aufgewertet.

uweB.
05.04.2005, 09:30
Hallo,
also von den Knöpfen her möchte ich es nicht festmachen, ob die Jacke der Kriegsmarine zuzuordnen ist. Die vom Anbieter angegebene Abkürzung "FLL" in drei kleinen Kreisen steht für einen bekannten Lüdenscheider Hersteller. Knöpfe lassen sich abtrennen und wieder annähen. Und wenn das vor 65 Jahren passiert ist, sieht das Gefüge auch recht alt aus.
Der Schnitt der Jacke überzeugt mich durchaus. Die Frage ist nur, ist sie nachgeschwärzt, oder nicht. Das Innenfutter aus schwarz- grauem Wollsstoff ist ebenfalls typisch für diese Jacken.
Hat denn niemand eventuell mal auf Bildern die bekannte graue Jacke in schwarz gesehen ?

Gruß

Uwe

uweB.
21.01.2006, 14:24
auf Wunsch habe ich ein paar Aufnahmen von Feldblusen der feldgrauen Uniform der deutschen Kriegsmarine gemacht. Teilweise mit ein bischen Zubehör ausgestattet, damit es etwas lockerer ist. Ich hätte die Blusen im einzelnen auch vollhängen können mit Ausrüstung, aber dann sieht man von den Feldblusen nicht mehr viel und darum gehts ja letztendlich.
Den Anfang macht die Jacke für einen Maaten/ Unteroffizier der Artilleriemechaniker- Laufbahn. Es ist eine relativ frühe Jacke und ist typisch für Ausführungen aus Friedenszeiten. Aus modischen Aspekten ist sie unten eingekürzt worden, war mitunter bei den Unteroffizieren so üblich.

Ach ja, die Mütze ist übrigens eine geschönte Feldmütze alter Art. weicher Schirm und keine Biesen am Mützenbund sind gut erkennbar.
Sturmriemen und Effekten wurden zeitgenössisch nachgerüstet

uweB.
21.01.2006, 14:38
Als nächstes eine Feldbluse um 1940 für einen Obergefreiten in der 4. Schiffsstammabteilung. Er trägt noch die Zahl auf den Schulterstücken, die dann um diesen Zeitpunkt herum langsam von den Uniformen verschwandenn. Das hatte im gewissen Grade mit der Geheimhaltung zu tun und betraf beispielsweise auch die Mützenbänder zu den Tellermützen zur blauen Uniform.
Die gezeigte Schirmmütze ist ein für Unteroffiziere und Mannschaften vorgeschriebenes Stück und die Metalleffekten sind noch in der alten Ausführung. Der Mützenadler ist die etwas kleinere Variante , wie sie auch an der blauen Tellermütze getragen wurden. Ebenfalls trägt er auch noch das goldeloxierte Aluminium- Koppelschloß.

uweB.
21.01.2006, 14:49
....und weiter gehts. Hier nun die Feldbluse eines Gefreiten der Marineartillerie um 1943 mit infanteristischer Teilausstattung. Der Jackenstoff ist schon deutlich gröber, aber die typischen Merkmale der feldgrauen Marineuniform werden beibehalten. Das Innenfutter ist immer völlig flächendeckend, ebend nicht, wie die Teilausfütterung bei den Feldblusen des Heeres. Eingelassene Seitentaschen sind äußerlich ein markantes Merkmal gegenüber den aufgesetzten Seitentaschen an Heeresfeldblusen.
Dazu wird die für Unteroffiziere und Mannschaften vorgeschriebene Feldmütze gezeigt, leider fehlt mir noch ein überzeugendes Hoheitsabzeichen.

uweB.
21.01.2006, 15:10
hier noch der Abnahmestempel derletzten Jacke.
Wenn es irgendwen interessiert, alle mannschaftsmäßigen Ausrüstungsstücke sind selbstverständlich mit dem Abnahmestempel der Kriegsmarine versehen.

uweB.
21.01.2006, 15:21
Hab ich zwar schon mal irgendwann hier vorgestellt, aber ich nehme sie noch mal mit dazu. Hier die feldgraue Uniform für einen Arzt der Marine. Die Feldbluse besteht aus sogenanntem italienischem Stoff und hat innen ein Schneideretikett von 1944. Passend dazu eine Reithose mit Lederbesatz aus dem gleichen Tuch.
Die Schirmmütze in der Ausführung für Offiziere mit Metalleffekten. Der Deckel besteht aus Trikottuch und verleiht der Mütze eine sichbar weiche Form.
Zweidornkoppel und Pistolentasche in der orangebraunen Farbe der Vorkriegszeit. Das Zweidornkoppel ist außerdem zur Uniformschonung auf der Innenseite mit grünem Filz belegt.

uweB.
21.01.2006, 15:22
...und noch Bilder der Hose zur Offiziersuniform

Kavallerie
13.02.2006, 13:41
Lederjacke der Sonderbekleidung für das seemännische Personal/ Personal auf Booten mit offener Brücke .

hatte mal so eine jacke bekommen und habe sie jetzt bei renovier arbeiten zuhause wieder gefunden .....


jedoch sie hatt nur ne doppelreihe mit 3 knöpfe und einen unter dem kragen um den kragen zu schließen......

hatte sie mal vom träger bekommen er sagte er habe sie den ganzen krieg getragen ... so schaut sie auch aus :D welchen krieg weiß ich nicht...


nun meine frage von wann kan sie sein oder hatt der gute herr nur eine geschichte erzählt?

Kavallerie
14.02.2006, 08:10
so hir bilder von der jacke sagt mir bitte was sie genau ist

gruß kavallerie

uweB.
14.02.2006, 10:47
Das wird wieder schwierig ! Wie du sicher bereits schon selber in Erfahrung gebracht hast, gibt es auch reichlich ziviles Lederzeug, das in eine militärische Nutzung mit eingeflossen ist. Ich möchte keinesfalls die Story des ehemaligen Besitzers anzweifeln! Eventuell ist es militärischer Herkunft, aber aus einem älteren Nutzungszeitraum oder Bereich, z.B. der Reichsmarine. Ich habe auch schon auf zeitgenössischen Fotos Lederbekleidung in Tragung bei der Kriegsmarine gesehen, die ich nie als solche erkannt hätte ohne diesen Zusammenhang. Viele Soldaten der Kriegsmarine wurden aus der Handelsschifffahrt rekrutiert, bzw. Hansdelsschiffe in den Dienst der Kriegsmarine übernommen. Dadurch allein gab es schon eine unheimliche Bekleidungs- und Ausrüstungsverschneidung, die die heutigen Sammler beim Sichten von Konvoluten aus direktem Trägernachlaß zur Verzweiflung bringen kann und auch schnell zu falschen Einschätzungen und Aussagen führt.
Meiner Meinung nach ist nichts überzeugender, als Bilder aus der Zeit in auswertbarer Qualität.
Hat deine Jacke irgendwelche Kennzeichnungen oder Datierungen ?

Mfg

uwe

Kavallerie
14.02.2006, 12:05
hi uwe :)


also.... nein ich konnte derartiges nicht finden sie ist auch sehr doll getragen dachte auch mehr so den zeitraum wk1 gabs die da????

jedoch ist sie so wie deine nur das sie 2 reihen a 3 nöpfe hatt und den einen unter dem kragen.........

uweB.
17.02.2006, 11:58
Bis auf die Anzahl der Knopfpaare kommt sie einer Lederjacke der Kriegsmarine recht nahe. Sie eindeutig dorthin zuzuordne, wäre verwegen und wirklich nur eindeutige Trägerfotos wären für mich überzeugend. Ich hatte leider noch nicht die Möglichkeit, zwischen meinen Fotos rumzuwühlen. Durchaus denkbar, daß dort etwas dabei ist.
Arbeit und Feuerwehr fressen mich zur Zeit auf.
Ich versuche die Tage mal mein Glück.

Mfg

uwe

Kavallerie
18.03.2006, 22:28
Huhu

Ist meine jacke Maschinenpersonal eine andere art dieses Typen wegen dem am Ärmel?
habe es so nämlich noch nicht gesehen !



sie ist oder wahr *g* grau!


http://people.freenet.de/Feldbluse/666.JPG

uweB.
18.03.2006, 23:12
Nö, deine Jacke ist so mit diesen Ärmelverengungen in Form von zwei Lederriegeln völlig in Ordnung. Daß du die noch nie so gesehen hast liegt daran, daß diese fast immer entfernt wurden. Man blieb nämlich mit den Dinger überall hängen und irgendwann rissen die dann sowieso ab. Deine Jacke ist noch eine Frühe in graufarbenen Leder. wenn du den Beitrag noch mal durchsiehst, dann wirst du das Bild mit dem U-Bootmann vor dem Geschütz sehen. Der hat auch braunes Lederzeug an. Also alles in Ordnung mit deiner Jacke.

Schiefer 1000
06.06.2006, 18:26
Is zwar ein bisschen spät aber hinter dem Kürzel ebd steckt Fatra AG, Napajedl / Maehren


mFG Simon

uweB.
29.07.2006, 20:58
Und weiter geht mit einem Neueingang. Habe ja bei der Panzerknautschmütze letztens noch eine Marinejacke mit dazu bekommen. Ein stramm geschlepptes Teil ohne Effekten. Von der Erhaltung her ist sie für mich gerade noch tragbar. Interessant war, daß an ihr Kragenlitzen ohne Untergrund vernäht waren. Selbsstverständlich kamen die dann auch wieder da drauf. Eine Abnahme ist nicht zu finden, nur Hersteller und Größenstempel. Man möge auch mal die Verbandspäckchentasche beachten. Für Marinefeldblusen ist es ganz typisch, das diese Taschen nicht mit einem Knopf verschlossen wurden, sondern nach dem Einbringen von zwei Verbandspäckchen vernäht wurden.

uweB.
29.07.2006, 20:59
..und noch ein paar Bilder

musketeer
21.08.2006, 11:19
Na dann...will ich auch mal meine Feldbluse der KM . Kraftfahrtruppen heir vorstellen:

Sehr schönes Stück, welches noch nie in Sammlerhände vor mir war..habe ich vor ca. 10 Jahren mit der feldgrauen Schirmmütze zusammen erworben.

Feldbluse ist von 1940 aus dem Bekleidungsamt Wilhelmshaven.
Geschrieben wurde ja schon darüber genug, deshalb lass ich die Bilder sprechen.

musketeer
21.08.2006, 11:21
hier noch ein paar Detailaufnahmen.

uweB.
08.01.2007, 13:08
Ein Neuzugang in meiner Sammlung. Feldbluse für einen Feldwebel in einer Marine- Kraftfahrabteilung mit der Dienststellung eines Hauptfeldwebels. Absolut neuwertiges Kammerstück in ungetragener Erhaltung. Sehr große Größe (Figur des Trägers absolut passend zur Dienststellung :D). Innen mit Größen- und Herstellerstempelung, Jacke dürfte um 1941 verausgabt worden sein. Keine Kammerabnahme vorhanden.
Weitere Detailbilder folgen, Akkus waren leer

uweB.
08.01.2007, 14:53
und noch ein paar Bilder

uweB.
08.01.2007, 16:53
ein weiterer Neuzugang ist dieser Moleskinrock für einen Verwaltungsmaaten. Es ist nicht die alte Ausführung mit eingelassenen Seitentaschen, sondern mit aufgestzten Taschen. Interessanterweise wurde an diesem hier kein Brustadler getragen. Es gibt Fotomaterial sowohl mit, als auch ohne den Brustadler und auch mit den unterschiedlichen Schnittvarianten.

uweB.
08.01.2007, 16:56
und noch ein paar Bilder

uweB.
21.04.2007, 20:40
Hab vor ein paar Wochen auf einem Flohmarkt eine weitere Feldbluse adoptiert. Wie auf den Fotos zu erkennen, befindet sie sich in einem stärker getragenem Zustand. Die Effekten fehlen, aber das wird sich ändern. Desweiteren ist sie ganz leicht gekürzt worden, was man am Rückeschlitz und den Ärmelschlitzen erkennt.
Die von Musketeer in diesem Beitrag vorgestellte Feldbluse mit dem tintenblauen Innenfutter hab ich zwar als zweifelsfreies Original angesehen, aber das Futter war mir doch nicht gang geheuer. Und tada.....hab ich auch so ein Dingens. Außer dem Abnahmestempel "BAW 15.4.40" sind keine weiteren Stempelungen vorhanden.
Sehr gut zu erkennen ist, daß der Adler entgegen aller Geflogenheiten, hierbei durch das Innenfutter genäht wurde. Gut möglich, daß er mal zeitgenössisch für einen verschlissenen Adler ersetzt wurde.
Die Kragenspiegel waren an dieser Jacke ohne Unterlagen vernäht. Am Ärmel sind deutliche Sitzspuren eines Dienstgradwinkels vorhanden. Auf den Schulterklappen wurde die Laufbahnkennzeichnung entfernt und es sind Spuren von aufgesplinteten Metallauflagen erkennbar. Dies ist eine gängige Maßnahme bei Laufbahn- oder Einheitswechsel gewesen.

uweB.
21.04.2007, 20:41
noch zwei Bilder

erox
22.11.2007, 19:29
hier die bilder!

erox
22.11.2007, 19:32
und noch mehr

DEA
28.11.2008, 11:29
674253

674254
Hallo , toller Beitrag.
Möchte bei der gelegenheit meine zivilisierte Marinefeldbluse zeigen.
Frage ist jetzt nur wie krieg ich die wieder zurückgebaut .
Gruß DEA:D

uweB.
17.01.2009, 10:31
Um diese Frage beantworten zu können, wären detaillierte Bilder gut. Wie wurden die Ärmelschlitze geschlossen ? Sind die Schnürlöcher für die Koppeltragehaken hinten im Bund noch vorhanden ? Und eigendlich das Allerwichtigste, sind alle Knopflöcher vorn an der Schließleiste noch aktiv, oder wurden welche geschlossen, versetzt usw. ? Auch sollte man die Schließleiste mal bis oben am Kragen zusammenlegen und prüfen, welcher Materialverlust am Umlegekragen stattgefunden hat.
Alles in allem ist ein Rückbau in diesem Fall wohl wirtschaftlich unsinnig. Alle Änderungen optisch ansprechend rückzubauen, scheitert meistens schon am Kragen und sollten für einen guten Erfolg schon von einem Fachmann durchgeführt werden. Schon der Kauf der Effekte für einen niederen Dienstgrad würden komplett so bei ca 300 € liegen, wobei da auch noch auf zeitliche Stimmigkeit untereinander und zur Jacke geachtet werden sollte.

Und im Endeffekt ist es doch nur gewurschtelter Kram mit dem Rückbau der Jacke. Aber das must du selber entscheiden.

Gruß
Uwe

ral6014
17.01.2009, 19:41
Tja, schade um die ansonsten gut erhaltene Jacke. Man kann mit ein wenig Geschick ja so Manches bewirken. Aber wenn der Kragen erst mal ruiniert ist, hat selbst ein gelernter Schneider richtig Arbeit mit. Dürfte so gut wie nie wirtschaftlich sein. Mein Rat: ab damit in ebay. Bringt sicher auch noch 150 - 200 EU. Wenn Du dann ein wenig was drauflegst kriegst Du sicher etwas mit dem Du auch was anfangen kannst.

DEA
29.04.2009, 19:55
772562
hallo beisammen ,das ist meine Steingraue.
Gruß DEA