Procedere Kraftfahrbundesamt etc bei Zulassung nach Restauration

  • Hallo,


    mal eine Frage: wie ist das grundsätzliche Procedere für die Zulassung, wenn von einem Restaurationsobjekt nur der Kaufvertrag vorliegt, Kfz-Brief und -Schein aber nicht mehr existieren?


    Wie hat man da vorzugehen?


    Danke Euch für die Infos!

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    Art.Rgt. 359/ 359.Inf.Div. + Gren.Rgt. 1126 / 559. VGD

  • Ich hab das zwar selbst noch nicht durchgemacht aber mich mal teilweise darüber informiert. Früher gabs ja die Anfrage beim KBA, wo man z.B. feststellen konnte obs die Fahrgestellnr. schon gibt, ob die Karre gestohlen gemeldet ist etc...., konnte jeder machen. Das geht nicht mehr. D.h. der offizielle Weg ist jetzt, das die Zulasungsstelle beim KBA online nachfragt, wenn die Zulassung beantragt wird. Eine vorherige Abklärung (die ja auch viel Ärger ersparen kann) gibt es nicht. Außer man fragt mal freundlich dort nach, wenn man an den richtigen Mitarbeiter dort kommt dann schauen die schon mal nach.

    Da es zu dem KFZ vermutl. nichts in den Unterlagen des KBA gibt, muß man eigentlich die Historie nachweisen, zumindest so lange sie sich in Deutschland abgespielt hat. Also theoretisch muß man über Kaufverträge und Vorbesitzer zurückforschen bis dahin, wo das Teil vielleicht schon mal zugelassen war oder nach Deutschland eingeführt wurde (Zollpapiere?)

    Das geht natürlich in der Praxis kaum. Mein Kettenkrad hab ich von einem, der nicht rausrückt von wem er es hat. Er hat es irgendwo aus einer Scheune gezogen und dem Bauern vielleicht einen paar Hunnies gegeben und will sicher nicht, das ich rausfinde ob er sich eine goldene Nase dran verdient hat (was ja egal wäre, ich wollte es ja haben und hab den Preis bezahlt)


    Wie der genaue Weg mit den Papieren ist, weiß ich noch nicht. ich glaube man muß erst zum TÜV und die Vollabnahme machen. Dabei ist es hilfreich, wenn man z.B. von einem Bekannten mit der gleichen Karre einen Musterbrief mit hat, in dem die techn. Daten stehen, vorallem bei seltenen Fahrzeugen.

    Mit dem TÜV-Gutachten müsste man normalerweise zur Zulassungsstelle und den Fahrzeugbrief und das Kennzeichen beantragen.

    Guckst Du auch hier:
    http://militaria-fundforum.com…t=Zulassungsstelle&page=2

    Suche historische Kettenkrad-Einsatzbilder
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  • Ich habs durch bei meiner:
    1. KBA-Anfrage: Unbedingt VOR dem TÜV machen... aus purem Zufall kann die Nummer nämlich schon belegt sein... woher ich das weiß??? ;)
    2. TÜV-Vollabnahme (§21) für eine Wiederzulassung (heißt so oder so ähnlich)
    3. Kaufvertrag mitnehmen und Versicherungszeug, ggf. Zollbescheinigung
    4. Zum Landratsamt und zulassen...
    5. Fahren...


    Gruß

    Wenn man sieht, dass eine Sache genetisch versaut ist- mit Prügel allein kann man das nicht korrigieren...


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  • Wann hast du das so gemacht???

    "Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk, und meine Nation, die ich mit großem Stolz verehre, ist die deutsche Nation, eine ritterliche, stolze und harte Nation" Ernst Thälmann

  • Vor 5 oder 6 Jahren...

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  • Nachtrag: Ich glaube mich zu erinnern, dass nach dem ich beim Landratsamt war, die nochmal einige Tage gebraucht haben, bis sie es mir zugelassen hatten. Also oben bitte Punkt 4.1 einfügen: Warten.


    Die Tante hat mich damals auch nach Papieren gefragt, Antwort: - Gibts keine mehr! -Muss welche geben. -Nö, Wehrmacht, Krieg verloren, alles verbrannt. -Aha.


    Möchte noch erwähnen, dass ich mit dem TÜV keinerlei Probleme hatte, da hört man ja auch immer wieder anderes. Ich hatte das Buch von HP dabei, da hat er sich den KFZ-Schein rauskopiert und nach dem Muster meinen erstellt bzw. dieses Blatt für Landratsamt.


    TIPP: Auf jeden Fall immer vorher schon mal überall anrufen und nachfragen, spart man sich hinterher doppelte Wege.


    Gruß

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  • Nachtrag 2: KBA-Anfrage: Da gibt es ein Formblatt und da muss man (damals) nur die Fahrgestellnummer und den Typ eintragen, also von wegen Vorbesitzer oder so was war da nix. In der Antwort kommt dann, dass z.B. (Variante 1) unter der angegebenen Fahrgestellnummer kein KFZ zugelassen ist und auch keines vermisst wird, (Variante 2) unter angegebener Fahrgestellnummer ist ein Fahrzeug zugelassen mit dem amtlichen Kennzeichen...


    Blöd, dass Nichtzahler nicht editieren können... also entschuldigt meinen Spam hier!

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  • Moin!
    Ich fragte deshalb, wann du dein Krad (denke ich mal..;) ) so zugelassen hast, weil ich die Methode die Kimbel beschrieben hat ,in der Oldtimermarkt gelesen habe. Das ist wohl so die neue Art.
    Hätte ja sein können, daß sie wieder zu der altbekannten,vernünftigen Lösung zurückgekehrt sind.
    In dem Markt Beitrag ist wohl jemand ziemlich auf die Nase gefallen, weil er das Fahrzeug erst restauriert hat, mußte er schließlich für den TÜV, und dann hat das Amt beim KBA nachgefragt, und dann gabs Ärger...

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  • Wenn ich das gerade so lese muß ich feststellen das wir wahrscheinlich richtig Schwein hatten. Ich habe überall schon nachgefragt ob jemand etwas zum Fahrzeug sagen kann. Keiner. Wie soll amn da eine Fahrzeughistorie zusammenstellen. Idiotisch.

    Suche Wehrmachtskarte-Durchgangsstraßen-Ostdeutschland
    Suche eine ERKENNUNGSMARKE von der EINHEIT meines Opas Ln.F.E.Kp.mot. 18/4
    Ich suche das Buch: Drei grüne Leuchtkugeln : von Großdeutschland

  • Also, es ist tatsächlich so, die direkte Auskunft des KBA an Privatpersonen gibt es seit einiger Zeit nicht mehr. D.h. nur noch das Landratsamt (Zulassungsstelle) kann eine Online-Abfrage machen, und das geschieht offiziell zum Zeitpunkt der Zulassung. D.h. davor wurde lange restauriert und auch schon die Vollabnahme gemacht, registriert auf die FGST-Nr.

    Das ist für jemand, der vor der Restauration steht natürlich Mist. 2 Szenarien:

    1) Die Kiste oder zumindest die Nummer ist als gestohlen registriert. Man restauriert jahrelang und mit viel Geld ein WH-Kfz, geht zur Zulassungsstelle und die benachrichtigen die Polizei, die den vorbesitzer, der kommt und sagt: ach da ist ja mein Gespann, das nehm ich gleich wieder mit...

    2) Ist meinem Bekannten passiert: KS750 bekommen, Motor und Rahmen nicht nummerngleich, restauriert, wollte zulassen, Ergebnis: einige Monate zuvor ist eine KS750 mit gleicher Nummer zugelassen worden. Er hat dann einfach noch einen Buchstaben dazugeschlagen und schon wars ne andere Nummer. Was war vermutl. geschehen: ein anderer hatte den Motor mit passender Nummer und z.B. einen Ersatzrahmen (die wurden dann z.T. nie gestempelt) und hat, weil er für die Zulassung eine Rahmennummer braucht, einfach die Motornummer reingedroschen. Er war halt etwas schneller fertig als mein Bekannter.

    Dieses Problem lässt sich zwar lösen (er hatte damals schon rechtzeitig vor dem TÜV die KBA-Anfrage gemacht und die Nummer erweitert), aber heute wirds aufwändiger, weil die TÜV-Papiere ja auf die FGST-Nr. ausgestellt werden, d.h. wenns bei der Zulassungstelle Ärger gibt, muß man nochmal zum TÜV und, auch wenns nur Papierkram ist, sicher neu Gebühren berappen.

    Aber: auch auf den Zulassungsstellen gibt es Menschen. Siehe http://militaria-fundforum.com/showt...sstelle&page=1 . Der Chef meiner Zulassungsstelle war nach Schilderung meines Problems so freundlich, mal nachzuschauen. Er war dann ganz erstaunt, das es auf die FGST.Nr. schon 2 Fahrzeuge gibt (Eicher-Traktor und irgend ein Anhänger). Ich hab ihm dann erklärt das meine Fgst-Nr. für ein Kriegsfahrzeug ist und nach dem Krieg sicher neue Nummernkreise vergeben worden sind, ohne auf alte Militärfahrzeuge Rücksicht zu nehmen. Dadurch ist es sicher zu der Doppelvergabe gekommen. Das hat er eingesehen.

    Er hat auch gemeint, das es, wennn die Historie der Vorbesitzer nicht nachvollziehbar ist, der Kaufvertrag bzw. notfalls eine eidesstattliche Versicherung ausreichen würde, das das KFZ legal erworben worden ist.

    Er hat aber auch gesagt, seine Aussage gilt nur für den Moment, d.h. wenn dann, vielleicht erst in einigen Jahren, die Zulassung erfolgt, dann wird nochmal offiziell nachgefragt. D.h., wer sich vor Restaurationsbeginn schlau mcht, der sollte, bevor er zum TÜV fährt, nochmal nachhören, nicht das sich inzwischen was geändert hat.

    Es kann ja auch folgendes passieren: Jemand holt ein Krad aus Russland, bei dem die alte Nummer rausgeschlagen wurde. Er sucht jetzt ne neue Nummer, findet in irgendwelchen Foren oder Fahrzeugverzeichnissen eine Nummer und sagt, toll, ich nehm mir eine bekannte Nummer des passenden Baujahres her und schlage einfach die nächsthöhere Nummer (also Muster + 1 ) ein, da es höchst unwahrscheinlich ist, das Fahrzeuge mit direkt aufeinander folgenden Nummern erhalten geblieben sind. Inzwischen hat zufällig doch einer das Krad mit der Nummer aufgetan, der ist dann der Depp.

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  • kurz gesagt:


    vor Zulassung erst einfach mal anrufen, höflich den Fall schildern und dann drauf hoffen, daß der Mitarbeiter mal nachschaut, korrekt?

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  • Kimbel sagt es: Mit Herausgabe des neuen Briefes Teil 1 und 2 statt Schein und Brief ist das Ganze geändert worden. Man weist Eigentum jetzt nur noch über einen Kaufvertrag nach, In den neuen Papieren steht dick drin, dass sie kein Eigentumsnachweis mehr sind.


    Also immer auf einen Kaufvertrag bestehen!


    Ich war vor der Vollabnahme bei der Zulassungsstelle (Anfang diesen Jahres, also aktuell)
    und wollte die KBa-Anfrage beantragen, da wurde mir gesagt, die gibt es nicht mehr.


    Die freundliche Dame hat aber gleich nachgeschatu im PC, dauerte eine Minute und gesagt, dass nach der Maschine nicht gesucht wird, und damit alles i.O. ist.


    Es ist sogar besser, wenn man ohne Brief zur Zulassungstelle kommt, dann wird gleich ausgestellt (wenn die Fgst-Nummer nicht im System ist) als wenn es sie schon im System gibt und der Brief weg ist, dann gibt es Wartefristen.

  • danke!

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  • Er hat auch gemeint, das es, wennn die Historie der Vorbesitzer nicht nachvollziehbar ist, der Kaufvertrag bzw. notfalls eine eidesstattliche Versicherung ausreichen würde, das das KFZ legal erworben worden ist.
    .


    Ralf hat recht, Tobias Weg geht nicht mehr.


    Eine Anmerkung zu Ralfs obigen Zitat: es gibt noch einen Weg 3, den ich beschritten habe. Simpel und effektiv und kostenlos: ich habe meine KS750 und mein Kettenkrad ganz offiziell beim Fundbüro in meiner Stadt als Fundsache gemeldet.


    Nach einem halben Jahr sind sie mir zugesprochen worden, nach 10 Jahren kommt nicht mal mehr einer mit den originalen Papieren da dran. Die Zeit dazwischen ist eine Grauzone.


    Da ich diesen Weg mit insgesamt 20 oder mehr KFZ beschritten habe, zu denen ich nix hatte, war auch eines dabei, welches tatsächlich gestolen war (nein--ich wars nicht sondern hab nur ein Wrack auf einen Teilemarkt gekauft). Und ich es schon restauriert hatte und fahren wollte/dann gefahren bin. Es gab ne Pattsituation: ich habe den Nachweis vom Amt, dass es keiner abholen wollte (dass das Amt evtl. nicht die Daten bei der Polizei gegen gecheckt hatte, ist nicht mein Problem), er hatte den KFZ Brief. Schlussendlich hat er ne Fahrt und nen 20er für den Brief gewollt und alle waren glücklich.


    Ob der Weg heute noch geht, weiß ich nicht. war auch alles von 5 Jahren und wie gesagt mehr als 20 KFZ (offiziell natürlich nur "Rahmen mit FIN" ;) )


    mfg

    Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!
    --> Dran, drauf und durch! <--

  • ich habe vor weihnachten mal eine tageszulassung für ein kettengrad gemacht.
    die kba war ca 25 jahre alt und die tüv vollabnahme ca 20 jahre her .seitdem wurde aber nur mit roter nummer gefahren. ich brauchte nach absprache lediglich eine hu , und bekam sofort alle papiere ausgehändigt. die abfrage wurde auf der zulassungsstelle online gemacht.
    Falk

    I