Unbekannte Abzeichen

  • Mit nur einem Hortfund, liegst du völlig falsch und auf dem gesamten Gelände war keine oder kaum noch eine zu finden, da komplett abgesucht! :bea


    Naja, meine Informationen vom Berg sind nicht aktuell, und abgesucht gibt es doch nicht, oder?


    Gruss
    R35

    Bin immer auf der Suche nach uralten Schlüsseln, Schlössern, Vorhängeschlössern und Eisentruhen.

  • Naja, meine Informationen vom Berg sind nicht aktuell, und abgesucht gibt es doch nicht, oder?


    Gruss
    R35


    Da hast du Recht aber die Chancen etwas zu finden kann man über die Jahre wohl arg einschränken.

  • Die Gustloff Marken sind immer mal wieder in der Bucht zu finden.


    Gruss
    R35

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    Bin immer auf der Suche nach uralten Schlüsseln, Schlössern, Vorhängeschlössern und Eisentruhen.

  • Mit mittlerer Marke meinte ich die auf der Webseite.


    Deine gezeigten sind aus Kahla.

  • Oh, natürlich ich bin glaube ich noch nicht richtig wach;)


    Gruss
    R35

    Bin immer auf der Suche nach uralten Schlüsseln, Schlössern, Vorhängeschlössern und Eisentruhen.

  • Oh, natürlich ich bin glaube ich noch nicht richtig wach;)


    Gruss
    R35


    Um 11.38 Uhr nicht richtig wach ??? Ein Lotterleben ohne gleichen …:D


    Gruss

    [SIGPIC][/SIGPIC]DEN KOPF HOCH UND NICHT DIE HÄNDE !

  • Um 11.38 Uhr nicht richtig wach ??? Ein Lotterleben ohne gleichen …:D


    Gruss


    Da hast du wohl Recht:D


    Gruss

    Bin immer auf der Suche nach uralten Schlüsseln, Schlössern, Vorhängeschlössern und Eisentruhen.


  • Hallo R35,


    die Marken wurden in der näher zwischen der ehem. Kommandantur und dem Wach- und Einlassbereich gefunden. einige davon sind mit Nummern geprägt. Das die Produktion gelaufen ist, ist bereits bestätigt und steht außer Frage. Bis vor einiger/geraumer Zeit, gab es auch noch Zeitzeugen darüber, die sogar berichten konnten, (unabhängig voneinander) das die Triebwerke immer in den Nachtstunden den Probebetrieb aufnahmen. "Deutlich konnte man das Pfeifen und Heulen der Triebwerke hören, die in einem bestimmten Bereich des militärischen Sperrgebietes, nach dem Zusammenbau, aufgebaut, angeschlossen und halt Probegefahren wurden." Es gibt anhand der ein und ausfahrenden Züge, auch Schätzungen über die Produktionsmenge. In einigen Unterlagen im Zittauer Archiv, finden sich auch weitere Hinweise darüber.Wie unter anderem auch der Hinweis, das die "deutsche" Belegschaft, recht emsig bemüht war, bei der Annäherung der roten Armee, sämtlichen Nachweis über diese Produktionsstätte zu beseitigen.Bis zu aller letzt verblieb auch eine SS Sondereinheit vor Ort, obwohl keine Gefangenen mehr anwesend waren, und bereits sämtliche brauchbaren Maschinenteile abtransportiert wurden. Weiterhin heißt es in den Unterlagen zu den letzten Tagen, "Die Einheiten richten oben auf dem Berg ein Massaker an, und es werden umfangreiche Erd- und Betonierarbeiten ausgeführt."
    Diese Anlage birgt ansich viele Rätzel.Selbst offizielle Organe der Stadt Zittau hatten keinen Zugriff zu dieser Produktionsstätte. Wie man die deutschen halt so kennt, in Verbindung mit dem Bürokratismus, wollten Beamte der Stadt, auch unter Androhung eines immensens Bußgeldes die entgültigen Pläne der Kaserne erzwingen. Als ein Beamter des Gewerbeaufsichtsamtes Zittau am 23. Oktober 1944 an Ort und Stelle zu Einzelheiten eine gutachtliche Aussprache führen wollte, wurde er kurzerhand abgewiesen, weil die Gebäude im streng abgeschirmten militärischen Sperrgebiet des Werkes lagen, zudem er einfach keinen Zutritt erhielt. Das über die ZW so wenig bekannt wurde oder ist, ist der Arbeit dieser Produktionsstätte zuzuordnen. Galt sie immerhin als Produktionsstätte der "Wunderwaffenproduktion" und zum streng Geheimen Jägerstab Kammlers.


    Gruß Mog

  • Hallo Mog,


    schau doch mal auf die obere Kante des Ausweißrahmens, ob eine Prägung vorhanden ist.


    Ein paar Beispiele von Ausweißen aus jenen Tagen.


    Grüße
    R35

    Dateien

    Bin immer auf der Suche nach uralten Schlüsseln, Schlössern, Vorhängeschlössern und Eisentruhen.

  • Impressionen


    Die 360 Grad Ansicht!


    Hallo R35,


    schön, nun finden sich also mehrere Zugangskontrollmarken. "Polizei" hatte mir ebenfalls einige Fotos zugemailt. Danke dafür. Danach schauen kann ich erst wieder, wenn die Kollegen aus dem Urlaub wieder da sind.


    ....was meinst du denn mit den Impressionen??? Die Seite kenne ich. Sie ist ja von uns gemacht worden. :D


    Gruß

  • .....Das Gruppenfoto auf der HP ist übrigens bei der Produktionsstätte im Eulengebirge in Walim gemacht worden, wo wir bei den Bohrungen zu dem dort Sondiertem und gefundenem Tunnel eingeladen wurden. ;)


    Gruß


  • Ich finde die Seite, vor allem aber die 360 Grad Ansicht mit der Musik sehr gelungen.


    Habt ihr schon mal Teile von einem Jumo004 gefunden?


    Grüße
    R35

    Bin immer auf der Suche nach uralten Schlüsseln, Schlössern, Vorhängeschlössern und Eisentruhen.

  • Ich finde die Seite, vor allem aber die 360 Grad Ansicht mit der Musik sehr gelungen.


    Habt ihr schon mal Teile von einem Jumo004 gefunden?


    Grüße
    R35


    ....ich hoffe es ist nicht sarkastisch gemeint mit der 360 Grad Ansicht und der Musik.:D


    Ne Spaß beiseite, wir haben so einiges, was in diese Richtung, zumindest in die richtige geht. Leider verschlingen Messungen und Sondierungen eine unmenge an Gelder, so das wir unter anderem Dankbar für die Unterstützung seitens der öffentlichen Behörden sind. Und Löcher mit einer Tiefe von fast 10m kosten auch so einiges. Man mag meinen, sechs Jahre an Nachforschungen sind eine lange Zeit. Jedoch Archivsuche, Auswertungen, Messungen und immer weitere neue Stellen auf dem Gelände, welches nicht gerade klein ist, kosten außer dem Geld auch eine Menge Zeit. Hätten wir bereits diese Anlage komplett erforscht, wäre es auch mit Sicherheit publik geworden. Siehe Mittelbau. In der Anfangszeit wurden uns auch gewaltige Steine in den Weg gelegt. Man hat uns des öfteren nahegelegt, dieses Thema und die Arbeit dort lieber aufzugeben. Nun, wenn man einmal in Betracht zieht, welche großen und namhaften Firmen daran beteiligt waren, die heute immer noch Großkonzerne der Wirtschaft sind, sogar immer noch auf dem militärischen Sektor, so ist dieses teilweise auch verständlich. Als Gedankenpunkt sage ich hier nur mal das Beispiel IG Farben. Aber das ist nun ein anderes Thema.


    Gruß Mog

  • ....ich hoffe es ist nicht sarkastisch gemeint mit der 360 Grad Ansicht und der Musik.:D


    ganz im Gegenteil, mir gefällt eure Arbeit.


    Gruss
    R35

    Bin immer auf der Suche nach uralten Schlüsseln, Schlössern, Vorhängeschlössern und Eisentruhen.

  • ganz im Gegenteil, mir gefällt eure Arbeit.


    Gruss
    R35


    Dankeschön, ich werde es weiter leiten ;)

    Es ist schon eine etwas müßige Arbeit, aber auch sehr spannend. Aber so langsam rundet sich auch hier das Bild ab. Es gibt sehr viele Dinge, was erwähnenswert wäre, doch auch ich habe mich an ein gewisses Reglement zu halten.
    Im Oktober 2010 habe ich auf Wunsch für die Polnische Zeitschrift "Fokus" einen Artikel verfasst, welcher zwar dann nicht genau im Wortlaut gedruckt wurde, aber immerhin auch die Tragweite erkennen lässt. Wen es interessiert...hier:


    Die Zittwerke, deren außenliegenden Produktionsstätten und die Todesmärsche



    Bekannter Weise wurden die unvollendeten Kasernenbauten der im Jahre 1938 vom Heeresbauamt Bautzen in Bauauftrag gegebenen „ Infanterie-Kaserne in Poritsch“ dazu auserwählt, die Produktionsstätte für ein neues Geheimprojekt der Flugzeugfirma Junkers aus Dessau zu werden.


    Ab dem 11. Nov 1941, quartierte sich erstmals ein Außenkommando der SS, aus dem Konzentrationslager Groß-Rosen in ein ehemaliges Rittergut in Großporitsch ein, um Vorbereitungen für den weiteren Ausbau der Kasernenanlage durch Häftlinge des KZ Groß-Rosen, sowie des neu eröffneten Kriegsgefangenenlagers für die „neue Kaserne Poritsch“ zu treffen.


    Am 27. Jan 1943 erfolgte der erste amerikanische Großangriff aus der Luft auf Deutschland. Die deutsche Reichsführung war geschockt.
    Dieses war der Auslöser für das Vorhaben und Ziel, für eine sichere und störungsfreie Produktion von kriegswichtigen Bauteilen, sowie von geheimen Forschungsprojekten im Untergrund. Also die Verlagerung unter der Erde.
    Am 6.Nov 1943 erließ unter dem Aktenzeichen: BA-MA,RL3/65 Bl.1 Luftwaffenchef und Reichsmarschall Hermann Göring den Befehl, zur Gründung des Sonderstabes „Höhlenbau“, und damit den Befehl zur Unterbringung der gesamten kriegswichtigen Güter und Produktion in den Untergrund.


    Im Juni 1943 wurde ein Team von Architekten und Ingenieuren damit beauftragt, im Namen der Reichsregierung und der Firma Junkers, die örtlichen Gegebenheiten für Bauwerke, sowie bauliche Gegebenheiten im Untergrund für eine Produktionsverlagerung Untertage, zu erkunden und zu prüfen.
    Doch nicht nur die Kaserne und deren Gebäude waren als Produktionsstätte angedacht. In einem Radius von mehr als 30 Kilometer wurden eine große Anzahl von Industrien sowie mittelständischen Unternehmen, mit in diese Produktion einbezogen, und als kriegswichtige Produktionsstätten, beschlagnahmt.
    Die neue Kaserne in Poritsch, war das Kopfwerk aller zugehörigen Produktionsstätten in der Umgebung, aber auch gleichzeitig das Schwesterunternehmen für hochgeheime Forschungsstätten und Produktionsstätten „Mittelbau Dora“ im Thüringischen Kohnsteingebirge, sowie der Untertage Verlagerung „Jonastal“ bei Nordhausen.


    Wie ja bekannt ist, wurde seitens der Junkers-Werke Dessau, für die Forschung und Produktion, als Betriebsführer Dr.Ulderup, als Direktor Dr. Hanewald und der Prokurist Pfeil benannt.
    Seitens der Reichsregierung wurde für sämtliche Bauausführungen, Arbeitsmaßnahmen, der Arbeitskräftebeschaffung sowie deren Bewachung, aus dem Konzentrationslager Groß-Rosen, der am 26. Aug. 1901 in Stettin geborene General der Waffen SS, Hans Friedrich Karl Franz Kammler befohlen. Seine Organisation und Gruppe „Jägerstab“ koordinierte und befehligte sämtliche „Sonderbauten“ und hochgeheimen Untertageprojekte in den „Zittwerken“, welches unter der als GEHEIM eingestufte wehrwirtschaftliche Kenn-Nummer: IVa SO J /m 116 lief, wie auch Zeitgleich in den Projekten „Mittelbau Dora“ und in den Stollenanlagen im Jonastal.


    Wegen der berüchtigten deutschen Bürokratie, existieren heute noch teilweise Dokumente die als Bauanträge an die Rüstungsinspektion IVa Dresden, gestellt wurden. Unter der Rangfolgenummer IVa 44 Bm 1e, wurde unter anderem ein Bauantrag für eine Erdbewegung von mehr als 20100 m³ Erde und Aushub gestellt, welcher am 13. April 1944 stattgegeben wurde.
    Spätere Dokumente belegen dass zu diesem Aushub, nochmals eine Menge von 10000 m³ dazu kam.


    Für sämtliche Bauvorhaben, wie auch der kriegswichtigen Produktionen, auch unter Einbeziehung aller außenliegenden Produktionsstätten, wurden offiziell nur 864 KZ-Häftlinge angegeben.
    Laut Dokumente der Bauanträge, wurden aber alleine im Projekt „Zittau-Kaserne“, ein Ausbau für mindestens 3500 Personen angegeben, und sogar letztendlich für fast 6000 Personen ausgebaut.
    Das Gesamtvolumen des Aus und Umbaus, (Häuser, Hallen, Erdbewegungen, Schächte und Stollenausbau, Produktion und Fertigung), und auch der begrenzte Zeitrahmen, lässt auch schon rein rechnerisch eine Gesamtpersonenzahl, allein im Bereich „Zittwerk-Kaserne“ von fast 5000 Personen vermuten und als realistisch ansehen.


    Schon Anfang 1944, wurde damit begonnen, die ersten Konzentrationslager im Osten, wegen der heranrückenden Front, teilweise zu räumen oder gar zu evakuieren.
    Der Vertuschung wegen, nahm die Masse der Tötungen und Hinrichtungen eine ungeahnte Dimension an.
    Somit war zu diesem Zeitpunkt der deutschen Reichsregierung, wie auch den Kommandeuren vor Ort klar, dass die Fronten nicht zu halten waren und somit der Krieg verloren war. Erste Befehlsverweigerungen in diesem Zeitraum zeugen davon.
    Es begann somit zu dieser Zeit, das sogenannte „letzte Aufgebot“.
    Und obwohl der Reichsführung diese verloren Situation bewusst war, trieb man den weiteren Ausbau und Produktion in den Zittwerken voran.
    Ab November 1944 wird von lautstarken monotonen heulenden Geräuschen aus den Zittwerken berichtet. Ein Indiz dafür, das mit den Probeläufen der Triebwerksproduktion begonnen wurde, obwohl nicht mal alle geplanten und beantragten Baulichkeiten errichtet waren.


    Nun, Ende 1944, da das bevorstehende Ende des 3. Reiches heranrückte und ersichtlich wurde, ging es seitens der Reichsregierung und der einzelnen Wehrmachtsteile mehr darum zu retten und in Sicherheit zu bringen, was man noch konnte.
    Aus Angst vor Nachfolgenden Repressalien der Kriegsgegner sollten Regimeschädliche Dinge schnellstmöglich vertuscht werden. Und abermals nahm das Töten und Hinrichten eine neue ungeahnte brutale Dimension an.
    Da ja schon Anfang 1944 die ersten KZ-Evakuierungen und Todesmärsche in den östlichen Gebietsbereichen befohlen worden waren, galt dieses ab dem Januar/Februar 1945 nun auch für die Zittwerke und dessen kompletten Einzugsbereich.
    KZ-Häftlinge aus sämtlichen außenliegenden Produktionsbereichen, sogar aus dem Bautzener und Löbauer Gebiet, wurden nun zusammengetrieben.

    Am 20. Feb. 1945, legte die sächsische Reichsgauleitung fest, dass in den Gebieten Zittau – Löbau – Bautzen, entsprechenden Evakuierungsstufen I-III durchzuführen sei.
    Das bedeutete nun, dass in sämtlichen Außenlagern, Außenkommandos und Produktionsstätten, eine Demontage der Maschinen erfolgte, b.z.w. diese unbrauchbar zu machen wären.
    Man trieb daraufhin alle Personen zusammen die unter der Sektion Außenkommandos und oder Häftlinge fallen. Aus all den kleinen umliegenden Dörfern, neben KZ`s , Außenlagern und Außenkommandos, kamen beim Durchzug des Todesmarsches an den Aufnahmepunkten neue Häftlinge und damit neue Todeskandidaten dazu. Der Tross an geschundenen und gepeinigten Personen vermehrte sich schnell. Alles in allem schätzt man heute, eine Gesamtanzahl von einigen tausenden Personen.
    In den historischen Unterlagen des Zittauer Archives, den Dokumenten der Arbeiterbewegung 1938 – 1945, für den Zeitraum Feb. bis Apr. 1945, ist nachzulesen, das bei diesem Todesmarsch, der nur einer von vielen war, die Hinweise auf die Ortschaften: Ebersbach, Lawalde, Neugersdorf, Leutersdorf, Seifhennersdorf, Zittau, KZ-Niederoderwitz, KZ-Hainewalde, KZ-Großschönau und zu guter letzt der Bahnhof von Großschönau angelaufen wurden.
    Jedoch ab da, ab Großschönau Bahnhof, verliert sich jede Spur dieses außergewöhnlichen Todesmarsches. Weder Personen, und erst recht keine Namen tauchen irgendwo anderorts wieder auf.
    Ein Gedenkstein in der Ortschaft Lawalde, erinnert heute an die erschlagenen Häftlinge dieses Todesmarsches die auf der Strecke verblieben sind.


    Wohin jedoch ging die Reise dieser armen Personen??


    Eine Rückführung in östliche Gebietschaften des Reiches war schier unmöglich.
    Anhand nachfolgender Daten erklärt sich auch schnell warum:
    KZ-Groß-Rosen wurde ab Jan.1945 geräumt; KZ-Ausschwitz wurde in der Zeit vom 17.-23 Jan. evakuiert. (Was man so „Räumen und Evakuieren“ nannte) ; KZ-Sachsenhausen wurde am 22. Apr. von der russischen Armee befreit.
    Die nahende Front und die schweren Kämpfe bei Lauban, ( Luban/Slonski/PL) in der Zeit vom Feb. 1945 bis Anfang März 1945, machten unter anderem eine Rückführung in östliche Bereiche unmöglich, da der wichtige Verkehrsknotenpunkt Lauban von der russischen Armee besetzt war.


    Eine Weiterführung des Todesmarsches in westlicher Richtung, blieb auch verwehrt, da bereits westliche alliierte Truppen, vordergründig die amerikanische Armee, am 11. Apr. 1945 die riesigen Stollenanlagen der Anlagen Mittelbau Dora wie auch das Jonastal, befreit hatte, und somit eine „Unterbringung“ (Entsorgung) der Gefangenen nicht mehr im Bereich des Möglichen war.


    Da so ziemlich alle Ausweichmöglichkeiten verwehrt waren, stellt sich nun weiter die Frage, wohin sind die Masse an Personen gebracht worden??


    Man weiß es nicht genau, jedoch die Vermutung liegt nahe, das sich in der nur 12 Kilometer entferntem Produktionsanlage der Zittwerke, die Möglichkeit ergab, sich schnell und unkonventionell den Teilnehmern des Todesmarsches zu entledigen. Eine schnelle Lösung dieses unbequemen Problems.
    Natürlich gibt es darüber keine eindeutigen Belege, aber den einen oder/und anderen Hinweis, der zu dieser Überlegung führt, gibt es natürlich doch:


    Wie schon gesagt, lag diese Lösung des Problems nur 12 Kilometer entfernt.


    In dem Zeitraum vom 21. Bis zum 27. Febr. 1945, also in nur 4 Tagen, sind nachweislich 15 Güterzüge mit den üblichen geschlossenen Waggons in die Zittwerke eingefahren.
    Bis zum 22. März 1945 war weiterhin ein starkes Aufkommen an Zugverkehr in die Zittwerke zu vermelden.


    Und was natürlich erst recht zu dieser Vermutung beiträgt, ist ein Hinweis von zwei Eintragungen in den Unterlagen und Dokumenten in den Archiven der historischen Zittauer Chroniken.
    Der eine Eintrag lautet: „In der Kaserne auf dem Berg wütet die SS und richtet dort ein Massaker an.“
    Und weiter heißt es: „ Es werden umfassende Erd- und Betonierarbeiten durchgeführt.“


    Fakt ist auch: Am 24. März 1945 wurde die neue Kaserne Poritsch, die Produktionsstätte Junkers und damit das eigentliche Zittwerk, aufgegeben und geschlossen.
    Und trotzdem die gesamte Produktionsstätte aufgegeben und geschlossen war, blieb das gesamte Gelände weiterhin ein militärisches hochgeheimes Sperrgebiet, das auch weiterhin von dem SS-Totenkopf-Wachbataillon Abt. 17 des Außenkommandos Groß-Rosen schwer bewacht wurde.


    Weiterhin merkwürdig ist auch: das nach dem 25. März 1945 ein erhöhtes Aufkommen von ausgestellten Totenscheinen zu verzeichnen ist, wobei früher schon ein Teil der Leichname im Krematorium in Zittau verbrannt worden sind. Von diesen Totenscheinen sind noch heute, lange nach den Aktenvernichtungsaktionen, eine gewisse Anzahl erhalten geblieben.
    Erst vor einiger Zeit, fand man bei Flurbereinigungsarbeiten in einem Bereich auf dem Zittauer Friedhof, etliche Schamottplaketten aus den Öfen des Zittauer Krematoriums, welche heute den ehemaligen Häftlingen der Zittwerke zugeordnet werden können.


    Weiterhin kamen bei Grabungsarbeiten auf dem Kasernengelände, bereits ein Massengrab zum vorschein.


    Des Rätzels Lösung wird sich aber erst finden lassen, wenn man sich die Mühe macht danach zu Forschen und zu suchen.



    Wie du siehst R35, ist die Tragweite weitaus größer, als es sich zuerst erahnen läßt. Und nun verstehe den Zusammenhang, wieso man möchte, das wir die Arbeiten entsprechend einstellen.
    Sollten sich weiterhin interessante "Bei"funde ergeben, werde ich nach Absprache und dem ok, diese hier veröffentlichen, sofern Interesse daran besteht.


    Gruß Mog

  • Hallo, woher weisst Du, dass ein 17 SS-Totenkopf-Wachbataillon irgendwo in Planung war, wo doch die Totenkopf - Wachbataillone und Totenkopfsturmbanne bei den Konzentrationslagern überhaupt keine Nummern trugen? :confused:

  • Hallo, woher weisst Du, dass ein 17 SS-Totenkopf-Wachbataillon irgendwo in Planung war, wo doch die Totenkopf - Wachbataillone und Totenkopfsturmbanne bei den Konzentrationslagern überhaupt keine Nummern trugen? :confused:


    Hallo,


    ich hatte die Frage nach dem 17. SS- Totenkopf-Wachbataillion vor ein paar Jahren bereits in einem anderem Forum angefragt, weil es überall heißt, hier in der Kaserne der ZW war dieses 17. SS Totenkopf- Wachbataillion stationiert.Ich suchte danach, bzw. nach Aufstellungslisten.Dort sagte man mir das es ein 17. SS-Totenkopf Wachbattailion nicht gegeben hat. Eine Aufstellung wäre zwar in Planung gewesen, jedoch kam es nicht dazu. Man sagte mir dort, richtigerweise würde es SS-Totenkopf Wachbattailion Abt. 17 heißen. Das muß nun schon 5 Jahre her sein. Ich habe damals auch eine Aufstellungsliste bekommen, die mir jemand kopierte hat. wenn ich das nun noch nach eruieren kann, gebe ich den Link dazu mal durch...der Beitrag dazu sollte dort noch vorhanden sein. Ich weiß aber jetzt nicht mehr genau ob es das Forum der Wehrmacht oder im Wehrmachts Lexikon war.
    Soweit ich nun weiß, gab es nur die TK-Standarten, die durchnummeriert waren.
    Für mich maßgeblich war aber nicht ob eines aufgestellt werden sollte oder auch nicht, sondern das es ein 17. SS-Totenkopfwachbatallion so garnicht erst gegeben hat, wie es fälschlicher Weise überall in den Büchern oder Berichten über die ZW steht.


    Gruß Mog