Pflege von Blankwaffen

  • Hallo CrOn,


    also nur ganz kurz.


    Zum Essig: Das ist erstens ein ziemlich arges Mittel, also Vorsicht geboten.


    Wenn Du es verwenden willst, Essigsäure aus dem Lidl tuts vollkommen.


    Aber niemals den ganzen Säbel rein hängen :(


    Nur die Klinge!


    Ich würde es aber gemäß meinem persönlichen Geschmack nicht machen...


    Griff finde ich wollkommen ok so, also am besten ganz lassen. Beim Putzen zerstörst Du nur die Vergoldung.


    Scheide sieht eigentlich auch nicht so aus, als ob ein Essigbad notwendig wäre. Nimm etwas 1000er Stahlwolle für die Stellen, wo die Farbe ab ist. Danach Öl drauf und fertig. Auf keinen Fall die Farbe abmachen!


    Grüße,


    Frank


    P.S. Lieber einfach nur Öl und gut konserviert als alles wegverputzt, das sollte hier das Motto sein

  • OK, Danke für die Antwort. Wer dann demnächst mal die Stahlwolle besorgen :)

  • Hat jemand Erfahrung mit dem guten alten DDR Waffenöl in den kleinen Plastik Kissen ?? Kann ich es nehmen um meine Klingen zu konservieren ?? -


    schneiti71

  • Hallo schneiti,


    Erfahrung schon, aber nicht bei Blankwaffen (ausser vielleicht dem NVA-Bajonett).
    Das Öl ist nicht schlecht, aber für Klingen eventuell zu dickflüssig. Für eine Klinge, die man nicht alle Stunde aus der Scheide zieht, um sie jemanden zu zeigen, ist das Öl meines Erachtens sehr gut geeignet.


    Gruß,
    Thomas

  • Hallo zusammen,
    wie bokommt man denn am Besten die hässlichen
    schwarzen Flecken von vernickelten Klingen?
    Habe ein Säbel von dem ich Sie gern entfernen
    würde.


    Schöne Grüsse
    Sp.

  • Auf angenarbte Holzgriffe alter Bajonette streiche ich üblicherweise beidseitig eine dicke Schicht Ballistol-Öl und lasse das Ganze sodann unter Wärme einziehen - entweder Griffteil in einem flachen Büchsen auf einen Heizkörper oder einfach hinter der Fensterscheibe in das Sonnenlicht legen. Das Holz quillt auf und füllt die Narben wieder, die natürlich nicht vollständig verschwinden, aber das Holz erscheint satter und das Öl gibt ihm Pflege. Eine ordinäre alte Nagelbürste mit Ölauftrag kann den Metallteilen wieder Glanz geben und befreit von Schmutz.


  • Also ich Persönlich habe 000 Stahlwolle genommen mit Edelstahl Politur, Elsterglanz soll wohl super sein... hatte grad nur was von 00 da, ging aber auch..
    viel Arbeit...! Aber bei F.O.S. hat es schon recht gut funktioniert..
    MfG
    T

    Gruß
    Thunders1

  • hallo ich habe heute ein paar Bilder eines preußischen Infanteriesäbels gepostet...leider ist die Scheide von Rost angegriffen...ich hoffe ihr könnt mir helfen...wenn ihr wollt könnt ihr den Säbel auch mal anschaun...ist bei Blankwaffen bis 1932 drin

  • Hallo Sammelfreunde, Gute Erfahrungen beim konservieren habe ich bei einem Bajonett in leichter Oxalsäure gemacht, danach öfters die Metallteile mit Öl abreiben, Ballistol eignet sich dazu recht gut da es etwas dicküssiger ist als WD40. Für die Holzteile nehme ich vorwiegend Scherell´s Schaftöl es bringt etwas mehr leuchten und glanz hervor als wie das auch verwendbare Ballistol. Mit den alten Lederteilen (Koppel)ist das so eine Sache, meine reibe ich mehrmals mit Gudra Lederfett ein, man sollte bei Leder auf keinen Fall etwas überstürzen die entstehenden Risse und Brüche bekommt man nicht mehr weg. "ist mir schon öfters passiert". Ich glaube es ist nicht einfach den Grad zwischen Zeitgenössisch schön und einfach zu Tode geputzt zu finden.
    LG Josef

  • Oxalsäure? handelt es sich um Bodenfunde?


    müsstest du schon dazu schreiben... brünierte Stücke würde ich nie in Oxalsäure einlegen....

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    - Und ich bin kein Verkaufsberater -

  • Hallo,


    für die Pflege von nicht oder nur minimal angerosteten Blankwaffen eignet sich die nicht abrasive Autosol-Politur ganz hervorragend.


    Ist der Stahl etwas stärker oxidiert, so dass Autosol nichts mehr bringt, dann nutze ich die sehr preiswerte rote (sehr fein), grüne (mittelfein) oder weiße Polierpaste von Dictum in Blockform zusammen mit alten Zahnbürsten und reichlich Öl.
    Ein in Würde ergrauter Pallasch von 1822 ist damit nach ein paar Wochen so blank geworden, dass es blendet und zwar ohne jeden Kratzer.


    An Gefäßen mache ich gar nichts wenn die Originalpatina noch vorhanden ist, da ich es für eine Sünde halte, etwa ein Gefäß eines napoleonischen Säbels zu putzen und damit Austerlitz und Waterloo usw. zu entfernen. Außerdem wirkt ein hochglanzpoliertes Gefäß nicht wie 200 Jahre alt.


    Ist der Rost schon in die Tiefe vorgedrungen, dann ist die Entrostung per Elektrolyse mit einem Autobatterieladegerät (Achtung, kein elektronisches!) und etwas VA die einfachste, schonendste und gründlichste Alternative. Es ist ein schönes Erlebnis, wenn bei einer völlig verrosteten japanischen Pfeilspitze nach dem Elektrolysebad auf einmal Zierlinien sichtbar werden und der Rostschaden in Wahrheit eher gering ist.