3,7 cm Grabenkanone im Museum?

  • Wer weiß wo eine 3,7 cm Grabenkanone aus dem Weltkrieg ausgestellt ist. Gemeint ist das Modell mit einem alten Rohr der Gruson Revolverkanone. Ziemlich improvisierte Lafette aus Stahlträgern vernietet, glaube durch Krupp angefertigt.

  • Krupp hat aus den Rohren der 3,7cm Hotchkiss Revolverkanone, die in Lizenz gefertigt wurde, zwei Geschütze hergestellt:

    1. die 3,7cm Grabenkanone

    2. die 3,7cm Sturmbegleitkanone


    Die 3,7cm Grabenkanone steht in der Wehrtechnischen Studiensammlung in Koblenz. Dort habe ich sie jedenfalls in den 1980er Jahren gesehen und fotografiert.

  • danke, das ist ne antwort

    jawohl die grabenkanone ist gemeint


    ein freund will ne kanone bauen und wenn dann hinterlader und nicht zu groß denn groß bedeutet viel pulver und das kostet geld. leider gibs nicht viel bilder und infos zu dem ding.

  • hallo

    nein zeit drängt nicht, der ist gerade erst in der findungsphase mit dem projekt und ich helfe wo möglich.

    im prinzip könnte das ding sowieso auf 2/3 verkleinert werden. es ist eine kiste mit stahlhülsen 20x137 mm da die ich vor jahren mal für einen schmallen taler von einem schrothändler gekauft habe der den truppenübungsplatz klietz aufräumt und die kann er nehmen. plan ist die hülsen am hals abzuschneiden das etwa eine 26x100 entsteht.ich kenne 25 mm vorderladerkanonen vom schießen auf dem truppenübungsplatz lehnin

    , das reicht.

    da muß er dann bloss noch ein passendes starkwandrohr finden, natürlich glatt weil gezogen ist nicht erlaubt. die grabenkanone hat einen ganz einfachen verschluß in den die hülse eingeschoben wird wie bei einem hülsenhalter der ladepresse.

    wenn man 3,7 cm grabenkanone bei google eingibt dann findet sich da ein altes bild auf dem man das genau sieht.

    das ding ist für anfänger genial, die lafette aus u-trägern und blech, allerdings genietet. wiegt zusammen wohl 168 kg, reduziert vielleicht etwa 110-120kg. hundert prozent genau muß so ein nachbau nicht sein dafür müßte man ja zeichnungen haben. interessant sind vor allem bilder die zeigen wie das rohr vorn in die lafette eingehängt ist.

  • Hier eine Beschreibung aus dem Buch von Alfred Muther "Das Gerät der leichten Artillerie vor, in und nach dem Weltkrieg" 1932:

    "Das von Krupp behelfsmäßig gebaute Geschütz entsprach den Forderungen der damaligen Zeit und bildete eine Ergänzung des leichten Minenwerfers. Es sollte im direkten Schuß M.G., Stahlschilde, Deckungen, Blockhäuser usw. bekämpfen bzw. durchschlagen.

    Das Rohr ist das der eingeführten 3,7-cm-Revolverkanone. Der Verschluß ist ein Bajonettverschluß mit Spannabzug. Die Lafette ist eine Art Minimalschartenlafette und aus U-Eisen und Blechplatten zusammengesetzt. Eine einfache Höhenrichtmaschine verbindet das Bodenstück des Rohres mit einer Richtsohle. Zwei abnehmbare Schilde (ein kleiner für das Schießen aus einem geschlossenen und ein großer für das Schießen aus einem offenen Unterstand) decken gegen Infanteriefeuer und auch gegen Sprengstücke. Durch Einschlagen von 2 Spornen wird die Lafette im Boden verankert.

    Die Visiereinrichtung besteht aus Kimme und Korn. Die Kimme kann auf 0 bis 1400 m eingestellt werden. Durch eine Visierklappe wird die schußtafelmäßige Seitenabweichung des Geschosses ausgeschaltet. Ein Spiege1 dient dazu, dem Richtkanonier einen seitlichen Einblick zu ermöglichen, um gegen Feuer geschützt zu sein. Als Munition wurde eine 455 g schwere Granate mit 40 g Sprengladung im Az. verfeuert.

    Für den Transport auf größeren Strecken werden Geschütz und Munition auf Wagen gefahren. Für kleine Strecken wurde das Geschütz in Rohr, Lafettengestell und Schilde zerlegt und durch die Bedienung getragen."


    Gruss


    Andreas