Gab es Luftwaffen Fliegerblusen aus Tuch??

  • Hallo ich brauche mal bitte euren Rat.

    Gab es Fliegerblusen für Offiziere im blaugrauen Tuch? also wie bei der Mannschaft-Ausführung?


    Mitbeförderte-Mannschafts oder Uffz Jacken kennt man ja.

    Aber warum sollte sich ein Offizier eine Offz - Jacke aus Tuch schneidern lassen? :/

    Waren die im Flugdienst vielleicht nicht so anfällig / robuster?

  • Also ich weiß ja jetzt nicht, ob ich Deine Frage zu 100% verstanden habe.....

    Du meinst, ob es - privat beschaffte - Jacken im Schnitt der LW-Fliegerbluse aus anderen Stoffen als dem groben Mannschaftsfilzstoff gegeben hat - oder was sonst verstehtst Du unter "Tuch"?

    Ja, natürlich. Warum sollte sich ein Offizier keine "Fliegerbluse" aus feinem "Tuch" wie etwa Gabardine oder Trikot privat schneidern lassen?

  • Hallo,

    klar gab es Kammerstücke auch für Offiziere.

    Ich denke das war die Frage.

    Gruß

    Chris

    ...wenns klappt gibts ne halbe Flasche Bier für jeden !
    ....Anblasen.....!

  • Also ich weiß ja jetzt nicht, ob ich Deine Frage zu 100% verstanden habe.....

    Du meinst, ob es - privat beschaffte - Jacken im Schnitt der LW-Fliegerbluse aus anderen Stoffen als dem groben Mannschaftsfilzstoff gegeben hat - oder was sonst verstehtst Du unter "Tuch"?

    Ja, natürlich. Warum sollte sich ein Offizier keine "Fliegerbluse" aus feinem "Tuch" wie etwa Gabardine oder Trikot privat schneidern lassen?

    Ok dann meine ich Filz = Tuch.

    Das Offiziere ihre privat geschneiderten Blusen in Gabardine oder Trikot haben fertigen lassen ist ja bekannt.

    Aber Offiziers-Fliegerblusen aus "Filz" meinte ich.

  • Ok dann meine ich Filz = Tuch.

    Das Offiziere ihre privat geschneiderten Blusen in Gabardine oder Trikot haben fertigen lassen ist ja bekannt.

    Aber Offiziers-Fliegerblusen aus "Filz" meinte ich.

    Also nochmal:

    Deine Frage lautet also, ob auch Offiziere ganz "normale" Fliegerblusen - also von der Kammer - als Selbsteinkleider beziehen konnten?

    Ja, natürlich. Das waren ja alles Selbsteinkleider die ihre Klamotten selber bezahlen mussten. Nicht jeder Offiziert konnte oder wollte sich eigene Sachen schneidern lassen und Bekleidung "ab Kammer" war einfach billiger. Es gibt auch reichlich Belegbilder die Offiziersdienstgrade mit kammermäßigen Fliegerblusen zeigen. Man muss nur eine Weile googeln.

    Übrigens war das beim Heer genauso.

    Ist Deine Frage damit beantwortet?

  • Hallo,

    ich meine,die Frage war,ob sich Offiziere Blusen aus Mannschaftsstoff haben schneidern lassen,also keine Kammerstücke getragen haben,welche ja durch ihren Stempel erkennbar sind,sondern von Anfang an haben schneidern lassen,welche erkennbar sind durch ein modifiziertes Innenfutter und anderen Kleinigkeiten,und eben durch den fehlenden Kammerstempel...

    Ich denke ja,weil wie schon gesagt die Offiziere ja Selbsteinkleider waren und hier der persönliche Geschmack,die einzelnen Befindlichkeiten und nicht minder der Geldbeutel eine Rolle spielte,oder die Bereitschaft des Einzelnen wieviel er von seinem Geldbeutel opfern wollte...

    Wenn er ein entsprechend günstiges Angebot von einem Schneider bekommt,dann wird wohl jeder zugeschlagen haben...


    Gruß Wolf

  • Ok den Aspekt des Geldes wegen könnte mir einleuchten, ich dachte halt wenn man damals Offizier war und erst recht bei der neu aufgestellten Luftwaffe, war man gewillt schneidig auszusehen quasi ein Flotteres Erscheinungsbild abzugeben.8)

    Und für eine schicke Uniform war immer Geld übrig.

    So war meine Ansicht bisher ;)


    Ich dachte erst es ist eine Uniform Jacke eines Feldwebel - Fahnenjunker.

    :/

  • Hierbei handelt es sich m.E. um eine stark nach den Wünschen des Trägers veränderte, kammermäßige Fliegerbluse im Mannschaftsschnitt. Das gab es - wie gesagt - soch auch beim Heer, warum also nicht auch bei der Luftwaffe. Und ja.... dem Grundsatz nach sollten Jacken bzw. Blusen aus Trikot oder Gabardine privat beschafft sein. Mir ist nicht bekannt, dass auf Kammer besondere Offiziersstücke aus feinerem Material vorgehalten wurden. Derartige Blusen dürften immer privat vom Träger beschafft worden sein.

  • Ich hätte mir noch vorstellen können, das dieser Filz Stoff da er auch derber in seiner Beschaffenheit ist, vielleicht irgendwelche Vorteile im Flugdienst hatte.

    Da würde wieder das Geld ins Spiel kommen.

    So eine Bluse in Filz beim Flugdienst wäre auf dauer günstiger....mal ein Ölfleck hier ein Riss dort.

    Ab und zu hatten die Piloten ja noch eine Bluse beim Fliegen an, wofür sie ja auch ursprünglich gedacht war.


    Oder dem Träger gefiel es einfach.

  • Denke schon, dass auch Offiziere häufig bzw. im Einsatz kammermäßig ausgegebene bzw. geringfügig veränderte Mannschftsblusen nutzten. Weil es Ihnen gefiel oder weil die teueren Schneiderstücke einfach zu schade für den Einsatz waren. Hier mal auf die Schnelle Fliegerblusen die offensichtlich von Offizieren getragen werden.

    https://www.liveauctioneers.co…and-and-gerhard-schoepfel

  • Ja genau!!! Sehr schönes Beispiel :thumbup:

    Der Filz ist in der Farbgebung deutlich heller als der Gabardine Stoff aber man sieht auch das es Filz ist.

    Ganz tolles Bild.


    Nochmal eine Frage an die Allgemeinheit.

    Ist es verwerflich sich so eine Uniform zu modifizieren? Ich meine nur kleine Änderungen wie Ek2 Band annähen oder Ordensschlaufen.

  • Nochmal eine Frage an die Allgemeinheit.

    Ist es verwerflich sich so eine Uniform zu modifizieren? Ich meine nur kleine Änderungen wie Ek2 Band annähen oder Ordensschlaufen.

    Würde ich jetzt NIE machen, jedes zeitgenössisch erhaltene Stück hat es auch verdient so zu bleiben wie es ursprünglich war. Allerdings verändert man es ja auch, wenn man abgeschnittene Schlaufen für Schulterklappen, Brustadler oder Schulterstücke wieder anbringt. Daher wären jetzt Ordensschlaufen und EK2 Band nicht so tragisch meine ich, auch wenn es für mich nicht in Frage käme, es sei denn man sieht es, dass sie mal dran waren. Das muss der jeweilige Eigentümer selbst wissen. Allerdings massive Umbauten wie vergrößern, anderen Kragen anbringen, usw. würde ich in KEINEM Fall empfehlen oder durchführen lassen.

    Suche alles von:


    35. / 198. / 215. ID
    5. / 101. Jägerdiv.
    78. Sturmdiv.


    Jg.Rgt.: 56, 75, 228, 229
    Geb.Jg.Rgt.: 13
    IR: 13, 34, 109, 111, 195, 305, 308, 326, 380, 390, 435
    Sturm-Rgt.: 14, 195, 215
    Art.Rgt.: 5, 25, 35, 85, 215, 235
    Div.Einh.: 5, 25, 35, 85, 101, 178, 235
    MG-Batl.: 4, 5, 11


    Donaueschingen, Esslingen a.N., Ettlingen, Freiburg, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Ludwigsburg, Pforzheim, Rastatt, Reutlingen, Schwäbisch Gmünd, Stuttgart, Villingen, Ulm

  • ......

    Nochmal eine Frage an die Allgemeinheit.

    Ist es verwerflich sich so eine Uniform zu modifizieren? Ich meine nur kleine Änderungen wie Ek2 Band annähen oder Ordensschlaufen.

    Darauf gibt es nur eine Antwort:

    Das kommt ganz drauf an.......

  • So üble Veränderungen natürlich nicht.

    Wie gesagt...nur kleine Dinge.

    Ich schätze auch die Stücke so wie sie sind.

    Danke für deine Meinung dazu. ;)

  • Ich hatte mich heute mal genauer mit dem Ärmelband Kreta beschäftigt, warum gibt es Fallschirmjäger die offensichtlich an den Kampfhandlungen teilgenommen haben aber kein Kreta Band verliehen bekommen haben?

  • Ich hatte mich heute mal genauer mit dem Ärmelband Kreta beschäftigt, warum gibt es Fallschirmjäger die offensichtlich an den Kampfhandlungen teilgenommen haben aber kein Kreta Band verliehen bekommen haben?

    Die Teilnahme an den Kampfhandlungen berechtigte auch zum Tragen des Bandes. Ausnahme ist hier wohl nur die Aberkennung von Rang und Auszeichnungen durch Kriegsgericht.


    Um Dein Beispiel genauer durchleuchten zu können, wären etwas mehr Hinweise notwendig.


    Allgemein:

    Kampfhandlungen endeten am 1.6.41, die Verleihungen begannen Ende 1942 (unterschiedlich je Einheit).

    Die Ausgabe der Ärmelbänder fand erst Monate nach der Ausgabe der Verleihungsurkunden statt (am Beispiel Gebirgsjäger).


    Wurde der Soldat in der Zeit vor der Verleihung der Urkunde getötet oder verwundet und aus der Wehrmacht entlassen, erhielt er oder die Hinterbliebenen ein Band und die Urkunde nachgesandt. In diesen Fällen fand jedoch kein Eintrag in Wehrpass und Soldbuch mehr statt. Da auch die Pässe entweder ausgehändigt, an die Hinterbliebenen oder an das Wehrmeldeamt weitergesendet worden waren.


    An der Felduniform wurde das Band von Fronttruppenteilen nicht getragen, da das leuchtende Weiß des Bandes über große Entfernungen leicht zu erkennen war.

    Vorgesehen war für jeden Beliehenen ein (1) Ärmelband auszugeben. Daher hatte der Soldat die Wahl, wo er diese Auszeichnung anbringen wollte (Feldbluse, Heimatbluse, Paraderock, Mantel usw.), weitere Bänder hätten erworben werden müssen.

    Tatsächlich war es bei der Ausgabe in der Gebirgstruppe so, dass bereits zahlreiche Trageberechtigte gefallen, verwundet oder versetzt waren, wodurch weit mehr Bänder in den Bataillonen ankamen als Trageberechtigte vorhanden waren. So wurden jedem Soldaten 3 Bänder ausgegeben.