Grabendolch komplett im Fundzustand

  • Hallo Leute


    Heute einen Grabendolch für meine 1WK Sammlung erworben , das Stück hat mich sofort angesprochen , Fundzustand aus den Vogesen , nicht verputzt , nicht geschärft , Leder weich und komplett .


    Gibt es zu dem Stück etwas interessantes zu Berichten ?.

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    Schipp Schipp Hurra !.

  • Gibt es zu dem Stück etwas interessantes zu Berichten ?.

    Nicht wirklich.


    Ein privat beschaffter "Grabendolch" in der Ausführung mit "Küchenmessergriff ". Genau genommen in Masse produziert.


    Aber schöner Zustand !


    Gruß J.K.

  • Mir gefällt der sehr gut. Toller Zustand !

    KEINERLEI VERSAND ÜBER HERMES !
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    Alles zum ARI 77
    Schirmmütze Offizier Ari

  • Nicht wirklich.

    Das sind die interessanten Sachen die ich hören wollte , die Basis Infos ;-) .


    Leicht mit Spititus abgewischt , aber keinen Hersteller gesichtet .


    Könnt Ihr es etwas ausführen , ist die "Küchenmessergriff" Form oder fehlende Abnahme der Hinweiß auf privat beschafften Grabendolch ?.

    Wäre möglich ca. einen Zeitraum zu bestimmen ? wann fing man an die Truppe mit Grabendolchen zu versorgen ? .

    Schipp Schipp Hurra !.

    Einmal editiert, zuletzt von Kloss ()

  • Hallo Kloss,

    die fehlende Abnahme lässt den Schluss zu, dass er privat beschafft wurde.

    Die Truppe wurde ab 1915 mit Grabendolchen ausgestattet. Zur gleichen Zeit müssen diese Stücke auch frei im Handel verfügbar gewesen sein. Sie wurden (mindestens) bis in die zwanziger Jahre genau so in dieser Art hergestellt und verkauft.

    Grüße

    zimmerit

    Suche immer Grabendolche, Infanteriemesser42 und Notbajonette.

  • Super , danke für die Kommentare .


    Es gibt ein interessantes Inserat von damals der hier passt .

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    Schipp Schipp Hurra !.

    Einmal editiert, zuletzt von Kloss ()

  • wann fing man an die Truppe mit Grabendolchen zu versorgen ? ...

    Hier im Forum wurde bereits, desöfteren, schon eine Auflistung gezeigt, welche, (so glaube ich mich erinnern zu können), Kollege sleepwalker mal eingestellt hat.



    Ab 08.05.1915 nur Mobile Pionierkompanie und Infanterie zur Erkundung feindlicher Stellungen und sonstigen Dienstverrichtung bei denen Lange Waffen hinderlich sind, bis sechs Grabendolche pro Kompagnie.


    ab 29.02.1916 - (Westfront) pro Infanteriekompagnie: 12 Stück


    ab 26.06.1916 - (Westfront) pro Infanteriekompagnie: 24 Stück


    ab 20.03.1917 - (Westfront) pro Infanterie-, Pionier-, Mineur-, Minenwerferkompagnie: 40 Stück
    - (Ostfront) pro Inf.- und Minenwerferkomp. 24, pro Pionierkompagnie: 36 Stück


    Quelle: "Die wichtigesten Vorschriften über die Seitengewehre der Truppen zu Fuß des Königreichs Bayern", Band 3, von Franz Ehle



    Daraus läßt sich schlussfolgern, daß der gemeine Soldat in den Schützengräben meist nur sehr spärlich mit blanken Nahkampfwaffen ausgerüstet worden ist.


    Die logische Schlussfolgerung daraus:

    "Was Du nicht aus der Kammer erhältst´, beschaff´ Dir privat !"


    Also wurde der Armeedolch, als "Marketenderware", dem Soldaten ebenso zugänglich gemacht.

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    • 008.jpg

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    Suche Grabendolche u. Kampfmesser aus beiden Weltkriegen, als auch "moderne", militärische, Einsatzmesser, (z.B.: Kampfmesser der NVA)

  • Hübsches Bild ! Danke fürs zeigen !

    Suche alles von:


    35. / 198. / 215. ID
    5. / 101. Jägerdiv.
    78. Sturmdiv.


    Jg.Rgt.: 56, 75, 228, 229
    Geb.Jg.Rgt.: 13
    IR: 13, 34, 109, 111, 195, 305, 308, 326, 380, 390, 435
    Sturm-Rgt.: 14, 195, 215
    Art.Rgt.: 5, 25, 35, 85, 215, 235
    Div.Einh.: 5, 25, 35, 85, 101, 178, 235
    MG-Batl.: 4, 5, 11


    Donaueschingen, Esslingen a.N., Ettlingen, Freiburg, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Ludwigsburg, Pforzheim, Rastatt, Reutlingen, Schwäbisch Gmünd, Stuttgart, Villingen, Ulm

  • ... Also wurde der Armeedolch, als "Marketenderware", dem Soldaten ebenso zugänglich gemacht.


    Das ist ja ein cooles Bild 8) Danke für’s Zeigen :thumbup:


    Stimmt es, dass die Firma Böker aus Solingen dieses Kampfmesser „entwickelt“ hat? Steht zumindest so auf ihrer Homepage:


    Während des Stellungskrieges im Ersten Weltkrieg und den daraus resultierenden Grabenkämpfen entwickelten viele der nur unzureichend ausgestatteten Soldaten Hilfswaffen, die in Feldschmieden und Werkstätten an und hinter der Front gefertigt wurden. Im Verlauf der Gefechte zeigte sich jedoch deutlich, dass die Ausrüstung und Bewaffnung der Soldaten nicht den Erfordernissen dieser besonderen Kampfweise entsprach. Im Jahre 1915 erhielt Böker daher den Auftrag vom Kriegsministerium, ein kompaktes Kampfmesser zu entwickeln, das sich genau für diesen Einsatzzweck bestens eignet.“


    https://www.boker.de/grabendol…bd56283d6e195856d8da205bf


    Auch diese Internetseite (https://www.spartanat.com/2015…e-deutschen-grabendolche/) gibt Böker als „Erfinder“ an:


    „So erhielt die traditionsreiche Messerfirma H.Böker & Co aus Solingen 1915 vom Heeres-Zeugamt in Berlin den Auftrag ein kompaktes Messer für die Fronttruppen zu fertigen. Dieser Dolch sollte günstig, in großer Zahl und in kurzer Zeit herzustellen zu sein. Er musste robust und funktionell sein und den Anforderungen der Front entsprechen. Es wurde in den Folgejahren ca. 90.000 Stück hergestellt und überwiegend an die damals neu aufgestellten Sturmtruppen und Sturmpioniere ausgegeben.“





  • und kostet mehr als ein Original !

    Suche alles von:


    35. / 198. / 215. ID
    5. / 101. Jägerdiv.
    78. Sturmdiv.


    Jg.Rgt.: 56, 75, 228, 229
    Geb.Jg.Rgt.: 13
    IR: 13, 34, 109, 111, 195, 305, 308, 326, 380, 390, 435
    Sturm-Rgt.: 14, 195, 215
    Art.Rgt.: 5, 25, 35, 85, 215, 235
    Div.Einh.: 5, 25, 35, 85, 101, 178, 235
    MG-Batl.: 4, 5, 11


    Donaueschingen, Esslingen a.N., Ettlingen, Freiburg, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Ludwigsburg, Pforzheim, Rastatt, Reutlingen, Schwäbisch Gmünd, Stuttgart, Villingen, Ulm

  • Ob Böker tatächliches dieses Messermodell "entwickelt" hat kann ich nicht verifizieren ...


    Diese Ausführung eines Armeedolches mit Küchenmessergriff wurde aber von nachfolgend angeführten Firmen ebenso gefertigt.


    Ferd. Müller, Münster i.W.;

    Gebr. Dittmar, Heilbronn;

    Jetter & Scherer, Aesculap Werke, Tuttlingen, Württemberg;

    DEMAG, (Deutsche Maschinenfabrik AG, Duisburg);

    Engelswerk;

    Paul Seilheimer, Solingen;

    ERN, Rasiermesserfabrik, Solingen, Wald;

    F.A. NIPPEL;

    OMEGA, Josef Feist, Solingen;

    Köller;

    H. Böker & Co. Solingen,

    Eduard Wüsthof, Dreizackwerk, Solingen;

    DELTA, Hugo Linder, Solingen;

    Leupold, Gefrees;

    Robert Herder, Solingen-Ohligs;

    Daniel Herder, Ohligs Solingen;

    Emil Hermes, Solingen;

    Gebr. Rauh, Gräfrath-Solingen;

    MARKE PFEILRING;

    SOLINGEN;

    ...


    Wenn Böker "offiziell", und, "in Auftrag des Kriegsministerium´s" 90.000 solcher Armeedolche gefertigt, (als auch "entwickelt" !), hat, dann sollten diese eigentlich "abgenommen", sprich, entsprechend gestempelt sein.

    Einen solchen, "abgenommenen", Armeedolch von Böker hab´ ich, bislang, noch nicht in den Händen gehalten.


    Zum Vergleich, dort findest Du einen Demag mit einer "Abnahme":

    Armeedolch DEMAG



    Gruß,

    R.

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  • Grade gefunden, Emil Gustav Maus, Stahlwarenfabrik, Solingen, haben dieses Modell ebenfalls produziert.


    Ich hab´, bis dato, also einundzwanzig, (21 !), Hersteller dieses Modell´s eines Armeedolches gefunden.

    Im Umkehrschluss würde das ja dann heißen, daß zwanzig Unternehmen bei Böker "abgekupfert" haben würden.

    Suche Grabendolche u. Kampfmesser aus beiden Weltkriegen, als auch "moderne", militärische, Einsatzmesser, (z.B.: Kampfmesser der NVA)

  • ... Wenn Böker "offiziell", und, "in Auftrag des Kriegsministerium´s" 90.000 solcher Armeedolche gefertigt, (als auch "entwickelt" !), hat, dann sollten diese eigentlich "abgenommen", sprich, entsprechend gestempelt sein.

    Einen solchen, "abgenommenen", Armeedolch von Böker hab´ ich, bislang, noch nicht in den Händen gehalten. ...


    Schlüssiges Argument. Da war dann offensichtlich die Marketingabteilung bei der Neuauflage dieses Messers ein bisschen „kreativ“ am Werk ;)

  • Schlüssiges Argument. Da war dann offensichtlich die Marketingabteilung bei der Neuauflage dieses Messers ein bisschen „kreativ“ am Werk ;)

    Das kann ich so nicht sagen, aber zu verifizieren, z.B. durch einen Bildanhang eines Dokuments aus der Zeit, welches die Angaben im Verkaufstext verifizieren würde können, wär´ sicherlich informativ, als auch, weiterführend (gewesen).


    Möglicherweise gibt´s ja hier im Forum (einen) Sammler, welche(r) über entsprechendes Material verfügen/verfügt und in dieser Sache weiterhelfen würde(n) können ?

    Suche Grabendolche u. Kampfmesser aus beiden Weltkriegen, als auch "moderne", militärische, Einsatzmesser, (z.B.: Kampfmesser der NVA)