Beiträge von Spolei

    Vielen Dank für die Info.
    Ich wusste zwar, dass die goldene recht selten verliehen wurde, aber nicht, dass sie so hoch im Kurs steht.
    Diese Preise gelten aber nur für diese Variante der Häkchenspange?
    Gruß Andreas

    Das ist ein Teilchen, von dem jeder III.-Programm-O&E-Sammler träumt; wenn nicht in Großmütterchens Nähkistchen gefunden, dann für mindestens 90 % von uns unerschwinglich...

    Mir reicht momentan noch meine Zink-Gablonzer...


    Gruß,

    berghof73

    Hallo,
    wie wird so ein Stück gehandelt und wieviele wurden davon verliehen?
    Gruß Andreas

    Hallo,
    die Gebirgsjäger hatten doch aber Feldmützen und keine Schiffchen, oder?
    In Paris gab es bestimmt auch keine alpinen Einsätze.
    Vermutlich ist er dann von der Infanterie zu den Gebirgsjägern versetzt worden.
    Gruß Andreas

    Hallo,

    nachdem das Konvolut nun den Weg zu mir gefunden hat einige Details dazu.

    Der spätere Sergeant hieß Daniel Köstler, gebürtig aus Tröstau / Kreis Wunsiedel, wohnhaft in Amberg und von Beruf Blecharbeiter.

    Köstler trat in die Armee am 26.10.1899 beim 11. bayerischen Infanterie-Regiment in die 6. Kompanie ein.

    Am 16. Juli 1900 wechselte er zum 4. Ostasiatischen Infanterie-Regiment in die 7. Kompanie.

    Am 21.6.1901 wechselt er dann zum 2. Ostasiatischen IR , 5. Kompanie und wird am 6.10. 1901 zur Reserve entlassen.

    In den Anhängen der Verordnungsblätter des Bayerischen Kriegsministeriums vom 30.1.1901 wird ein Musketier Kestler von der 7. Kompanie für die Verleihung des MVK genannt (vermutlich ist da das "o" vom Koestler verloren gegangen ;-) ).


    Am 14. 8. 1914 rückt er als einfacher Soldat mit der 13. Kompanie des 10. bayr. Landwehr-Infanterie-Regimentes ins Feld.

    Ab dem 29.8.1914 ist er bei der 9. Kompanie des 8. bayr. Landwehr IR aufgelistet.

    Vermutlich hat er die Einheit bis zum Kriegsende nicht mehr gewechselt (leider ist auf Ancestry nur die eine Stammrolle verfügbar).


    Seine Beförderungen lesen sich so:

    2.6.1915 Gefreiter

    21.4.1916 Unteroffizier

    1.3.1918 Sergeant

    Das macht auch die Stufe des MVK plausibel. Er hat in China das MVK als Musketier bekommen
    ( was bei der dritten Form, der dritten Klasse Schwerter gleichzusetzen ist)

    Im Februar 1917 hat er das zweite MVK verliehen bekommen, zu diesem Zeitpunkt war er Unteroffizier, passend zur Klasse.


    Er wurde relativ kurzfristig dekoriert:

    29.1.1917 EK2 (Das EK2 ist mit "Z" im Ring markiert)

    15.2.1917 MVK 3a

    15.3.1918 die Dienstauszeichnung 3. Klasse

    Das König-Ludwig-Kreuz ist nicht in der Stammrolle erwähnt, muss aber vor dem MVK mit Krone/X verliehen worden sein.


    In der Stammrolle wird die Chinadenkmünze geführt, das MVK mit Schwertern (wobei ich hier auch auf eine tatsächliche Verleihung mit Schwertern schließe) und die Landwehrdienstauszeichnung II, diese Bandspange war nicht im Konvolut enthalten
    (ebenso fehlten die DA 9 und das König-Ludwig-Kreuz).

    Vom Typus ordne ich das MVK 1. Form zum Hersteller Quellhorst. Es sind keine Punzierungen vorhanden,
    die Schwerter sind an der Rückseite fest verstiftet

    An der Chinamedaille sind leider keine Gefechtsspangen.

    In der Stammrolle sind folgende Gefechte aufgezeichnet:

    Scharmützel bei Dan-Ju-Li

    Gefechte bei Kien-Milang

    Gefechte am Tschön-Tsching-Pass

    (Bitte verbessert mich mit den Ortsnamen, leider kann man die Stammrolle sehr schlecht lesen)

    Gibt es hier offizielle Gefechtsspangen für diese Orte?

    Handelt es sich bei der Chinamedaille um ein verliehenes Stück?

    Ich kann hier keinen Stempelschneider entdecken.

    1935 kommt noch das Ehrenkreuz des Weltkrieges für Frontkämpfer dazu.


    Alles in allem ein schöner Nachlass.


    Falls einer von den Kolonialsammler noch Daten über Köstler oder seine Einheit hat, würde ich mich über eine Mitteilung freuen.

    Gruß Andreas

    Da kann man mal wieder sehen, wenn ein paar Leute zusammenhelfen, dann kommt man auch auf die Lösung.
    So sollte es auch sein und nicht nur verkaufen wollen.
    Schönes Wochenende
    Gruß Andreas

    Hallo,
    der ersta Buchstabe ist definitiv ein großes "K". Ist sehr schwierig in der Stempelung da was zu erkennen.
    Könnte Kämpfe lt. Kriegstagebuch Krw. Truppe 500 sein. Möglicherweise eine lobenswerte Nennung im Regimentsbefehl.
    Gruß Andreas

    Hallo,
    das ist eine schöne Gruppe. Die Urkunde von Scheid ist relativ selten und für einen Urkundensammler bestimmt
    sehr interessant. Die regulären 2. Klasse Krone Schwerter Urkunden kosten so schon weit über 100. Hier eine seltene Urkunde
    und dazu noch am Band für Kriegsverdienst. Das 2. Klasse-Set mit Kreuz und Urkunde würde ICH Minimum mit 300 ansetzen. Die Kreuze selbst sind stimmig zu den Urkunden und beide vom Hersteller Hemmerle.
    Gruß Andreas

    Eigentlich nicht. Die Schwerter sind auch verdreht.

    Das mit den verkehrten Schwertern hat man auch für den verlorenen Krieg gemacht.
    Ob es von der Medaille Fälschungen gibt weiß ich jetzt nicht, aber die FEK's werden ja auch schon nachgemacht. Preislich ist das zumindest nicht lukrativ.
    Gruß Andreas

    Hallo,
    so ähnliche habe ich auch, nur ist da die Versilberung noch drauf.
    Die Art der Öse an deinem Stück will mir nicht so recht gefallen, bin mir da nicht so sicher, dass es ein altes Spangenstück ist.
    Gruß Andreas

    Interessant, mehr gute Bilder wären wünschenswert. Müsste das EK2 streng genommen nicht an erster Stelle der Spange sein? Wobei ich das bei den Bayern schon öfters gesehen habe, wurde das Missachten der Rangordnung einfach toleriert?


    Gruß Jakob

    Normalerweise steht das EK an erster Stelle. In den Königreichen Bayern, Württemberg und Sachsen wurde das auch gerne anders gehandhabt und die Landesauszeichnung vorne angestellt. Das König Ludwigkreuz würde auch passen, da er das MVK in einem anderen Feldzug bekommen hat.
    Gruß ANdreas

    Hallo,
    interessanter Nachlass aber bescheidene Bilder.
    Das MVK passt zu einem Chinakämpfer, es ist die erste Form, die von 1866 bis 1905 verliehen wurde.
    Die Schwerter wurden 1891 eingeführt und konnten für Auszeichnungen, die in den 1866er und 1870er Feldzügen erworben wurden nachgerüstet werden. Für die Kolonien wurden auch Auszeichnungen mit Schwertern verliehen.
    Also so kurz war der Zeitraum nicht, wie in der vorherigen Beschreibung steht. Ab 1905 gab es die zweite Form, die dann zweiklassig war
    und 1913 gab es dann die bekannte dritte Form in drei Klassen.
    Das MVK-Band an der Schnalle passt nicht zu diesem MVK, das darf keine schwarzen Randstreifen haben.
    Das MVK im Etui ist eine dritte Form und hatte so ein Band.
    An der Schnalle fehlen das König-Ludwig-Kreuz und eine bayr. Dienstauszeichnung.
    Vielleicht kannst du uns ja mal bessere Bilder präsentieren.
    Gibt es auch einen Namen des Trägers?
    Von Centenar und 1870 kann ich hier aber leider nichts erkennen.
    Gruß ANdreas

    Hallo,
    die Trommel wie auf Bild 11 gezeigt haben nach aussen Einschnitte.
    Diese kenne ich von den Revolvern der Firma Rast & Gasser, die Stiftfeuerpatronen verschossen, darum auch die Auskerbungen.
    Gruß ANdreas