Beiträge von vizenz

    Hello Giovanni,


    the smaller piece is a cufftab for the Waffenrock of a Gebirgsjäger or Jäger officer. This piece is definitely original.

    The bigger piece is a very unusual shoulderstrap for Jäger or Gebirgsjäger but for enlisted ranks. It's hard to tell if it's a very unusual Tailor made piece or a simple fake. I would call for the first.


    Best regards,

    Andreas

    Hallo Stefan,


    der "Vater" auf dem Bild trägt die Uniform eines Haupttruppführers der Organisation Todt. Die Paspelierung der Schulterklappen ist entweder gelb (Nachrichtendienst) oder weiß (Versorgungsdienst/Frontführung).


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo,


    der hier gezeigte Rock hat sicher ein paar Jahre auf dem Buckel und wurde auch deutlich getragen.

    Es ist aber ganz sicher keine original Uniform aus der Zeit der Napoleonischen Kriege. Ich vermute es ist genau das was die Stempel sagen, ein Theaterstück.


    Es passt weder Stoff noch Schnitt, die Knöpfe sind meiner Meinung nach keine Originale. Die Schösse würden diesen Rock in die Zeit 1808-1810 datieren, allerdings passt sonst kein Detail. Die Rabatten sind komplett falsch geschnitten, die Epaulettenhalter passen nicht, die Ärmelaufschläge und Schosstaschen sind nur angedeutet. Die Weste war ein eigenes Bekleidungsstück und ist hier angedeutet mit eingenäht. Es ist auch keine typische Grenadiers á pied Uniform, die Details dazu sind einfach falsch. Der Kragen war immer dunkelblau, die Rabatten ohne Vorstöße, die Granaten auf den Schossaufschlägen handgestickt, die Epauletten sind falsch etc...


    Also alles in allem ein Rock der eine französische Uniform imitieren soll. Evtl. diente wirklich eine französische Uniform als Ausgangsbasis, diese war aber deutlich später gefertigt worden (1870-1900).


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo Grüni,

    bei der Bestimmung eurer RK-Bänder kann ich euch leider nicht helfen.

    Allerdings möchte ich mir ein paar allgemeine Anmerkungen erlauben.

    Deine weißen Schussfäden sind in Wirklichkeit die Kettfäden.
    Ich weiß nicht ob es Ordensbänder aus der Zeit ab 1939 aus Baumwolle gegeben hat, ich denke aber dass diese die absolute Ausnahme waren. Es wurde bestimmt Baumwollzwirn oder Eisengarn als Schussfaden verwendet um die mechanische Belastung besser auszuhalten, ob allerdings zu dieser Zeit noch Bänder komplett aus Baumwollfäden gewebt wurden weiß ich nicht - ich melde aber Zweifel an.

    Zum glänzen von Garnen: Jedweder Glanz, ganz egal ob bei Baumwoll- (hauptsächlich Eisengarn) oder Kunstseide ist nicht natürlichen Ursprungs. Die Garne wurden nach dem Färben mit Appreturlack aus Stärke (hauptsächlich Kartoffelmehl bzw. Dextrine) behandelt. Um die Fäden glatt zu bekommen und geschmeidig zu halten wurden diese anschließend mit Paraffin "poliert".
    Es ist also typisch dass sich dieser Glanz bei Belastung (hauptsächlich durch Reibung) oder äußere Wäsche abträgt. Im Umkehrschluss lässt sich dieser Glanz aber teilweise auch wieder herstellen, z.B. in dem man das gewebte Stück zwischen zwei Lagen Stoff sehr feucht/nass und heiß bügelt. Das löst die Stärke in den mittleren Lagen (sofern noch vorhanden) und gibt manchmal einen richtig "speckigen" Glanz. Wenn man es übertreibt ist allerdings der Glanz komplett vergangen (weil die Stärke in die beiden Stofflagen ausgewaschen wird) - Versuche auf eigene Verantwortung! ;)
    Ich vermute dass die Bänder die du für Baumwollbänder hältst, in Wirklichkeit Kunstseidenbänder ohne Appretur sind, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

    Zur Gestaltung des Randbereichs: Ich behaupte dass jedweder von dir gezeigter Randbereich zeitgenössisch hergestellt werden konnte.
    Teilweise erkennt man den natürlichen Abschluss von Schuss- und Kettfäden, das sind die von dir benannten Wellen. Warum wurde dann die gegenüberliegende Seite anders verarbeitet? Ich denke dass das nötig wurde um wirtschaftlich zu arbeiten. So ein Webstuhl kann bis zu mehreren Metern breit sein. Es wäre also absolut unlogisch nur ein wenige Zentimeter breites Band zu weben. Ich vermute dass hier mehrere Bänder gleichzeitig nebeneinander liefen. Ich kenne mich mit dieser Materie nicht genügend aus, ich vermute aber dass man mindestens eine Seite verwinden oder verflechten musste um die Bänder nachher trennen zu können. Vielleicht liege ich aber auch komplett daneben.
    Fakt ist jedoch dass der Randabschluss keine Sache des Webstuhls sondern der "Patrone" (also der Programm- oder Lochkarte) war, d.h. man konnte je nach Bedarf (und Programm) mit ein und demselben Webstuhl die verschiedensten Abschlüsse herstellen.
    Was ich damit sagen will ist, dass ich es für schwierig bis unmöglich halte an so einem Merkmal eine zeitgenössische Fertigung abzuleiten oder auszuschließen.

    Besten Gruß,
    Andreas

    Hallo,


    das Geschwader Boelke Band halte ich für ein Originalstück, trotz falsch geschriebenem Namen.


    Es gab diese Bänder zeitgenössisch mit den Schriftzügen "Boelcke", "Bölcke" und eben auch "Boelke".


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo Philipp,


    keine Sorge, der Überschub ist ein Originalstück. Gerade von den Landesschützen-Bataillonen gab es viele maschinengestickte Aufschiebeschlaufen die nicht in "Kurbelstickerei" gefertigt waren.


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo Andreas,


    das Abzeichen für den Obermaat ist von der Kriegsmarine. Das Sanitäts-Abzeichen ist von der Bundesmarine.

    Der Brustadler ist vermutlich Original, allerdings kann ich diesen Typ bis jetzt nicht fotografisch nachweisen.


    Besten Gruß,

    Andreas

    Vielen Dank für die Bestätigung.


    Interssant finde ich, dass die Nummern einmal durch das RZM Etikett hindurchgenäht wurden, und einmal unter dem Etikett.
    Wurde da genäht und dann das Etikett danach wieder aufgeklebt?

    Hallo,


    nein. Wurden die Kragenspiegel fertig bestickt ausgeliefert war nur eine Marke (1936 z.B. zu 1Pf) auf dem rechten Spiegel aufzubringen. Häufig wurden die Kragenspiegel aber ohne Stickerei geliefert, dann war vom Spiegelhersteller eine Marke zu 1/2 Pf. auf der Rangseite, und vom Stickereigeschäft eine Marke zu 1/2 Pf. nach dem aufbringen der Stickerei auf den bestickten Spiegel zu kleben.

    Wenn durch die Marken hindurchgenäht wurde, sind es meistens "halbe" Erkennungsmarken die vom Spiegelhersteller auf die falsche Seite geklebt wurden.

    Zeig doch bitte ein Bild der Rückseiten.


    Besten Gruß,

    Andreas

    Hallo,


    das Hoheitszeichen des 2.Modells der Luftwaffe wurde ab 1936 beginnend eingeführt. Es ist also sehr gut möglich dass an einem Tuchrock von 1937 bereits ein Adler des 2.Modells getragen wurde.


    Besten Gruß,

    Andreas