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Alt 15.03.2017, 15:54   #1
MichaKo
Sammelschwerpunkt Originalfotos von deutschen Panzerwracks (oder erbeutet)
 
Registriert seit: 20.05.2015
Beiträge: 825
Standard Wie man schonend Album- und Klebereste von Fotos entfernt!

Wie man schonend Album- und Klebereste von Fotos entfernt!



Ich möchte euch hier einmal eine Methode vorstellen, wie man mit ein wenig Geduld und Fingerspitzengefühl an von Klebe- und Albumresten verborgene Informationen gelangt.

Meine Variante schont nicht nur das Papier und das Fotomotiv, sondern auch die handgeschriebenen oder maschinellen Beschriftungen. Jedoch ist sie ein wenig zeitaufwändig und man benötigt eine ruhige Hand.


Ich weise ausdrücklich daraufhin, dass meine Methode kein Garant für ein gutes Endergebnis ist! Das Papier kann aufweichen und reißen, das Fotomotiv kann verschmieren und unkenntlich werden und die Beschriftungen können verblassen oder gar verschwinden. Im schlimmsten Falle kann das Ganze zum völligen Nervenzusammenbruch führen!


Beachtet man jedoch alle Schritte genauestens, sollte es nur wenige bis keine Probleme geben.

Meine Methode bezieht sich auf Fotos, die mit wasserlöslichem Fotoleim auf Kartonseiten geklebt wurden. Bei dieser Einklebe-Variante halte ich eine Komplettwässerung des Fotos oder das Arbeiten mit Wasserdampf für den Laien für ungeeignet. Meine Methode kann auch bei anderen Klebern verwendet werden (beispielsweise „UHU“).

Der Fotoleim schimmert oft gelblich auf der Motivseite durch das Fotopapier hindurch.



Die Vorbereitung

Bild 0 (1280x720).jpg

Man benötigt:

- ein gutes Arbeitslicht;

- eine glatte Unterlage wie z.B. einen beschichteten Pappkarton oder eine Frühstücks- oder Schreibunterlage

BITTE BEACHTEN: Ein rauer Pappkarton oder Unterlagen aus organischen Materialen wie Leder oder einfachem Papier sind eher ungeeignet, da die Unterlage oder ein Teil dieser am Foto festkleben kann. Zeitungspapier ist nicht geeignet!;

- eine sehr scharfe, flache Klinge, die am besten so lang ist wie die kürzere Fotoseite
(ich verwende ein Käsemesser, es eignen sich aber auch Skalpelle oder längere Messer mit beidseitigem Schliff)

BITTE BEACHTEN: Eine kurze Klinge an einem runden Griffstück, wie man sie im Modellbau findet, ist eher ungeeignet für Klebereste, die sich in der Mitte der Fotorückseite befinden! Das Foto kann leicht knicken, wenn man diese zu erreichen versucht! Mit einer längeren Klinge hat man mehr Gefühl. Eine Klinge mit Wellenschliff ist nicht geeignet!;

- ein Behältnis mit heißem, destilliertem Wasser

BITTE BEACHTEN: Mit heißem Wasser lässt sich angenehmer arbeiten und der Fotoleim löst sich besser auf. Ich koche daher das destillierte Wasser zuvor auf und lasse einen Teil im Wasserkocher, um das Wasser zwischendurch auszutauschen. Gegebenenfalls muss wieder aufgekocht werden!;

- Schwämme (Topfschwamm);

- Wattestäbchen;

- Wattepad;

- ggf. ein kleines Handtuch.



Anhand des folgenden Beispieles erläutere ich euch, wie ich aus meiner Erfahrung am besten vorgehe:

Bild 1 (1280x1186).jpg
Die Fotos sind auf schwarze Kartonseiten geklebt.
Diese Kartonseiten wurden aus einem Album herausgetrennt und vermutlich der Stabilität halber in ein neues Album geklebt.
Über den Fotos befindet sich außerdem zum Schutze dieser eine Folie.



Bild 2 (1280x948).jpg Bild 3 (1280x1030).jpg
Auf den Bildern ziehe ich die Seite mit einer Hand, da ich in der anderen die Kamera halte. Die schwarze Albumseite war bereits lose.


In meinem Falle musste ich zuerst die schwarze Albumseite aus dem Album trennen.
Die darüber befindliche Folie klebte aufgrund der Jahre in wenig fest, zu meinem Glück jedoch nicht auf den Fotos selbst. Außerdem klebte die dünne, schwarze Albumseite hartnäckig im Album. Der Kleber zum Heften der Fotos härtete bis heute aus. Ich entfernte die schwarze Kartonseite mit den Fotos als ganze Seite. Versuchte ich mich auf eine Ecke zu konzentrieren, riss diese ein. Als besser erwies es sich, von zwei Ecken (unten oder oben links und rechts) gleichzeitig in eine Richtung zu arbeiten. Klebte die Seite dennoch stärker an einer Stelle fest, konzentrierte ich mich selbstverständlich auf diese. Hier kann man gut ein Messer verwenden. Kontrolliertes Schneiden ist besser als unkontrolliertes Reißen!



Schritt 1

Bild 4 (1280x720).jpg

Das zu bearbeitende Foto schneide ich grob aus dem Album heraus (bitte auf die Albumrückseiten achten - hier können sich Eintragungen oder ebenfalls Fotos befinden).



Schritt 2

Bild 5 (1280x720).jpg

Ich suche mir eine Stelle aus, an der ich die Klinge zwischen Foto und Albumseite schieben kann und arbeite mit der Klingenseite vorsichtig in Richtung eines Klebepunktes. Ich bearbeite hier immer nur die Albumseite durch kurze Hin- und Herbewegungen der Klinge und achte darauf, dass ich nicht in das Foto schneide! Kurze Schneidebewegungen sind hier angebracht. Reißende Bewegungen wie beispielsweise beim Öffnen der Post mittels eines Brieföffners können das Foto oder die Informationen auf der Fotorückseite beschädigen! Auf dem Foto kann man gut erkennen, dass ich eine längere Klinge verwende. Dadurch habe ich insgesamt ein besseres Gefühl, da ich die Klinge visuell wahrnehme und nicht unter dem Foto erahnen muss. Auch kann man hier gut erkennen, dass ich in Richtung Albumseite arbeite und in diese schneide, jedoch nicht in das Foto selbst!



Schritt 3

Bild 6 (1280x720).jpg

Ich trenne zunächst das Foto von der Albumseite ab. Eine rückseitige Beschreibung lässt sich bereits erkennen.



Schritt 4

Bild 7 (1280x683).jpg

Vorsichtig schneide ich mit der Klinge auch die Albumseite an den anderen beiden Klebepunkten vom Foto ab.



Schritt 5

Bild 8 (1280x797).jpg

Ich drehe das Foto um und entferne die überstehenden, schwarzen Kartonreste. Dies empfiehlt sich, da eine spätere Bearbeitung mit Wasser diese aufweichen würde. Die Reste können dann hartnäckig am Foto festkleben!

Es ist besser, anfangs ein wenig mehr Zeit zu investieren und diesen Schritt nicht auszulassen, damit man sich am Ende die zusätzliche Arbeit erspart!



Schritt 6

Bild 9 (1280x1013).jpg

Kommen wir zur eigentlichen Arbeit...

Ich lege die Motivseite wieder nach unten und befeuchte nun ein Wattestäbchen mit dem heißen, destillierten Wasser. Dieses sollte nicht zu nass sein! Ich drücke es daher ein wenig am Rand des Behältnisses aus. Jetzt bearbeite ich nur die Stellen der Fotorückseite, an denen die schwarzen Albumreste kleben und träufele ein wenig Wasser auf diese, damit sie aufweichen können.

Anfangs sollte man etwas weniger Wasser verwenden und das Wattestäbchen leicht auf den schwarzen Kartonresten ausdrücken, damit man ein Gefühl für die zu verwendende Wassermenge bekommt. Auch sollte ein Ungeübter die Klebestellen nacheinander bearbeiten, da sonst schnell das Fotopapier zu weich werden kann.

Damit die Tinte nicht verschmiert und die Beschriftung nicht verloren geht, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass so wenig Wasser wie möglich mit der Tinte in Kontakt kommt!
Ich lasse die schwarzen Kartonreste zwei bis drei Minuten lang einweichen, damit sich diese im nächsten Schritt leichter entfernen lassen.



Schritt 7

Bild 9 (1280x1013).jpg Bild 10 (1280x1206).jpg

Nun versuche ich die Messerklinge unter den Resten des Albums anzusetzen und hebe diese Stück für Stück mit Zupfbewegungen an.

Bemerkt ihr einen kleinen, körnigen Widerstand, so ist das der ausgehärtete Fotoleim. Diesen könnt ihr erst einmal unbeachtet lassen.

Solltet ihr merken, dass ihr mit dem Messer nicht direkt zwischen die schwarzen Kartonstücke und das Foto kommt, macht das nichts, dann tragt ihr vermutlich nur eine Schicht der Albumreste ab. Den Rest könnt ihr, wie ich es im nächsten Schritt zeige, danach entfernen. Versucht so viel wie möglich der aufgeweichten Albumreste abzutragen. Die eventuell noch trockenen, darunter befindlichen Schichten lasst ihr in diesem Schritt noch unbeachtet. Schneidet in keinem Falle in das Fotopapier!

Die aufgeweichten Albumreste können schnell am Messer kleben bleiben und euch in eurer Arbeit behindern. Reinigt es zwischendurch immer mal wieder - lieber einmal zu oft!



Schritt 8

Bild 12 (1280x953).jpg Bild 13 (1280x840).jpg

Auf den Bildern seht ihr, dass ich nicht alle Albumreste abheben konnte. Dies kann daran liegen, dass der schwarze Karton zuvor nicht ganz durchgeweicht war. Die Rückstände lassen sich problemlos entfernen, indem ihr einfach die vorangegangenen Schritte wiederholt und die Rückstände zunächst mit etwas Wasser einweicht und dann mit der Klinge abtragt.

Wiederholt diesen Vorgang lieber einmal mehr mit weniger Wasser, damit eure Beschriftungen nicht beschädigt werden und so oft, bis nur noch kleine, punktuelle Rückstände des Albums vorhanden sind. Auch kann es sein, dass gelblich-braune Rückstände des Fotoleims unter den Albumresten sichtbar werden. Stört euch bis hier hin nicht an diesen. Der Leim wird im nächsten Schritt mit entfernt.



Schritt 9

Bild 14 (1280x720).jpg Bild 15 (1280x720).jpg

Vor diesem Schritt empfiehlt es sich, die Beschriftung zu notieren oder diese zu fotografieren.
Die Tinte kann leicht verwischen und wichtige Informationen können für immer verloren gehen!


Unter den Albumresten erkennt ihr nun die Beschriftung. Auch seht ihr, dass diese eine leicht andere Farbe hat. Sie erscheint klarer und dunkler in den Bereichen unter den Rückständen im Vergleich zu den ausgeblichenen und blasser erscheinendem Rest der Beschriftung, der zuvor bereits frei lag.

Ihr könnt nun die punktuellen Rückstände und den Leim bequem mit einem leicht nassen Schwamm entfernen. Der Schwamm sollte hierzu jedoch nur „nebelfeucht“ sein.

Ich verwende einen neuen „Putz- oder Topfschwamm“ und von diesem nur die weiche Seite! Bitte keinen zuvor in der Küche gebrauchten Schwamm nehmen!

Ich benutze eine Ecke des Schwammes, wie ihr es auf dem Bild seht, um präzise arbeiten zu können. Diese Schwammspitze drücke ich nun leicht auf die Fotorückseite und nur auf den zuvor verklebten Bereich und wische vorsichtig die Rückstände des Albums und des Fotoleims weg.

Der alte Fotoleim reagierte damals mit der Tinte und konservierte diese sozusagen. Über die Jahre hat sich die Tinte unter den Albumresten in das Fotopapier „eingebrannt“. Bitte drückt dennoch nicht zu fest mit dem Schwamm auf! Unter hohem Druck lässt sich auch diese Tinte entfernen. Es sollte nicht zu viel Wasser benutzt werden! Der Fotoleim ist wasserlöslich und lässt sich auch mit wenig Wasser gut entfernen. Beachtet, nur die Beschriftungen frei zu wischen, die zuvor von Albumresten bedeckt waren, da die blasser erscheinende Tinte sich leicht mit Wasser entfernen lässt!

Auch diese letzten Rückstände können leicht am Schwamm kleben bleiben. Ich benutze immer wieder eine neue Ecke des Schwammes, damit diese Partikel nicht zurück auf das Foto gelangen. Ist der Schwamm zu verdreckt, reinige ich diesen zwischendurch. Auch hier gilt wieder: lieber einmal zu viel!

Das verwendete Wasser kann schnell unter das Foto und direkt auf das Motiv gelangen. Somit auch kleine Partikel der Albumreste.

Bin ich mit einer Ecke der der Fotorückseite fertig, reinige ich gegebenenfalls die Motivseite mit einem anderen Schwamm. Dieser sollte ebenfalls nur „nebelfeucht sein“. Größere Wasseransammlungen werden nur abgetupft bzw. vom Schwamm aufgesaugt. Kleine Stückchen des schwarzen Kartons werden nur unter ganz leichtem Druck weggewischt und abgehoben. Bitte wischt nicht zu doll oder am besten gar nicht über das Motiv! Es könnte hierbei beschädigt werden!



Schritt 10

Bild 16 (1280x1031).jpg Bild 17 (1280x1059).jpg

Die ganzen Vorgänge werden selbstverständlich auch an den anderen Klebestellen wiederholt.
Auf den Bildern seht ihr in der oberen, rechten Ecke die gelblich-braunen Rückstände des Fotoleims. Es muss nicht immer alles entfernt werden, wenn man die Beschriftung gut lesen kann. So ist es auch mit Albumresten, unter denen keine Beschriftungen sind. Schließlich wollt ihr euer Foto, so gut es geht, schonend bearbeiten! Um auf „Nummer sicher“ zu gehen, könnt ihr eine Klebestelle leicht anfeuchten und „testen“, ob sich eine Beschriftung darunter verbirgt, indem ihr ein wenig der Mitte abtragt (siehe untere, rechte Ecke).

Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen!



Schritt 11

Bild 18 (1280x1015).jpg

Durch das verwendete Wasser kann das Fotopapier beim Trocknen leicht aufrollen. Ich lasse es daher zwei bis drei Minuten antrocknen und lege es dann zwischen zwei glatte, saubere – in meinem Falle – Plastikhüllen (für Autogrammkarten). Man kann auch zum Beispiel zwei Glasplatten nehmen. Bitte benutzt auch hier wieder keine organischen Materialien wie Papier oder Buchseiten. Leimrückstände härten aus und können wieder verkleben!

Je nachdem wie feucht das Foto ist, lasse ich es vor dem Pressen entsprechend antrocknen. Das Foto sollte nicht zu trocken sein, da es dann aufrollen kann und man mehr Druck zum Pressen verwenden muss. Auch sollte es nicht zu nass sein, das es dann später beim Pressen an den Unterlagen haften kann.

Zum Pressen eignen sich Bücher ideal. Mehrere Bierdeckel übereinander gestapelt unter und über dem Foto eignen sich gut (es sei denn, das Foto ist größer), um das Press-Gewicht auf eine kleinere Fläche (die des Fotos) zu bringen.
Angehängte Grafiken
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Auf der Suche nach Originalfotos von Panzerwracks und wegen Bucherscheinungen Originalfotos des Jagdpanzer 38(t) "Hetzer" und Originalfotos der SS-Pz.Jg.Abt. 17.
MichaKo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2017, 16:52   #2
dickesKind
 
Benutzerbild von dickesKind
 
Registriert seit: 11.07.2004
Beiträge: 929
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Hallo Micha,

großartiger Beitrag! Der wird mir in Zukunft sehr nützlich sein.

Grüße,
Christian
__________________
Zitat:
Zitat von OSG Henning Beitrag anzeigen
Hallo meine meinung zum RK ist das die Kopien der sie schon kaufen tut und dann noch irgenwo zeigt und dann noch Fragen tut ob echt oder nicht ist unverschämmt.
dickesKind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2017, 17:16   #3
maus45
 
Registriert seit: 28.10.2015
Beiträge: 394
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Hi,
danke für den klasse geschriebenen Beitrag.
Da ich auch ein paar Fotos habe die bearbeitet werden müssen werde ich Deine Tipps schnellstens mal ausprobieren.

Gruß maus
maus45 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2017, 18:09   #4
MichaKo
Sammelschwerpunkt Originalfotos von deutschen Panzerwracks (oder erbeutet)
 
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Danke!

Als ich damit anfing, die Fotos aus den Alben zu trennen, dachte ich mir, dass ich vor einigen Jahren auch nicht weiter wusste...

"... wie zum Henker komme ich an das Geschriebene unter den Kleberesten heran!?"

Glaubt mir...

... mir sind einige Fotos aufgeweicht, eingerissen, komplett durchgerissen, Motiv verschmiert, Motiv abgeblättert, Tinte wie von Geisterhand verschwunden (Lösungsmittel verwendet, lasst den Mist bloß )... usw. ...

Und ich hatte nicht immer gutes Equipment zur Hand...

Über die Jahre bekommt man dann irgendwann ein Gespür dafür, wie man genau mit welchem Foto umzugehen hat.

Auch habe ich schon etliche Methoden ausprobiert und kann nur raten, wenn ihr nicht das richtige Equipment habt...


LASST DIE FINGER VON "EINDÄMPFEN" UND "KOMPLETTWÄSSERN"!!!

Habt ihr keine vernünftige Fotopresse , rollen sich die Fotos am Ende auf wie ein Steh-Auf-Männchen! Oder ihr habt Pech und das schöne Motiv verschmiert, weil irgendein 0815-Kleber verwendet wurde...

Ich fahre mit meiner Methode zur Zeit einfach am besten. Ich habe mir aus einigen Varianten das herausgesucht, was wirklich Sinn macht und mit einfachen Mitteln auch umsetzbar ist. Und ich kann sagen, man kann mit einfachen Hausmitteln ein richtig gutes Ergebnis erzielen!

Diese Methode wandte ich nun bei knapp 500-550 Fotos an, zumeist Einzelfotos. Und so, wie es aussieht, wird es auch bei den nächsten 1000 Fotos meines Mammut-Programmes klappen (zum Glück sind die Fotos in zwei Alben nur geheftet).

Ich wünsche euch in jedem Falle viel Erfolg und hoffe, ich kann ein wenig helfen.

Bei Fragen einfach anschreiben oder hier kommentieren

Grüße,

Micha
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Geändert von MichaKo (15.03.2017 um 18:09 Uhr)
MichaKo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2017, 18:29   #5
Krimschild
 
Benutzerbild von Krimschild
 
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Ort: in der schönen Stadt Dresden
Beiträge: 15,607
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Hallo,
ein sehr informativer Beitrag!!
Nur,darfst Du nicht vergessen,es kommt drauf an,welcher Leim benutzt wurde...
Manchmal klappt das eben nicht ...
Als Alternative geht auch "Etikettenlöser"...
Manchmal reicht auch nur,wenn man das schwarze Papier einfach abrubbelt,oder Schicht für Schicht runterkratzt...
Da sollte man aber aufpassen ...

Generell ist zu sagen,daß man erst an zivilen Fotos ausreichend üben sollte !!!

Gruß Wolf
Krimschild ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2017, 19:14   #6
MichaKo
Sammelschwerpunkt Originalfotos von deutschen Panzerwracks (oder erbeutet)
 
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Beiträge: 825
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Zitat:
Zitat von Krimschild Beitrag anzeigen
Hallo,
ein sehr informativer Beitrag!!
Nur,darfst Du nicht vergessen,es kommt drauf an,welcher Leim benutzt wurde...
Manchmal klappt das eben nicht ...
Als Alternative geht auch "Etikettenlöser"...
Manchmal reicht auch nur,wenn man das schwarze Papier einfach abrubbelt,oder Schicht für Schicht runterkratzt...
Da sollte man aber aufpassen ...

Generell ist zu sagen,daß man erst an zivilen Fotos ausreichend üben sollte !!!

Gruß Wolf
Die meisten Leime waren wasserlöslich und/ oder sind es zumindest nach all den Jahren... heißes Wasser reicht wirklich in den meisten Fällen aus!
Ich habe so selbst Albumreste mit neueren Klebern gut entfernen können.

Man muss dem ganzen ein wenig mehr Zeit geben, dann klappt das sehr gut!

Es geht auch nicht darum, den Kleber gänzlich zu entfernen, sondern die Albumreste... meist ist der Kleber durchsichtig... und so kommt man an die verborgenen Infos gut heran.

Um diese nicht zu beschädigen, rate ich von "ETIKETTENLÖSER"! Die meisten enthalten Lösungmittel... das macht keine Tinte mit! Als Laie bloß die Finger von lassen... habe selbst mit verschiedenen "Lösern" nur Schlechtes erlebt. Es geht um die Beschriftungen... und die sollen erhalten bleiben.

Einfaches Herunterkratzen/ "Abrubbeln" klappt in den seltensten Fällen und ich rate davon ebenfalls ab! So kratzt man Leim und Tinte direkt in einem weg!

Dass kein Laie mit einem Tiger II - Foto anfangen sollte, muss ich nicht erwähnen...

Grüße
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Geändert von MichaKo (15.03.2017 um 19:15 Uhr)
MichaKo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2017, 06:03   #7
heimat
 
Registriert seit: 31.07.2004
Beiträge: 22
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Vorerst einmal vielen Dank für deine detaillierte Anleitung!

Als "Papier"-Sammler kommt es doch öfters mal vor, dass man Dokumente bekommt, welche durch die verschiedensten Umstände miteinander verklebt sind. Habe hier mit folgendem Produkt schon ganz gute Erfolge erzielt ...

https://www.lindner-original.de/phil.../a-1111130090/

Auch bei Foto´s oder Ansichtskarten, ohne dass das Motiv angegriffen wurde - ob es nun Lösemittel enthält, kann ich leider nicht sagen und ich habe auch nichts dazu in der Beschreibung finden können. (Am besten direkt beim Hersteller anfragen)
Den speziellen Lösemittelgeruch kann meine Nase ;-) aber nicht wahrnehmen.

Oftmals wurde leider aber als Kleber "UHU" verwendet und hier gehe ich dann, speziell bei Foto´s mit "harter" Oberfläche auf der Rückseite, mechanisch vor.
Als Werkzeug dient eine extrem scharfe Cuttermesserklinge mit welcher ich die Kleberückstände wegschabe - ganz vorsichtig Schicht für Schicht inkl. dem UHU ... hab mit den Klingen schon viele Jahre sehr gute Erfahrung ohne mich damit selber zu verletzen - verwende diese sogar im Büro um Klammern zu entfernen ;-)
Werde das mal auch bei einem Belegstück mit Aufnahmen belegen, falls erwünscht.

Stört einem der UHU als Rückstand nicht, ist sicherlich die "Nassmethode" zu bevorzugen.

Beste Grüße und noch viel Geduld
heimat
heimat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2017, 10:57   #8
MichaKo
Sammelschwerpunkt Originalfotos von deutschen Panzerwracks (oder erbeutet)
 
Registriert seit: 20.05.2015
Beiträge: 825
Standard Verschiedene Methoden

heimat, vielen Dank für deinen Beitrag!

Mir geht es hauptsächlich, wie schon mehrmals erwähnt, um die Informationen/ Beschriftungen auf der Rückseite. Diese möchte ich, wenn möglich, komplett "freilegen".

Einige der Fotos sind mit UHU festgeklebt worden, aber auch hier erziele ich mit der "Nassmethode" super Ergebnisse.

Der UHU weicht auch irgendwann ein wenig ein, wenn ich vorher heißes Wasser benutzt habe und dann lässt er sich gut mit einem scharfen Skalpell entfernen.

So, wie du es auch schon beschrieben hast.

Mir geht es wie gesagt nicht um die Klebe- und Albumreste an sich... die stören mich überhaupt nicht und ich lasse diese auf dem Papier. - Wenn sie nicht die Beschriftungen verdecken...

Ich wollte lediglich eine SEHR EINFACHE, SCHONENDE Methode nahebringen.

Mit dem Skalpell habe ich auch schon gearbeitet, genauso, wie du es beschrieben hast... aber es dauert mir am Ende doch zu lange...

Ich habe nun ein Album komplett fertig und ca. 10 Stunden Zeit darin investiert.
Sicherlich hätte es nur mit dem Messer länger gedauert.

Es gibt zig Möglichkeiten, schneller zu arbeiten... und/ oder z.B. mit Lösungsmitteln...

Dies ist zur Zeit einfach die Methode, die ich persönlich bevorzuge und mit der ich am besten klarkomme...

Trotzdem vielen Dank für den Beitrag!
Ich denke, jeder muss für sich das aus den verschiedenen Methoden herausholen, was für ihn am sinnvollsten erscheint.

Zum Thema Papier... ich habe auch ein paar Dokumente "bergen" können. Diese waren komplett auf den Albumseiten festgeklebt. Ich habe mit einem erhitzten Skalpell und ein wenig Lösungsmittel auf der Klinge gearbeitet. Hat mich ca. 2 - 2 1/2 Std. pro Papier gekostet... hat aber gut geklappt (nur eines ist mir leicht eingerissen, da konnte ich noch so viel Mittel ausprobieren, es hat sich einfach nicht an einer Stelle lösen wollen... zudem war es rückseitig ebenfalls beschrieben!).

Vier Alben Arbeit liegen noch vor mir...

Beste Grüße,

Micha
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