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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seitengewehr KM (59/2) - letzte Generation


Sleepwalker
01.11.2017, 11:23
Hallo,

hier ein wohl recht spätes "59/2".

Es hat als Merkmale eine sechsstellige Seriennummer wie bei den Seitengewehren AK74 und eine Parierstange dieses Modells.

Die Parierstange ist gegossen und hat kaum Oberflächenverarbeitung erfahren.
Die Nieten sind auch nur mangelhaft bearbeitet und daher auch noch gut sichtbar.
Auf der Parierstange findet sich eine "K" Abnahme. Die Parierstange ist phosphatiert aber nicht schwarz überlackiert.

Aufgrund der Verarbeitung ,und des K-Stempels ohne Kreis, muss dieses Stück zeitgleich mit Seitengewehren AK74 ab des 315xxx Nummern-Blocks und mit frühen KM87 hergestellt worden sein.

59/2 mit früheren sechsstelligen Nummern haben zwar auch diese K Abnahme aber noch die frühere Parierstange.

Gibt es Vergleichsstücke?

Sleepwalker
01.11.2017, 11:27
Hier eine frühere SN mit Parierstange mit besserer, aber immer noch gröberer, Oberflächenverarbeitung.

Flohmarkt99
01.11.2017, 23:52
hallo,

haben eigendlich alle Mod.59/2 Bajonette eine Seriennummer ? Ich habe auch einige in der Sammlung aber mich nie damit beschäftigt.
Ich schaue mir die Dinger morgen mal an, vieleicht ist was interessantes dabei.

mfg

Sleepwalker
02.11.2017, 08:12
Wenn sie nicht überarbeitet sind haben alle SG KM aus DDR Produktion eine Nummer. Zuerst eine mit zwei Buchstaben und vier Ziffern, dann vier Ziffern... dann sechs Ziffern.

messersammeln
02.11.2017, 16:04
Wenn sie nicht überarbeitet sind haben alle SG KM aus DDR Produktion eine Nummer. Zuerst eine mit zwei Buchstaben und vier Ziffern, dann vier Ziffern... dann sechs Ziffern.
Die bei uns ausgegebenen Seitengewehre, Grenztruppen, hatten keine Nummern. Ausgestattet waren wir mit dem Modell 59 und später mit dem 59/2. Die 59/2 kamen ca. !988 und waren fabrikneu.

messersammeln

Sleepwalker
02.11.2017, 19:51
Bist du dir da wirklich ganz sicher aus der Erinnerung?

Seitengewehre der Grenztruppen kenne ich auch mit Extra- bzw. nachträglich ergänzten Nummern.

Die Nummern waren recht unauffällig in der Aufpflanznut angebracht.
Diese Nummerierung wurde nicht von der jeweiligen Truppe sondern beim Hersteller vorgenommen.
Bei der Truppe gab es dann evtl. eingeschlagene oder mit Elektroschreiber eingravierte Extra-Nummern.

SG KM ohne Nummern kenne ich nur von generalüberholten Stücken, deren Nummern bei der Überholung/Auffrischung quasi wegbrüniert wurden.
Nur bei genauem Hinsehen kann man noch etwas erkennen.

Diese Seitengewehre wurden fabrikmäßig überarbeitet und machten dann natürlich einen fabrikneuen Eindruck. Oft, nicht immer, erhielten sie auch eine neune Scheide auf Kunststoff.

Grüße

messersammeln
03.11.2017, 16:03
Bist du dir da wirklich ganz sicher aus der Erinnerung?

Seitengewehre der Grenztruppen kenne ich auch mit Extra- bzw. nachträglich ergänzten Nummern.

Die Nummern waren recht unauffällig in der Aufpflanznut angebracht.
Diese Nummerierung wurde nicht von der jeweiligen Truppe sondern beim Hersteller vorgenommen.
Bei der Truppe gab es dann evtl. eingeschlagene oder mit Elektroschreiber eingravierte Extra-Nummern.

SG KM ohne Nummern kenne ich nur von generalüberholten Stücken, deren Nummern bei der Überholung/Auffrischung quasi wegbrüniert wurden.
Nur bei genauem Hinsehen kann man noch etwas erkennen.

Diese Seitengewehre wurden fabrikmäßig überarbeitet und machten dann natürlich einen fabrikneuen Eindruck. Oft, nicht immer, erhielten sie auch eine neune Scheide auf Kunststoff.

Grüße
Für die Zeit an der Schule bin ich mir da ganz sicher. Wir haben die Seitengewehre sehr oft einer gründlichen Reinigung unterziehen müssen, sodass uns vorhandene Nummern mit Sicherheit nicht entgangen wären.
Die Modelle 59/2 die wir erhielten waren mit Sicherheit auch fabrikneu, sodass hier ein übersehen der Nummer wahrscheinlich schlicht unmöglich gewesen wäre.
Ich selbst habe mich nach der Wende über die Nummern auf den nunmehr erhältlichen Seitengewehren gewundert und ging davon aus, dass diese Nummerierung innerhalb der Einheiten erfolgt sein muss.

messersammeln

Sleepwalker
03.11.2017, 18:45
Ja wie gesagt, die waren ab Werk auf den Seitengewehren drauf.

Außer bei generalüberholten. Die sahen auch wie nagelneu aus...

Sleepwalker
03.11.2017, 23:20
ist zwar nicht das eigentliche Thema... aber hier als Beispiel mal zwei überholte... wirken ganz neu.
Die Nummer lässt sich nur erahnen, wenn man weiß wo man suchen muss.

messersammeln
04.11.2017, 00:38
Wir erhielten damals ganz neue KmS-72 und neue 59/2 dazu. Die Seitengewehre definitiv ohne Nummer. Zuvor hatten wir AKM und 59er. Die Seitengewehre waren älter aber auch ohne sichtbare Nummern.
Woher stammt denn Deine Erkenntnis, dass alle Seitengewehre ab Werk mit Nummern versehen wurden?

messersammeln

Sleepwalker
05.11.2017, 11:35
Waffen und deren Seitengewehre waren ab Werk mit einer Nummer zu versehen. MPi und Seitengewehr mussten jedoch nicht die gleiche Nummer haben (Abnahmerichlinien, Instandsetzungs-Vorschriften usw.). Rüstungsindustrie und Militär waren in der DDR getrennt.
Es wurde ja auch für den Export produziert.
Es ist ja auch eher normal, dass Produkte gekennzeichnet werden um einen Überblick über den ausgelieferten Umfang zu haben.
Von den ersten bis zu den letzten produzierten Stücken weißen die SG-KM Nummern auf... also über 25 Jahre. Die Buchstaben-Blöcke und später die Ziffernfolge scheinen auch einer Systematik zu folgen. Das kann nur an zentraler Stelle beim Herstellet erfolgt sein.
Grüße

mill_speer
06.11.2017, 21:56
Hallo,

hier ein wohl recht spätes "59/2".

Es hat als Merkmale eine sechsstellige Seriennummer wie bei den Seitengewehren AK74 und eine Parierstange dieses Modells.

Die Parierstange ist gegossen und hat kaum Oberflächenverarbeitung erfahren.
Die Nieten sind auch nur mangelhaft bearbeitet und daher auch noch gut sichtbar.
Auf der Parierstange findet sich eine "K" Abnahme. Die Parierstange ist phosphatiert aber nicht schwarz überlackiert.

Aufgrund der Verarbeitung ,und des K-Stempels ohne Kreis, muss dieses Stück zeitgleich mit Seitengewehren AK74 ab des 315xxx Nummern-Blocks und mit frühen KM87 hergestellt worden sein.

59/2 mit früheren sechsstelligen Nummern haben zwar auch diese K Abnahme aber noch die frühere Parierstange.

Gibt es Vergleichsstücke?

Generell war das so wie Sleepwalker es geschrieben hat.
Eine Möglichkeit gibt es noch, Bajonette und Scheiden wurden auch getrennt( Scheide einzeln, und Bajonett einzeln) für die Reparatur oder den Ersatz für die Waffenmeister der Tuppe Bereitgestelllt.Die waren nicht Nummeriert.
Ich kann es mir nicht Vorstellen,aber möglich wäre es, deine Beobachtung zu Erklären.
Soldaten die nicht unbedingt mit einer Mpi. ausgstattet wurden zB. LMG-Schützen bekamen auch ein Seitengewehr.
Ab/Ende 1980 wurden Die Seitengewehre nicht mehr hexadezimal Codiert, es efolgte eine Durchnummerierung welche sich am besten ab 1985 bei den DDR M.74 ausrechnen lässt.
G.
Foto DDR M.59/2 Nummern

Sleepwalker
07.11.2017, 16:16
Es gab vor den fünfstelligen Nummern auch noch vierstellige.

Bist du sicher, dass das nach dem hexadezimal Code gegangen ist? Dieser Code geht normal nur bis zum Buchstaben F ( binär 1111 / dezimal 15) . Mehr Buchstaben waren nicht vorgesehen.

Im Gegensatz dazu haben die SG KM die Buchstaben quer durch, wobei man anhand der Produktionsphasen und der Abnahmen erkennen kann, dass ein best. Fertigungszeitraum eine gewisse Buchstabenkombination aufweist. So haben frühe Stücke bsp. eine Sx (SB, SC, SF usw. Kombination). Jahrescodierung?

mill_speer
07.11.2017, 16:59
hier ein wohl recht spätes "59/2".



Gibt es Vergleichsstücke?

Vergleichstücke habe ich mit einer so unbarbeiteten Parierstange habe ich noch nicht gesehen.

Ich habe in meinen Kisten danach rumgekramt und nichts der Gleichen gefunden.
Als Gegenstück stelle ich eines der Ersten M.59/2 vor.
Das Korriose ist, es wurde ein Seitengewehr M.59 mit K110 Marke aus den ersten Herstellungszeitraum mit einer M.59/-M.74 Scheide gepaart. Tragevorrichtung ist aus den Ende der 60ziger Jahren.
Bilder: 6.-10. DDR M.59 aus der Verpackung.
G.

Sleepwalker
07.11.2017, 18:19
Hallo.

ja ist auch das erste und gleichzeitig das mit der göchsten Nummer das ich kenne. Die Qualität der Verarbeitung ist denen der SG AK74 des gleichen Zeitraumes angepasst.

Die Scheide deines Stücks wurde wohl als Austausch/Ersatz später hinzugefügt und nachträglich nummerngleich gemacht. Die Schrift ist auch unterschiedlich.
Trageschlaufe von 1967/68 passt zu dem Seitengwehr mit den beiden Löchern in der Sperre...auch die Blocknummer Jx hab ich bei vergleichbaren Stücken aus dem Zeitraum gesehen. Da wurde wohl nur die Scheide ausgetauscht.

Denkst du der Block Ax für 1980 ist ein Zufall?

Grüße

messersammeln
07.11.2017, 19:45
Da mich das Thema mit der Nummern auch nicht so ganz loslässt habe ich auch mein einzig original verpacktes SG geöffnet. Handelt sich um ein 59 und trägt auch eine Nummer. Bei der Nummer handelt es sich um LX2448, wobei ich für das L nicht meine Hand in das Feuer lege. Die 448 findet sich am Scheidenmund rechts der Aussparung für die Feder wieder.
Das Seitengewehr hatte in der Packung schon Rost angesetzt und die Drahtschneidevorrichtung wurde auch schon mal benutzt oder zumindest getestet.
Bleibe aber dabei, dass die bei uns benutzten SG ohne Nummer waren.

messersammeln

Sleepwalker
07.11.2017, 19:48
Aus welchem Jahr ist das ausgepackte? Kannst du Bilder einstellen?

messersammeln
07.11.2017, 20:02
Kann man das Jahr irgendwie bestimmen?
Bilder werde ich fertigen, aber wahrscheinlich erst zum Wochenende da das Licht ja momentan, jahreszeitlich bedingt, etwas fehlt.

messersammeln

mill_speer
07.11.2017, 20:02
@messersammeln, das Braune auf der Scheide ist kein Rost, sondern irgend ein Konsevierungsmittel.

Das mit der Codierung war wohl der größte Blödsinn, ich kann mir nicht vorstellen was da Geheim sein sollte? Und das auf einen Seitengewehr! Welche vorgestellte Buchstaben. Buchstabenkombinationen für welches Jahr stehen sollen ist Rätzelhaft.
Was die Sache noch erschwert es, gibt zu wenig verpackte Seitengewehre mit lesbaren Datum die man für diese Zwecke öffnen könnte.
Meine Verpackten, möchte ich auch nicht unbedingt öffnen, nur die Jahrgänge , die ich mehrfach habe.
Veileicht üblege ich es mir noch ein M.59/2 datiert 1979 zu öffenen.
Auf Bekleidung-Uniformen war das Herstlungsjahr auch Codiert!?
Das mit den Block Ax für 1980 kann Zufall sein,ich denke da wurde versucht das Chaos zu ordnen, und ist letztendlich zur Einsicht gekommem das bei einer durchschittlichen Jahresproduktion von ca.125.000 Seitengewehren,eine durchgehende Nummerierung Sinnvoller ist.
Du hast es Bestädigt, was ich auf meinen M.59/2 auch festgestellt hatte.
G.

Flohmarkt99
07.11.2017, 20:09
nabend...

ich habe vor kurzen eins geöffnet.
Seitengewehr mit Scheide kpl. Plast. vom 17.Jan. 1980
Es war gebraucht, sehr gut zu sehen das schonmal Draht geschnitten wurde.

Nr. AP3 795 und auf der Scheide 795.

Und ein M.59 (Seitengewehr m Scheide kpl.) vom 5.März 1973.
Bayonet mit DY 4654 gemarkt.

Das was aussieht wie Rost. Und es sieht wirklich so aus.... Ist aber nur getrocknetes Konservierungsmittel.
Es sei denn die Sachen haben wirklich richtig feucht gelegen.

mfg

Flohmarkt99
07.11.2017, 20:31
Auf Bekleidung-Uniformen war das Herstlungsjahr auch Codiert!?
G.


Ja,

1968 = K 1982 = I
1969 = Z 1983 = C
1970 = M 1984 = H
1971 = X 1985 = T
1972 = B 1986 = P
1973 = L 1987 = L
1974 = O 1988 = Y
1975 = S 1989 = N
1976 = R 1990 = D
1977 = A 1991 = V
1978 = U 1992 = W
1979 = F 1993 = K
1980 = E 1994 = O
1981 = G 1995 = M

http://www.nva-uniformen.de/Jahresstempel
kann man hier gut nachlesen.

mfg

Sleepwalker
07.11.2017, 20:38
Danke für die Infos.

Die waren für die Langzeitkonservierung in den Komplexlagern so eingepackt. Die wurden regelmäßig überprüft und teilweise auch wieder umverpackt und mit neuen Zetteln versehen. Daher sind die Abgaben auf den Beipackzetteln nur in wenigen Fällen mit Vorsicht zu genießen.

Sleepwalker
07.11.2017, 20:39
Ja,

1968 = K 1982 = I
1969 = Z 1983 = C
1970 = M 1984 = H
1971 = X 1985 = T
1972 = B 1986 = P
1973 = L 1987 = L
1974 = O 1988 = Y
1975 = S 1989 = N
1976 = R 1990 = D
1977 = A 1991 = V
1978 = U 1992 = W
1979 = F 1993 = K
1980 = E 1994 = O
1981 = G 1995 = M

http://www.nva-uniformen.de/Jahresstempel
kann man hier gut nachlesen.

mfg


Ja das passt aber nicht. Sind zwei Zahlen.

Flohmarkt99
07.11.2017, 20:48
hallo Sleepwalker

Ja das stimmt, Ich habe mich da auch noch nie mit beschäftigt.
Nur mal so eine Idee weil du geschrieben hast "regelmäßig überprüft und teilweise auch wieder umverpackt"

Wenn mein Bajonett die Nummer AP3 795 hat,
vileicht. A=1977 Verpackt P=1986 Überprüft, Nr, 3 795,
das ist jetzt nur mal so gesponnen.. :D

mfg

Sleepwalker
07.11.2017, 20:53
hallo Sleepwalker

Ja das stimmt, Ich habe mich da auch noch nie mit beschäftigt.
Nur mal so eine Idee weil du geschrieben hast "regelmäßig überprüft und teilweise auch wieder umverpackt"

Wenn mein Bajonett die Nummer AP3 795 hat,
vileicht. A=1977 Verpackt P=1986 Überprüft, Nr, 3 795,
das ist jetzt nur mal so gesponnen.. :D

mfg

Es gibt aber auch AX AT usw...

Flohmarkt99
07.11.2017, 21:00
Ok AX würde dann schonmal nicht gehen...

mfg

messersammeln
11.11.2017, 13:19
Aus welchem Jahr ist das ausgepackte? Kannst du Bilder einstellen?
Hier die versprochenen Bilder.

messersammeln

Sleepwalker
11.11.2017, 13:29
danke. müsste LX sein. Was für eine Abnahme idt azfcdem Parierstück?

messersammeln
11.11.2017, 13:48
danke. müsste LX sein. Was für eine Abnahme idt azfcdem Parierstück?
K im Kreis.

Sleepwalker
11.11.2017, 16:42
danke... zwischen ca. 1969 und 1978/79 hergestellt