Mauser 14 Reichswehr mit D.R. Stempelung

  • Habe vor ein paar Tagen folgendes Stück erworben:


    Ein frühes Nachkriegsmodell ( post war commercial ) in noch relativ schlechter Oberflächenbearbeitung. Bemerkenswert ist, dass der für die Nummerierung zuständige Arbeiter offensichtlich aufgrund seiner amateurhaften Aufbringung der Seriennummer die Nerven verloren , und nochmals energisch zugeschlagen hat.
    Auch bei der Betrachtung der Lauffixierung fällt auf, dass sie ordentlich aus dem Lot geraten ist. Nix da mit deutscher Wertarbeit!
    Die Waffe weist den Eigentumsstempel der Reichswehr und der Behörden der Weimarer Republik auf.
    Zusätzlich ist auf der Griffstückinnenseite eine etwas rüde geschlagene Stempelung "D.R." zu erkennen.
    D.R. bedeutet im Normalfall "Deutsche Reichsbahn".
    Nun bin ich mir aber nicht sicher, ob Letzteres auch wirklich zutrifft.
    Immerhin, wieder einmal ein Stück Geschichte, das Geschichten erzählen könnte, wenn es denn plaudern könnte. Leider verstehe ich es noch nicht schlüssig.


    armandvis

    Dateien

    • 1.09.08 054.jpg

      (243,96 kB, 39 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • 1.09.08 066.jpg

      (216,21 kB, 28 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • 1.09.08 056.jpg

      (122,75 kB, 30 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • 1.09.08 060.jpg

      (136,79 kB, 26 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • 1.09.08 063.jpg

      (141,12 kB, 25 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • 1.09.08 071.jpg

      (58,3 kB, 21 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • 1.09.08 075.jpg

      (72,48 kB, 19 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Hallo Fritz,


    sehr interessantes Stück. Fotos davon würde ich unbedingt an Don Maus schicken - in der Abteilung Reichsbahn hat er nämlich mit Stempel "D.R." bislang nicht eine einzige Pistole! Und auch sonst nur eine einzige Mauser 1914, diese allerdings mit RBDMg (Reichsbahn-Direktion Magdeburg), aber auch mit "1920" gestempelt.


    Gruß


    Martin

  • Bemerkenswert ist, dass der für die Nummerierung zuständige Arbeiter offensichtlich aufgrund seiner amateurhaften Aufbringung der Seriennummer die Nerven verloren , und nochmals energisch zugeschlagen hat.


    selten, dass ich hier etwas zum Lachen finde, aber der war gut :D


    interessantes Stück! Aber warum zweifelst du an der Reichsbahn-Version? Ich hätte es genau so interpretiert.

    Gruß Covenant

  • Covenant,


    na ja, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.


    Bin mir eben mal nicht ganz sicher. Der Mensch lernt, so lang er lebt.


    Danke.


    armandvis

  • Moin,

    passt zwar nicht 100%ig hierher, aber bis wir mal eine Reichsbahn-PP zu sehen bekommen.... na, ist ein Reichsbahn – Ausbildungsnachweis mit der Pistole, insofern passt es schon, denke ich mal.

    Man beachte auf der Rückseite den wohl extra hierfür angefertigten Stempel „PP“.

    Gruß

    sauerfan

  • Was du so alles an Papieren hast, Sauerfan - ich bin beeindruckt!


    ein interessantes Stück Geschichte !

    Gruß Covenant

  • Die PP mit Markierungen des RBD Münster (Westf) sind in mehreren Nachschlagewerken wie Rankin Band II und III abgebildet. Hat jemand in seiner Sammlung eine PPK mit ähnlichen Markierungen? Ich habe ein Beispiel # 238754 K erworben. Andere wurden gemeldet und im Walther-Buch von Dieter Marschall aufgeführt. Die PP würde im Holster getragen von uniformierten Bahnpolizeibeamten wie dem Zugschaffner auf dem Dokument, das Sauerfan uns gezeigt hatte. Aber die PPK wäre geeignet, von Beamten des Reichsbahn Fahndungs Dienst versteckt mitgeführt zu werden. Sie würden Zivilkleidung tragen. Nach Seriennummern erfolgte die Beschaffung von 1938 bis 1940.

    Gruß


    Joe


    "Das Sammeln dieser Sache ist eine fortsetzende Erziehung."