Vergleich MG42 + MG53

  • Hallo erst mal;-) Ich bin ein österreichischer Sammler und habe mittlerweile schon etwas Erfahrung mit der Materie. Für einen Vergleich zwischen MG53 und MG42 hab ich ein paar Details anhand der Gehäuseunterschiede herausgearbeitet. Zum Vergleich dienten mir dazu: - MG53, Seriennummer 30578 (auf den Fotos die Nr. 1))
    - MG42, bnz, Nr. 8480d (auf den Fotos die Nr. 2)
    - MG42, dfb, Nr. 6559d (auf den Fotos die Nr. 3)


    Dass beim MG53 die Aufnahme für das Fliegerkreiskorn fehlt, ist wohl jedem klar und wird nicht extra als Unterschied aufgeführt!


    Unterschied 1: Schweißnaht auf der linken Gehäuseseite des MG53 ist einzigartig, originale MG42 haben an dieser Stelle keine Schweißnaht. Dafür haben alle MG53 diese Schweißnaht! - Ersichtlich auf den Fotos 1110031 (rot markiert), 1110037, 1110035 + 1110032.

  • Unterschied 2: Der Ausschnitt auf der Unterseite für die Angenietete Lafettenaufnahme ist völlig unterschiedlich! Daher ist der Abstand zwischen dem Ausschnitt und der Niete bei den YugoMG´s und den originalen 42ern unterschiedlich! - Ersichtlich auf den Fotos 1110045 Abstand (rot markiert), 1110042, 1110040 + 1110038.


    Unterschied 3: Die angenietete Lafettenaufnahme hat beim MG53 eine Nummer und die Rundungsradien sind kleiner als bei der Aufnahme vom MG42! - Ersichtlich auf den Fotos 1120002 Rundung (rot markiert), 1120003, 1120004 + 1120005.


    Unterschied 4: Ein kleiner Steg auf der rechten Seite des MG53 beim Griffstück ist nicht angenietet, sondern fixer Teil des Gehäuses - Foto 1110054. Bei den MG42 ist dieser Steg angenietet; beim bnz anders als beim dfb - Fotos 1110057 + 1110058.


    Unterschied 5: Beim Kurvenstück des MG53 fehlt in der linken Hälfte der markante Steg. Ersichtlich auf dem Foto 1110080.

  • Unterschied 6: Die 4 Kreise bei den 2 Nieten auf der Oberseite des Gehäuses wo die Waffenamtabnahmen sind, sind beim MG53 wunderschön ausgeformt und die mittige Schweißnaht ist bei den MG42 auch völlig unterschiedlich! - Ersichtlich auf den Fotos 1110071 (rot markiert), 1110062, 1110064 + 1110069.


    Unterschied 7: Die Gehäusebreite beträgt beim MG53 55,15mm und bei beiden MG42 55,6mm!!! - Ersichtlich auf den Fotos 1130016, 1130014 + 1130017. Bei den Fotos wurde die Schiebelehre für den Vergleich auf die Gehäusebreite des MG53 eingestellt und siehe da, nur beim MG53-Gehäuse passt die Schiebelehre und bei den MG42 passt die Schiebelehre nicht!


    Auf die Unterschiede zwischen den gefälschten MG42 (die es zweifelsohne gibt, mal besser, mal schlechter gefälscht) und der originalen MG42 bin ich hier nicht konkret eingegangen, aber es ist einmal ein netter Vergleich zwischen MG53-Gehäuse und MG42-Gehäuse.

  • Hallo


    Na das nenne ich mal einen Vergleich !


    Hut ab.


    Tolle Sache searchandfind.


    Vielen Dank


    MfG Fronti

    Suche: (Kauf/Tausch) <p><a href="mailto:wallonien@t-online.de">Klick => eMail</a></p>
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  • Annahme: Man lässt die Aufnahme für das Fliegerkreiskorn nachmachen, nietet sie mit dem richtigen Verfahren ans Gehäuse, schleift beim Gehäuse die M53 Markierung mit Seriennummer auf einer gewissen Länge gleichmäßig und sauber ab und bringt die deutschen Markierungen dort an. Auch die Waffenamtabnahmen an der Oberseite des Gehäuses und diverse Stempel werden eingeschlagen. Allfällige Yugo-Markierungen werden natürlich auch noch entfernt. Optisch wird das MG noch mittels Brünierung aufgewertet.


    Jetzt hat man ein gefälschtes MG42-Gehäuse und dank meinem Vergleich wird es jetzt hoffentlich keinem schwer fallen, richtig und falsch auseinanderzuhalten, da ja bei den meisten Fälschungen nicht jedes Detail aus kostengründen korrekt abgeändert wird;-)


    MfG
    Christian Kada
    http://www.parabellum.at

  • Hallo searchandfind!


    Sehr guter Beitrag und für Sammler eine sehr gute Hilfe verfälschte MG 42 zu erkennen!

    MFF-Generalleutnant a. D.

  • So muss mich jetzt hier zu dem Thema selber auch noch einmal äußern, ich war bei Herrn Bertram und Herrn Sauer und habe mir etliche MG 42 angeschaut. Beide Händler verkaufen originale MG 42, das ist mehr als eindeutig und da gibt es auch nichts dran zu rütteln.


    Und es kann hier auch gleich der Verdacht ausgeschlossen werden, ich wäre von beiden Bestochen worden oder ich hätte für diese Aussage 10 MGs gratis bekommen oder sonstiges.


    Es sind MGs in allen möglichen verschiedenen Erhaltungszuständen vorhanden und von allen möglich erdenklichen Herstellern. Ich kann nur eins sagen, es gibt nichts was es nicht gibt. Es gibt aus dem Lagerbestand mehr als 41 unterschiedliche Gehäusemerkmale der verschiedensten Hersteller, nicht viel anders ist es bei den Zweibeinen und anderen Teilen.


    Es gibt Zweibeine mit Verstellschrauben, da würde jeder sagen, sowas kann es niemals gegeben haben, aber so etwas gibt es. die sind in allen möglichen Varianten vorhanden.


    Genauso gibt es Herstellerstempelungen, die sehen aus, als wenn die ein 5 jähriger eingeschlagen hätte, wo man auf den ersten Blick denk, dass Stück hat ein Hinterhofschrauber zusammengebastelt.


    Genau so das weit verbreitete Thema mit den Griffstücken. es gibt Griffstücke da ist die Schweißnaht am Griffstück komplett vorhanden, teilweise vorhanden oder ganz abgeschliffen.


    Die Merkmale der einzelnen Teile am MG hat auch was mit dem Herstellungsjahr zutun.


    Und auch noch ein wichtiges Merkmal worüber hier schon oft geschrieben wurde. Es gibt MG 42er aus dem Herstellungsjahr 1945, die keine Aufnahme am Gehäuse für das Fliegervisier besitzen.


    Die MGs sind in keinster Weise abgeschliffen worden, um eventuelle jugoslawische Stempelungen zu vertuschen und deuchtsche Herstellerstempel aufgebracht.


    Selbst die Abmessungen der einzelnen Gehäuse sind je nach Hersteller unterschiedlich.


    Habe jetzt hier einige Punkte aufgezählt.


    Sollte mir hier kein Glauben geschenkt werden, derjenige kann sich persönlich an die beiden Händler wenden, einen Termin ausmachen und sich vor Ort von den ganzen Umständen überzeugen.


    Ich hoffe ich konnte hier etwas Licht in die ganze Sache bringen


    MfG
    Feli

    Suche alles vom Braunschweiger IR 92, Hr 17, FAR 46, RIR 78.

    Zusätzlich IR 78, RIR 92 und FAR 79.

  • Unterschied 6: Die 4 Kreise bei den 2 Nieten auf der Oberseite des Gehäuses wo die Waffenamtabnahmen sind, sind beim MG53 wunderschön ausgeformt und die mittige Schweißnaht ist bei den MG42 auch völlig unterschiedlich! - Ersichtlich auf den Fotos 1110071 (rot markiert), 1110062, 1110064 + 1110069.


    Unterschied 7: Die Gehäusebreite beträgt beim MG53 55,15mm und bei beiden MG42 55,6mm!!! - Ersichtlich auf den Fotos 1130016, 1130014 + 1130017. Bei den Fotos wurde die Schiebelehre für den Vergleich auf die Gehäusebreite des MG53 eingestellt und siehe da, nur beim MG53-Gehäuse passt die Schiebelehre und bei den MG42 passt die Schiebelehre nicht!


    Auf die Unterschiede zwischen den gefälschten MG42 (die es zweifelsohne gibt, mal besser, mal schlechter gefälscht) und der originalen MG42 bin ich hier nicht konkret eingegangen, aber es ist einmal ein netter Vergleich zwischen MG53-Gehäuse und MG42-Gehäuse.


    Hallo,
    aber das würde heißen, daß das Maß beim 53er 55,6 beträgt, statt 55,15. Hätten die 42er Gehäuse das kleinere Maß, könntest Du deinen Meßschieber mit 55, 15 eingestellt ja über die 42er Gehäuse werfen.
    Stimmt das so Christian?


    Gruss Lexi

  • Aktualisierung meines Vergleichs:


    - Beim Vergleich habe ich nur 2 Varianten von MG42-Gehäusen verwendet, eine dritte Variante mit kurzer Lafettenaufnahme gibt es auch noch, dies ist allerdings eine frühere Fertigung.


    - Die Gehäusebreite bei den MG42 Gehäusen ist relativ konstant, jedoch bei den MG53 schwankt die Breite zwischen 55,15mm und 56,03mm. Die Gehäusebreite stellt demnach nur ein Indiz für die Echtheit dar;-)


    Mittlerweile habe ich einen etwas aussagekräftigeren Vergleich anhand von 2 Gehäusemerkmalen erarbeitet. Die vorläufigen Ergebnisse habe ich anschaulich in Tabellen verpackt und die werde ich auch gleich online stellen.


    Mit einem freundlichen Sammlergruß


    Christian Kada

  • Neuer Gehäusevergleich


    Zur Zeit erstelle ich eine Fotodatenbank von originalen MG42 und vergleiche ein paar auffällige Gehäusemerkmale. Dabei ist mir aufgefallen, dass es grundsätzlich 3 verschiedene MG42-Gehäusearten gibt. Die MG53-Gehäusevariante ist laut meinen bisherigen Erkenntnissen mit keiner MG42-Gehäusevariante ident!


    -siehe Fotos im Anhang-


    Für meine weiteren Recherchen bitte ich euch, mir eure MG42-Daten samt Detailfotos zu schicken; der Name des Besitzers wird jedoch nicht gespeichert. Meine Emailadresse lautet: christian.kada@parabellum.at

  • Gefälschtes MG42 in einem russischen Onlineshop


    Beim surfen im Internet hab ich zufällig folgende Seite entdeckt:


    http://www.akstore.biz/product_info.php?products_id=331


    Bei dem abgebildeten MG42 handelt es sich definitv um eine Fälschung. Die Gehäusevariante entspricht keiner Wehrmachtsfertigung (3 Varianten), sondern es handelt sich um die MG53 Jugovariante. Näheres zu den Gehäusevarianten habe ich bereits zuvor gepostet. Das MG53-Gehäuse wurde auf der linken Seite so stark abgeschliffen, dass die Köpfe der Nieten fast nicht mehr existent sind (siehe Fotos). Außerdem hat es die bnz-Codierung in dieser Fertigungsform nicht gegeben, hier wurde ziemlich sicher mit einer Graviermaschine gearbeitet. Die original bnz Codierungen wurden mit Elektroschreiber angebracht und waren deshalb meist sehr schwach zu lesen im Gegensatz zu anderen Fertigungen. Weiter wurde versucht die Schaftform des Jugokolbens so zu verändern, dass er ziemlich deutsch aussieht, was aber jedoch nicht ganz gelungen ist (siehe Draufsicht;-). Beim Deckel ist weiter zu erkennen, dass der Transporthebel nicht deutscher Machart ist. Leider sieht man die linke Gehäuseseite nicht, aber da wird ziemlich sicher die markante Naht sein. Vielleicht schreib ich ja mal den Händler an, ob er mir weitere Detailbilder zuschicken kann und wie er zu dem schönen Stück gekommen ist...


    Heute habe ich wieder ein paar MG42 Gehäuse in meinen neuen Vergleich aufgenommen und auch diese folgen dem üblichen Schema meines Vergleichs!


  • finde das Ladegerät interessant, gab es die damals auch schon ? oder ist es eine neuanfertigung ?


    gruß David


    ist ein "Gurtlader" .. den gab es damals auch schon

    Suche: Flugbücher der DDR Luftstreitkräfte

    [sigpic]signaturbild_MG42 [/sigpic]

  • Die haben ja gar kein Rückstoßverstärker drangebaut.


    Das sind eh ganz schöne Diletanten. Der Bolzen vom Deckelist auch nicht ganz drin. Am Anfang ziehen sie den Gurt nach rechts, bei geschlossenem Deckel. Genau das ist absolut nicht gut für das Zuführeroberteil.
    Zum Thema Gurter:
    Wenn ich auch nur etwas eingeübt bin, dann bekomme ich die Patronen gleichschnell, wenn nicht gar schneller beim Befüllen mit der Hand in den 50er Gurt. Zumal ich beim Gurter noch alle Patronen einzeln nachsehen muß, ob die Nasen der Gurttasche auch in der Ausziehrille der Patrone liegt. Funktioniert zwar auch, wenn sie nicht richtig drin ist, verursacht aber Störungen. Beim Befüllen der Rampe des Gurtfüllers hakelt es auch immer ab und an mal, wenn die Patronen beim einkippen sich quer legen.




    MfG Fronti

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    + Alles zu westfälisches Jäger Bataillon Nr. 7


  • Zum Thema Gurter:
    Wenn ich auch nur etwas eingeübt bin, dann bekomme ich die Patronen gleichschnell, wenn nicht gar schneller beim Befüllen mit der Hand in den 50er Gurt. Zumal ich beim Gurter noch alle Patronen einzeln nachsehen muß, ob die Nasen der Gurttasche auch in der Ausziehrille der Patrone liegt. Funktioniert zwar auch, wenn sie nicht richtig drin ist, verursacht aber Störungen. Beim Befüllen der Rampe des Gurtfüllers hakelt es auch immer ab und an mal, wenn die Patronen beim einkippen sich quer legen.




    MfG Fronti


    Einen 50er oder 100er Grut von Hand zu befüllen geht wirklich noch ganz gut, wenn man aber mehrere tausend schuss Gurten muss ist so ein Grutfüller schon praktisch. Besonders wenn die Gurte noch neu sind, lassen sie sich noch viel schwerer befüllen.