Zeigt her eure verschwundenen Denkmale

  • In Weiterführung des vorangegangenen threads, der jetzt geschlossen ist:


    ... Wie wäre es, einen "Thread" für dieses oder andere "Verschwundene" Denkmäler einzurichten?


    ... wenn du mehr "Verschwundene" Denkmale hast, ließe sich dies sicher einrichten


    Stell die Bilder ein und schreib' einen Text / eine Erklärung dazu, denn threads mit guten Fotos und als Text "und so weiter ..." oder "....." oder ähnlichen, recht einfallsreichen Kommentaren, haben wir genug


    Ich ändere die Überschrift in "zeigt her eure verschwundenen Denkmale" und pinne es oben, in der Rubrik "sonstige Fotos", denn da würde dieser thread ohnehin viel besser passen, fest

  • Hier können Bilder von "verschwundenen" Denkmälern gezeigt werden.
    Das heißt im einzelnen:


    -Kriegszerstörte und nicht wieder aufgebaute,
    -Politische eigene (DDR, 3.Reich, Weimarer Republik, Kaiserreich, BRD),
    -Politische Fremde ( Siegerdenkmäler, Kasernendenkmäler, Kalle Marx, Lenin etc.),
    -Kriegerdenkmäler aller Nationen auf deutschem Boden,
    -deutsche Kriegerdenkmäler auf fremden Boden
    -und was Euch noch einfällt!


    Informationen zu den Denkmälern sprich Sinn, Stifter, Erbauungzeitraum, Architekt, Gründe für die Beseitigung, Datum des Rückbaus und Weiterverwendung des Materials bzw Bauplatz runden die Sache ab.


    Ich stelle mir eine sachliche, tendenzfreie Auflistung vor. Eine Thematisierung der Gründe für Beseitigungen sollte hier wegen der Übersichtlichkeit vermieden werden.

    Suche alles von der Hitlerjugend in PASSAU bis 1940



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  • Albert Leo Schlageter war deutscher Freiheitskämpfer, geb. am 12. August 1894 in Schönau im Schwarzwald (Baden); † 26. Mai 1923 auf der Golzheimer Heide bei Düsseldorf.


    -Eingeweiht am 23. Mai 1931.
    -Das Denkmal zeigte ein 27 Meter hohes Stahlkreuz, unter dem ein großer Steinsarkophag lag.
    -Initiiert von dem Posener Oberbürgermeister Ernst Wilms.
    -"Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es abgerissen." Schätzungsweise Militärregierung.
    -Architekt Clemens Holzmeister.
    -Heute stehen dort die 11m hohen " 3 Nornen".
    -Auf dem Sarkophag Schlageters hatten die Worte des Arbeiterdichters Heinrich Lersch gestanden:
    "Deutschland muss Leben, auch wenn wir Sterben müssen".
    ..

    Dateien

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  • Enthüllung: 10. Mai 1900
    Zerstört vermutlich am 6. Dezember 1944 durch Feuersturm innerhalb der Operation "Area Bombing Directive" der Amerikaner. Ein Wiederaufbau kam meines Wissens nie zur Diskussion. Eine Zerstörung bereits am 4. Dezember 1944 ist möglich.


    Folgende Informationen ließen sich nicht beschaffen:
    - Name des Denkmals,
    - Stifter und Künstler,
    - mögliche Inschriften oder Reliefe,
    - der Grund für den Nichtwiederaufbau (Umstrukturierung des Marktplatzes?)
    ..

  • Bis in die frühen 40`er Jahre stand das Reiterstandbild 12 Meter hoch über dem ehemaligen Duissernberg in Duisburg. Dann wurde es eingeschmolzen wegen Materialbedarf. Der Sockel wurde dann etwa 10 Jahre später abgetragen. Von dem ehemaligen Wasserturm ist auch kaum noch etwas erhalten (siehe 2. Bild)
    ..

    Dateien

    • KW1.jpg

      (196,14 kB, 147 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • kw2.jpg

      (300,92 kB, 130 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Unheilige Allianz: Politik + Religion

  • des Großherzoglich Mecklenburgischen Füsilier Regiment Nr 90 ,"Kaiser Wilhelm" in Rostock.


    Standort konnte ich nicht rauskriegen, eventuell auf dem Gelände der Kaserne ??
    Errichtet 1926, 1945 abgebaut, später eingeschmolzen .......
    Geschaffen von Prof Wilhelm Wandschneider (1866-1942)
    ..
    Der hat noch mehr gemacht....mal den link nutzen..

    Dateien

    "Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk, und meine Nation, die ich mit großem Stolz verehre, ist die deutsche Nation, eine ritterliche, stolze und harte Nation" Ernst Thälmann

  • Auf der Königstraße in Duisburg stand bis ca 1942 dieses Denkmal von Bismarck. Leider konnte ich bis dato nicht den genauen Standort ausmachen, arbeite aber dran. Dann kommt ein Damals- und Jetzt-Foto, wobei ich mir sicher bin, dass mir das Damals-Foto jetzt schon besser gefällt als das Jetzt-Foto ... Wurde übrigens wie unser Wilhelm II Denkmal wegen akutem Materialmangels eingeschmolzen ... Man stelle sich vor, das Kanzleramt wird abgerissen, weil die Bundeswehr in Afghanistan die Steine braucht ...
    .

  • Errichtet: 1924–27 bei Hohenstein als National-Denkmal
    Architekt: Walter (1888–1971) und Johannes Krüger (1890–1975)
    Einweihung: 18.September 1927 durch Paul v. Hindenburg
    Geweiht: Dem 2. Masurisches Infanterie-Regiment Nr. 147
    Umbau: von Mitte 1934 bis Mitte 1935 zum Reichsehrenmal
    Befehl zur Sprengung (deutscherseits): Von Hitler 21. Januar 1945 an Oberst Göbel,Kommandeur der 229. Infanteriedivision
    Restabriß (polnischerseits): 1952/53 durch polnische Pioniertruppen. Reste wurden für ein Mahnmal verwendet.
    Soweit mal das wichtigste. Der geneigte Leser wird im Weltnetz sicher noch mehr Informationen finden.


    Die PK 1 zeigt das National-Denkmal
    Die PK 2,3 und 4 zeigen Tannenberg als Reichs- Ehrenmal
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    Dateien

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  • Bis 2002 stand im östlichen Bereich des Bensheimer-Stadtparks in erhöhter Position noch ein hohes, aus Granitquadern errichtetes Denkmal. Es war am 6. September 1936 als so genanntes Kreisehrenmal für sechs zwischen 1929 und 1933 gewaltsam ums Leben gekommene Nationalsozialisten.


    Das über einem abgetreppten Sockel mit sechs Quadern sich erhebende Denkmal trug ursprünglich einen auf einem kleinen Quader mit Hakenkreuzemblem sitzenden Bronzeadler. Spätestens im Juli 1945 wurde das Denkmal von Hakenkreuz, Adler und den nationalsozialistischen Beschriftungen gesäubert und 1953 erfolgte eine Umgestaltung als Kriegsgefangenen- Mahnmal, wobei eine Feuerschale auf den Quaderpfeiler aufgesetzt wurde.


    Nur drei Jahre später erfolgte erneut eine Umgestaltung, diesmal zum Ehrenmal für die Bensheimer Gefallenen aller Kriege seit 1866, wobei nun anstelle der Schale ein Eisernes Kreuz trat. Außerdem wurde nun eine bastionartige Umfassungsmauer mit "Altarschrein" und vier Feuerschalen errichtet.
    ..

  • Wilhelm I. (der Große). Er wurde 1944 vom Sockel geholt und sollte eingeschmolzen werden. Dazu ist es aber nicht gekommen. Die Skulptur verschwand unauffindbar vom Gelände einer örtlichen Eisengießerei. Ende der 1950er Jahre erzählten mir alte Montabaurer, kaisertreue Mitbürger, die im Krieg gefallen seien, hätten den Wilhelm vergraben.


    Wo, das weiß niemand mehr. Ob´s stimmt, weiß ich auch nicht. Meine Mutter hat ihn jedenfalls am o. g. Ort liegen sehen. 1965 wurde der Sockel entfernt. Dabei wurden einige Münzen und die Einweihungsurkunde entdeckt. Heute ist das Plätzchen mit einer Ruhebank versehen, die mit Vorliebe von trinkfesten Zeitgenossen frequentiert wird ...


    Gruß
    Hui
    ..

  • Abriss des alten Kriegerdenkmals 1964.


    An der Kirchstraße links von der Johanneskirche stand ein altes Kriegerdenkmal für die Gefallenen aus den Kriegen 1866, 1870 und 1871. Dieses Denkmal war durch den Krieg sehr beschädigt worden, so dass die Stadt sich an den Gemeindekirchenrat wandte mit der Bitte, das Denkmal zu beseitigen. Der GKR entschloss sich dazu, aber mit der Auflage, dass die Stadt selbst den Abbruch ausführt. Dies ist im Sommer 1964 geschehen. Gemeindeglieder hatten behauptet, dass im Sockel des Denkmals alte Münzen oder Dokumente eingemauert seien. Dies stellte sich jedoch als Irrtum heraus. Nach der Inschrift müsste das Denkmal 1875 errichtet worden sein.


    Gruß Karl
    .

    Dateien

    • g4.jpg

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    • Kriegerdenkmal hy.jpg

      (163,13 kB, 31 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    [SIGPIC][/SIGPIC]Suche alles über das SS-Artillerie-Regiment 9 (Hohenstaufen)

  • Hier sehen wir das Kriegerdenkmal aus Burg bei Hoyerswerda.


    Am 27.08.1933 fand die Weihe des Ehrenmals für die Gefallenen des 1. Weltkrieges statt.
    Am Ausgang des Dorfes nach Scheibe hin, auf dem nordwestlichen Zipfel des Schulgrundstückes, hat es seinen Platz gefunden.
    An diesem Denkmal befindet sich auch eine Gedenktafel (hochstehenden Klinker), auf der die Gefallenen namentlich erwähnt sind.


    Wir sehen auch die starke Veränderung des Denkmals durch politische Einflüsse.


    Foto 1. Postkarte von 1940,
    Foto 2. Aufnahme von 2013
    Foto 3. Aufnahme von 1934
    .

  • 2.September 1876


    Einweihung eines Denkmals für die in den Kriegen von 1866 und !870/71 gefallenen und gestorbenen Soldaten aus dem Kirchspiel Altdöbern. Das Mal befindet sich auf dem Kirchhof südlich der Kirche.


    Das einst so schöne Denkmal verfällt leider immer mehr und bedarf dringendst eine fachmännische Restaurierung
    .

    Dateien

    • dg19620.jpg

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    • 450PX-~1.JPG

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    • 59543469.jpg

      (55,99 kB, 16 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    [SIGPIC][/SIGPIC]Suche alles über das SS-Artillerie-Regiment 9 (Hohenstaufen)

  • In der Uhyster Chronik gefunden.


    Zu einem besonderen Ereignis im Jahre 1913 hat Pfarrer Jurk folgendes niedergeschrieben:
    "Ein bedeutungsvoller Tag in diesem Jahr war die Einweihung unseres neuerbauten Kriegerdenkmales, welches der Militärverein -Uhyst und Umgebung- den Helden der Kriege 1864; 66; 70/71 widmete. Die Hauptsumme wollte der frühere Rittergutsbesitzer Herr Roessing stiften, da eine Geldsammlung in den einzelnen Dörfern des Amtsbezirks Uhyst nicht das einbrachte, was man erhoffte. Was Herr Roessing versprochen hatte, konnte er aber nicht halten. Er wollte schon, wenn er nur könnte. Ihm fehlte es aber selbst an Geld.
    Gegen 1 Jahr standen nun der Bau, u. das Denkmal unfertig da. Die Frage des Weiterbaus wurde bald gelöst, insofern als die beiden Stiefsöhne des Herrn Roessing: die jetzigen Rittergutsbesitzer Herbert u. Gerhard Kluge von Uhyst, die jetzt mündig wurden, für ihren Stiefvater einsprangen u. den Rest des Geldes, allerdings den weit größeren Teil, spendeten.
    Am 29. Juni wurde nun das fertige Denkmal bei strömenden Regen(schlechter konnte das Wetter überhaupt nicht sein) eingeweiht. Ein herrliches Fest für Uhyst wäre es gewesen, wenn das Wetter etwas besser gewesen wäre; denn das Fest war von Seiten des Kriegervereins sehr gut vorbereitet. ... Herr Roessing war bei der Einweihung nicht anwesend."



    Das Kriegerdenkmal steht seit 100 Jahren in der Ortsmitte von Uhyst. Es ist von seinem Standort nicht wegzudenken und bedarf dringend einer fachgerechten Restaurierung.


    Foto 1. und 2. aus den 30er Jahren,
    Foto 3. Aufnahme 2012 mit starken Veränderungen durch politische Einflüsse
    .

  • Am 6. Mai 1939, wurde am Fuße des Kyffhäusers das Hindenburgdenkmal eingeweiht.
    Gestiftet wurde die Statur vom Kyffhäuserbund u. gefertigt von Hermann Hosaeus einem
    Berliner Bildhauer.
    Die Höhe, soll 5 Meter betragen.
    Paul v. Hindenburg war Ehrenpräsident vom Kyffhäuserbund.
    Nach Kriegsende sollte es gesprengt werden, was aber auf Grund des Materials der Statur (Porphys) nicht gelang.
    Daraufhin wurde es umgestoßen u. vergraben.
    In den 80ziger Jahren endstand ein Ferienhaus der Staatssicherheit in unmittelbarer Nähe der Umsturtsstelle . Der Sockel wurde teilweise mit dem Fundament verbunden.
    Im Jahre 2004 ist das Denkmal wieder freigelegt wurden u. ruht seit diesen Tagen immer noch in dem Erdloch.


    MfG