Übersicht Reinigungs-/Restaurierungsmethoden

  • Hallo Zusammen,


    ich habe wie oben beschrieben mein Eisen-Fundstück (nachdem ich es in destilliertem Wasser entsalzen habe) mittels Elektrolyse gereinigt.


    Jetzt will ich das Eisenstück konservieren. Jetzt meine Frage:


    Das Eisentück ist relativ groß, und hat viele Hohlräume an die man nicht ohne weiteres rankommt. Ich habe mir überlegt es in microkristalliertem Wachs einzukochen - allerdings ist das Stück zu groß, um es einzukochen.


    Was würdet Ihr mir zur Restaurierung empfehlen?


    VG


    Jochen

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  • Durch Einlegen in destilliertem Wasser (man sagt je 100 Jahre Verweildauer im Boden soll das Eisenteil 4 Wochen einliegen) soll das Weiter-Rosten verhindert werden, indem sich das angelagerte Salz löst.


    Durch Beigabe von Natriumhydroxid wird das Rosten im destillierten Wasser verhindert. Das Wasser sollte alle 14 Tage gewechselt werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Pfalzwoi ()

  • Ich habe gelesen, das Fundstück erst mit Tannin mit einem Pinsel zu behandeln und nachdem das Tannin am Fundstück getrocknet ist Paraffinwachs zu benutzen.


    Hat jemand damit Erfahrung? Kann mir jemand gutes Tannin / Paraffinwachs empfehlen?

  • Ich habe zur Entrostung entweder 10 % ige Salzsäure od. Alu-Späne mit Branntweinessig verwendet.
    Mi einem Föhn wurde der Gegenstand getrocknet und falls nötig mit einer Metallbürste oder Stahlwolle behandelt. Zur Konservierung nahm ich Balistol.


    Niklas


  • Ich habe zur Entrostung entweder 10 % ige Salzsäure od. Alu-Späne mit Branntweinessig verwendet *

    Mi einem Föhn wurde der Gegenstand getrocknet und falls nötig mit einer Metallbürste oder Stahlwolle behandelt. Zur Konservierung nahm ich Balistol.


    Niklas


    *und anschließend mit Wasser abgespült bzw. in Wasser eingelegt.

  • Zur Konservierung nahm ich Balistol.


    Niklas


    ....Owatrol Öl ist m.M.n. besser als Balistol zur Konservierung


    MfG

    Geld verloren - nichts verloren, Mut verloren - viel verloren, Ehre verloren - alles verloren !

  • Danke für die Hinweise!


    Ich habe jetzt folgende Entrostungsmöglichkeiten gefunden ... was meint ihr?



    1. Die entrosteten Funde möglich lange in Destwasser Baden , zwischendurch Abbürsten .
    2. Danach in Aceton Baden , bei größeren Teilen einpinseln (entfettet)
    3. Tannin Mischverhältnis steigern: 200g Tannin , 1000ml destilliertes Wasser, 150-200ml Spiritus , ist das ok ? ..
    5. Mit Paraloid kräftig Einpinseln (Paraloid B72)

  • Hallo,



    ich hatte letzten Monat einen emaillierten dunkelgrauen Becher mit schönen russ. TintenStempel aus einem ehem. Gefangenenlager im 1.WK , mit Oxal behandelt.



    Hatte ihn 2 Tage im Oxalbad mit gelegentlichen Abbürsten. Danach eine Woche entsalzen mit destilliertem Wasser


    Also der Emaille selbst hat es nichts getan - von der Farbe nicht verblasst wie es z.B. bei Farbe auf Helmen oft passiert. Der Tintenstempel oder Emaillestempel (keine Ahnung aus was der Stempel besteht oder ob er auch eingebrannt ist) hat sich nicht gelöst.



    Habe den Becher nach der Behandlung gut durchgetrocknet auf der warmen Heizung und dann etwas eingeölt. Bis jetzt hat sich da nix getan.



    Denke wenn man den Gegenstand den man behandelt hat ordentlich durchtrocknet und dann etwas einölt, dann sollte in einem Raum mit normaler Luftfeuchtigkeit auch nichts passieren. Die Emailleschilder lagen ja auch jahrzehnte lang mit Schadstellen feucht im Boden ohne dass sich der Rost auf das gesamte Stück ausgebreitet hat. Dann sollte das bisschen Oxal was evtl. noch übrig bleibt auch keine Schäden unter der Emailleschicht verursachen, solange das Stück trocken bleibt.