Entrosten mit Oxalsäure fantastisch :-)

  • habe zum erstenmal Oxal benutzt und wollte mal zeigen was daraus wurde,ich bin happy.

    Das koppelschloss hatte komplett rostansatz.

    Und beim ek1 so wie ich es bekam und dann 1tage im Bad und zuletzt nach 2 Tagen.

    Dank für eure tips

  • Tach zusammen,


    hier stelle ich einen M40 von Quist vor, der mir einige Kopfschmerzen bereitet. Der Helm war Rostrot, ohne dass er starke Rostpickel oder Rostpickel hatte. das Gewicht liegt bei etwas über 1000g, so dass er im Normalbereicht für einen Q66 liegt. Da sind wir auch schon beim ersten Problem. Ich habe einen 66er Repro-Einsatz gekauft. Es ist bereits der zweite 66er Repro-Einsatz, der nicht in einen 66er Helm passt. Ein 64er Einsatz passt dann, jedoch liegt den Helmeinsatz dann nicht so eng am Helm an und die Helmsplinte sind dann wackelig. Mir gefällt das nicht. Welche Erfahrungen habt Ihr mit Repro-Einsätzen gemacht?


    Zurück zu diesem Q66. Neben dem Rost war er auch mit grünen Farbklecksen, schwarzem Teer oder Bitumen beschmiert und hatte Mörtelanhaftungen. Den schwarzen Teer und die Fabtupfer habe ich mit Nitro-Verdünnung abbekommen. Bevor ich den Helm in Oxalsäure (5%ige Lösung, erwärmt auf 60 Grad) gelegt habe, hielt ich den Helm für einen feldgrauen Heereshelm.

    So sah er vorher aus:


    DSC05063.JPG



    DSC05064.JPG


    DSC05065.JPG


    DSC05072.JPG


    DSC05074.JPG



    Beim Oxalbaden war ich sehr vorsichtig, denn mittlerweile habe ich ein gutes Dutzend Helme und Gasmaskendosen mit Oxalsäure behandelt. Die Behandlung hat insgesamt zwei Tage gedauert, er lag zwischendurch immer mal wieder in Wasser mit etwas Spüli zum Säubern von den gelden Oxalanhaftungen. Das ist alles ganz gut gelungen.

    Allerdings war der Helm danach kein bisschen mehr feldgrau, sondern in dem grau der Luftwaffe. Das hier ist er, nachdem ich ihm mit Balistol diese extreme Mattheit genommen habe.


    DSC05076.JPG



    DSC05077.JPG




    DSC05079.JPG


    DSC05081.JPG


    Mich hat das sehr verwundert, denn zunächst dachte ich, die Oxalsäure hätte die Farbe gekillt. Allerdings ist mir das noch nie passiert, deshalb habe ich nicht so richtig daran geglaubt.


    Der Stahlhelm ist danach für 24 Stunden in destilliertes Wasser gegangen: Das Wasser war danach knallrot. Ich vermute, das kommt von Eisenoxid, also letzten Rostpartikeln. Leider habe ich von der Brühe kein Foto gemacht. Unter fließendem Wasser habe ich den Helm wieder gebürstet. Das Rot war wieder verschwunden, dafür trat neben der grauen Farbschicht wieder ein mutmaßliches Feldgrau aus. Man sieht aber eindeutig, dass das (ebenfalls mutmaßliche) Luftwaffengrau die oberste Farbschicht ist.

    Danach habe ich den Helm zwei weitere Tage in frisches destilliertes Wasser gelegt (60 Grad) und wieder regelmäßig gebürstet. Die mutmaßlich feldgrauen Stellen haben sich etwas weiter ausgebreitet. Die obere Farbschicht ist aber immer noch Luftwaffengrau. Jetzt sieht der Helm so aus.


    DSC05094.JPG



    DSC05095.JPG


    DSC05077.JPG


    DSC05094.JPG


    DSC05081.JPG


    DSC05096.JPG


    DSC05097.JPG


    DSC05099.JPG


    DSC05100.JPG


    DSC05101.JPG


    DSC05104.JPG



    Gebt bitte mal Euren Senf dazu ab. Was soll ich tun?


    Was hat der mit der Größe des I(nnenhelms auf sich?


    Gruß


    Dirk

    Dateien

    • DSC05078.JPG

      (430,74 kB, 1 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • DSC05098.JPG

      (416,24 kB, 3 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • also wegen der glockengröße...ich hatte mal einen m42 der als 64er gestempelt war, war aber ein 66er. vielleicht mal den umfang der glocke messen.

    und von repro-innenhelmen halte ich absolut nichts. original ist original und was besseres gibt es in meinen augen nicht. ich werde aber mal versuchen, einen originalen 66er außenring mit einem repro-futter zu vereinigen. bin gespannt wie es wird.

    Gruß Kanne...:)
    ________________________________________________
    Aktuell sammle ich nur noch Olympiade Berlin 1936!!!
    Mitglied Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.


    Meine Bewertungen

  • Guten Abend,


    Ich habe zwei M35 mit Oxalsäure behandelt und anschließend konserviert. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

    Ich habe eine relativ schwache Mischung verwendet, damit die Farbe nicht zu sehr angegriffen wird. Außerdem habe ich die Helme alle 30 Minuten herausgenommen und abgebürstet, damit sich keine gelbe Schicht bilden kann. Die Nieten aus Buntmetall habe ich vor der Behandlung von innen und außen mit Kerzenwachs versiegelt da sie nicht verrostet waren und ich sie nicht blank polieren wollte. Auch die Abzeichen habe ich, nachdem sie sichtbar waren, mit Wachs überzogen, um sie vor der Säure zu schützen. Als ich mit dem Ergebnis zufrieden war habe ich die Helme ein paar Stunden lang in Spüli Wasser eingelegt um die Säure zu neutralisieren. Danach lagen sie jeweils zwei Tage lang in destilliertem Wasser, um sie möglichst vollständig zu neutralisieren. Nach dem Trocknen wurden sie mit Ballistol konserviert.


    Nun zu den Helmen selbst:

    Ein Helm ist von der Luftwaffe und wurde in Feldgrau, Dunkelgelb und einem helleren Grün abgetarnt. Dies geschah mit einer Lackierpistole, die typischen Lackspritzer sind noch zu erkennen. Das SWR Abzeichen ist noch unter der Tarnfarbe. Der zweite Helm entpuppte sich als apfelgrüner SS Helm mit erstaunlich viel Originalfarbe. Damit hätte ich nicht gerechnet. Das Abzeichen ist leider nur noch schwer zu erkennen, besser wird es nicht mehr. Natürlich hätte man die Helme noch länger baden können, ich denke aber, dann hätten Farbe und Abzeichen gelitten.

    Für mich ist der jetzige Zustand der beste Kompromiss.


    Ich bin auf eure Meinungen gespannt,

    _20210419_182532.JPG_20210419_182557.JPG_20210419_182616.JPG_20210419_183743.JPG_20210419_183912.JPG_20210419_183931.JPG_20210419_184126.JPG_20210419_184041.JPG_20210419_184105.JPG_20210419_182635.JPG_20210419_182702.JPG_20210419_182719.JPG_20210419_182735.JPG_20210419_185746.JPG_20210419_185827.JPG_20210419_185907.JPG_20210419_185918.JPG_20210419_185931.JPG_20210419_185943.JPG_20210419_185955.JPGDSC_3863.JPG

    Lieben Gruß


    Arne

  • Da sind doch 2 gute Helme rausgekommen!

    Alle von mir gezeigten Gegenstände sind im Sinne des § 86, § 86 a StGB zu betrachten und dienen zur staatsbürgerlichen Aufklärung,
    Abwehr verfassungswidriger und verfassungsfeindlicher Bestrebungen, der wissenschaftlichen und kunsthistorischen Forschung.

  • Suche: Alles über das KZ Flossenbürg,
    Waffen-SS Uniformen, Zeltbahnen, Effekten & Koppelschlösser, Seitengewehre 84/98 III

    Ich versichere, daß die von mir gezeigten zeitgeschichtlichen und militärhistorischen Gegenstände aus der Zeit 33-45 nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger, verfassungsfeindlicher Bestrebungen,Identitätsbestimmung, Originalitätsbestimmung gezeigt werden

    militariasammler-tir@gmx.de