ungewöhnliches "Kaschi"-Bajo, ("Zwitter" UdSSR/NVA ?)

  • Hab´ heut´ ein wenig in meinen Mun-Kisten herumgekramt und dabei ist mir dieses, hier gezeigte, AKM-Bajo aufgefallen.


    Bei der Scheide handelt sich´s für mein Dafürhalten ganz eindeutig um eine für´s NVA Bajonett Modell 1959, Trage-u. Halteschlaufe aus gewebeverstärktem, grauem, Platikbandmaterial, Sicherungsriemen aus naturfarbenem Leder gefertigt.


    Die Marken auf dem Bajonett selbst wiederum, weisen aber eindeutig auf eine sowjetische Provenienz, (Fertigung: Ishewsk), des Bajonettes hin ! :confused:


    Der gewaffelte Drücker ist ockerfarben gefertigt !


    Die Griffschalen von Bajonetten sowjetischer Provenienz kenne ich als geschlossenen Plastegriff, ockerfarben mit brauner "Marmorierung", od., mit rotbraunem Plastegriff.


    Bei diesem Bajonett ist aber der Plastegriff aus zwei schwarzen ( ! ) Halbschalen gefertigt, auch weisen die Stempelmarken, (jeweils ein "Z im Kreis"), auf den Griffschalen auf eine Fertigung für die NVA hin !


    Für mich sieht es so aus, als handelt es sich hier um ein Bajonett M1959 sowjetischer Provenienz, ausgestattet mit Griffschalen eines M1959 der NVA, welches in einer M1959-Scheide der NVA versorgt ist ! ... :eek:


    Irgendwie paßt das Alles nicht wirklich zusammen ! ...

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    Suche Grabendolche u. Kampfmesser aus beiden Weltkriegen, als auch "moderne", militärische, Einsatzmesser, (z.B.: Kampfmesser der NVA)

  • Eindeutig 'Resteverwertung'.


    Aber wer könnte das gemacht haben ?
    Dafür fällt mir spontan keine vernünftige Erklärung ein.

  • Eindeutig 'Resteverwertung'.


    Aber wer könnte das gemacht haben ?
    Dafür fällt mir spontan keine vernünftige Erklärung ein.


    "Bubba" war´s m.E. nicht, da ist Alles sauber verarbeitet !


    Ebenfalls auffällig ist, daß das Bajonett nicht mit einer Seriennummer gemarkt ist !


    Hab´ auch schon den user mill_speer angeschrieben.
    Der Mann ist, gerade auf dem Gebiet von AK u. AKM-Bajonetten, recht fit u. kann uns hier vcht. weiterhelfen.

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  • Hallo Reibert,


    im Buch "Das Kalaschnikow-Bajonett" von U. Seidemann wird erwähnt, dass sich in den Lagerbeständen der NVA noch sowjetische Originalbajonette fanden. Diese waren oft mit schwarzen Griffschalen, Scheiden und Tragevorrichtungen aus DDR Fertigung versehen. Ursächlich dafür sind Instandsetzungen und lange Nutzungsdauer.

  • Hallo Reibert,


    im Buch "Das Kalaschnikow-Bajonett" von U. Seidemann wird erwähnt, dass sich in den Lagerbeständen der NVA noch sowjetische Originalbajonette fanden. Diese waren oft mit schwarzen Griffschalen, Scheiden und Tragevorrichtungen aus DDR Fertigung versehen. Ursächlich dafür sind Instandsetzungen und lange Nutzungsdauer.


    Danke !


    Ich hab´ ein paperback von Ulrich Seidemann mit selbem Titel, meinst Du das ?
    Kannst Du mir bitte mitteilen, auf welcher Seite diese Information zu finden ist ?

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  • Hallo Reibert,


    ich gehe davon aus, dass es sich um dasselbe Paperback Buch handelt.
    Die Information findest Du auf Seite 5 im dritten Absatz.


    Schönen Gruß


  • ... das Bajonett nicht mit einer Seriennummer gemarkt ist !


    ... mill_speer angeschrieben. Der Mann ist, gerade auf dem Gebiet von AK u. AKM-Bajonetten, recht fit ...


    Genau, der mill_speer kennt sich auf dem Gebiet gut aus !


    Ich habe auch einige M59 ohne Seriennummer, die nach der Wende verkauft wurden.
    Wahrscheinlich nicht verplante und deshalb unmarkierte Depot- / Lager- / Reservebestände.

  • ...
    Die Information findest Du auf Seite 5 im dritten Absatz.
    ...


    Danke !


    ... "Die Erstausrüstung mit Kalaschnikow-Waffen und Bajonetten geschah bei den Staaten des Warschauer Paktes aus sowjetischen Armeebeständen. Aber auch nach der Aufnahme der eigenen Produktion wurden bis in die Mitte der 60er Jahre oft weitere AK47 und AKM aus der Sowjetuinion importiert, da meist die geplanten Produktionsstückzahlen nicht erreicht wurden. So waren in den großen Lagerbeständen der NVA der DDR an Bajonetten M1947 und M1959 durchaus noch sowjetische Originalbajonette zu finden, die aber oft mit schwarzen Griffschalen, Scheiden oder Tragevorrichtungen aus DDR-Fertigung als Resultat von Instandsetzungen und langer Nutzungszeit versehen waren." ...



    Quelle:


    Ulrich Seidemann
    DAS KALASCHNIKOW-BAJONETT
    Modelle, Varianten und verwandte Messer


    Verlag Lenover Neustrelitz
    2002


    ISBN 3-930164-66-3

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  • ...
    Ich habe auch einige M59 ohne Seriennummer, die nach der Wende verkauft wurden.
    Wahrscheinlich nicht verplante und deshalb unmarkierte Depot- / Lager- / Reservebestände.


    Dennoch aber sollten doch zumindest die Bajonette aus DDR-Produktion deren Fertigungsstätten, versehen mit einer Seriennummer, verlassen haben ? ...

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  • Dennoch aber sollten doch zumindest die Bajonette aus DDR-Produktion deren Fertigungsstätten, versehen mit einer Seriennummer, verlassen haben ? ...


    Komischerweise nicht !


    Ich habe mal für mil-speers Statistik meine ca. 35 NVA Bajonette gesichtet
    und hinsichtlich Nummer, und an welcher Stelle gestempelt, gesichtet.
    Da waren auch 2 -3 ohne Nummer dabei.


    Ob die erst in den Depots gestempelt wurden ?
    Vielleicht gingen auch ungestempelte in den Export in die 3.Welt.


    mil-speer ist bestimmt ganz interessiert an Deinem Zwitter !

  • ... mil-speer ist bestimmt ganz interessiert an Deinem Zwitter !


    So wie´s aussieht, handelt es sich hier um keine ungewöhnliche Blankwaffe, trotzdem aber um ein ganz nettes Belegstück, wie ich meine.

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  • ...


    Da es sich anscheinend nicht um eine Resteverwertung durch Frankonia oder
    einen kommerziellen Händler handelt, sondern um offizielle Stücke,
    wäre das ein Kandidat für die DB. , Abt 'Zone'


    http://www.militaria-datenbank.com/forumdisplay.php?f=1546


    Hab´ den "Kandidaten" grad´ mit neuangefertigten Bilder´n für unserer DB, Abt. "Zone" eingestellt.

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  • Suche Grabendolche u. Kampfmesser aus beiden Weltkriegen, als auch "moderne", militärische, Einsatzmesser, (z.B.: Kampfmesser der NVA)

  • Hallo Reibert,


    im Buch "Das Kalaschnikow-Bajonett" von U. Seidemann wird erwähnt, dass sich in den Lagerbeständen der NVA noch sowjetische Originalbajonette fanden. Diese waren oft mit schwarzen Griffschalen, Scheiden und Tragevorrichtungen aus DDR Fertigung versehen. Ursächlich dafür sind Instandsetzungen und lange Nutzungsdauer.



    Weil´s zum Thema paßt ...


    Hab´ gestern vom Flohmarkt dieses, vermeintlich, sowjetische Bajonett M1959 mitgenommen, (war ein "Frustkauf", da sonst nicht`s G´scheit´s herumgelegen ist ...).
    Der Händler hatt´ noch mehrere davon ...


    Eigentlich ist´s ja auch tatsächlich ein sowjetisches M1959, einzig, der Isolator, (die "Gummi-Muffe"), ist in der ehem. DDR für die NVA hergestellt worden.


    Am Bajonett hab´ ich das Herstellerlogo der Waffenfabrik Ishewsk gefunden.


    Alles in Allem handelt sich´s hier, (meiner Meinung nach), aber um ein Bajonett, (letztlich), geführt in der NVA der ehem. DDR.

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    Suche Grabendolche u. Kampfmesser aus beiden Weltkriegen, als auch "moderne", militärische, Einsatzmesser, (z.B.: Kampfmesser der NVA)


  • Alles in Allem handelt sich´s hier, (meiner Meinung nach), aber um ein Bajonett, (letztlich), geführt in der NVA der ehem. DDR.


    Gibt aber Probleme mit dem Tragehaken. Wo hängt man den ein ?


    An sich findet man diese Art Tragehaken nur bei ungarischen Bajonetten.
    Aber ich habe auch eins aus DDR Produktion mit einem solchen braun
    beriemten Haken. Es handelt sich dabei nicht um den ungarischen Haken !

  • Ist im Seidemann dokumentiert.


    Vcht. meldet sich ja unser Freund G., mill_speer, zu Worte ? ;)


    Gibt aber Probleme mit dem Tragehaken. Wo hängt man den ein ?


    An sich findet man diese Art Tragehaken nur bei ungarischen Bajonetten.
    Aber ich habe auch eins aus DDR Produktion mit einem solchen braun
    beriemten Haken. Es handelt sich dabei nicht um den ungarischen Haken !

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  • Solche beriemung ist nicht bekannt von Sowjetunion,das heisst wenn es Izhewsk produktion ist der riemchen kann von anderem Land stammen.Da muss noch ein Leder teil dazu der am guertel steckt, ob es DDR ist kann sein, aber dann muesste man solche riemchen haben am guertel.

    Alles gute, Andy

  • Bei der Tragevorrichtung handelt sich´s um die "Dritte Version" des sowjet. M1959, leider ist diese nicht komplett.

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