Anleitung Elektrolyse

  • Aufgrund mehrerer Anfrage hier der Schlüssel zum Erfolg:


    Hier ein Beispiel vor der Abänderung (wollte den 98er nicht so verkrustet abgeben)


    Man brauchst:


    + nichtmetallischer Behälter (Fund muss reinpassen, Eimer, Blumenkasten)
    + Leitungswasser
    + Autobatterieladegerät (mindestens 6 Ampere)
    + mehrere Päckchen Backpulver
    + Edelstahlanode (Edelstahl-Ikea-Salatschüssel) in etwa der Grösse des Fundstückes
    + Messingbürste


    Zuerst das zu entrostende Objekt mit einer Bürste und Wasser reinigen, nach dem Trocknen mit einem kleinem Hammer vorsichtig abklopfen um den groben Rost zu entfernen.
    Eine Stelle am Fundstück etwas anschleifen (Kontakt!), dann die schwarze Klemme des Ladegerätes anschliessen. Die Rote an die Anode (Edelstahl geht am Besten!), die rote Klemme darf nicht unter Wasser kommen, da sich die Anode mit der Zeit AUFLÖST!!! Bei der Salatschüssel ist das nicht so wild.
    Der Abstand sollte mindestens 5cm zwischen Anode und Kathode (Fund) betragen!
    Dann mit (warmen) Leitungswasser auffüllen bis der Fund komplett unter Wasser ist. Auf 2 Liter Wasser gebe ich ein Päckchen Backpulver (Menge veriierbar).
    Strom anschliessen. Vorsicht: Nicht mehr ins Becken fassen!!!!!
    Jetzt müsste es kleine Bläschen bilden.
    Alle paar Stunden (je nach Geduld) ausstecken und den Fund herausnehmen unter fliessend Wasser abspülen und mit der Messingbürste vom gelösten Rost befreien.
    Danach wieder ins Wasser und Vorgang so oft wiederholen bis der gewünschte Zustand erreicht ist. Evtl. Wasser zwischendurch wechseln.


    Ich wünsche Euch viel Erfolg!!!


    dreckler




    Evtl. könnte man diese Anleitung oben aufnehmen?

    Dateien

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    ... mit Gmaxx 2 & Whites Eagle Spectrum XLT !!!

  • Ednlich ist das Geheimnis der Elektrolyse gelöst.
    Übrigens funktioniert Natromlauge als Elektrolyt wesentlich besser als Backpulver, nur ein kleiner Tipp.

  • Habe mir sagenlassen, dass bei Natronlauge giftige Dämpfe entstehen können - bei Backpulver nicht!


    Denke ich mal


    dreckler

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  • Hm.. ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen, aber möglicherweise sind andere etwas empfindlicher.

  • anmerkung: edelstahlschwämme (topfkratzer) sind billiger bei größerer of ;)

    -- SOLCHE SIGNATUEN SIND IM MFF UNERWÜNSCHT -- FALLS NOCH EINMAL SO ETWAS KOMMT, FOLGT DIE SPERRE --

  • Zitat

    Original von Munfrosch
    anmerkung: edelstahlschwämme (topfkratzer) sind billiger bei größerer of ;)


    Was meinst Du mit dem of ;) ???


    Ist mein Beitrag so falsch????


    Denke oben könnte eine vernüftige Anleitung nicht schaden, man könnte ja verschiedene Möglichkeiten erläutern.


    Es würde auf jeden Fall viele Anfängerfragen beantworten.


    dreckler

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  • klar ist dein beitrag ok ;) of=oberfläche
    aber wenn ich dran denke wie klein (größenmäßig) und billig son 3er oder 5er pack der topfkratzer im vergleich zur salatschüssel ist. dabei hat die salatschüssel ne viel kleinere oberfläche. war nur ne ergänzung keine kritik ;)



    mfg muni der mit 3A entrostet

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  • Zitat

    Habe mir sagenlassen, dass bei Natronlauge giftige Dämpfe entstehen können - bei Backpulver nicht!


    bei Natronlauege können DEFINITIV KEINE giftigen dämpfe entstehen!!!!


    bei NaOH entsteht lediglich wasserstoff und sauerstoff (reines natrium kann wegen der überspannung des wasserstoffs nie abgeschieden werden - das ist auch der grund, warum mann in der technik mit schmelzflusselektrolyse zur natrium-herstellung arbeitet)


    giftige dämpfe können beim kochsalz entstehen (ACHTUNG Chlorgas-Entwicklung!!!!), also nie kochsalz (steinsalz), kalisalz oder ähnliche sachen verwenden. laugen (basen) sind gut geeignet, weil keine giftststoffe entstehen.


    backpulver geht da auch, weil es aus natriumhydrogencarbonat besteht und somit höchstens kohlenstoffdioxid ausgast.


    alles reine chemie... 8)

  • ich bin chemiker und kein klimatologe :D


    was interssiert mich das leid anderer :NW


    btw: @c-4 selbsternannter chemiker oder berufsmaßig in dieser branche?

  • Zitat

    Original von burningboy
    ich bin chemiker und kein klimatologe :D


    was interssiert mich das leid anderer :NW


    btw: @c-4 selbsternannter chemiker oder berufsmaßig in dieser branche?


    Exberufsmäßig, jetzt halbberufsmäßig. :D

  • Ups... Einmal zuviel gedrückt...


    Vorsicht, Leute. Bei der Elekrtolyse entstehen IMMER Gase!! Und zwar an der Anode (+) Sauerstoff und an der Kathode (-) Wasserstoff, und das in Elementarer Form. Das ist das was so schon Blubbert im Wasser... Diese beiden Gase zusammen ergeben dann aber das gefürchtete Knallgas, das sich bei Funkenbildung explosionsartig wieder in Wasser zurückverwandelt. Daher: NIE mit der Kippe im Gesicht drangehen, sonst kanns bös BUMM machen, und dann sin' kleine Harre mehr auf'm Kopp... Und immer gut lüften! Elektrolyse mit Kochsalz ist auch durchaus möglich, man sollte diese aber nur im Freien anwenden. Das Kochsalz (Natriumchlorid) wird dabei zu Natrium und Chlor aufgespalten, wobei sich das Natrium mit dem Wasser zur Natronlauge verbindet und das Chlor ausgast. Zusammen mit dem ohnehin entsehenden Wasserstoff bildet sich dann allerdings Chlor-Wasserstoffgas, welches noch'n Tick gehässiger ist als als Knallgas... Chlor gast aber nur solange aus wie er vorhanden ist, und das ist bei 'ner handvoll Kochsalz unerheblich. Die Stromstärke sollte, in welchem Fall auch immer, so um die 3 Ampere pro Quadratdezimeter (Handfläche) liegen, die Spannung ist dabei unerheblich. Is'n recht guter Kompromiß zwischen Ungeduld und Materialschonung. Wer genaueres wissen will kann sich gerne bei mir melden, ich mach das seit Jahren berufsmäßig...


    Ansonsten: Seit 'nem Jahr schon surf' ich immer wieder durch das Forum hier, ist toll, hab' mich heut angemeldet. Werd' mir 'ne Sonde besorgen die Tage, und sehen was es hier in der Gegend so zu finden gibt.. Gruß, Schwalmo

  • Elektrolyse mit Kochsalz ist abzuraten, dann kann man gleich Salzsäure zur Entrostung nehmen, Eisen und Chlor...das ist das ärgste, was es gibt.
    Entsalzung von Bodenfunden..das kann man sich dann nat. auch sparen, das bringt nix mehr.

  • Kochsalz bleibt nur Kochsalz bis das Chlor draußen ist... Und das geht mit der E-lyse ruck-zuck. Man merkts ganz leicht, wenns nimmer nach Hallenbad riecht isses weg. Das mit den Chloriden ist wahr, wer aber sein gutes Stück in die E-lyse hängt will es ohnehin bis aufs blanke Metall entrosten, und dann spielen die keine Rolle mehr. Zum Tragen kommen Chloride nur, wenn beabsichtigt wird dem Stück eine gewisse Rostpatina zu lassen (bei historischen Teilen etwa, wo kaum mehr ein Eisenkern vorhanden ist und mit der totalen Entrostung vom Stück selber kaum mehr was da wäre). In dieser Patina llagern sich diese Chloride dann ein und führen ihr Fraßwerk munter fort. Aber wenn's eh blank sein soll, und das setz' ich bei der E-lyse vorraus... Rost lacht übrigens über Salzsäure. Das einzige was die tut ist Eisen fressen, Magnetit oder Hämatit (das was am Rost net braun is sondern hart und schwarz) kriegt man damit kaum aufgelöst. Da ist Phosphorsäure schon besser, aber auch die greift das Metall auf dauer an, und hinterläßt eine kraterige rauhe Landschaft. Übrigens braucht man sich bei der E-lyse kaum die Arbeit machen und die Teile vorher grob säubern, richtige Rostplatten sprengt der Wasserstoff im Bad von ganz alleine ab. Einfach reinhängen, alle paar Stunden 'raustun und mit Seife, warmen Wasser und 'ner Messingbürste abschrubben. Bei der Gelegenheit die Opferanode von Schlamm befreien, gucken ob die elektrischen Anschlüsse noch in ordnung sind, und das Teil wieder reinhängen. Solange, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Mehr als zwei Tage brauchts aber in der Regel selbst bei üblen Rostklumpen nicht. Es ist übrigens auch egal wie das Wasser aussieht, solange Strom fließt ist alles in bester Ordnung.

  • Sehe ich nicht ganz so. Chloride wirken durch den Kreislauf-Prozeß schon in geringsten Mengen dauerhaft korrosiv auf Eisen, ganz besonders bei Bodenfunden, welche nutaurgegebenermaßen stärkere Klüftungen durch Korrosionsschäden im Metall aufweisen als "Gebrauchsgegenstände", und diese Chloride restlos zu entfernen ist nahezu unmöglich,da hilft auch langes spülen nur wenig. Sollte ja auch kein Problem sein, denn die ganze Konservierungsstrategie sollte darauf abzielen, Chloride (und nat. andere Schadstoffe) zu vermeiden, indem auf entsprechende Elektrolyte gesetzt wird.
    Die , nebenbei bemerkt, bekannterweise noch andere Vorteile aufweisen, wie eben das Natriumhydroxid. Durch den hohen pH-Wert des NaOH wird das Eisen passiviert, was sich sehr günstig auf das Nachrosten auswirkt.

  • Hi,
    ich wollte mal fragen ob man so etwas ins Zimmer stellen kann und dann die Sachen bearbeiten lassen kann,oder entstehen Dämpfe(generell)?
    Oder ist es besser dies im Schuppen/Keller zu machen? ?(

  • -= Guten Morgen Kameraden =-


    Sehe ich das richtig du hast in den Blumenkübel eine VA platte drin und daran den Pluspol und am K98 den Minus.



    Mfg Herr Rommel

    Ich suche alles über die 26.Panzer Division in Italien


    -= Zwei alte Krieger wie wir trennt nur der Tod =-

  • Sowas sollte man generell nur im Keller oder Schuppen machen. Bei der Elektrolyse entsteht Wasserstoff, zwar meist nur in geringen Mengen aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!


    Ausserdem ist das Wasser dank zugabe von Ätznatron nicht besonders gesund und ne Sauerei gibts auch, wenn Du das tropfnasse Teil durch Muttis gute Stube schleppst und überall Rost und Dreckspritzer hinterlässt :D Du musst ja auch bedenken, das nach der Elektrolyse noch nachbehandelt werden muss! Also mit Bürste die "Schlammschicht" und die gelösten Rostbröckchen runter die nach der Elektrolyse übrigbleiben. Ich machh sowas nur im Keller mit ner Staubschutzmaske und der Keller sieht mittlerweile aus wie sau... Überall hat sich der Staub abgelegt.

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