Band of Brothers

  • Vor allem gab es keinen gut ausgebildeten personellen Nachschub mehr. Natürlich gab es im Westen noch hier und da SS-Truppen, aber die wurden wie die Feuerwehr an die verschiedensten Brennpunkte der Front hin und her verlegt. Ansonsten schaue man sich z. B. das Durchschnittsalter der Division "Hitlerjugend" an. Dann kamen dazu Rekonvaleszenten und nicht zu vergessen der "Heldenklau". Das gutausgebildete Offizierskorps, und die Soldaten von 1939 und 1941 waren nach 5 Jahren Krieg ausgeblutet. Die deutschen Piloten, so es sie noch gab hatten eine durchschnittliche Einsatzzahl von 3 Einsätzen, dann waren sie abgeschossen. Flugzeuge gab es tatsächlich genug, nur keine Piloten, die eine ausreichende Ausbildung hatten.


    Das alles schmälert aber nicht die Leistungen des deutschen Soldaten in West und Ost. Im Gegenteil, wenn man bedenkt, mit welchen Schwierigkeiten, Problemen und der alliierten Luftüberlegenheit der deutsche Landser zu kämpfen hatte, sind seine Leistungen m.M.n. außerordentlich. 1940 brauchte die WH 6 Wochen für die Besetzung der Benelux-Länder und Frankreichs, die Alliierten brauchten über 6 Monate, um an die deutsche Reichsgrenze zu gelangen, trotz drückender Überlegenheit an Mensch und Material.

  • Supporter
  • ...die Alliierten brauchten über 6 Monate, um an die deutsche Reichsgrenze zu gelangen....


    Na eben, und das wäre gar nicht gegangen wenn die Truppen nicht ausgerüstet gewesen wäre!

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  • Egal ob die Serie realistisch ist oder nicht.


    Sie hat ein tolles Bild (Blu-Ray) und einen super Sound, ist schön anzuschauen, man sieht Waffen, Technik, Ausrüstung, Uniformen etc in Aktion und es macht einfach Spaß sie zu schauen.


    Gehört zu meinen Top-Ten Serien/Filme.

    P.S. Gibt es überhaupt einen Kriegsfilm der zu nahezu 100% realistisch ist? Wohl eher nicht oder. Da gehört BoB schon zu den besseren.

    Suche alles von Großen Linden/Hessen und dem Keramikhersteller IMCO/JMCO.
    Außerdem alte medizinische Instrumente, menschliche Schädel und alles was dazugehört. Auch Folterinstrumente, Tierfallen,...



  • P.S. Gibt es überhaupt einen Kriegsfilm der zu nahezu 100% realistisch ist? Wohl eher nicht oder. Da gehört BoB schon zu den besseren.



    Das mit dem Sound und so ist halt typisch Hollywood, da ist auch "der Soldat namens James Ryan" nicht schlecht, wenn man nach Qualität und Sound etc. beurteilt.
    Realitätsnah finde ich beispielsweise den alten Schwarz-Weiß Film "Die Brücke" oder "Steiner". Die beiden Filme finde ich persönlich sehr gut.

  • 1944 war das Hoch der Deutschen Rüstungsproduktion! Du hast ja ne Ahnung...
    Das es ein Nachschubproblem gab sage ich ja, das war aber eher durch die Lufthoheit der USA/ GB bedingt als durch Materialmangel!
    Die Lager waren doch überall Voll, ich komme aus einer Stadt mit einigen Bekleidungswerken, Ausrüstungsherstellern und einem Heeresverpflegungsamt, bei Kriegsende wurde das Zeug an die Zivilbevölkerung ausgegeben, daher weiss ich was da noch war, die waren alle Randvoll! Uniformen, Ausrüstung, Verpflegung ohne Ende, die haben ja auch produziert und gebunkert bis die Amis im Türrahmen stand! Die Muna ein paar Kilometer weiter war ebensfall voll!
    Es kam halt nur nicht mehr alles an, aber oft auch genug, kuck dir mal an wie die manche Einheiten in der Normandie ausgerüstet waren! Wieviele Monate haben die Alliierten gebraucht um von Caen bis an die Reichsgrenze zu kommen? Für 500km! Oder in Italien!? Viele Einheiten wurden vor der Ardennenoffensive noch neu eingekleidet!
    Klar lief es nicht mehr so wie zu Anfang des Krieges, aber das Bild vom hungernden, zerlumpten Landser ohne Essen und Munition stimmt so auch nicht, zumindestens nicht Flächendeckend! Mein Opa zB hat seine neue Hornisse im Dez 44 direkt im Werk abgeholt, bis Kriegsende in Schlesien und Sachsen gekämpft, immer mit Munition und mit Treibstoff!
    Ich beschäftige mich gerade zum Jahrestag mit dem D-Day, es gibt nicht wenige die sagen wenn es ein paar Wochen länger schlechtes Wetter gehabt hätte, hätten sie die Landungstruppen zurück in den Ärmelkanal gescheucht, das größte Problem, haben mir auch Veteranen erzählt, waren die Jabos!



    Klar wurde viel produziert, im Gegensatz zu den Alliierten war das aber dennoch nichts und der Soldat an der Front hat leider nicht oft was von der produzierten Ausrüstung abbekommen, weil der Nachschub nicht mehr an die Front kam.

  • Das mit dem Sound und so ist halt typisch Hollywood, da ist auch "der Soldat namens James Ryan" nicht schlecht, wenn man nach Qualität und Sound etc. beurteilt.
    Realitätsnah finde ich beispielsweise den alten Schwarz-Weiß Film "Die Brücke" oder "Steiner". Die beiden Filme finde ich persönlich sehr gut.



    Steiner fand ich total grottig. Konnt ich nie zuende schauen, Teil 2 hab ich auch nie angefangen.

    Die Brücke ist ein Klassiker, klar, aber was ganz anderes als BoB z.B.

    Stalingrad fand ich noch ganz interessant. Aber auch net sooo der Hit.

    Dann lieber Dokus wie "Der zweite Weltkrieg in Farbe". Durch die Farbe wirkt das realer.

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    Außerdem alte medizinische Instrumente, menschliche Schädel und alles was dazugehört. Auch Folterinstrumente, Tierfallen,...

  • Was interessiert der Sound und Blue Ray, wenn die Handlung dümmlich und realitätsfern ist ? Und wenn ich Uniformen und Waffen in Aktion sehen will, dann schau ich mir eine Deutsche Kriegswochenschau an, es sei denn, mich interessieren die Alliierten. Die Kommentare des Sprechers muß man allerdings deuten können, oder leise stellen.

  • Hallo!


    Ihr solltet zwischen Dokumentarfilm und Unterhaltungsfilm unterscheiden.
    Die hier angesprochene Serie, gehört in die zweite Kategorie.
    Dafür, war sie m. E. n., gut gemacht und vor allem ... unterhaltsam! ;)



    Gruss

    Den Wolf kümmert es nicht, wieviele Schafe er vor sich hat.
    Publius Vergilius Maro, dt. Vergil, mittellateinisch Virgilius (*15. Oktober 70 v. Chr. bei Mantua; † 21. September 19 v. Chr. in Brindisi) Römischer Dichter und Epiker

  • dümmlich und realitätsfern


    Mir fallen da andere Dinge und Personen ein, auf die das obige Zitat zutrifft....:rolleyes:
    Hast du die Serie überhaupt schon in Gänze gesehen, Schlendrian?
    Deine Aussagen in Post 6 lassen mich dran zweifeln, von denen polemisch heruntergeschriebenen Punkten erkenne ich keinen (zugegeben aus dem Gedächtnis) in der Serie wieder


    Wundern tuts mich jedoch nicht, hier werden ja neuerdings die harmlosesten Threads genutzt um die eigenen kruden Gedanken in alter Manier zu verbreiten.


    Zum Thema:


    Band of Brothers ist für mich eine der besten Serien der letzten Jahre!

  • doch, da hat der alte Schlenderer recht, ich hab mir das angetan, und konnte eigentlich keine Folge ertragen, ohne mich aufzuregen, oder abzuschalten.
    Mist bleibt Mist !


    Da kann ich mir lieber die 5 Teile von Befreiung angucken, da passiert wenigstens etwas !

  • Das mit dem Sound und so ist halt typisch Hollywood, da ist auch "der Soldat namens James Ryan" nicht schlecht, wenn man nach Qualität und Sound etc. beurteilt.
    Realitätsnah finde ich beispielsweise den alten Schwarz-Weiß Film "Die Brücke" oder "Steiner". Die beiden Filme finde ich persönlich sehr gut.


    Steiner ist doch genauso eine "Hollywood-Produktion" wenn ich mir die Besetzung anschaue. Den ersten Steiner-
    Teil kann man sich ja noch geben. Der zweite Teil hingegen ist einfach nur noch grauenhaft anzuschauen. Der Film
    "Die Brücke" ist doch überhaupt nicht mit den anderen Filmen aus der heutigen Zeit zu vergleichen. Das sind 2 Welten
    der Filmproduktion - wobei es auch in diesem Film Sachen gibt, die mir als Sammler unangenehm auffallen. Zum Beispiel,
    dass die Kinder da die ganze Zeit mit sichtbaren Platzmurmeln im MG42 schießen oder oftmals Leute mit Feuerwehrhelmen
    rumrennen. Es hat jeder Film seine Tücken. Was BoB anbelangt - ich habe die Reihe selber hier stehen. Ich finde, dass es
    eine sehr gelungene Produktion ist. Mir fällt auf Anhieb keine Szene ein, in welcher die Deutschen verscheissert oder lächerlich
    gemacht werden. Vielmehr ist es doch so, dass die Serie nur so bekannt ist, weil die Amis auch einiges durchgemacht
    haben auf ihrem Weg nach Berlin. Das wirst doch wohl hoffentlich nicht einmal Du abstreiten. Insofern kann ich dein
    Problem nicht ganz nachvollziehen.


    @ Schlendrian:


    Dass diese Soldaten in "kleinen" Grüppchen hinter er Front kämpfen, zeichnet nunmal den Truppenteil
    Fallschirmjäger aus ;) Auch ist diese Serie nicht an den Haaren herbeigezogen, wie es von Dir dargestellt wird,
    sondern ist aus Erlebnisberichten in Zusammenarbeit mit den Veteranen entstanden. Die Geschichte und die
    Erlebnisse dieser Einheit haben dieses Drehbuch geschrieben - nicht Hollywood. Ich wage es mir nicht, die Aussagen
    der Veteranen (egal ob es Amerikaner sind) in Frage zu stellen. Ich war nicht dabei und habe meines Erachtens gerade
    dann nicht das Recht, so herablassend zu urteilen.


    Vielleicht noch ein bisschen Öl fürs Feuer:


    Ich bin zudem auch noch stolzer Besitzer und begeisterter Zuschauer des DVD-3-Teilers "Unsere Mütter, unsere Väter" ;)


    PS: Versorgungsengpässe gab es auch bei den Alliierten, um mal auf die Ardennen-Offensive einzugehen.

    :!:Suche Segelflugzeugführerabzeichen aus meiner Familie:!:


    Wer mir Hinweise zum Verbleib des Abzeichens liefern kann, wird belohnt.


    Alle von mir gezeigten Gegenstände dienen gemäß § 86a III StGB der staatsbürgerlichen Aufklärung,
    der Forschung, der Lehre und der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens.


  • Band of Brothers ist für mich eine der besten Serien der letzten Jahre!


    Dito


    From this day to the ending of the world,
    But we in it shall be remembered
    We few, we happy few, we band of brothers;
    For he today that sheds his blood with me
    Shall be my brother.


    Ist aber auch müßig darüber zu diskutieren. Man darf eines nicht vergessen,es ist Hollywood!Also locker durch die Hose atmen und nicht alles so bierernst nehmen.;)

  • Muss ich Becker zustimmen, der 2te Teil von Steiner war grausig. Ich habe mir die ersten 10 min. angeguckt und ausgemacht...zumal nicht mal Steiner mehr mit dem gleichen Schauspieler besetzt war, was, da er ja das namengebende Element schon negativ auffällt...da hätte man lieber auf einen weiteren Teil verzichten sollen. Der erste Teil hingegen war super, habe ich mir bestimmt 20x angeschaut.


    Gruß
    Edelweiß21

    SUCHE: - Oldenburg bis 1945 -
    - Res. I.R. Nr. 74, 79, 216 & 440, Res. FAR 22 -
    - IR. 16 / 154 (Wehrmacht/Reichswehr) -
    - Grenadier Regiment Nr. 174 -

  • "Steiner" ist genau so ein Unfug, das ist ein Western , in die Zeit des Weltkrieges versetzt. Aber der ist so fernab jeder Realität, da macht das nix aus. Da würde ja auch niemand behaupten, daß es realitätsnah ist. Der Film ist wenigstens unterhaltend und spannend.


    Guck ich mir auch wieder an...., ohne mich aufzuregen.


    Wenn man allerdings das Buch gelesen hat..., aber das ist ja meistens so.


    Also wenn man bei BoB keine Szene findet, die lächerlich ist, dann hat man von Militär und Kriegführung nicht viel Kenntnisse.
    siehe den verlinkten Film, alleine in den 5min kommt da hundertfacher Unsinn vor, und das zieht sich durch die ganze Serie.
    MG Nest auf dem Dach ??
    Deutsche Soldaten pennen wie die Hasen auf ner grünen Wiese, ohne Posten, und werden von zwei Amis abgeknallt ??
    deutsche Fallschirmjäger flüchten ohne Deckung über ein freies Feld, und werden von hinten abgeknallt ??
    der übliche Scharfschütze auf dem Kirchturm ???
    Das sind so die Sachen, die mir ohne langes nachdenken einfallen.



    "" Vielmehr ist es doch so, dass die Serie nur so bekannt ist, weil die Amis auch einiges durchgemacht
    haben auf ihrem Weg nach Berlin. ""
    Das kommt dabei raus, wenn man so einen Scheiß guckt, dann waren die Amis auf einmal in Berlin.....:LOL