NACHTJAGD

  • Supporter
  • Zu Gallert habe ich in den Nachtjagdverlustlisten (auch Maschinenverluste mit Absprüngen) nichts gefunden.

    Jetzt wo wir so darüber sprechen, meine ich mich erinnern zu können, dass der eigene Abschuss mit Absprung groß im Flugbuch verzeichnet war - ich schätze so ein Eintrag über fast eine halbe Seite im Flugbuch …

    Zeitlich sollte das noch Mitte/Ende 1944 gewesen sein, so September/Oktober +X


    Gallert war wohl über den Verlust des Piloten nicht sehr erfreut, da er wohl ehrgeizig war und noch Großes vorhatte und gern bei seinem erfolgreichen Piloten geblieben wäre …

  • Na ja, Schnaufef, Rumpelhardt und Kollegen sollten ja wohl bekannt sein... ;)

    Hallo,


    der Schnaufer war mir bekannt, die anderen weniger da ja auch nicht so fit mit den Nachjägern... Mir ging es um das Verhältnis der kleinen Gruppe und allein deren 5 RKT...




    Gruß Sammler32

  • Hallo Plym,


    ein interessantes Foto, das am 2. November 1944 im Garten von Schloss Schwansbell in Lünen aufgenommen wurde. Hinter Schnaufer steht sein Adjutant Georg Fengler.

  • Hallo Plym,


    ein interessantes Foto, das am 2. November 1944 im Garten von Schloss Schwansbell in Lünen aufgenommen wurde. Hinter Schnaufer steht sein Adjutant Georg Fengler.

    Danke für die Korrektur !

    Bei erneuter Betrachtung der Rückseite des Bildes steht dort 3.11.1944 geschrieben.

    Interesse auch an Waffen und Rüstungen aus dem vorrevolutionären China und der Zeit des dreißigjährigen Krieges !

  • Diese Staffelnadel dürfte das wohl erste Staffelabzeichen der deutschen Nachtjagd im 2.WK darstellen (Bild 1). Die Erläuterung dazu in Bild 2. Betrifft die frühe "Dämmerungsnachtjagd" mit einmotorigen Jagdfliegern.

    Wurde anschliessend durch eine auf einem Ast sitzende Eule ersetzt.

    Hallo Andreas,


    sehr interessante Staffelnadel die Du da zeigst aus der frühesten Phase der Nachtjagd. :thumbup:


    Viele Grüße

    Thomas

  • Als Sammler und Forscher zur frühen (Marine)Fliegerei vor der Auflösung, kann ich nichts dazu beitragen.

    Trotzdem verfolge ich diesen tollen Beitrag mit Freude und bin an den Erkenntnissen zur Nachjagd im 2. WK sehr interessiert.


    Die Anfängen liegen, wie meistens, im 1. Weltkrieg. Die ersten Pioniere der Nachjagd führten Ihre Angriffe auf die britischen und französischen Bomber und Flugplätzen entlang der flanderischen Front.

    Die Marine bildete dazu 1918 eine kleine Sondereinheit die nächtliche Angriffe auf die Flugplätze der Bomber durchführen sollte. Dadurch sollten die feindliche Bombenangriffe gestört werden.

    Die "Marine-Sonderstaffel", wurde im Juni 1918 gebildet und hatte 6 - 8 zweisitzige Landflugzeuge mit 2 MGs bewaffnet. Das Personal wurde von den Marinefliegereinheiten in Flandern zusammen gestellt. Leiter wurde der erfahrene Marinebeobachter Lt.d.R.M.A. Bruno Majewski


    Schon bald gingen die Besatzungen dazu, die Bomber auf dem Flug zum Ziel oder zurück abzufangen. Es gelang der Besatzung Flzg.Ob.Mtr.(F) Aland / Lt.d.R.M.A.(B) Frintrop in der Nacht vom 1. auf den 2. Juli 1918 den ersten Abschuss eines feindlichen Bombers (britischer Handley Page Bomber) zu erzielen. Insgesamt erzielten die Besatzungen 5 Abschüsse in weniger als 6 Monate. Das ist eine beachtliche Zahl für diese kleine Einheit und den Umständen. Die Einheit wurde im Oktober 1918 wieder aufgelöst. Ihre Erkenntnisse zur frühen Nachtjagd sind leider verloren gegangen und es bleiben nur einzelne Berichte in der Nachkriegspresse, die leider sehr patriotisch gefärbt sind.


    Hier auch was für das Auge.

    Lt.d.R.M.A.(B) Erich Frintrop der zwei Nachtjagd Abschüsse bei der Marine-Sonderstaffel erzielte.


    VG
    Alex