Pistolentaschen der Polizei Preußens und des III. Reichs 1929 - 1945

  • Einführung

    Da bislang ein einziges Thema zu Taschen der Polizei Preußens und des III. Reichs fehlt, möchte ich diese Lücke gerne schließen und hier Polizei-Pistolentaschen vorstellen, die ich in erster Linie nach Herstellern ordnen werde. Da ich nicht alle Hersteller anhand von Belegexemplaren vorstellen kann, würde ich mich freuen, wenn andere die Lücken ausfüllen würden.

    Ich betone die einzelnen Hersteller, da zu diesen bedauerlicherweise wenig bis gar nichts bekannt ist. Das finde ich schade, denn während man über die Hersteller des Inhalts der Taschen so ziemlich alles weiß, liegt die Firmenhistorie der Taschenhersteller im Dunkeln - diesbezüglich möchte ich so viel Licht wie möglich beisteuern.



    Warum Preußen und III. Reich in einer Abhandlung? Einfach deshalb, weil die preußischen Sitten und Gebräuche (und die von Preußen beauftragten Hersteller) nahtlos in das III. Reich übertragen wurden.

    Zu den Pistolentaschen der Polizei darf ich zunächst "klaus3338" zitieren, der sich intensiv mit Taschen für die P.08 beschäftigt und eine schöne Zusammenfassung zu Polizei-Taschen für P.08 geliefert hat:

    Quelle:
    http://militaria-fundforum.de/showthread.php?p=1673930 #post1673930


    “klaus3338” irrst sich nur in einer Kleinigkeit: Zuständig war gemäß der „Waffenverwaltungsvorschrift“ 1932 das

    Polizeiinstitut für Technik und Verkehr
    Schulabteilung für das Waffenwesen
    Berlin SW 29, Golßener Straße


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  • Taschenformen



    Pistole 08:
    Wie "klaus3338" ausführt, sind alle Taschen der Polizei im Stil der Taschen für LP 08 des 1. Weltkrieges ausgeführt, d. h. der Verschlussriemen ist am Korpus der Tasche angenäht und wird nach oben geführt, durch eine Querschlaufe eingefädelt und durch einen Verschlußknopf festgelegt.

    Diese Machart ist für 08-Taschen der Polizei typisch und dadurch sind solche Taschen auf den ersten Blick als Polizei-Taschen erkennbar. Militärisch genutzte Taschen der P.08 sind bezüglich der Riemenbefestigung anders aufgebaut - siehe Vergleichsbild einer Polizei-Tasche (links) mit einer Militärtasche (WK1/Reichswehr) rechts: Foto 1.

    Pistole 38:

    Die Taschen für P.38 sind entweder Koffertaschen im Stil der Polizei-Taschen für 08, wie sie bspw. von A. Fischer 1944 gefertigt wurden:

    http://www.p38guns.com/BYF44PoliceDual.htm

    Oder es sind weiche "soft shell" Taschen, welche den militärischen Taschen entsprechen:

    http://www.p38guns.com/4554.htm

    http://www.legacy-collectibles…-police-p-38-holster.html



    Taschen für Taschenpistolen
    Ausnahmslos alle Polizei-Taschen folgen dem bereits im 1. WK benutzten Muster des Militärs und weisen einen nach unten gerichteten Verschlußriemen auf, der durch einen Verschlussknopf gehalten wird. Stets ist eine Niete links neben dem Verschlussknopf vorhanden.

    Eine Verwendung von Anuschat-Taschen lässt sich bei der Polizei nicht nachweisen; diese wurden ausschließlich von Wehrmachts-Angehörigen geführt. Umgekehrt gibt es aber Belegfotos, welche die Verwendung von Polizei-Taschen bei der Wehrmacht zeigen – siehe Foto 2. Ich gehe hierbei davon aus, dass solche Taschen privat angeschafft wurden und keine Polizei-Abnahme aufweisen. Es gibt jedenfalls typische Polizeitaschen ohne Abnahme (siehe bspw. Beitrag Nr 31 zu "Otto Sindel") - manche Sammler wollen solche Taschen der Waffen-SS zuordnen, was ich aber nicht glaube. Ich halte solche Stücke für privat beschaffte Taschen – egal, ob von Polizei-Offizieren, oder von Wehrmachtsangehörigen.

    Die Polizei-Taschen für Taschenpistolen können aufgrund ihrer ähnlichen Machart mit solchen des 1. WK verwechselt werden - siehe Vergleichsfoto einer militärischen Tasche für Sauer 1913 von 1917 (links), einer Kern, Kläger & Cie Tasche für Walther PPk oder Sauer Behördenmodell von 1938 (Mitte) und einer Anuschat-Tasche für Walther PPK, welche untypischerweise einen nach unten gerichteten Riemen aufweist (rechts).

    Taschen der Kriegsjahre weisen gelegentlich die vollständige Seriennummer der zugehörigen Waffe auf, was bei 08-Taschen gelegentlich auch vorkommt. I. d. R. ist dann die Seriennummer auf der Rückseite der Tasche eingeschlagen – siehe Foto 4.

    Dabei ist mir aufgefallen, dass Taschen genommen wurden, "die gerade da waren" und mit der Seriennummer der zu "vermählenden" Pistole versehen wurde. Was ich meine: in meiner Sauer-Datenbank habe ich derzeit 30 Taschen, welche mit der Seriennummer der Waffe gestempelt sind. Dabei finden sich frühe Pistolen in späten Taschen, späte Pistolen in frühen Taschen, manchmal passen die Herstellungszeiträume aber auch. Hierzu zwei Beispiele:



    Sauer Modell 38, Seriennummer 278049 (Fertigung 1940) - zugehörige Tasche "Otto Sindel", 1942.
    Sauer Modell 38, Seriennummer 455321 (Fertigung 1944), zugehörige Tasche "Otto Sindel", 1943.

    Jeder Sammler erstrebt ein "matching rig", also eine Paarung aus Pistole und Tasche, welche im selben Jahr gefertigt wurden. De facto war es aber so, dass es solche Paarungen nur zufällig gab.

    Bei den Taschen für Taschenpistolen ist noch auffällig, dass es solche mit Jahreszahlen 1944 bzw. 1945 nicht gibt. Dafür gibt es aber Taschen, die ausschließlich mit der Abnahme Adler/B 2. Form daher kommen, aber weder Herstellerangaben, noch eine Jahreszahl aufweisen.
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  • Die Taschen Preußens wurden von 1929 bis 1934 (teilweise noch 1935) durch den sogenannten "Böhm-Stern" als Abnahmestempel gestempelt. Dieser sechseckige Polizeistern Preußens (siehe Bild 1) wurde von Professor Ernst Böhm anlässlich der "Großen Polizeiausstellung Berlin 1926" gestaltet:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_B%C3%B6hm
    http://www.wehrmacht-awards.co…hread.php?t=304844&page=6

    Statt des preußischen Adlers oder des Wortes "Polizei" weisen die Abnahme-Sterne in der Mitte einen Buchstaben oder ein Symbol auf, welche variieren können. Bislang gesehene Buchstaben/Symbole:



    K, L, D, Raute, Sechseck - Mir scheint, dass die verwendeten Buchstaben eine gewissen Jahres-Systematik aufweisen, denn geordnet nach Jahren habe ich bislang nur folgende Buchstaben gesehen:

    1929: K, L
    1930: K
    1931: D
    1932: K
    1933: K, L oder Sechseck
    1934: L
    1935: K

    Was die Buchstaben bedeuten, ist bislang unbekannt. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die Buchstaben einem bestimmten Abnahme-Beamten zugeordnet waren.



    1935 lassen sich noch die o. g. Abnahmen nachweisen - einige Taschen weisen aber anstelle des Böhm-Sterns die übereinander geschlagenen Buchstaben "PT" auf, welche für "Polizeiinstitut für Technik und Verkehr", Berlin, stehen. Mit "PT" abgenommene Taschen finden sich auch noch im Jahr 1936.

    Leider besitze ich keine mit "PT" abgenommene Tasche, kann also auch kein Bild davon zeigen, sondern nur eine Zeichnung eines solchen Stempels.



    Die Fotos 2 und 3 zeigen Beispiele preußischer Polizeiabnahmen
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  • Ab 1936 erhielten alle Taschen eine Abnahme in Form eines Adlers, wobei der Adler bis 1942 recht kurze Flügel aufweist und etwas hühnchenmäßig wirkt. Als Abnahme-Buchstabe wurde stets ein "B" verwendet, das sich i. d. R. auf der Brustmitte des Adlers befindet - im Folgenden wird diese Abnahme mit "Adler 1. Form" bezeichnet.

    Ab 1941 wurde ein deutlich stilisierter Adler verwendet - ebenfalls mit "B" auf Brustmitte, wobei aber auch das "B" neben dem Adler angeordnet sein kann - im Folgenden wird diese Abnahme mit "Adler 2. Form" bezeichnet.

    Es gibt keine klare zeitliche Trennlinie zwischen der Verwendung des Adlers 1. Form und 2. Form; Das "Hühnchen" kann noch auf Taschen des Jahres 1942 vorkommen, während sich der Adler 2. Form auch schon auf Taschen aus dem Jahr 1941 finden lässt.

    Besonders krass ist dies bei Taschen für Taschenpistolen von A. Fischer: während 1941er Fischer-Taschen mit dem Adler 2. Form abgenommen sind, weisen die 1942er Taschen von Fischer (wieder) den Adler 1. Form auf.
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  • "klaus3338" führt aus, dass ausschließlich Berliner Hersteller mit der Herstellung von Taschen beauftragt wurden. Das stimmt zumindest für die Zeit bis zur "Verreichlichung der Polizei" 1936, denn in der Zeit preußischer Verantwortung sind tatsächlich nur Berliner Firmen zu finden. Es sind dies (Gründungsjahr in Klammern):

    - Franz Cobau (ca. 1860)
    - A. Fischer (vor 1888)
    - H. Harms
    - Kern, Kläger & Cie. (1903)
    - Robert Larsen (ca. 1920)
    - Schambach & Co (1908)
    - Otto Sindel (1915)
    - Gustav Reinhardt (1903)
    - A. Wunderlich Nachfolger (Nfg.) (ca. 1860)

    So ganz "rein-Berlinerisch" sind dabei die Firmen Fischer bzw. Kern, Kläger & Cie. jedoch nicht, wie in den zugehörigen Abschnitten zu diesen Firmen noch auszuführen sein wird.

    Ab 1936 allerdings kamen auch außerhalb von Berlin ansässige Firmen hinzu, nämlich die Firmen:

    - A. Fischer, Guttstadt
    - Primosa Stuttgart (1874)
    - H. Eger & Linde, Seligenthal/Thüringen

    sowie die mit Reichsbetriebsnummer (RBNr) codierten Hersteller

    - RBNr. 0/0833/0007
    - RBNr. 0/0750/0111

    Bis auf die noch nicht entschlüsselten RBNr-Hersteller sind alle Polizeitaschen bis Kriegsende jeweils mit den Angaben

    Firmenname/Ort/Jahr

    gestempelt, so wie dies bis 1941 auch bei der Wehrmacht praktiziert wurde. Nur Polizeitaschen tragen bis zum Schluss des Krieges den vollen Hersteller-Namen.

    Die beiden für Polizeitaschen relevanten RBNr konnten noch nicht entschlüsselt werden, aber es gibt zumindest Vermutungen:

    - RBNr. 0/0833/0007 (P38-Tasche mit Polizei-Adler/B)
    Quelle: http://lmd-militaria.com/page590.html

    Bei der Ortskennzahl 0833 handelt es sich um Neu-Ulm. Es könnte (!) sich daher um Kern, Kläger & Cie, Neu-Ulm oder um Hans Römer handeln. Ich vermute eher Römer - es ist aber nur eine Vermutung.

    - RBNr. 0/0750/0111 (P38-Koffer-Tasche mit Polizei-Abnahme)
    Quellen: http://luger.gunboards.com/sho…Pk-holster-with-RBN-stamp

    http://www.wehrmacht-awards.co…ms/showthread.php?t=86510

    Bei der Ortskennzahl 0750 handelt es sich um Stuttgart. Möglicherweise (!) ist der Hersteller Primosa (Auwaerter & Bubeck).

    In den folgenden Beiträgen werde ich jeweils eine kurze Firmenhistorie (soweit möglich) abgeben und die von der jeweiligen Firma gefertigten Taschen zeigen/beschrieben. Wenn ich in folgenden Einzelbeiträgen zu den Firmen von "Zeitraum" spreche, so meine ich die hier interessierende Zeitspanne 1929 - 1945, in der der jeweilige Hersteller Taschen für die Polizei gefertigt hat. Viele Firmen haben natürlich auch in anderen Zeiträumen und für das Militär produziert (1. WK, Weimar, 2. WK, Nachkrieg) - das soll hier aber nicht interessieren.

    Leider habe ich zu einigen Firmen weder etwas brauchbares zu deren Geschichte herausgefunden, noch habe ich Taschen jener Hersteller. Zu diesen daher hier kurz das, was ich an Informationen habe:

    - H. Harms: Adresse: Berlin S42, Fürstenstr. 19 (1935); SW 68, Ritterstr. 115 (1941); SW 68 Annenstr. 8 (1943)

    - Gustav Reinhardt, Militäreffektenfabrik; gegründet: 4. Februar 1903; Adressen: Markgrafenstr. 58 (1914), Köpenickerstr. 10a (1918), SW68, Zimmerstr. 88 (1930), Berlin -Tempelhof Ringbahnstr. 36 (1935), Berlin-Steglitz, Nicolaistr. 10 - 12 (1938, 1940); SW68, Brandenburgstr. 72/73 (1941). Weggefallen ca. 1940 wegen Wehrmachtsaufträgen (Code jsd)

    - Wunderlich Nachfolger (Nfg.), Militär-Effektenfabrik, Berlin SW 48, Wilhelmstr. 22 (1919), später Berlin-Neukölln, Finowstr. 27 - bestand wenigstens seit 1867 (Aufführung im Berliner Adressbuch). Inhaber war zumindest zeitweise Robert Larsen (siehe dort). Weggefallen ca. 1940 wegen Wehrmachtsaufträgen (Code jba). Als Hersteller von Polizei-Pistolentaschen von untergeordneter Bedeutung bzw. ein (bzgl. Polizei-Taschen) seltener Hersteller.

    - H. Eger & Linde, Seligenthal/Thüringen (Polizei-Taschen für Pistole 08 belegt für 1936 und 1938):
    http://www.legacy-collectibles…police-luger-holster.html


    Ich würde mich natürlich freuen, wenn jemand die Lücken füllen bzw. weitere Taschen vorstellen würde, wobei ich bitten möchte, in diesem Fall folgendes Muster einzuhalten, damit die Linie dieses Beitrags nicht verloren geht:

    Firma:

    Gründungsdatum:

    Firmenhistorie

    Taschen für:

    Zeitraum

    Quellen

    bzw. und wenn es um konkrete Taschen geht:

    Hersteller:

    Tasche für:

    Jahr der Herstellung:

    Abnahme

    Besonderheiten:
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  • Firma: Franz Cobau, Friedrichsstrasse 190 (1871), Dresdenerstr. 82/83 (1904) Berlin-Reinickendorf Ost1, Residenzstr. 133a (nach 1920)

    Gründungsdatum: ca. 1860 (nach eigenen Angaben: 1819)

    Firmenhistorie

    Das genaue Gründungsdatum der Fa. Franz Cobau ist leider nicht bekannt. Cobau gibt gemäß Berliner Telefonbuch 1913 selbst an: "begr. 1819" [1] Im offiziellen "Haupt-Katalog der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896" S. 155 findet sich zu Cobau eine entsprechende Angabe: "Gegründet 1819" [2]

    Dieses Gründungs- oder "Begründungs-Datum" erscheint mir allerdings ein wenig…. unbegründet zu sein, denn Franz Cobau war zumindest noch 1850 "Altgeselle" und Angestellter. Ich halte das Jahr 1819 eher für sein Geburtsjahr. Trotzdem dürfte Cobau aber - neben A. Wunderlich Nachfolger - die älteste der hier interessierenden Firmen zu sein, seine Tätigkeit als "Altgeselle" ist bereits für 1850 belegbar. Denn in einem Buch " Die "Entstehung der gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung im deutschen Sattlergewerbe" von 1902 [3] findet sich ein Hinweis darauf, dass Franz Cobau seit dem 1. Oktober 1850 an der Spitze der "Riemergesellschaft" stand. Vermerkt ist in dieser Quelle zu Franz Cobau in einer Fußnote ferner:

    "später Altgeselle der Vereinigten Gesellenschaft , dann Inhaber einer noch jetzt bestehenden großen Militäreffekten-Fabrik, von 1870 - 1895 Obermeister der Vereinigten Sattler-, Riemer- und Täschner-Innung zu Berlin, Vorsitzender des Arbeitgeber-Verbandes 1873, Begründer und 1. Vorsitzender des Innungsverbandes deutscher Sattler-Innungen (seit 1883), gest. 1896."

    Wann genau der ehemalige Arbeitnehmer zum Arbeitgeber wurde ist wie gesagt nicht bekannt - es ist immerhin eine Werbeannonce (s. u.) aus dem Jahr 1871 nachweisbar, nämlich im " General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer in Norddeutschland : mit Angabe ihrer Besitzungen dem Areal nach von 500 Morgen aufwärts : aus amtlichen Quellen. 3, Ostpreußen" [4]

    1871 residierte Cobau also in der feinen Adresse Friedrichsstrasse 190/ Ecke Kronenstrasse. Später verlegte Cobau den Firmensitz nach Dresnderstr. 82/83 und noch später nach Berlin-Reinickendorf Ost1, Residenzstr. 133a.

    Nach dem Tode von Franz Cobau im Jahre 1896 wurde seine Firma durch seinen Sohn (?) "Sattlermeister und Militaireffectenfabrikant Felix Cobau zu Berlin" fortgeführt, wie sich der "Berliner Börsenzeitung" vom 7. November 1896 entnehmen lässt [5].

    Dem neuen Inhaber Felix Cobau wurde Anfang 1918 das Verdienstkreuz für Kriegshilfe verliehen [6]

    Cobau fertigte vor dem Weltkrieg alle möglichen Militärgegenstände aus Leder, u. a. Pickelhauben und im 1. Weltkrieg u.a. auch Pistolentaschen.
    In der Branche scheint Cobau aufgrund von Dumpingpreisen und -löhnen nicht den allerbesten Ruf genossen zu haben, wie man einer drastischen Warnung in der "Volks-Zeitung" vom 25. März 1904 entnehmen kann - siehe Bild 2.

    Cobau war bei der Ausrüstung der Polizei mit neuen Pistolentaschen 08 in Jahre 1929 besonders stark beteiligt. Das Gros der 1929 für die Landjägerei gefertigten Taschen stammt von Cobau.

    Die Firma existierte laut Berliner Telefonbuch mindestens noch 1950 (unter der Inhaberin Käthe Franke, geb. Cobau) [7].


    Taschen für: P. 08., Taschenpistolen

    Zeitraum 1929 - ca. 1936. Ist zumindest Anfang des Krieges als Hersteller von Polizei-Taschen nicht mehr nachweisbar. Unter dem Code "hsy" Fertigung von Taschen für die Luftwaffe.

    Quellen
    [1] http://digital.zlb.de/viewer/i…089470_1913/442/LOG_0034/
    [2] http://colonial.library.leiden…-50--1----cobau------IN-0
    [3]https://archive.org/details/dieentstehungde00blaugoog
    [4] http://www.kpbc.ukw.edu.pl/dlibra/plain-content?id=67823
    [5] http://www.theeuropeanlibrary.…3&query=%22franz+cobau%22
    [6] http://www.theeuropeanlibrary.…ry=%22Gustav+Reinhardt%22
    [7] http://www.theeuropeanlibrary.…42373?hp=4&count=9&page=4
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  • Hersteller: Franz Cobau, Berlin

    Tasche für: P. 08

    Jahr der Herstellung: 1929

    Abnahme Stern/K

    Besonderheiten: braune Tasche der Landjägerei Hildesheim, gestempelt auf Rückseite "L. Hi. 58"

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  • Hersteller: Franz Cobau, Berlin

    Tasche für: Sauer & Sohn Behördenmodell

    Jahr der Herstellung: 1933

    Abnahme Stern (kein Buchstabe erkennbar)

    Besonderheiten: - -
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  • Firma: A. Fischer, Berlin C2, Spandauer Str. 23 (ab 1938: C2, Georgenkirchstr. 24) und Niederlassung in Guttstadt/Ostpreußen

    Gründungsdatum: vor 1888 (Guttstadt) bzw. 4. November 1905 (Berliner Filiale)

    Firmenhistorie

    Irgendwann vor 1888 gründete Adalbert Fischer eine Sattlerwarenfabrik in Guttstadt (eine Kleinstadt in Ostpreußen mit ca. 5000 Einwohnern) und brachte es zum "königlichen Hoflieferanten" [1]. Jedenfalls ist auf seinen Briefköpfen eine Prämierung „Allenstein 1888“ erwähnt, was natürlich bedeutet, dass die Firma (in Guttstadt) wenigstens schon 1888 existiert haben muss. 1905 zog er nach Berlin, wo er gemäß "Berliner Börsenblatt" am 5. 11. 1905 eine Filiale seiner Guttstädter Firma gründete [2], aus welcher sich am 5. Oktober 1909 der Firmensitz bildete, so dass nun Guttstadt zur Filiale wurde [3].

    Die Geschäfte von Adalbert Fischer scheinen glänzend gelaufen zu sein - jedenfalls konnte er es sich finanziell erlauben, Ende 1915 die stattliche Summe von 60.000 Mark an die Handelskammer zu Wohlfahrtszwecken und 30.000 Mark an das Rote Kreuz "zur Verwendung für die Verwundeten- und Krankenpflege" zu spenden [4]

    Fischer gründete weitere Niederlassungen im Ausland, nämlich in Amsterdam, Kopenhagen und Malmö/Schweden. Während die Niederlassungen in Amsterdam und Kopenhagen wenigstens noch 1928 existierten, werden sie in einem Briefkopf von 1938 nicht mehr erwähnt; Wahrscheinlich wurden diese Niederlassungen als Folge der Wirtschaftskrise der frühen 30er Jahre geschlossen.


    Wenn man Fischers Briefköpfe als Maßstab nimmt, dann war die Fabrik in Guttstadt größer als das Werk in Berlin, das eher wie ein Bürogebäude mit Ladengeschäft wirkt. Jedenfalls das auf dem Briefkopf abgebildete Gebäude in der Spandauer Str. 23 - über das im Jahre 1938 bezogene Gebäude in der Georgenkirchstr. 24 ist leider nichts bekannt. Von Interesse an den Briefköpfen ist die Abbildung einer Medaille, bei welcher es sich um eine Medaille der "Großen Polizeiausstellung Berlin 1926" handelt, bei welcher Fischer diese Medaille als Preis erhielt.

    Fischers normale Produktpalette umfasste Koffer, Rohwaren für Sattler und ähnliche Lederprodukte. Ein besonderes Augenmerk schien auf Sättel und Pferdegeschirr zu liegen - das eingetragene Warenzeichen zeigt jedenfalls einen Sattel.

    Neben Pistolentaschen fertigte Fischer im 2. Weltkrieg vornehmlich Sättel, Kinnriemen für Stahlhelme, Patronentaschen, Koppelschuhe und Kartentaschen. Bei den Pistolentaschen fallen vor allem die Taschen für die Pistole 08 auf, an deren Produktion Fischer im großen Umfang beteiligt war: Fischer-Taschen finden sich praktisch durchgängig in allen Jahren ab 1929. Eine Besonderheit stellen die 1944 für die P.38 hergestellten Koffertaschen dar: hinten stets naturbraun, ansonsten schwarz.

    Ich weiß leider nicht, was aus Fischer nach dem Krieg wurde. Wahrscheinlich hörte Fischer irgendwann nach Kriegsende auf zu existieren, wobei die Firma noch im Berliner Telefonbuch vom Juni 1945 verzeichnet war.



    Taschen für: P.08, P. 38, Taschenpistolen (Mauser HSc, Sauer 38)

    Bei den Taschen für Taschenpistolen kenne ich fünf Varianten von Fischer, von denen ich drei zeigen kann (Varianten 2, 3 und 5). Die fünf Varianten sind:

    1. Variante: Adler 2. Form auf Rauleder des Deckels und mit Herstellerangabe (Tintenstempel)

    A. FISCHER
    BERLIN C.2
    1941

    ebenfalls auf Rauleder des Deckels

    2. Variante: Adler 1. Form (mit "B" auf der Brust) auf Vorderseite der Tasche und mit Herstellerangabe

    A. FISCHER
    BERLIN C.2
    1942

    auf Vorderseite der Tasche und über dem Adler 1. Form.

    3. Variante: Wie Variante 2, aber ohne Abnahmestempel

    4. Variante: Adler 1. Form (mit "B" auf der Brust) auf dem Rauleder des Deckels und mit Herstellerangabe

    A. FISCHER
    BERLIN C.2
    1942

    ebenfalls auf dem Rauleder des Deckels

    5. Variante: Adler 2. Form (mit "B" auf der Brust) auf Vorderseite der Tasche und mit Herstellerangabe
    A. FISCHER
    GUTTSTADT
    1942

    als Tintenstempel auf dem Rauleder des Deckels.

    Hierbei ist ungewöhnlich, dass die Taschen von 1941 mit dem Adler 2. Form gestempelt sind, während die Taschen von 1942 zumindest teilweise den Adler 1. aufweisen.

    Zeitraum 1929 - 1944

    Quellen
    [1]] http://www.hubert-woelky.de/ahnen/woelky4.htm
    [2] http://www.theeuropeanlibrary.…ry=%22adalbert+fischer%22
    [3] http://www.theeuropeanlibrary.…ry=%22adalbert+fischer%22
    [4] http://www.theeuropeanlibrary.…ry=%22adalbert+fischer%22<!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning/> <w:ValidateAgainstSchemas/> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables/> <w:SnapToGridInCell/> <w:WrapTextWithPunct/> <w:UseAsianBreakRules/> <w:DontGrowAutofit/> </w:Compatibility> </w:WordDocument> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156"> </w:LatentStyles> </xml><![endif]--><!--[if !mso]><object classid="clsid:38481807-CA0E-42D2-BF39-B33AF135CC4D" id=ieooui></object> <style> st1\:*{behavior:url(#ieooui) **** </style> <![endif]--><!--[if gte mso 10]> <style> /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;**** </style> <![endif]-->

  • Hersteller: A. Fischer, Berlin C2

    Tasche für: P. 08

    Jahr der Herstellung: 1934

    Abnahme Stern/L

    Besonderheiten: - -
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  • Hersteller: A. Fischer, Berlin C2

    Tasche für: Sauer & Sohn Modell 38

    Jahr der Herstellung: 1942

    Abnahme ohne

    Besonderheiten: Die Tasche gehört zu den Fischer-Taschen 3. Variante (siehe Beitrag Nr. 9)
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  • Hersteller: A. Fischer, Berlin C2

    Tasche für: Sauer & Sohn Modell 38

    Jahr der Herstellung: 1942

    Abnahme Adler 1. Form

    Besonderheiten: Seriennummer 342903 einer Sauer 38 auf der Rückseite eingeschlagen (zugehörige Pistole nicht vorhanden). Die Tasche gehört zu den Fischer-Taschen 2. Variante (siehe Beitrag Nr. 9)
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  • Hersteller: A. Fischer, Guttstadt

    Tasche für: Sauer & Sohn Modell 38

    Jahr der Herstellung: 1942

    Abnahme Adler 2. Form

    Besonderheiten: Seriennummer 412667 einer Sauer 38 auf der Rückseite eingeschlagen (zugehörige Pistole nicht vorhanden). Die Tasche gehört zu den Fischer-Taschen 5. Variante (siehe Beitrag Nr. 9)
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  • Firma: Kern, Kläger & Cie., Fabrik für Heeresausrüstungen; ursprünglich Stettiner Str. 42/43, später Berlin N58, Pappelallee 78/79, IV Tr. (= 4. Etage)

    Gründungsdatum: 1. 1. 1903 (Hauptsitz Neu-Ulm) bzw. 1914 (Berliner Zweigniederlassung)

    Firmenhistorie

    Die Firmengeschichte von Kern, Kläger & Cie. (KKC im Folgenden), Berlin startet mit einer Notiz im "Berliner Tageblatt " vom 24. Oktober 1914:

    "BERLINER HANDELS-REGISTER.
    Abt. A
    Kern, Kläger & Cie., Neu-Ulm, mit Zweigniederlassung in Berlin, Stettiner Str. 42 und 43. Ges. sind Franz Kläger, Christian Kümmerle und Heinrich Kern in Neu-Ulm. Beginn: 1. 1. 03." [1]

    Der „Beginn“ 1903 bezieht sich dabei auf die Gründung von KKC in Neu-Ulm (siehe Briefkopf), während die die Berliner Zweigniederlassung auf das Jahr 1914 zurückgeht.

    Also war KKC Berlin eine Filiale von KKC Neu-Ulm. Interessanterweise sind jedenfalls mir aus der Zeit des 1. Weltkrieges nur Taschen von KKC Neu-Ulm bekannt, während es in den 30er bis 40er Jahren genau umgekehrt war: nur noch Taschen von KKC Berlin. KKC Neu-Ulm findet auf Taschen gar nicht mehr statt, weder auf Polizei-, noch auf Militär-Taschen.

    Gleichwohl existierte die Neu-Ulmer Firmenzentrale unter der Firmenadresse

    Kern, Kläger & Co.
    Lederwarenfabrik
    Kanonierstr. 43, Neu-Ulm

    weiter und dürfte auch produziert haben, denn die Neu-Ulmer Zentrale beschäftigte während des Krieges auch Zwangsarbeiter [2]

    Die Frage stellt sich, ob man es seitens KKC mit dem für das Polizei-Geschäft notwendigen Label "Berlin" nicht gar so genau genommen hat, sprich: ob nicht womöglich die mit "Berlin" gestempelten Taschen zumindest teilweise aus Neu-Ulmer Fertigung stammen. In diesem Zusammenhang sind zwei Rechnungen von KKC Neu-Ulm aus März bzw. Mai 1940 interessant, mit welchen einer Fa. Richard Naprudnik in Leoben mehrere "große und kleine Pistolentaschen, braun" in Rechnung gestellt wurden (Naprudnik betrieb in Leoben ein "Verkaufswarenhaus", bzw. ein Geschäft für Uniform-Effekten).

    Ich will hier keinen Etikettenschwindel unterstellen, aber auffällig ist das schon. Tatsache ist aber, dass KKC Berlin nicht nur eine Briefkastenfirma war, sondern als Lederfabrik bis mindestens 1970 in (Ost-) Berlin an selber Adresse tätig war, wovon ein Freistempler von 1970 zeugt [3].

    Die Rechnung von KKC vom 8. Mai 1940 ist übrigens noch durch die Aussage "Die bestellten Schwedentaschen können wir zur Zeit nicht liefern, da wir kein Leder haben um diese Taschen herzustellen" interessant.

    Taschen für: P. 08, Taschenpistolen

    Zeitraum 1932 - 1941 (danach Herstellung von Taschen für die Wehrmacht unter dem Code cdc)

    Quellen

    [1] http://www.theeuropeanlibrary.…ry=%22kern+kl%C3%A4ger%22
    [2] http://www.ulm.de/sixcms/media…/Hauptgruppe1-04_2014.pdf
    (dort S. 251/252)
    [3] http://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-bilder.php?id=150187
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  • Hersteller: Kern, Kläger & Cie., Berlin

    Tasche für: Sauer & Sohn Behördenmodell

    Jahr der Herstellung: 1938

    Abnahme Adler 1. Form

    Besonderheiten: - -
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  • Hersteller: Kern, Kläger & Cie., Berlin

    Tasche für: Walther PPk

    Jahr der Herstellung: 1941

    Abnahme Adler 1. Form

    Besonderheiten: Tasche aus Schweinsleder; ungewöhnlich ist, dass sich der Abnahmestempel innen im Deckel befindet
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  • Firma: Robert Larsen, Stoff- und Lederwarenfabrik, Berlin SW 68, Zimmerstr. 88 (bis 1925), später Wilhelmstr. 6 (ab 1926)

    Gründungsdatum: ca. 1920 (?)

    Firmenhistorie

    Robert Larsen war 1911 zunächst bei A. Wunderlich Nachfolger als Prokurist beschäftigt [1]. Im Januar 1918 trat der Kaufmann Robert Larsen in die offene Handelsgesellschaft " A. Wunderlich Nachfolger " als persönlich haftender Gesellschafter ein [2]

    In seiner Tätigkeit als Gesellschafter von Wunderlich scheint Robert Larsen nicht immer mit sauberen Methoden gearbeitet zu haben - zumindest wurde ihm das 1918 vorgeworfen, wie man der "Berliner Volkszeitung" vom 18. April 1918 entnehmen kann [3]:

    "In der Berufungsinstanz freigesprochen. Vor einiger Zeit wurde mitgeteilt, daß der frühere Prokurist [Anm.: von Wunderlich Nachf.] und jetzige Fabrikbesitzer Robert Larsen wegen Annahme von Schmiergeldern zu 500 Mark Geldstrafe verurteilt worden ist. In der Berufungsverhandlung am 11. d. M. hat die 7. Strafkammer des Landgerichts I in Berlin den Angeklagten Larsen freigesprochen und die Kosten der Staatskaste auferlegt."

    Wie später die Wege von Larsen bzw. Wunderlich verliefen, ist mir leider nicht klar. 1919 wird Larsen im Berliner Telefonbuch noch als (Mit-) Inhaber von Wunderlich Nachfolger aufgeführt (neben Max und Gustav Kaufmann, Frankfurt) Es scheint so, dass irgendwann Larsen bei Wunderlich ausgestiegen ist und seine eigene Firma gründete. Jedenfalls firmierten Wunderlich und Larsen wenigstens ab 1923 unter unterschiedlichen Adressen und hatten im Berliner Branchenverzeichnis ihre jeweils eigenen Einträge.
    Larsen fiel als Polizei-Hersteller ca. 1940 oder 1941 wg. Wehrmachts-Aufträgen (Code: dde) weg. Es gibt auffällig vielen Larsen-Taschen für P.08 in den Jahren 1934 und 1935, wobei die mit der Abnahme "PT" versehenen Taschen von 1935, welche ich bislang gesehen habe, alle von Larsen stammen.

    Von der Fabrik von Robert Larsen gibt es sogar Fotos - wenn auch in traurigem Zustand im Jahre 1960:

    http://www.akg-images.de/archive/-2UMDHUGJZFEM.html

    http://www.akg-images.de/archive/-2UMDHUGJZRDV.html

    Die Annonce der Fa. Robert Larsen verdanke ich dem amerikanischen Sammler Joe Wotka - dafür herzlichen Dank!

    Taschen für: P.08, Taschenpistolen



    Zu Larsen-Taschen siehe hier:
    http://militaria-fundforum.de/showthread.php?t=157896




    Zeitraum 1929 - 1940/41




    Quellen

    [1] http://www.theeuropeanlibrary.…query=%22robert+larsen%22
    [2] http://www.theeuropeanlibrary.…query=%22Robert+Larsen%22
    [3] http://www.theeuropeanlibrary.…query=%22robert+larsen%22<!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning/> <w:ValidateAgainstSchemas/> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables/> <w:SnapToGridInCell/> <w:WrapTextWithPunct/> <w:UseAsianBreakRules/> <w:DontGrowAutofit/> </w:Compatibility> </w:WordDocument> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156"> </w:LatentStyles> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <style> /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;**** </style> <![endif]-->

    Dateien

    • Larsen.jpg

      (146,6 kB, 6 Mal heruntergeladen, zuletzt: )



  • Firma: Primosa Auwaerter & Bubeck, Stuttgart W, Hasenbergstr. 31

    Gründungsdatum: 1874

    Firmenhistorie Zur Geschichte der Firma Primosa Auwaerter & Bubeck bzw. zur Verknüpfung der Firma Auwaerter & Bubeck mit der Marke "Primosa" hatte ich bereits hier:

    http://militaria-fundforum.de/showthread.php?t=498812

    einen ausführlichen Beitrag eingestellt, so dass ich mich hier auf das Wesentliche beschränken kann. Die Firma Auwaerter & Bubeck (im Folgenden: A&B) wurde 1874 in Stuttgart gegründet; 1920 meldete A&B ihre Marke "PRIMOSA" an, welche wenigstens ab diesem Zeitpunkt als Hauptmarke von A&B verwendet wurde - vornehmlich für Koffer, denn in erster Linie war A&B ein Hersteller von Koffern, Taschen und ähnlichen Reiseartikeln.
    A&B dürfte so um 1922/23 zur Aktiengesellschaft geworden sein, denn eine Aktie, die ich im Internet finden konnte, trägt das Datum Mai 1923 [1]

    Ein dreieckiges, auch als Marke eingetragenes „AB-Logo mit Stuttgarter Ross und Koffern“ findet sich wohl standardmäßig als Metallschildchen auf Koffern von A&B – und die Metallschilder, die ich gesehen habe, stets mit dem Zusatz „Marke Primosa“ – so bspw. auf einem Vulkanfiber-Koffer, den ich besitze.

    Neben Koffern war A&B aber auch auf dem Gebiet der Fertigung von Pistolentaschen tätig - bekannt sind vor allem die von A&B gefertigten 1934er militärischen Taschen für die K-Datum P08 von Mauser.

    Etwa um den August 1941 änderte A&B den Firmennamen in "Primosa Auwaerter & Bubeck" und 1942 wurde die Schreibweise "Auwaerter" in "Auwärter" (nun also mit "ä") geändert.

    Nach dem Krieg hat Primosa Auwärter & Bubeck wenigstens in Stuttgart eine Kofferfabrik betrieben - die vor dem Krieg betriebenen Fabriken in Waiblingen und Offenbach wurden wohl aufgegeben. Der Rest der Geschichte von Primosa/Auwärter & Bubeck ist schnell erzählt: in den 60ern übernahm die Ludwig Krumm AG (Goldpfeil) die Firma und gliederte sie den Goldpfeil-Verbund als reine Vertriebsgesellschaft ein. Goldpfeil ging 2008 pleite; übrig blieben nur die Marken "Goldpfeil", welche an eine Tochterfirma von Tchibo verkauft wurden. Derzeit bietet Tchibo zwar keine Goldpfeil-Waren feil - wenn das aber mal der Fall sein sollte: auch in diesen Produkten steckt zumindest noch an Hauch von Primosa Auwärter & Bubeck.

    Taschen für: Mauser HSc, Sauer 38. Eventuell auch Taschen für P.38, falls (!) die RBNr. 0/0750/0111, welche sich auf P38-Koffer-Taschen mit Polizei-Abnahme nachweisen lässt, tatsächlich Primosa zugeordnet werden kann (siehe hierzu Beitrag Nr. 5).

    Die für Mauser HSc oder Sauer 38 passenden Taschen zeichnen sich sämtlich dadurch aus, dass kein Herstellungsjahr angegeben ist und die Qualität nicht die beste ist. Man könnte annehmen, dass die Taschen in Heimarbeit entstanden sind, was gar nicht so abwegig erscheint, denn wie man einem Artikel in der „Neckar-Chronik entnehmen kann [2], ist die Fa. „PRIMOSA ist nach Meinung von Anna Zweig so ziemlich bei Kriegsbeginn nach Eutingen gekommen, als Produktionsfiliale einer Stuttgarter Firma; sie bestand auch noch einige Zeit der Nachkriegsjahre. Neben Frauen aus Eutingen waren auch welche aus Göttelfingen und Vollmaringen beschäftigt. Die Gründe weiß Anna Zweig nach so langer Zeit auch nicht mehr, sie erinnert sich jedoch daran, dass die PRIMOSA zuletzt im Saal der „Linde“ produziert hat – vornehmlich schwarze „Lackkoffer“ und Brotbeutel.“

    In der 5500-Seelen-Gemeinde Eutingen im Gäu, 54 km von Stuttgart entfernt wurden also von Hausfrauen – im ehemaligen Lokal „Sonne“, später in der „Linde“ – in Heimarbeit „schwarze Lackkoffer“ und „Brotbeutel“ hergestellt.

    Da liegt es nahe anzunehmen, dass neben „schwarzen Lackkoffern“ und Brotbeuteln auch Pistolentaschen in Eutingen (oder anderen Ablegern von Primosa) in Heimarbeit gefertigt wurden.

    Zeitraum geschätzt (!) irgendwann zwischen 1942 und 1944 - genaueres mangels Angaben von Jahreszahlen auf Primosa-Taschen derzeit nicht möglich

    b] Quellen[/b]

    [1] http://www.fhw-online.de/de/FH…IE=Auwerter+%26+Bubeck+AG
    [2] http://www.neckar-chronik.de/H…ftigten-_arid,167582.html
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  • Hersteller: Primosa, Stuttgart

    Tasche für: Sauer & Sohn Modell 38

    Jahr der Herstellung: ??? - ohne Jahr

    Abnahme Adler 2. Form

    Besonderheiten: Herstellerangabe innen mit Tintenstempel; keine Jahresangabe
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  • Firma: Schambach & Co., Militär- und Reiseeffekten, Berlin SW61, Belle-Alliance-Str. 79; im Berliner Telefonbuch unter dieser Adresse noch 1950 verzeichnet (nach dem Krieg Umbenennung der Straße; nun Mehringdamm 61)

    Gründungsdatum: 5. März 1908

    Firmenhistorie Die Firma Schambach & Co. wurde am 5. März 1908 gegründet, wie sich einer Notiz der "Berliner Börsenzeitung" vom 27. März 1908 entnehmen lässt:

    "Handels-Register des Königlichen Amtsgerichts Berlin-Mitte (Abteilung A).
    Am 24. März 1908 ist in das Handelsregister eingetragen worden:
    (…)
    No. 31878. Offene Handelsgesellschaft: Schambach & Co., Berlin. Gesellschafter: Richard Leffkowitz, Kaufmann, Berlin, und Daniel Schambach, Werkführer, Berlin. Die Gesellschaft hat am.5. März 1908 begonnen." [1]

    Die Fa. Schambach gehörte neben Otto Sindel und A. Fischer zu den großen drei Firmen, die bis Kriegsende Taschen für die Polizei fertigte, wobei Schambach bereits 1929 Taschen (08) an die Polizei lieferte.

    Taschen für: P.08, Taschenpistolen

    Die Taschen für Taschenpistolen der Kriegszeit kommen mit einer Besonderheit daher: innen weisen die Taschen zweistellige Zahlen als Tintenstempel auf, deren Bedeutung nicht bekannt ist. Ich vermute, dass es sich um interne Qualitätskontroll-Nummern von Arbeitern handelt.

    Zeitraum 1929 - 1943



    Quellen

    [1] http://www.theeuropeanlibrary.…=%22Richard+Leffkowitz%22

    <!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning/> <w:ValidateAgainstSchemas/> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables/> <w:SnapToGridInCell/> <w:WrapTextWithPunct/> <w:UseAsianBreakRules/> <w:DontGrowAutofit/> </w:Compatibility> </w:WordDocument> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156"> </w:LatentStyles> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <style> /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;**** </style> <![endif]-->