Stowa Wertbestimmung

  • Leider lässt sich über die Uhr wenig sagen und damit nur schlecht ein Wert finden.
    Nach der Bauart des Werkes PUW 500 handelt es sich meiner Meinung nach um eine Fertigung vor 45. In dieser Art = Formwerk in ein rundes Gehäuse und schwarzem Zifferblatt werden diese Uhren sehr oft der Luftwaffe zugeschrieben. Klare Indizien dafür fehlen hier leider. Uhren in dieser Art sind gefragt. Der Preis richtet sich aber sehr stark danach, was jemand persönlich in dieser Uhr sieht.
    Für den einen ist es eine Uhr der RLW und für den anderen mangels eindeutiger Hinweise (keine Kennung, Werk ohne Stoßsicherung ) eben nicht. Es bleibt eine Glaubenssache!;)


    Gruß
    Fridspeed

    Sammelschwerpunkt Pistolen der deutschen Truppen im II. WK mit Zubehör und Dokumente.


    Militärische Dienstuhren deutsch aus dem II. WK.


    Suche Pistolentaschen der Wehrmacht und Waffenzubehör einschließlich Dokumente.


    Suche auch ständig alte Automatik- und Wehrmachtsuhren. Auch in defektem Zustand.

  • ok
    vielen dank erstmal
    auf dem deckel von der innenseite ist nummer
    eingraviert aber das nutzt wahrscheinlich auch nicht weiter?
    eine andere uhr hab ich auch noch
    mit wh stempeln
    muss ich mal bild machen
    gruss

  • Wenn auf der Außenseite vom Deckel keine Nummer steht, dann war es doch wohl eine rein zivile Uhr. Die Uhr musste mit Nummer ins Soldbuch eingetragen werden. Dafür hat man nicht erst den Deckel abgenommen!

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  • Ich hoffe es spricht nichts dagegen, möchte mich hier aber mal anhängen. Ich habe letztens auch eine Stowa aus einem Fliegernachlass bekommen.
    Interessant finde ich, das diese etwas abweicht zu der vorgestellten Uhr.
    Diese "Feder" unter dem Deckel wird dann eine Stoßsicherung sein!?
    Kurz aufgezogen und das Werk rennt wie bei einer neuen.
    Stowa selbst wirbt damit, das sie seit 1927 Fliegeruhren herstellen.

  • Ich hoffe es spricht nichts dagegen, möchte mich hier aber mal anhängen. Ich habe letztens auch eine Stowa aus einem Fliegernachlass bekommen.
    Interessant finde ich, das diese etwas abweicht zu der vorgestellten Uhr.
    Diese "Feder" unter dem Deckel wird dann eine Stoßsicherung sein!?
    Kurz aufgezogen und das Werk rennt wie bei einer neuen.
    Stowa selbst wirbt damit, das sie seit 1927 Fliegeruhren herstellen.


    Ob man diese Uhr als typische Fliegeruhr bezeichnen darf, wage ich zu bezweifeln.
    Eine dienstliche Verwendung würde ich hier nicht sehen! Möglich aber im zivilen Bereich?
    Die "Feder" ist keine Stoßsicherung sondern vielmehr die Werkhalterung in Kombination mit einer teilweisen Werkabschirmung. Das Werk selber hat keine Stoßsicherung!
    Technisch lässt sich die Uhr zeitlich und von der Ausführung sehr gut einstufen.
    Es handelt sich um ein deutsches Werk der ZentRa Einkaufgenossenschaft deutscher Uhrmacher aus den 30ziger Jahren. Siehe Bildmarke = Z in der Raute. Kaliber 63 von ZentRa (die nicht wirklich selber Werke gebaut haben) stammt von Junghans. Hier haben wir es mit einem Werk in 10 1/2 Linien in dem Werkkaliber 680.70 (J80) von ca. 1936 zu tun. Deutlich erkennt man noch die alte Art der Zifferblattbefestung, die sich ca. ab 1940 verändert hat. Da der deutsche Werkhersteller Junghans hier die Rückerverstellung in Englisch und Französisch bezeichnet hat, darf man von einem Auftrag von außerhalb Deutschlands ausgehen.
    Das Werk hat sichtlich schon einige Reparaturen nach Lagerschäden hinter sich und ist so nicht mehr im Originalzustand.
    Über die Verwendung der Uhr lässt sich nur spekulieren! Aufgrund der technischen Fakten gehe ich von einem Sonderauftrag aus. Der Auftraggeber könnte auch eine Fluggesellschaft gewesen sein? Dies würde dann die Werkabschirmmung gegen Magnetismus im Funkbereich begründen.


    Gruß


    Fridspeed

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  • Danke für die Umfangreiche Info! Das es keine typische Fliegeruhr ist, meine ich auch. Zeitlich kommt auch super hin. Das dieses Stück in Deutschland von einem deutschen Flieger getragen wurde, ist fakt. Ob das Stück dienstlich eingetragen wurde, oder Privat beschafft, ist spekulativ. Da diese Uhren aber immer als Uhren der Luftwaffe angeboten werden, wäre ich ziemlich doof, wenn ich mit meinen Infos zur Herkunft vom Gegenteil ausgehen würde.

  • Danke für die Umfangreiche Info! Das es keine typische Fliegeruhr ist, meine ich auch. Zeitlich kommt auch super hin. Das dieses Stück in Deutschland von einem deutschen Flieger getragen wurde, ist fakt. Ob das Stück dienstlich eingetragen wurde, oder Privat beschafft, ist spekulativ. Da diese Uhren aber immer als Uhren der Luftwaffe angeboten werden, wäre ich ziemlich doof, wenn ich mit meinen Infos zur Herkunft vom Gegenteil ausgehen würde.


    Zumindest sind einige Details bemerkenswert:


    1.)Die internationale Beschriftung von Junghans in den 30ziger Jahren
    2.)Die Werkhalterung als Werkabschirmung
    3.) Die Registriernummer auf dem Rückdeckel

    Sammelschwerpunkt Pistolen der deutschen Truppen im II. WK mit Zubehör und Dokumente.


    Militärische Dienstuhren deutsch aus dem II. WK.


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  • Preislich wird es hier aber recht schwer, wie bei der anderen Uhr.
    Stowa ohne Registriernummer und Werksabschirmung gehen schlecht angeboten bei eBay auch mal für 150 Euro weg. Identische werden aber auch für über 1000 Euro angeboten.
    Die Wahrheit wird wohl in der Mitte um 300-500 Euro liegen. Oder wie seht Ihr das?

  • Preislich wird es hier aber recht schwer, wie bei der anderen Uhr.
    Stowa ohne Registriernummer und Werksabschirmung gehen schlecht angeboten bei eBay auch mal für 150 Euro weg. Identische werden aber auch für über 1000 Euro angeboten.
    Die Wahrheit wird wohl in der Mitte um 300-500 Euro liegen. Oder wie seht Ihr das?


    Hier einen Marktwert zu finden fällt schwer. Die genaue Verwendung dieser Uhren bleibt im dunkeln. Bei der Luftfahrt verwendet kann anhand genannter Merkmale gut möglich sein.
    Ob nun Luftwaffe (RLW) oder zivile Luftfahrt bleibt unbelegt.
    Mit einer Stoßsicherung im Werk wäre es eindeutiger gewesen, da diese damals nur im Auftrag hergestellt wurden. Zivile Uhren hatten in dieser Qualitätsstufe damals keine Stoßsicherung. Junghans hat auch keine Werke mit Stoßsicherung hergestellt. Bei einer zivilen Uhr hätte es keine Werkabschirrmung und keine Registriernummer gebraucht. Uhren für das RLW ohne eindeutige Kennung sind keine Seltenheit. Ein Sammler im Bereich Luftfahrt wird in einem sehr guten Originalzustand vielleicht 300 oder etwas mehr zahlen? Mehr kann ich mir für diese einfache Uhr schlecht vorstellen. Die meisten Verkaufsergebnisse von Sammler - Uhren im Net sind nicht echt, wie die neuerlichen Angebote nach erfolgreichen Verkauf oder die Beteiligung des Höchstbietenden in einer Auktion zeigt.
    Ich befasse mich aber kaum mit Uhren der Luftfahrt; meine Erfahrungen zu den Marktpreisen wird nicht regelmäßig überprüft.

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  • Hier einen Marktwert zu finden fällt schwer. Die genaue Verwendung dieser Uhren bleibt im dunkeln. Bei der Luftfahrt verwendet kann anhand genannter Merkmale gut möglich sein.
    Ob nun Luftwaffe (RLW) oder zivile Luftfahrt bleibt unbelegt.
    Mit einer Stoßsicherung im Werk wäre es eindeutiger gewesen, da diese damals nur im Auftrag hergestellt wurden. Zivile Uhren hatten in dieser Qualitätsstufe damals keine Stoßsicherung. Junghans hat auch keine Werke mit Stoßsicherung hergestellt. Bei einer zivilen Uhr hätte es keine Werkabschirrmung und keine Registriernummer gebraucht. Uhren für das RLW ohne eindeutige Kennung sind keine Seltenheit. Ein Sammler im Bereich Luftfahrt wird in einem sehr guten Originalzustand vielleicht 300 oder etwas mehr zahlen? Mehr kann ich mir für diese einfache Uhr schlecht vorstellen. Die meisten Verkaufsergebnisse von Sammler - Uhren im Net sind nicht echt, wie die neuerlichen Angebote nach erfolgreichen Verkauf oder die Beteiligung des Höchstbietenden in einer Auktion zeigt.
    Ich befasse mich aber kaum mit Uhren der Luftfahrt; meine Erfahrungen zu den Marktpreisen wird nicht regelmäßig überprüft.


    Danke nochmals für deine Meinung! Dann liegt meine Einschätzung ja nicht so weit weg von deiner. Den Marktwert könnte man wohl nur durch eine Auktion erfahren.
    Vielleicht meldet sich ja noch jemand zu Wort, der etwas mehr weiß, oder eine solche Uhr mit Eintragung im Soldbuch hat.

  • Hallo,
    Das ist mein erster Beitrag hier. Ich sammle schon länger Armbanduhren und habe mich auch mit den deutschen Militäruhren beschäftigt
    Die Uhr ist als dienstlich gelieferte Fiegeruhr definitiv nicht bekannt. Uhren mit derartigen Blättern kennt man natürlich als Heeres (DH) oder KM-Uhren, aber nicht als Uhren der Lw. Man würde auch ein irgendwie geartetes Kürzel auf dem Bodendeckel erwarten, aber etwas derartiges ist bislang noch nicht bekannt.
    Ungewöhnlich ist in der Tat der durchbrochene Zwischendeckel (Weicheisen?), der ja nur als Magnetfeldabschirmung denkbar ist.
    Vielleicht könnten die Kollegen vom Vintage-time-Forum noch ihren Senf dazu geben, viel mehr Expertise gibt es deutschsprachigen Raum für meine Begriffe nicht.
    Aber obacht: auf Preisschätzungs-Anfragen reagiert man dort äußerst allergisch, besser erst gar nicht versuchen


    VG

  • vielen dank nochmal für alle meinungen und informationen
    die mir zumindest weiter helfen beim reschrschieren
    übrigens in dem letzten beitrag ist eine web seite erwent worden
    da ist genauso eine uhr als uhr der Luftwaffe erkannt worden
    mfg Dimitri