Erkennungsmerkmale Tschapa original oder nicht

  • Hab die Bilder vom Telefon hochgeladen. Ich weiß nicht, warum die Bilder gedreht werden.

    Suche ständig frühe Luftwaffenauszeichnungen und deren Etuis auch Blankwaffen aller Art.

  • Ja das würde ich sagen. Komplettkopie.


    Gruß Dragoner08

  • Sehe ich auch so. Komplettkopie....

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen deutsch bis 1945.

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen international bis 1918.

    Suche immer Kopfbedeckungen vor 1945 mit Bezug auf Augsburg und Umgebung.
    Suche militärisches mit Bezug auf Klagenfurt.

  • OK Danke,


    Warum haben eigentlich einige Hauben nur eine Kokarde auf der linken Seite und auf der rechten keine ?


    Gruß Bruno

    Suche ständig frühe Luftwaffenauszeichnungen und deren Etuis auch Blankwaffen aller Art.

  • Zum 100 Geburtstag von Willhelm I wurde die Reichskokarde eingeführt , also eine zweite am Helm , davor nur eine .

    Schipp Schipp Hurra !.

  • Aha, also vor 1897.


    Vielen Dank


    Gruß Bruno

    Suche ständig frühe Luftwaffenauszeichnungen und deren Etuis auch Blankwaffen aller Art.

  • Aha, also vor 1897.


    Vielen Dank


    Gruß Bruno


    Nicht ganz, die Tschapkas haben immer nur die Reichskokarde nach 1897. Die Nationale (hier Preußen) kam als Pflaume an den Helm.

    SUCHE: - Oldenburg bis 1945 -
    - Res. I.R. Nr. 74, 79, 216 & 440, Res. FAR 22 -
    - IR. 16 / 154 (Wehrmacht/Reichswehr) -
    - Grenadier Regiment Nr. 174 -

  • Nicht ganz, die Tschapkas haben immer nur die Reichskokarde nach 1897. Die Nationale (hier Preußen) kam als Pflaume an den Helm.


    Er fragte nach "Hauben" deshalb meine Erklärung , aber bei Tschapkas stimmt das natürlich .

    Schipp Schipp Hurra !.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kloss ()

  • Er fragte nach "Hauben" deshalb meine Erklärung , aber bei Tschapkas stimmt das natürlich .


    Ich habe einfach mal angenommen, dass er das auch auf die Tschapka bezieht. :D

    SUCHE: - Oldenburg bis 1945 -
    - Res. I.R. Nr. 74, 79, 216 & 440, Res. FAR 22 -
    - IR. 16 / 154 (Wehrmacht/Reichswehr) -
    - Grenadier Regiment Nr. 174 -

  • Ich nehme jetzt an dass er sich doch auf Tschapkas bezogen haben könnte :D .

    Schipp Schipp Hurra !.

  • Also das würde mich näher interessieren.
    Ihr meint auch der Korpus ist eine Kopie ?
    Nicht das ich Ahnung hätte, aber mit den Rissen und Abplatzungen sieht die doch recht zeitgenössisch aus, oder wird so etwas mittlerweile auch gefälscht ?


  • die Proportionen stimmen nicht Deckel ist zu groß, zu lang. Das Innenfutter ist direkt an den Rand genäht worden. Im Original lappt es drüber damit der Tragekomfort erhöht wird.
    Sonst scheuert es. Lack ist kein Problem Acryllack drauf Schellack drauf und schon reißt es mit ein wenig Wärme, man sieht eindeutig die Streichspuren auf dem Lack......mehr wird nicht verraten ;).

    Rasch mit dem Pferde, hart mit dem Schwerte,
    im Sattel feste, beim Becher der Beste,
    den Frauen hold, treu wie Gold,
    Mut in Gefahr, das ist ein Husar


    SUUM CUIQUE das Motto der Leib Garde Husaren (jedem das Seine)
    Experte für Uniformierung vor 1914 speziell die Deutsche Kavallerie
    Für Fragen über mein Spezialgebiet stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung!

    Einmal editiert, zuletzt von samson ()

  • Also das würde mich näher interessieren.
    Ihr meint auch der Korpus ist eine Kopie ?
    Nicht das ich Ahnung hätte, aber mit den Rissen und Abplatzungen sieht die doch recht zeitgenössisch aus, oder wird so etwas mittlerweile auch gefälscht ?


    Hallo Frank,


    gut, daß Du nachfragst. Manchmal tendiert man dazu einfach zu schreiben, das es ein Kopie ist und läßt den Themenersteller im Regen stehen.


    Zur Ausführung von samson möchte ich noch hinzufügen, daß der Vorderschirm nie in Pickelhaubenmanier angenäht worden ist sondern an der Oberkante, die am Helmkörper anliegt, umgeklappt vernäht wurde. D.h. man sieht von außen keine Naht.


    Außerdem ist der Helmrand an der gezeigten Tschapka gerade und nicht geschweift. Bei originalen Tschapkas ist er vom Vorderschirm zur Hinterseite geschweift, ähnlich den Kürassier- oder Jäger zu Pferde-Helmen.


    Der Tschapkadeckel ist augenscheinlich mit den sichtbaren Fäden vernäht worden. Auch das ist keine gängige Praxis und trägt auch nicht der Festigkeit bei. Noch dazu fehlt der Knebel zum befestigen der Fangschnur.


    Beim Schellack geht es nicht darum wie krackeliert er ist. Bei der vorgestellten ist die Art und Weise wie er aufgetragen wurde schon ein No-Go. Ein Lieferant der so etwas abgeliefert hätte, hätte sofort die Rote Karte bekommen.


    Ich zeige im Anschluß ein paar Bilder meiner Tschapkas, die das veranschaulichen sollen.


    Gruß
    Roland

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen deutsch bis 1945.

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen international bis 1918.

    Suche immer Kopfbedeckungen vor 1945 mit Bezug auf Augsburg und Umgebung.
    Suche militärisches mit Bezug auf Klagenfurt.

  • Hier Bilder der Vorderschirme. Es ist keine Naht sichtbar.

    Dateien

    • DSCN1728.jpg

      (213,11 kB, 23 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • DSCN1731.jpg

      (189,9 kB, 24 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • DSCN1734.jpg

      (182,67 kB, 20 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen deutsch bis 1945.

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen international bis 1918.

    Suche immer Kopfbedeckungen vor 1945 mit Bezug auf Augsburg und Umgebung.
    Suche militärisches mit Bezug auf Klagenfurt.

  • Bilder der Befestigung des Tschapkadeckels. Innenansicht.


    Das erste Bild ist von einem Kammerstück vom Ulanen-Regiment von Katzler (Schlesisches) Nr. 2. Aptiert auf feldgrau. Hier sieht man schön, wie der Tschapkadeckel an einer Hülse am Helm vernäht wurde.
    Die anderen beiden sind von Eigentums- bzw. Offiziershelmen

    Dateien

    • DSCN1730.jpg

      (296,8 kB, 14 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • DSCN1733.jpg

      (188,5 kB, 17 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • DSCN1736.jpg

      (178,61 kB, 13 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen deutsch bis 1945.

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen international bis 1918.

    Suche immer Kopfbedeckungen vor 1945 mit Bezug auf Augsburg und Umgebung.
    Suche militärisches mit Bezug auf Klagenfurt.

  • Bilder von der Vernähung des Schweißleders. Innenansicht.


    Es wurde schon so vernäht, daß innen eine Naht zu sehen war. Aber das sehr viel feiner und nie im Stirnbereich. Der Faden hätte vom Stirnschweiß mit Sicherheit Schaden genommen und wäre auf Dauer auch unbequem gewesen.

    Dateien

    • DSCN1729.jpg

      (206,24 kB, 17 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • DSCN1732.jpg

      (192,41 kB, 14 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • DSCN1735.jpg

      (153,88 kB, 16 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen deutsch bis 1945.

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen international bis 1918.

    Suche immer Kopfbedeckungen vor 1945 mit Bezug auf Augsburg und Umgebung.
    Suche militärisches mit Bezug auf Klagenfurt.

  • So, jetzt als letztes die Schweifung des Tschapkarandes.

    Dateien

    • DSCN1738.jpg

      (253,74 kB, 16 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • DSCN1740.jpg

      (139,32 kB, 20 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen deutsch bis 1945.

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen international bis 1918.

    Suche immer Kopfbedeckungen vor 1945 mit Bezug auf Augsburg und Umgebung.
    Suche militärisches mit Bezug auf Klagenfurt.

  • Ich muß schon sagen, ganz toll von Dir.
    Vielen, vielen Dank für die Mühe die Du Dir gemacht hast.
    Jetzt habe ich etwas mehr Wissen.


  • Ich muß schon sagen, ganz toll von Dir.
    Vielen, vielen Dank für die Mühe die Du Dir gemacht hast.
    Jetzt habe ich etwas mehr Wissen.


    Gerne...


    Ich hoffe, daß hat dem Themenstarter auch ein wenig geholfen.

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen deutsch bis 1945.

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen international bis 1918.

    Suche immer Kopfbedeckungen vor 1945 mit Bezug auf Augsburg und Umgebung.
    Suche militärisches mit Bezug auf Klagenfurt.

  • Hallo zusammen,


    erstmal ein ganz großes DANKESCHÖN !
    Hatte ja der reinen Lederhaube wenigstens noch eine kleine Chance eingeräumt aber gut.


    Ich habe nun einiges dazugelernt und freue mich sehr darüber


    Gruß Bruno

    Suche ständig frühe Luftwaffenauszeichnungen und deren Etuis auch Blankwaffen aller Art.