Arisaka M38 bei GLS verschwunden

  • Hallo Sammlerfreunde,
    ich habe hier im Verkauf ein Arisakagewehr eingestellt, was auch kurz darauf einen neuen Besitzer gefunden hat. Da das Paket für einen Versand mit DHL zu voluminös war, habe ich mich in Absprache mit dem Käufer zu einem Versand mit GLS entschlossen. Am 24.09.18 ging es dann ab Schönebeck auf die Reise nach Heßheim. Dort kam es laut Sendungsverfolgung am 26.09.18 an und wurde an den Käufer übergeben. Ein paar Tage später fragte dieser dann an, wo seine Ware bleibt. Als Unterschrift bei der Auslieferung wurden laut Sendungsverfolgung die ersten drei und die letzten beiden Buchstaben seines Nachnamens verwendet. Niemand aus der Nachbarschaft hat es entgegengenommen und es gab auch keine Abstellgenehmigung. Der Käufer selber war nachweislich zum Übergabezeitpunkt nicht zu Hause. Die telefonische Nachfrage bei GLS mit Darlegung des Sachverhalts ergab, daß man eine Fahrerbefragung durchführen werde und sowohl ich als Versender als auch der Empfänger über das Ergebnis informiert werden. Zwei Wochen lang passierte nichts. Eine erneute telefonische Nachfrage ergab, daß angeblich eine Mail an mich verschickt wurde zum Beantragen des Schadensausgleichs.Die Fahrerbefragung brachte kein Ergebnis. Über ein Formular auf der Internetseite hab ich dann noch einmal Kontakt zu GLS aufgenommen, noch einmal alles dargelegt und die Schadenssumme angegeben. Diese besteht aus dem Verkaufspreis zuzüglich Porto. Ich sollte dann die Verkaufsofferte mit Preis und den Versandbeleg kopieren und zuschicken. Da das Angebot dazu hier im Forum bereits erloschen war, hab ich meinen Kontoauszug mit dem tatsächlich geflossenem Betrag inklusive der Aussage, daß ich kein gewerblicher Anbieter bin und der Verkauf unter Freunden stattfand, hinzugefügt. Und jetzt kam schon wieder eine Woche lang keine Reaktion.


    Es handelt sich um ein Dekogewehr Arisaka Typ 38. Staubschutzblech war vorhanden, der Reinigingsstab fehlte. Anbei die Bilder aus dem Verkaufsangebot.

  • Sowas hatte ich auch schon mehrfach. Einmal verschwand eine Tropenbreeches und einmal ein RZM-Ärmeladler.Vor Jahren verschwand zudem ein SG 98/05 mit Sägerücken. Jedesmal verlor sich die Spur der Sachen nach der Ankunft im Verteilzentrum des Empfängers bzw. der Verladung ins Zustellfahrzeug. Mir drängt sich allmählich der böse Verdacht auf, dass DHL, Hermes und Co. ihre Belegschaft in den JVA´s dieser Republik rekrutieren, denn soviele bösartige Nachbarn kann es eigentlich gar nicht geben, die dafür sorgen, dass die Sachen auf Nimmer Wiedersehen verschwinden. Immerhin wurde der Kaufpreis immer anstandslos ersetzt. Nur beim Ärmeladler hatte ich keine Lust auf politisch korrekte Diskussionen....

  • Früher hatte ich das Problem des Verschwindens öfters auch.


    Jetzt regele ich das etwas anderst, und da hatte ich seit Jahren keinen Verlust mehr:
    Ich hab mir eine Paketbox mit Rollladen angeschafft welche vom Anlieferer auch abgeschlossen werden kann. Alle Logistiker habe eine Ablagegenehmigung und das ist den Paketboten so am liebsten: Paket in Kiste - Schloss zu - Quittung in den Briefkasten-Fertig!
    Das klappt wirklich prima und ist für den Anlieferer am schnellsten. Zudem braucht niemand da zu sein und der Nachbar wird nicht durch den Absender zum Denken annimiert. So eine Box kann man auch basteln....
    Geht natürlich nur auf eigenem Grund...


    Und noch etwas: Wenn ich Dekos kaufe, weis ich wie lang die Dinger sind. Dann bekommt der Verkäufer den Hinweis wie man 2 Ringe und 2 Schrauben löst und dann das Metall gepolstert neben den Schaft taped. Erstens ist dann das Ganze DHL -Norm und günstig und 2. sind die Schäfte gut gegen Bruch geschützt......
    Ich habe hier einige Schaftbruchlieferungen - hauptsächlich G88 - aus früheren Anlieferungen.....

  • Ausschäften war in diesem Fall immer noch keine Option, da der Schaft selber immer noch zu lang war. Sieht man ja auf den Bildern, daß es nur ca. 10 bis 15 cm Einkürzung gebracht hätte.

  • Der Arisakaschaft ist 1.17 m lang und hätte somit locker die Norm für ein DHL Paket.
    (1.20 m)

  • Der Arisakaschaft ist 1.17 m lang und hätte somit locker die Norm für ein DHL Paket.
    (1.20 m)


    Und den Adressaufkleber hättest Du auch den Schaft geklebt?
    1,5cm Verpackung an den Enden ist VIEL ZU WENIG .....
    Da reicht nur ein leichter Schlag und der Lauf der Flinte schaut aus dem Paket raus.

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    Bin immer nach der Suche nach


    1. Der schwarzen/feldgrauen Sonderbekleidung (Kopfbedeckungen/Jacken/Hosen) der Panzer/Sturmgeschütztruppe sowie deren Effekten (Schulterklappen, Kragenspiegen, Brustadler..)


    2. Schulterklappen und Kragenspiegel für Offiziere in der glänzenden Ausführung (Paradewaffenrock)


    3. Geschönten / geschmückte Feldblusen aller Waffenfarben

  • Und den Adressaufkleber hättest Du auch den Schaft geklebt?
    1,5cm Verpackung an den Enden ist VIEL ZU WENIG .....
    Da reicht nur ein leichter Schlag und der Lauf der Flinte schaut aus dem Paket raus.


    Nö, aber ich hätte mir einen konfektionierten Versandkarton besorgt , den es im Net oder auch beim Büchsenmacher zu kaufen gibt und hätte es verpackt und gut wäre es. Ich habe hier im letzten halben Jahr mindesten 10 Langwaffen auf diese Weise versendet und es gab nie Komplikationen. Man kann es sich auch schwer machen. Und den Adressaufkleber würde ich auf den Karton kleben, denn auf den Schaft nützt er nichts. Aber das weist Du sicherlich selber.


    Gogle mal Versandkarton für Langwaffen , da wird auch Dir geholfen.

    Einmal editiert, zuletzt von andrea ()

  • Und den Adressaufkleber hättest Du auch den Schaft geklebt?
    1,5cm Verpackung an den Enden ist VIEL ZU WENIG .....
    Da reicht nur ein leichter Schlag und der Lauf der Flinte schaut aus dem Paket raus.


    Nicht, wenn man es diagonal ins 120x60x60cm grosse Paket verpackt...;)

    Auf MFF-Suchanzeigen antworten ist Zeitverschwendung.


    Kein WhatsDepp!

  • Nicht, wenn man es diagonal ins 120x60x60cm grosse Paket verpackt...;)



    Wobei das nicht ganz ohne ist. Gerade lange und spitz zulaufende Gegenstände arbeiten sich da gerne durch die Ecken und "verschwinden" dann auf Nimmerwiedersehen. Selbst schon erlebt. Aber DAS hat jetzt endgültig nichts mehr mit dem Problem des Themenstarters zu tun. Würde mich interessieren was da noch bei rumgekommen ist.

  • Wobei das nicht ganz ohne ist. Gerade lange und spitz zulaufende Gegenstände arbeiten sich da gerne durch die Ecken und "verschwinden" dann auf Nimmerwiedersehen. Selbst schon erlebt.


    Das man solche Ecken entsprechend polstert (zB mit Styropor, oder in alte Decke einwickeln) sollte eiglich klar sein :rolleyes:

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  • Danke für den Tipp. Hatte schon Angst doof sterben zu müssen.


    Gerne :D


    Auch wenns nicht mehr zum Thema passt, scheint Bedarf für solche Infos vorhanden zu sein, evtl. kann ja so in Zukunft verhindert werden, dass einem anderen Forumsmitglied ein Paket abhanden kommt.


    Und nun zurück zum Thema ;)

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  • Es ist doch nun egal, mit welchem Logistikunternehmen meine Ware zu ihrem neuen Eigentümer gelangen sollte. Es war ein gut verpaktes Frachtstück und ich habe/hatte mit dem Unternehmen einen Vertrag. Auch bei DHL wurde mir schon ein Marinedolch aus einer gut verpackten Sendung entnommen. Die sind da auch nicht besser. Letztens habe ich hier im Forum eine hohe preußische Auszeichnung gekauft und die entsprechenden Versandkosten beim Verkäufer dafür entrichtet. Da es vom Format her nur ein stabiler Maxibrief war, wurde mir das Stück ohne Übergabe und Unterschrift in den Postkasten gestopft und schaute aus diesem sogar noch heraus. Jeder hätte das Stück problemlos herausziehen können. Mir hat es wirklich die Sprache verschlagen. Also hört auf DHL hier als non plus ultra darzustellen.
    Es ist mir durch oberflächliche Mitarbeiter ein Schaden entstanden und den soll mir GLS ersetzen. Bis jetzt waren es ein paar Mails, die dann durch das Unternehmen einfach nicht mehr beantwortet wurden. Auch der neue Eigentümer hatte schon mal telefonisch sein Glück versucht, aber da er keinen Versandauftrag ausgelöst hat, sondern ich, muß ich allein an dieser Front weiterkämpfen. Ein heutiger Anruf ergab, daß der verantwortliche Mitarbeiter für die Schadensregulierung nicht mehr im Hause war. Morgen werde ich während meiner Frühschicht noch mal dort anbimmeln und mich langsam von meinen höflichen Umgangsformen lösen.
    Eine freundliche Anfrage meinerseits, wie denn der Stand der Dinge ist, wurde seit zwei Wochen mit Ignoranz belohnt. Jetzt werde ich mal deutlicher werden.
    Eine von mir aufgegebene Sendung wurde veruntreut und ganz offensichtlich Urkundenfälschung betrieben.
    Ich habe hier recht entspannt begonnen zu schreiben, aber inzwischen hab ich ne Halsschlagader wie ne Coladose.

  • Ich gebe Dir vollumfassend Recht. DHL ist nicht besser oder schlechter als alle anderen Unternehmen - was die "Zuverlässigkeit" der Mitarbeiter angeht. Jetzt könnte man über die Sklaventreiber Methoden dieser Unternehmen diskutieren, die tollen Arbeitsbedingungen und die großzügigen Löhne. Das alles ist aber mir als Auftraggeber völlig wurscht. Wirklich billig sind sie nämlich alle nicht und letztlich kann man für das Geld verdammt nochmal verlangen, dass man keinen Schaden erleidet.
    Was DHL betrifft.....
    im Gegensatz etwa zu Hermes, haben die ein - so meine Erfahrung - schon recht zuverlässiges und klar strukturiertes Beschwerde- und Verlustmanagement.


    Als sich mein 98/05 mit Sägerücken vor ein paar Jahren einfach mal so in Luft aufgelöst hat bzw. der Empfänger einen leeren Karton zugestellt bekam, habe ich einen Vordruck ausgefüllt, die notwendigen Nachweise zum Wert des Inhalts beigefügt und gut. 4 - 6 Wochen später war der Kaufpreis auf meinem Konto und alles war gut - von einem bitteren Nachgeschmack mal abgesehen.
    So ähnlich lief es übrigens neulich auch mit Hermes, als eine WH-Breeches nie beim Empfänger ankam.
    Klar... bei mir war die Schusswaffenproblematik nicht im Spiel. Keine Ahnung wie die darauf reagieren - auch wenn es sich "nur" um ein Deko-Teil gehandelt hat.....

  • uweB.......das ist natürlich eine saublöde Geschichte und ein positives Ende wünschenswert.
    In der Tat, das ist fast bei jedem Anbieter so! Gerade wieder Ärger mit Hermes: Fahrer neu,
    Null Sprachkenntnisse, kaum des Lesens mächtig - ein armes Schwein, das wohl für den 5. Subunternehmer arbeitet und bis in die Nacht tourt! Jedenfalls musste ich ihm mit Hand und Fuss erklären, was eine Ablagebox bedeutet.............und die betriebliche Freigabe seit fast 20 Jahren besteht!
    In deinem Falle würde ich auf die Telefoniererei verzichten ....bringt nichts, Anruf landet irgendwo (kann auch mal Irland sein....) und soll Dich nur hinhalten! Zudem hast Du im streitigen Verfahren - Du willst ja Schadenersatz- überhaupt nichts in der Hand. Nein, Du musst Dir die Mühe machen, und den Sachverhalt und dein Anliegen (Fristsetzung nicht vergessen) zu Papier bringen, und mittels Einschreiben an die Hauptverwaltung senden - die entsprechende Abteilung können die ja raussuchen! Wenn ich mal wieder ein Magentaproblem habe: Geht alles nach Bonn - wer`s dann bearbeitet ist nachrangig, wichtig ist, dass der Sachverhalt dem Dienstleister unterbreitet wurde und jetzt ist er am Zug!
    Glaube mir, wenn im Gerichtsverfahren die Gegenseite zugeben muß, einem schriftlichen Vorgang auf die schriftliche Einrede verzichten zu können und das Papierl in der Rundablage deponiert hat, dann sieht es nicht gut für die anderen aus. Juristisch bedeutet dies u.U. ein Zugeständnis, weil keine entlastende Gegenargumentation erfolgt ist.
    Ich habe in einer Bebauungssache mal einen OLG-Prozess gegen eine Kommune gewonnen, weil diese der Ansicht war, dass meine zugesandte schriftliche Aufffassung zum Sachstand zwar nicht so angedacht war, sie aber meiner Darstellung nicht schrftlich widersprechen wollten: Somit war meine Auslegung für das Gericht bindet. An den Bürgermeister:" ...wieso haben Sie nicht dem Schriftsatz widersprochen...?"
    Einfach unter Fristsetzung die Aufforderung zur Herausgabe (was natürlich nicht möglich ist..) ersatzweise die Höhe der Schadensersatzzahlung angeben und einfordern! Es besteht ein Werkvertrag über eine Dienstleistung welche nicht erfüllt wurde(ist natürlich nachrangig), und der überlassene Gegenstand ist nicht mehr Dein Eigentum - ein Haftungsfall.
    Das BGB gibt hier klar die Regeln vor und die gelten vor den AGBs des Anbieters!
    Aber bitte: Alles schriftlich per Einschreiben !!!!!

  • Kurz noch mal abschließend ein paar Zeilen. Kurz vor Jahresende habe ich es dann aufgegeben und dem fustrierten Käufer 50 % von Kaufsumme und Porto als Reparation meinerseits angeboten, was auch gern angenommen wurde. Da auch nach etlichen Nachfragen in schriftlicher und mündlicher Form von GLS keine Stellungnahme erfolgte, wollte ich die Sache und den wohl verständlichen Ärger endlich zur Seite tun und aus dem Kopf bekommen.

    Und dann kam Anfang des Jahres nach sage und schreibe 5 Monaten eine Mail von GLS mit ein paar Formvordrucken, die von mir und dem Käufer ausgefüllt werden mußten. Ein paar Tage später war die komplette Kaufsumme und auch die Portorückerstattung auf meinem Konto und ich konnte dem Käufer auch den Rest rücküberweisen. Viel Ärger, aber schlußendlich dann doch noch schadensfrei.

    Die Frage bleibt aber unbgeklärt im Raum; wo ist der Schießprügel abgeblieben....................

  • Mich würde noch kurz interessieren was Ihr auf den Formularen als Inhalsangabe geschrieben habt ? Wäre vielleicht für alle hier interessant ?

  • ....... sollte man hier nicht die Waffennummer nennen!

    Vielleicht taucht sie mal wieder im MFF auf............oder bei Egon.

    Als bei einem Einbruch bei mir Dekowaffen entwendet wurden, konnte ich der Polizei auch die Nummern nennen. Die geben diese dann in die internationalen Fahndungsliste für Waffen ein - auch wenn es nur Deko ist. So hat man zumindest eine Chance so ein Teil wieder zu bekommen. Bei mir hat die Versicherung zwar die damals niedrige Kaufsumme erstattet, aber es gab auf dem Markt praktisch keinen Ersatz für das eine Modell, sodass es bis heute in meiner Sammlung fehlt.

  • Deklariert habe ich es als "Arisak- japanischer Dekorationsartikel". Leider habe ich die Waffennummer nicht aufgeschrieben.