Abnahmestempel "K" auf Klingen von Aushilfsseitengewehren

  • Hallo,
    habe auf den Klingen von vier verschiedenen Aushilfsseitengewehren bei genauerer Betrachtung immer wieder den gleichen Abnahmestempel festgestellt und zwar ein gekröntes "K" in Fraktur. Interessant ist dabei, dass sich der Abnahmestempel auf vier verschiedenen Klingentypen findet: 1. Klinge mit Hohlkehlen bei einer Nr. 40a; 2. Klinge ohne Hohlkehlen mit "balligem" Schliff bei einer Nr. 40b; 3. Klinge ohne Hohlkehlen bei einer Nr. 11; 4. Klinge, bei der nachträglich Hohlkehlen eingeschliffen wurden bei einer Nr. 12. Bei allen Klingen ist dieser Abnahmestempel auf der terzseitigen Fehlschärfe eingeschlagen. Ich gehe davon aus, dass diese Stempel nur zur Abnahme der Klinge dienten, denn die Nr. 11 und die Nr. 12 haben noch eine Abnahme auf dem Parierstück und die Nr. 40b hat noch eine Abnahme auf dem Klingenrücken, die meiner Meinung nach bei der Schlussabnahme geschlagen wurden.
    Meine Überlegung ist jetzt folgende: Wenn man diesen Abnahmestempel einem Abnahmebeamten zuordnen kann, könnte man auch feststellen, wo diese Klingen produziert worden sind.
    Oder dieser Stempel findet sich auch auf Klingen von Standardseitengewehren, die mit Herstellerstempeln gemarkt sind. Dann könnt man auch Rückschlüsse auf den Herstellungsort ziehen.


    Vielleich könnt ihr was dazu beitragen: Weitere Klingen von Aushilfseitengewehren mit diesem diesem Stempel oder andere Seitengewehre mit diesem Stempel.
    Würde mich über Beiträge, Meinungen, Überlegungen und Ergänzungen von euch freuen.
    Grüße
    zimmerit


    Die Abnahmestempel werden in der Reihenfolge der abgebildeten Seitengewehre von oben nach unten jeweils immer zweimal gezeigt.

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    Suche immer Grabendolche, Infanteriemesser42 und Notbajonette.

    Einmal editiert, zuletzt von zimmerit ()

  • Ja ich wuerde sagen so koennte es stimmen, ist sehrwahrscheinlich keins Solingen area stempel, wenn es zeitlich stimmt, dann 1915/16 wuerde ich als real datieren, frage ist ob der selbere Inspektor K mehrere fabriken untersucht hat, was ganz real sein koennte. Sollte man mit S98/05 oder S84/98 begleichen.a.g.Andy

    Alles gute, Andy

  • Hallo zimmerit !


    Die Abnahme "K" auf der rechten Seite der Klingenfehlschärfe ist mMn recht häufig vertreten.


    Als Beispiele kann ich da noch folgende Carter Nummern zufügen: 8, 26, 27, 37.


    Gruß J.K.

  • Den Hersteller wirst du so nicht ermitteln können. Die Abnahme "K" findet man meines Wissens nicht auf den Standardseitengewehren. Darüber könnte man dann einen Hersteller ermitteln.


    Vielmehr wurden hier wohl Klingen und/oder Seitengewehre zentral angeliefert und abgenommen. Es sind solche Abnahmeverfahren bekannt.

    Alle von mir gezeigten zeitgeschichtlichen und militärhistorischen Berichte und Gegenstände aus der Zeit 1933 - 1945 und angesprochenen Themen dienen nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger und verfassungsfeindlicher Bestrebungen, der wissenschaftlichen und kunsthistorischen Forschung, der Aufklärung oder Berichterstattung über die Vorgänge des Zeitgeschehens oder der militärhistorischen und uniformkundlichen Forschung gemäß §§ 86 / 86a, Deutsches StGb.
    - Und ich bin kein Verkaufsberater -

  • Es ist weithin bekannt, dass das gekrönte "K" in dieser besonderen gotischen Schrift der militärische Abnahmestempel des Norwegischen Heeres ist.









    .

    3 Mal editiert, zuletzt von piedmont ()

  • das ist ein Hetstellerlogo und steht für die "Wappenfabrik Kongsberg". Hat mit dem hier nichts zu tun

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  • Wenn man kein solches stempel findet am normalen S84/98 oder S98/05 SG in kriegsproduktion, dann sollte SleepWalker recht haben.Suche geht weiter.a.g.Andy

    Alles gute, Andy

  • Halasz beschreibt in Band 1 unter Nummer 60 ein Faschinenmesser mit Abnahme K.
    Hersteller von Selbigen ist "Friedrich Kottenhoff, Gevelsberg.



    messersammeln

  • was ist das für ein Faschinenmesser?


    Der Buchstabe war immer der Anfangsbuchstabe des Nachnamens. Gab es mehrere wurden diese dann mit Linien darunter gekennzeichnet.


    Diese Beamten gingen aber auch mal in Pension oder wurden versetzt. Daher muss dieses "K" über die Jahrzehnte nicht immer für die gleiche Person stehen... ist sogar eher sehr unwahrscheinlich.

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  • [quote='Sleepwalker','https://www.militaria-fundforum.de/MFF_WOLTLAB/forum/index.php?thread/&postID=4489610#post4489610']was ist das für ein Faschinenmesser?



    Wenn Du unter;


    Friedrich Kottenhoff, Gevelsberg Faschinenmesser;


    suchst findest Du in der Objektdatenbank des "Deutschen Historischen Museum" ein Exemplar wie von Halasz beschrieben.


    messersammeln

  • Ja ich wuerde sagen so koennte es stimmen, ist sehrwahrscheinlich keins Solingen area stempel, wenn es zeitlich stimmt, dann 1915/16 wuerde ich als real datieren, frage ist ob der selbere Inspektor K mehrere fabriken untersucht hat, was ganz real sein koennte. Sollte man mit S98/05 oder S84/98 begleichen.a.g.Andy

    Hallo,

    entschuldigt bitte meine lange Reaktionspause und habt vielen Dank für eure Beiträge und Überlegungen.

    Danke an den junker, dass er die Stücke aufgelistet hat, bei denen er das K festgestellt hat. Würde mich freuen, wenn Koppel seine Beobachtungen noch hinzufügen würde - auch wenn es Doppelnennungen sind und die Modelle hier bereits aufgeführt wurden. Ich habe übrigens bei mir auch noch eine Nr. 27 mit dem K entdeckt.


    Andys Vermutung, dass ein Inspektor für mehrere Hersteller zuständig war, ist naheliegend, denn wir finden das K ja auf mindestens 4 unterschiedlichen Klingenformen, die höchstwahrscheinlich nicht von nur einem Hersteller stammen. Das kann meiner Meinung nach auch mit Sleepwalkers Aussage zusammenpassen, dass die Klingen zentral abgenommen wurden und zwar in dem Sinne, dass ein Abnahmebeamter für ein bestimmtes Gebiet zuständig war, wo sich mehrere Produktionstätten befanden (z.B. Ruhrgebiet oder Raum Suhl/Zella-Mehlis). Dass alle Klingen an einer einzigen zentralen Stelle im ganzen Reich abgenommen wurden, erscheint mir eher unwahrscheinlich, weil das ja einen enormen logistischen Aufwand bedeuten würde.

    Halasz beschreibt in Band 1 unter Nummer 60 ein Faschinenmesser mit Abnahme K.
    Hersteller von Selbigen ist "Friedrich Kottenhoff, Gevelsberg.

    messersammeln

    Das ist natürlich ein interessanter Einwurf von messersammeln und der würde uns ein Schritt weiter bringen, wenn man diesen Abnahmestempel wirklich auf diesem Faschinenmesser nachweisen könnte. Dann könnte man diesen Abnahmebeamten zumindest grob in den Raum des Ruhrgebietes einordnen.

    Das Problem dabei ist aber, dass bisher keiner einen Abnahmestempel auf einem solchen Faschinenmesser erkennen konnte und Halasz zeigt ihn an der genannten Stelle in seinem Buch leider auch nicht.

    Ich zeig euch hier mal die beiden Stücke, die ich untersucht habe. Man sieht zwar an der Stelle, wo sich laut Halasz der Abnahmestempel befinden müsste, eine Verformung/Spur im Metall, aber ob das wirklich ein Abnahmestempel ist???

    Grüße

    zimmeritIMG_6810kl.jpgIMG_6812kl.jpgIMG_6813kl.jpgIMG_6871kl.jpgIMG_6814kl.jpgIMG_6816kl.jpgIMG_6821kl.jpgIMG_6885kl.jpg

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    Einmal editiert, zuletzt von zimmerit ()

  • Hallo,

    hier habe ich nochmal auf den Bildern die Stellen speziell gekenzeichnet, wo sich der Abnahmestempel befinden könnte.

    Falls jemand ein solches Faschinenmesser besitzt, auf dem wirlich ein Abnahmestempel zu erkennen ist, würde ich mich sehr freuen, wenn er hier ein Bild davon zeigen würde. Bisher ist mir kein solches Stück bekannt.

    Grüße

    zimmeritIMG_6871klkreis.jpgIMG_6885klkreis.jpg

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  • Hallo Koppel,

    hab Dank für deine Ergänzung.

    Grüße

    zimmerit

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