M42 Glocke mit Restfarbe

  • Hallo zusammen,


    Habe kürzlich diese M42 Glocke bekommen. Ich denke es müsste eine 68er sein, allerdings kann ich keine Stempel entdecken. Ist es eine Originale?

    Ist der Adler, oder besser gesagt das bisschen was übrig ist, original?

    Und welcher Farbton ist das?



    Besten Dank und viele Grüße


    Thommy

  • Hmmmm, ich bin der Meinung, dass es unerheblich ist. Es ist zu wenig übrig. Einfach als Belegstück ins Regal stellen un gut is :)

    suche immer Stahlhelme / auch Tausch / einfach anschreiben :)

  • Hallo,

    ich habe etwas ähnliches, m42 ckl68 3583 1943, Farbe schiefergrau oder bläulich, glatt.

    Besonderheit dieser Farbe (oder Belag, zementartig mit Zusätzen)

    ist dass sie nicht wasserabweisend ist, jedes Fleckchen oder Fettteil bleibt sichtbar.

    Man kann es nur vorsichtig mit Wasser abwaschen, abbürsten. Bei dem Helm oben ist noch sehr viel Farbe

    vorhanden, nur mit Flugrost überzogen.

    In diesem Fall nicht mit Oxal behandeln, sonst ist die Patina weg, und die Farbe wird schreiend hell.

    Bilder mein Beispielhelm:


    ckl68.JPG


    Zur Ermittlung der Größe: aussen Umfang in Höhe der Splinte messen,

    68 hat etwa 68,5 cm Umfang

    mfg

    Einmal editiert, zuletzt von klobouter ()

  • gab es denn Glocken die nicht gestempelt waren oder erkennt man es nur nicht mehr?

    Wie kann ich den Helm konservieren? Mit Ballistol? Oder gibt es noch Alternativen?


    Mfg

    Thomas

  • Für mich sieht der Helm schon so aus, als wäre er mit Oxal behandelt worden. Äußeres Erscheinungsbild und Verfärbung bzw Ausbleichzung des Abzeichen sprechen dafür.


    Klobouter, deine Messung ist ungenau. Ein genaues Ergebnis erhält du, wenn du direkt unter den Splintlöchern misst, das Ergebnis z. B. 68 cm - 2cm = 66cm Innenumfang und somit die Glockengröße 66. Funktioniert immer :)

    suche immer Stahlhelme / auch Tausch / einfach anschreiben :)

  • Hallo,

    oft haben sich die Stempel abgenutzt, in der Hektik wurde weiter unvollständig gestempelt,

    bei mir ist nur schemenhaft ein "l" und "6" zu sehen, im Spätkrieg ist es eher die Regel.

    Man muss dann die Lüftungslöcher vergleichen.

    Bei diesem Helm kein Öl zur Konservierung, nur abwaschen, abbürsten und trocknen.

    Mit Öl kriegt man hier eine Ölleiche.

    mfg

  • gab es denn Glocken die nicht gestempelt waren oder erkennt man es nur nicht mehr?

    Wie kann ich den Helm konservieren? Mit Ballistol? Oder gibt es noch Alternativen?


    Mfg

    Thomas

    Es gab Glocken, welche nicht gestempelt waren, selten, aber ist vorgekommen. In deinem Fall einfach nicht mehr zu lesen.

    suche immer Stahlhelme / auch Tausch / einfach anschreiben :)

  • Klobouter, deine Messung ist ungenau. Ein genaues Ergebnis erhält du, wenn du direkt unter den Splintlöchern misst, das Ergebnis z. B. 68 cm - 2cm = 66cm Innenumfang und somit die Glockengröße 66. Funktioniert immer :)

    also dieser hat ca. 69.5cm, also eine 68er, oder?


    MfG

  • Hallo,

    ich habe nochmal nachgemessen, es ist 69,5 cm aussen, Innenring mit 68 gestempelt (W. Zahn).

    Ich habe mich vorher mit 68,5 geirrt, mea culpa.

    Anbei ein Foto von gleichem Helm aber als Bodenfund,

    leider zu lange im Oxal, ist ausgeblichen - kann bei diesem Belag schnell passieren.


    ckloxal.JPG


    mfg

  • hatte diesen, wie oben vermutet, auch kurz im Oxalbad... wohl mit einer sehr "milden" Mischung.

    Bin allerdings noch nicht sehr erfahren und die Glocke diente als Versuchsobjekt. War allerdings überrascht, dass doch noch einiges an Farbe raus kam.


    Hier ein Vergleich

  • Hallo,

    mein Helm ckl68 war komplett verrostet (100% mit Rost bedeckt, rostbraune Oberfläche)

    ich habe den nur mit Waschen im Wasser, Bürsten, und etwas Flusssand (runde sehr feine Körner)

    auf dem Waschlappen sauber bekommen, ohne die Farbe zu zerstören.

    Oxal geht schnell in die Tiefe, es bleicht alles aus, es wirkt wie neu angestrichen.

    Dein Helm wird wohl noch 95% Farbe haben, man muss es nur langsam und vorsichtig säubern.

    Von diesen Helmen wurden die meisten kaputt gemacht durch Einölen oder Oxal.

    mfg

  • Naja - ja Oxal bleicht die Farbe aus - weil eine Oxalschicht auf der Farbe zurückbleibt, wenn man diese nicht komplett wegbekommt, was durchaus passiert.


    Aber wenn ich einen Helm mit Oxal behandelt habe , dann Öle ich iihn nach dem Trocknen ein, Brunox, zur Not auch WD40.


    Das Öl ist nach einer Woche, max. 2 Wochen weg/verflüchtigt - zurück blieb der gleiche Farb-Ton wie vor der Behandlung (wenn davor Farbe erkennbar war), zurück bleibt nicht der blasse Oxalfarbton - habe einige Helme so jahrelang stehen gehabt, ohne das die Farbe wieder blass wurde oder sich irgendwie verändert hat.....


    Auch Helme welche komplett mit Rost, sogar cm-dick beschichtet waren und mit Oxal vom Rost entfernt , danach getrocknet und mit "Öl" behandlet wurden, haben ihre Farbe nicht mehr verändert. Ich habe jede Woche einen oder zwei Helme im Oxal liegen, deswegen Zufälle sind das eher nicht. Ich arbeite je nach Helm mit schwachen oder stärkeren Lösungen.


    Das Oxal wie frisch gestrichen wirkt, habe ich noch bei keinem meiner Helme festgestellt.... Schön wärs ^^

  • Dein Helm wird wohl noch 95% Farbe haben, man muss es nur langsam und vorsichtig säubern.

    der Helm hat im kompletten noch einen grau Schimmer aber ist auch komplett mit kleinen Rostnarben überzogen.. dort kann dann doch auch keine Farbe mehr sein oder?

  • dort kann dann doch auch keine Farbe mehr sein oder?

    ....Richtig!

    Das ist eine narbig metallische Oberfläche. Da ist sicher keine Farbe mehr zu erwarten.

    ...."95%" ^^

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