SS Führer Schirmmütze - mitbefördert ?

  • Diese Mütze habe ich zusammen mit weiteren Dingen aus dem Nachlass des Trägers frisch vom Entrümpler bekommen. Der Träger war 1943 Untersturmführer in einer Artillerie Einheit der Götz von Berlichingen. Da es meine erste W-SS Offz Mütze ist, kann ich nicht viel dazu sagen.

    Das Mützenband unter dem Samtband ist auch tiefschwarz, also kein Wehrmachtsumbau. Ich gehe davon aus, dass der Träger die Mütze nach der Beförderung mit dem Samtband ausgestattet, und bei der Gelegenheit auch gleich die Paspel rot eingefärbt hat. Leider war die rote Farbe wohl nicht besonders Wasserfest, durch Schweiß im unteren Bereich und vielleicht Regen von oben hat sich die Farbe ausgewaschen und an Stellen der Mütze festgesetzt, wo sie nicht hingehört.

    Was sagt Ihr zu der Mütze und hat vielleicht jemand eine Idee, wie man die rote Farbe wieder abbekommt.... oder würdet Ihr es so lassen ?

  • Ob es sich um eine originale WSS Mütze handelt kann ich nicht sagen, aber das einfärben der Paspel is wirklich stümperhaft erfolgt...

    Dass die Farbe vom Schweiß verwaschen werden kann ist am unteren Rand evtl noch erklärbar, aber am Deckel nicht.


    Auch sieht die mütze grundsätzlich nicht sehr verschwitzt/getragen aus.

    Ich glaube nicht dass das damals so unsauber gemacht worden wäre, er musste damit ja als Führer rumlaufen.


    Kenne solche schlecht gefärbten Paspeln eigentlich nur als nachkriegs Bastelarbeiten.


    Versuchs mal mit nem Tuch und Wasser, evtl geht ja was ab.

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    Schirmmützen der Luftwaffe und der Wehrmacht. Ausreichend Tauschmaterial vorhanden.

  • Bin zwar kein Mützenexperte, jedoch hoffe ich, dass nicht zuviel Geld geflossen ist...


    Das Färben der Deckelbiesen macht für mich keinen Sinn... Ab 1.1.41 war die Deckelbiese weiß für alle Waffengattungen vorgeschrieben. Alte Mützen mit Waffenfarben wurden trotz Vorschrift oft einfach weiter getragen. Aber warum sollte jemand 1943 auf die Idee kommen, seine Mütze noch auf seine Waffengattung umzufärben???


  • Das Einfärben der Paspel war eine beliebte Vorgehensweise bei SS Offizieren und wurde auch geduldet, wenn auch nicht nach Vorschrift.

    Gibt auch Fotos vom Träger auf der deutlich zu erkennen ist, dass seine Kameraden weiß tragen er aber eine dunkle Farbe trägt.…


    Kann jetzt zwar nicht behaupten, dass es genau die Mütze auf dem Foto ist, es ist aber auf jeden Fall der Träger der vorgestellten Mütze. Hochzeitsfoto von 1943

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  • Das ist ja auch korrekt. Habe ich doch geschrieben. Es handelt sich dann aber um alte Mützen, die einfach entgegen der Vorschrift weiter getragen worden sind... Das Umfärben nach Erlass der Vorschrift der einheitlichen weißen Deckelbiese ist mir persönlich unbekannt...

  • Sollte ein Trägerfoto existieren, daß genau diese Mütze zeigt, könnte sie interessant sein.


    Ansonsten würde mich nicht nur das dilettantische Färben stören, ich würde mir auch mal genau den Besatzstreifen anschauen, ob der nicht auch gefärbt ist, nämlich von grün auf schwarz. Bei dieser Waffenfarbe gibt es ja auch öfter Umbauten von Justizmützen usw., da muß man schon genau hinschauen. Und eine Bastelei an der Mütze sollte Anlaß sein, nach weiteren Basteleien zu suchen. Es kann nämlich genausogut sein, daß hier nach dem Krieg eine Mütze umgebaut wurde, weil das Original eben weg war.


    In dieser Preisklasse sollte meiner Meinung nach ein Stück niemals Fragezeichen haben, es sei denn, sie ist halb geschenkt.


    -> Suche feldgraue Bekleidung der Technischen Nothilfe (TN), ein grün/rotes Spätkriegseßgeschirr WH aus Stahl (AEMA oder MKL) sowie einen Auto Union C1 Generator in der Farbe "dunkelgelb nach Muster". <-

  • Da hast Du natürlich recht, die Preisklasse ist in diesem Fall aber kein Problem. Die Porträtfotos sind leider alle ohne Mütze.

    Mir geht es hier ja eigentlich nur um die Frage, ob man wohl die unschöne Farbe wieder irgendwie abbekommt.

    Ach ja, der ehemalige Besitzer ist bereits 1961 verstorben, also sollte die Farbe falls Nachkrieg und von ihm ausgeführt worden sein vor 61 passiert sein.

    Seine Witwe hatte da sicherlich auch kein Interesse daran und der Sohn hat das ganze Zeug incl. Haus verwahrlosen lassen, also kann ich mir auch nicht vorstellen, dass der da Handangelegt hat...

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  • Ich halte die Mütze zweifelsfrei für original, Innenausstattung typisch für SS, jedoch würde ich versuchen die Paspel von der häßlichen Farbe zu befreien, ich hätte da auch keine Skrupel Aceton zu verwenden, sollte Dir das gelingen bist Du der Chef im Ring:thumbup::thumbup:

    Ich versichere, daß die von mir gezeigten zeitgeschichtlichen und militärhistorischen Gegenstände aus der Zeit 33-45 nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger, verfassungsfeindlicher Bestrebungen,Identitätsbestimmung, Originalitätsbestimmung gezeigt werden

  • Innenausstattung typisch für SS

    Nein, so gar nicht typisch. Es ist möglich, aber dies ist kein typisches Kleiderkasseninnenfutter.


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  • Frank, schau doch mal ob auf dem ursprünglichen Besatz auch Spuren vom Schädel sichtbar sind.

    Unter dem Schweißleder steht nichts?

    Gruß Marcus

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    Berchtesgaden/Obersalzberg von 33 bis 45.

  • Hi Marcus,

    unter dem Schweißband sind leider keine Stempel, ich konnte nur diese römische Ziffer ? finden, hat das was zu bedeuten ?

    Das Samtband liegt sehr stramm an, möchte da nicht mit Gewalt daran rumreißen. Ich hoffe man kann es einigermaßen erkennen, auch auf dem schwarzen Grundtuch scheint mal ein Totenkopf gewesen zu sein. Weiter habe ich mal ein Bild vom Sitz des Adlers gemacht.

    Schau mal, kannst Du was erkennen ?

  • eben ist mir noch aufgefallen, die rote Farbe hat sich auch am Samtband, an der Stelle an der der Totenkopf saß abgesetzt.


    Vielleicht hat er die Mütze wirklich erst später von einem alten Kameraden oder so... bekommen und wollte sie dann rot einfärben, damit sie der Mütze aus seiner eigenen Dienstzeit gleich kommt.


    Da die Farbe aber auch am Totenkopf hing, geh ich davon aus, dass es kein besonders guter Textilfarbstoff ist, der sich vielleicht wirklich leicht entfernen lässt.

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  • Also bei der SS wurde letztendlich auch gemacht was gefiel. Erst waren farbige Paspeln verboten und sie wurden gefärbt. Dann war es erlaubt und später wieder nicht und trotzdem würde gefärbt oder farbig bestellt.


    Kopien gibt es seit Ende des Krieges. Damals waren es einfache Souvenirs. Das Alter der Mütze ist also kein Beweis.


    Nun zur Mütze. Es ist mal definitiv kein typisches Kleiderkassestück und kein typisches Innenleben.


    Ich kenne genau eine Peküro SS Mütze in Feldgrau. Alles andere sind umgebaute Heeresmützen. Gleichwohl sehe ich hier nichts was mich stören würde.


    Stellst du sie im WAF ein wird man Dir aber garantiert gleich umgebaute Heeresmütze sagen.


    Ich denke sie hat Potenzial.


    Grüße Christian

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  • Tja schwierig, schreib die auf keinen Fall zu schnell ab und schreib den mal an, den ich dir gestern schon genannt habe.

    Der Besatz darunter ist aber definitiv auch schwarz und nicht dunkelgrün?

    Auf dem Bild könnte das vom Vergleich her links die Mütze sein.

    Gruß Marcus

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  • Hier gleich mal ein gutes Beispiel zum Thema Vorschriften...

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  • Für mich ist der Besatz tiefschwarz, ich kann keinen grünlichen Schimmer erkennen.

    Ne, die Mütze schreib ich sicher nicht ab. Auf Grund der Umstände und dem ganzen Hintergrundwissen, glaube ich fest an die Originalität.

    Meiner Meinung nach macht nur die eklige Farbe das schöne Stück etwas madig.

    Ich glaube auch nicht, dass der, der das Teil mal angemalt hat, je damit gerechnet hätte, dass sich da mal Sammler darüber den Kopf zerbrechen.

    Wenn da jemand einen Betrug geplant hätte, hätte man das Samtband an eine WH Offz Mütze genagelt und dann bei eBay zwei SS Mützen verkaufen könne.


    Irgendwie hab ich Angst da dran herum zu basteln und es am Ende noch zu verschlimmern, aber so habe ich auch keine Freude daran...

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  • Du kannst mal warmes Wasser in ein Waschbecken lassen und vorsichtig den äußeren Rand der Mütze eintunken und ein bißchen auswalken. Vielleicht geht die Farbe ja so schon raus. Mit Chemie würde ich da zunächst nicht rangehen, das will gut überlegt sein. Ich fürchte aber, daß man die Farbe nicht mehr komplett spurlos wegbekommt, da sie besonders im Bereich unter dem Besatzstreifen auch schon auf das graue Tuch abgefärbt hat.


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  • Hat schon mal jemand eine Paspel einfach wieder über gefärbt mit weiß ?

    Vermutlich ist das die sicherste Lösung.

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  • Man wird es immer sehen.

    Ich würde bei so einer Preisklasse ein Restaurator empfehlen.

    Oder mich bei Weitze mal schlau machen.

    Gruß

  • ich denke, ich werde nichts daran machen. Mit der Farbe habe ich nicht wirklich Freude daran und wenn ich da jetzt dran rumbastle wird's sicher nicht besser. Ich denk ich überlasse die Entscheidung was damit passieren soll einen anderen.

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