Hochzeit 1935 HJ/BDM Fotos.

  • Hier mal ein paar Fotos aus einen Hochzeitsfotoalbum von 1935. Auch wenn meine Handyscannerapp nicht die besten Ergebnisse liefert doch einige interessante eindrücke. Die beiden haben sich wohl bei ihrer Arbeit bei der HJ/BDM kennengelernt. Besonders interessant finde ich das Foto während der Trauung mit den Fahnen im Hintergrund und auch die Mützen der Gäste sind interessant eventuell SA ? Jegliche Info zu Details ist willkommen.

  • Moin,


    Ein paar schöne Fotos zeigst du da. Zu den Mützen kann ich nicht viel sagen, aber entweder SA oder NSKK, jedenfalls die eine.


    Was das interessante ist: er trägt die seltene Führerschnur eines Standortführers (schwarz-rot). Noch nie auf nem Foto gesehen, jedenfalls ich.

    Er trägt das Weltkriegsteilnehmer Kreuz und ek2. Weiterhin war er 32 in Potsdam. Gebietsdreieck "RJF Stab" wie wir lesen können, während Peggy-Sue aus "West Ruhr Niederrhein" kommt.

    Wo ich ein wenig hadere, ist sein dienstgrad : evtl Oberbannführer?


    Grüße


    Daniel

    Suche Mützenbänder der Marine-HJ, des BDMV und der Marine-SA. Zahle im ungetragenen Bestzustand (fast) Hamburger Händlerpreise.

  • Danke für das erklären der Details. Ich hab nochmal versucht unter Sonnenlicht ein paar weitere Fotos der Details zu machen und habe nochmal mit meiner Großmutter gesprochen. Es soll wohl bei der Trauung Baldur von Schirach als Trauzeuge anwesend gewesen sein. Auf den Foto kann ich ihn aber nicht erkennen. Diese Fotos haben den Krieg wohl auch nur überlebt weil sie von den Eltern des Paares waren. Die Wohnung in Berlin ist ausgebrannt.

  • Keine Ursache. Mach ich gern. Jedoch kann ich immernoch keine definitive Aussage über seinen Diensgrad treffen.

    War BvS bei dieser Hochzeit Trauzeuge oder der hier abgebildete Herr bei BvS's Hochzeit Trauzeuge? Das hast du bei deiner Wortwahl ein wenig offen gelassen...

    Denn: wenn BvS hier anwesend war, wäre er ganz sicher irgendwo, quasi als VIP, hier ganz sicher auf mindestens einem Foto zu sehen gewesen.

    Mal ne andere Frage: Wie war denn der Name des hier zu sehenden vermeintlichen Oberbannfhr's?


    Grüße


    Daniel

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  • Sorry, hab nochmal deine Antwort gelesen - du hast schon geschrieben, dass hier BvS angewiesen sein soll. Mein Fehler.

    Suche Mützenbänder der Marine-HJ, des BDMV und der Marine-SA. Zahle im ungetragenen Bestzustand (fast) Hamburger Händlerpreise.

  • Moin,


    und der Name war der Schluessel zu folgendenden Informationen zu dem Herren. Wie du lesen kannst war er tatsaechlich ein VIP in den spaeteren Jahren:


    August Kling

    Geboren 4.11.1897 in Paris. Beruf: Lichtbildner.

    NSDAP seit 1.3.1932, Mitgliedsnummer 965015.

    Bis 1933 Fotograf in München (war auch bei Foto-Hoffmann in Berlin eingestellt).

    Dezember 1933 als Oberbannführer war er Referent in der RJF (Abteilung SP: Schule, Presse und Propaganda). Später war er in der Abteilung P (Presse, Propaganda).

    1939 als Oberbannführer war er Abteilungsleiter (bestätigt Mai 1939) und Leiter der Reichsbildstelle im Presse- und Propagandaamt der RJF. Seine Verantwortungsbereich war die Bildberichtserstattung, das Bildarchiv, die Bereitstellung von Bildmaterial für Veröffentlichungen und den Materndienst.

    Letzte bekannte Beförderung war April 1943 zum Hauptbannführer.


    Die Info kam von Garry, dem Admin von http://www.hj-research.com .


    Gruesse


    Daniel

    Suche Mützenbänder der Marine-HJ, des BDMV und der Marine-SA. Zahle im ungetragenen Bestzustand (fast) Hamburger Händlerpreise.

  • danke nochmals für die Informationen. Stimmt soweit mit den Erzählungen aus der Familie überein nur die details zu den dunklen stellen im lebenlauf waren mir bislang unbekannt. Hier der von ihn verfaste Lebenslauf an den ich mich bisher orientiert habe. Da steht leider wenig über das Zivile leben im 3. Reich drinn.

  • Nun, ich wuerde es nicht "dunkle Stellen" nennen - falls du das so gemeint hast. Schliesslich hat auch damals jeder getan, was er am besten konnte und was ihm/ihr Freude gemacht hat. Nicht zuletzt war es ja auch schliesslich sein Beruf. Inwieweit man sich damals in Organisationen engagieren wollte, blieb einem ja mehr oder minder selbst ueberlassen.

    Das war auch in der DDR so und ob einer Photograph fuer Frösi, Bummi, NDL war, war in der Nachwendezeit lediglich nur deswegen egal weil kein Krieg involviert war ... grotesk.


    Was ich trotz allem beachtlich finde ist, dass er seine durchaus leitende Rolle in der HJ mit keinem Ton erwaehnt hat, sondern sich ausschliesslich auf seine Bildberichter-Taetigkeit in der Wehrmacht/Luftwaffe beschraenkt hat. Wahrsacheinlich wurde der Lebenslauf in einer recht sensiblen Zeit verfasst, wo jegliche Verbindung zu Parteiorganisationen vermieden werden sollten - aber durch die Parteinummer haette man es eh rausbekommen, wenn die Besatzermaechte ein wenig genauer hingeschaut haetten!


    Gruesse


    Daniel

    Suche Mützenbänder der Marine-HJ, des BDMV und der Marine-SA. Zahle im ungetragenen Bestzustand (fast) Hamburger Händlerpreise.

  • Ja, der Man war ein Kind seiner Zeit. Geboren in Paris als Sohn eines Deutschen Kürschnermeisters der dort sein Geschäft hatte , im Alter von 7-8 Jahren nach Deutschland zu Verwandten geschickt aufgrund der Angespanten Situation anfangs des 20. Jh im alter von 18 Jahren 1916 in den Krieg gekommen. Das Ende des Krieges in einer Abteilung mit Fesselballons (Aufklärung) erlebt von denen nur 1/3 den Krieg überlebten. Im Dienst zurückbehalten musste er bis 1919 bei der Demobilisierung der Luftschifferhafens Hanover mithelfen. Nach den Krieg eine Lehre gemacht. In die Arbeit eingestiegen. Im Anfangsstadium des Nationalsozialmuses ging es in richtig gut. Reisen/Aufträge sogar ins Ausland; seine Frau kennengelernt eine Wohnung in Berlin, auf Kdf-Wagen gespart. Dann kam der Krieg 3 Jahre in Gefangenschaft 1947 nach Hameln gekommen wo es seine Frau hin verschlagen hat. Ein kleines Fotostudio aufgemacht. In den 1990ern gestorben. Meine Persönliche Meinung: " Die Vergangenheit sollte absolut neutral sein und die Menschen von ihr lernen. Und solche Denkmäler/Dokumente geben die Mentalität zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder. Auch wenn diese uns zu heutigen Zeiten absolut abstrakt und "böse" vorkommt ist diese nicht aus der Geschichte zu löschen und sollte uns im Gedächtnis bleiben Denkmäler sind IMMER im Kontext ihrer Zeit zu betrachten und auch erhalten bleiben. Gegen das Vergessen."