U-Boot Kriegsabzeichen 1918, hohl

  • Guten Abend zusammen.


    Ich würde gerne wissen ob dieses UKA original ist, oder evtl auch eine Juweliersanfertigung sein könnte, oder gar eine Kopie.


    In der hohlen Ausführung habe ich es lediglich beim Hamburger als 57iger (hä?) gefunden.


    Schon einmal vielen Dank im voraus

  • Moin


    Ein original ist es auf gar keinen Fall. Vielleicht eine Kopie von ST &L.oder eine Fälschung von Göde.

    Vom Kauf eines solchen Stückes kann ich nur abraten.

  • Für mich ein originales Stück und weit weg von Kopie oder gar ein Stück von Göde.

    Gruß

    Deutsch sein heißt gut sein,Treu sein und echt,kämpfen für Freiheit,Wahrheit und Recht

  • Hallo,


    Kopie oder Fälschung von Göde ist vielleicht zu schnell aus der Hüfte geschossen.

    Es gibt solch Fertigung von Deumer aus den 20er mit identischem Nadelsystem. Die Stücke hatten das Nadelsystem aber quer. Zumindest könnte man es damit vergleichen und dann nochmal einschätzen.



    Gruß Sammler32

  • Guten Abend, gibt es noch Meinungen?

    "Schwere körperliche Arbeit, die Sorge um Heim und Kind, kleinliche Streitigkeiten mit Nachbarn, Kino, Fußball, Bier und vor allem Glücksspiele füllten den Rahmen ihres Denkens aus. Es war nicht schwer, sie unter Kontrolle zu halten." — George Orwell, "1984"

    Danke & Gruss,

    Thomas
    Meine Tauschecke
    Für die Nichtsupporter
    wutah@arcor.de

  • Leute das Teil ist kein Original und das wird es auch Niemals werden.

    Hallo,


    dann lass uns an der Aufklärung teilhaben. Zeig uns gesicherte Stücke aus der Zeit, Kopien oder die Göde Fertigungen, um die Merkmale zu sehen die es für dich so einfach macht ?



    Gruß Sammler32

  • Hallo,


    die erwähnte 20er Jahre Fertigung von Deumer ist halbhol und zeigt ein für mich gleiches Nadelsystem. Die genannte Fertigung bei Weitze erscheint mir flacher und hat zudem ein anders ausgeführten Nadelhaken. Von der genannten Göde-Fertigung die vom " Farbbild " durchaus identisch wirkt, konnte ich aber keine Bilder der Rückseite finden. Ich denke jetzt dürften wir zumindest ein paar Sachen zum Vergleich und zum besprechen haben.



    Gruß Sammler32

  • Das Nadelsystem kommt so auch auf den 30er/40er-Jahre-Fertigungen des 1. WK-Flugzeugführerabzeichens vor:


    Gruß,

    berghof73

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  • Leider für mich eine bekannte Kopie .


    Die Stücke aus den 30 igern hatten auch immer eine Quernadel .


    Gruss 1919

  • Hier mal ein originales Stück aus dem U-Boot Kommandanten Plage U 29 Nachlass , gleich danach fuhr Weddingen auf U 29 , der 3 Wochen später in dem


    Boot den Tod gefunden hat ,wie auch die gesamte Besatzung .


    Gruss 1919

    .

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  • Du vergleichst Äpfel mit Birnen.Dann möchte ich es für ganz genaue anderst schreiben,für mich ist es ein Stück von vor 1945.

    Gruß

    Ps.hier zwei Auszüge aus original Kataloge aber ich bin mir sicher da gibt es noch weitere Hersteller die Hohl gefertigt haben,1x von Deumer und 1x von S&L von 1939!

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    Deutsch sein heißt gut sein,Treu sein und echt,kämpfen für Freiheit,Wahrheit und Recht

  • Hallo,


    ich kann zwar lesen aber richtig schlau werde ich aus dem geschriebenen nicht. Eventuell habe ich auch was falsch interpretiert. Ich habe ja eine solche Fertigung von Deumer erwähnt ( sollte 20er Jahre sein ) und kenne eigentlich den Bereich der Nachverleihung bis 1924. Haben denn die einzelnen Waffenverbände unterschiedliche Zeiträume ? Sollte solch erwähnte Deumer Fertigung bis 1924 wirklich gefertigt sein und die 1924 wäre auch gültig, dann hätten wir bei Deumer ein originales Stück. Sollten die genannten Zahlen sich etwas anders darstellen, dann haben wir zumindest ein erlaubtes Kaufstück der Zwischenkriegszeit. Das kann man auch als Kopie bezeichnen, aber weil dieser Begriff ja immer so negativ behaftet ist ( weil er einfach falsch verstanden wird ) ist solch zusätzlicher Hinweis mit dem Kaufstück aufklärend/selbsterklärend.

    Zurück zum eingestellten halbholen Stück. Ist es nun Original ? Ist es ein Nachkaufstück der Zwischenkriegszeit ? Ist es eine Fälschung ?



    Gruß Sammler32

  • Guten Morgen,


    es wird wohl niemand die Frage klären können, um was es sich hier handelt. Mit Sicherheit nicht um eines der verliehenen Stücke, davon gibt es nämlich nur wenige Originale, und die sind vermutlich alle von Walter Schott gestaltet und von seiner Künstlerwerkstatt auch hergestellt worden. Eine Verleihungsvoraussetzung waren mind. zwei Feindfahrten mit 150 Seetagen. Wenige Nachverleihungen werden bis in die Jahre 1919/1920 angenommen.


    Ich würde in das von Dir vorgestellte Stück weder Zeit noch Geld investieren. Es ist schon aufwändig genug die Schott Stücke zu verstehen, die grüne Farbgebung sowie die sog. „Flaws“, von den Fälschungen einmal ganz abgesehen.

    Hier Vergleiche mit den Abzeichen anderer Waffengattungen, Herstellern und Zeiträumen anzustellen wird Dir nicht weiterhelfen, es verwirrt nur.


    Sorry, dass ich bezüglich des von Dir vorgestellten Exemplares nicht weiterhelfen kann.

    Gruß

    Hermann

  • Hallo,


    da gibt es Aussagen die kann man so nicht stehen lassen.


    " Nachverleihungen bis 1919/20 werden angenommen " - heißt man weiß es nicht genau.


    Der mir bekannte Verleihungszeitraum von Kriegsauszeichnungen geht bis 1924. Ich kenne da keine Unterscheidung.


    " Vergleiche mit Abzeichen anderer Waffengattungen, Herstellern und Zeiträumen anzustellen wird nicht weiterhelfen "


    Abzeichen anderer Waffengattungen wurden hier garnicht verglichen. Um sich zu orientieren um dann das Stück besser einschätzen zu könnnen, ist es sehr wohl wichtig andere Hersteller und Zeiträume zu vergleichen. Um es zuzuordnen, muss man es doch mit anderen Herstellern vergleichen. Findet man völlige Übereinstimmung dann findet man auch den Hersteller. Findet man völlige Übereinstimmung mit bekannten Fälschungen, dann hat man eine Fälschung. Und der Zeitraum ist doch auch wichtig. Ist ein Stück original, ein erlaubtes Nachkaufstück oder eine Fälschung, dann sind die Werte natürlich anders und deshalb spielen Zeiträume eine wichtige Rolle.



    Gruß Sammler32

  • Hallo.

    Es tut mir leid, wenn Du diesbezüglich noch Diskussionsbedarf siehst, trotz beruflicher Anspannung will ich noch darauf eingehen, interessiert mich das Thema Marine doch.


    Vorgeschlagen durch den Kaiser wurde der Beginn der Verleihung zum 1. Februar 1918. In den kurz vorher stattfindenden Prozeduren des Reichs Marine Amtes wurde bestimmt, dass „das Abzeichen nur im Kriege erworben“ wird.


    Der von Patzwall angenommene Nachverleihungszeitraum hängt auch mit dem Ende der kaiserlichen Marine im Jahre 1919 zusammen. Zitat:

    Auf Grund des Gesetzes, das die Nationalversammlung am 16. April 1919 billigte, hieß die deutsche Marine Vorläufige Reichsmarine. Sie war nach Beendigung des Ersten Weltkriegesaus der Kaiserlichen Marine des Deutschen Kaiserreichs hervorgegangen. .„ (Wikipedia)

    Die neue Marine hatte formal gar keine Berechtigung das Abzeichen zu verleihen, hat es aber wohl getan, wie auch nachträgliche Beförderungen noch ausgesprochen wurden. 1921 endete das aber mit Gründung der Reichsmarine. So erklärt sich die Annahme der Autorenkollegen.

    Dein „... heißt man weiß es nicht genau“ ist insofern nicht unberechtigt, aber auch nicht wirklich zielführend. Man weiß nach den vielen im 2. WK vernichteten Akten in der Tat vieles nicht genau. Leider.


    Natürlich ist das hier eine andere Waffengattung: U-Boot Kriegsabzeichen 1918, hohl


    Grundsätzlich fehlt mir leider die Zeit hier immer wieder Erklärungen abgeben zu müssen, mache es aber gelegentlich gern. Wenn Forumskollegen nun Stücke aus dem Nachverleihungszeitraum hier diskutieren möchten ist das völlig ok, und ja, auch diese Stücke sind durchaus sammlungswürdig. Eine Zuordnung des anfänglich vorgestellten Stückes wird dadurch vielleicht sogar möglich, wer weiß.

    Mein pers. Fazit mit dem von mir dem Einsteller gegebenen Rat wird das aber kaum ändern.


    Beste Grüße

    Flyingdutchman

  • Die bekannten Stücke aus den 30 igern haben eine Quernadel , keine Längtnadel , da beißt die Maus kein Faden ab .




    Dieses Stück hatte ich selber mal aus dem Hause Göde .


    Gruss 1919