Und darum fasst man nicht auf die Klinge !

  • Moin zusammen,


    ihr könnt es der Überschrift ja schon entnehmen, worum es hier geht. Wir sehen es ja auch hier in der Vorstellung zu den Blankwaffen immer mal wieder, dass sich Fingerabdrücke auf den Klingen befinden bei Stücken, die hier angepriesen werden.


    Eigentlich sollte es sich ja längst herumgesprochen haben, dass sich derartige Spuren regelrecht fest oxidieren können. Ist es erst mal soweit, bleibt eigentlich nur noch eine Politur der Klinge, um solche Spuren zu entfernen. Leider entfernt man mit einer solchen Politur dann aber auch die Pliestspuren, wenn vorhanden.


    Möchte man die Pliestspuren nicht entfernen , bleibt eigentlich nur die Akzeptanz der vorhandenen Flecken erzeugt von Fingerabdrücken....vielleicht sogar den eigenen. =O


    Fasst man eine Klinge mit bloßen Fingern also an, so sollte man diese Fingerabdrücke auch umgehend wieder entfernen.


    Als Beispiel sei dieses Fliegermesser hier vorgestellt. Ihr könnt auf der Klingenrückseite erkennen, dass hier zwei fette Fingerabdrücke vorhanden sind, die sich bereits regelrecht in die Klingenoberfläche "eingebrannt" haben. Sowas ist immer sehr schade, ließe es sich doch ganz einfach vermeiden !


    Nebenbei sei bei diesem Fliegermesser noch bemerkt, dass es sich um eine Ausführung handelt, die weder die DLV, noch die NSFK-Abnahme auf dem Mundblech aufweist !


    Hier ist lediglich der Waffenamt-Abnahmestempel vorhanden. Es kommen auch Stücke vor, die diesen Abnahmestempel auf der Parierstange aufweisen.


    Nach dem derzeitigen Kenntnisstand geht man davon aus....zumindest in der Fachliteratur, dass diese Stücke einfach bei der Endkontrolle durchgerutscht sind. Ich hingegen denke eher, dass die Stempel-Abnahmevorschrift zu diesem Zeitpunkt noch nicht näher artikuliert war.


    Letztlich kamen auch Stücke vor, die gar keine Stempel aufweisen. Nach meinem Dafürhalten zeigt das einfach den Entwicklungsprozess, den diese Stücke im Laufe der Zeit unter Berücksichtigung der sich rasant entwickelten Ereignisse durchlaufen haben sehr deutlich. Hier galt es darum, Beschaffungsbedürfnisse zu erfüllen. Erst kurze Zeit später fand eine Reglementierung dazu statt.


    Der Buchstabe "K" im Endauslauf der Parierstange weist auf die Gussanstalt hin. Das ist im Bereich der Blankwaffen des Dritten Reiches eigentlich einmalig. Warum diese Kennzeichnung überhaupt angebracht wurde, ist bisher nicht geklärt.


    Gruß Dragoner08

  • Danke für deine Mühen!

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  • Das Thema "Fingerabdruck" hatte ich auch schon auf einem Hammesfahr mit wirklich toller Klinge - nur über dem Logo hatte sich ein Fingerabdruck (natürlich nicht von mir !) richtig "eingebrannt" :-(


    Fingerprint.jpg

  • Das gleiche Problem gibt es auch bei Taschenuhren. Da finden sich oft fette Abdrücke auf dem inneren Deckel die sich kaum beseeitigen lassen.

    MfG

    Oculus

  • Stimmt...bei Taschenuhren habe ich das auch schon gesehen. Habt ihr eine Idee, wie man sowas schonend entfernen könnte ?


    Bei blanken Flächen mag das kein großes Problem sein aber bei Dingen, die einen werkseitigen Schliff angebracht hatten, wird´s schwierig.


    Gruß Dragoner08

  • Stimmt...bei Taschenuhren habe ich das auch schon gesehen. Habt ihr eine Idee, wie man sowas schonend entfernen könnte ?


    Bei blanken Flächen mag das kein großes Problem sein aber bei Dingen, die einen werkseitigen Schliff angebracht hatten, wird´s schwierig.


    Gruß Dragoner08

    ... da hilft wohl nur noch Akkupatz.......

    Aus gegebenem Anlaß weise ich nochmal darauf hin das ich grundsätzlich

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  • man sollte auch nicht versuchen ,auf dem kern eines Ritterkreuz ,einen fingerabdruck zu hinterlassen,oder?brennt der sich auch ein?

    ich weiß saublöde frage:/

    gruß kölsch

  • Ich denke, wenn die Schwärzung noch vorhanden ist, sollte das kein Problem sein. Ist die Schwärzung nicht mehr vorhanden und handelt es sich um einen Eisenkern, kann der Bereich, draufgepatscht mit feuchten Fingern, natürlich auch korrodieren.


    Gruß Dragoner08

  • Ja , das ist wirklich ärgerlich ... ich kann da auch ein Lied von singen ..

  • Stimmt...bei Taschenuhren habe ich das auch schon gesehen. Habt ihr eine Idee, wie man sowas schonend entfernen könnte ?


    Bei blanken Flächen mag das kein großes Problem sein aber bei Dingen, die einen werkseitigen Schliff angebracht hatten, wird´s schwierig.


    Gruß Dragoner08

    Mit 800-1000 Schliefvlies in Öl getränkt geht's eigentlich ganz gut,du mußt dir einen Streifen von 10-15mm abschneiden,die Klinge einspannen oder den ganzen Dolch,dann immer mit leichtem Druck in Schleifrichtung abziehen,immer nur in eine Richtung ! Druck ausüben.Du hast bestimmt noch irgenwo ne alte Klinge ,probiers aus,funzt!

  • Ah...danke dir Fake. Sowas habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Das versuche ich mal.


    Danke dir.


    Gruß Dragoner08