Säbel Befreiungskriege...welcher Hersteller....

  • am Klingenrücken jedenfalls (mMn) eine "Solinger Rose"

    mit freundlichem Gruß,
    ein ständig Lernender

  • Guten Abend,


    Ich kann zu diesem Thema nur in geringem Masse und nur vom Gedächtnis beitragen.


    Ich erkenne die spezifische Form, Design und Art des Mitteleisens (Langet) und den sogenannt "füllhornförmigen" Griff dieses Säbels. Solche Mitteleisen und Griffe habe ich auf schweizerischen Säbeln aus der Zeit um 1800-1810 (mit Klingen aus Solingen!) gesehen... UND sie waren bei schweizerischen Infanterieoffizieren beliebt.


    Ja, ich weiss... das Design ist typisch Leichte Kavallerie, deswegen weiss ich nicht, warum schweizerische Infanterieoffiziere solche Säbel getragen hätten.


    MfSG

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  • Guten Abend,


    Deine neue Bilder offenbaren ein abgestuft tropfenformiges Motiv auf dem Knauf der Griffkappe. Solche Griffknäufe, die so

    dekoriert sind, habe ich auf schweizerischen Eigentumssäbeln aus der Zeit der Napoleonischen Kriege gesehen.


    Die Verarbeitung des Gefässes sieht ein wenig provinziell im Gegensatz zu der anspruchsvollen Solingen-Klinge aus. Deswegen

    glaube ich, dass das Gefäss eine lokale Fertigung ist und, dass der Säbel auch lokal montiert wurde.


    Nun haben wir drei Designelemente identifiziert, die ich auf schweizerischen Eigentumssäbeln gesehen habe: das Mitteleisen, der

    Griff, und das Griffknauf. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass man jetzt den Schluss ziehen kann, dass es sich um einen schweizerischen Offizierssäbel handelt. Dafür braucht man weitere Beweise.


    Die Erlangung von Beweismitteln in diesem Fall wird nicht einfach werden. Schweizerische Militärgeschichte in der Zeitraum der Napoleonischen Kriege ist - in Ermanglung eines besseren Wortes - kompliziert. Es gab kantonale und städtische Freikorps, Standeskorps, Garnisonen, Milizen, und Gott weis was noch, und leider sahen die Säbel aus Bern nicht unbedingt wie die Säbel aus Zürich aus.


    Deshalb, wenn ein schweizerische Eigentumssäbel keine Marke, Stempel, Name, oder Punzieren hat, muss der Sammler das Gesamtdesign des Stückes mit bekannten, lokalen Beispielen in Kantonsmuseums oder Fachbüchern vergleichen, um seine Herkunft und/oder seine Hersteller zu bestimmen.


    Leider besitze ich keine solche Fachbücher und plane keine Reise nach Schweiz aber ich werde mein bestes versuchen, um irgendwas auf dem Netz zu finden.


    MfSG

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  • Guten Tag,


    OK... durch Google, habe ich eine möglicherweise relevante Diskussion bei Blankwaffenforum.de gefunden. Ein Säbel mit einer Solingen-Klinge und einem Gefässdesign (Bilder unten) das dem oben gezeigtem Säbel extrem ähnelt, wurde vorgestellt. Mitglied Besançon bewertet das Stück wie folgt:


    "Dieser Säbeltyp war in der Helvetik ab etwa 1803/1804 bei Offizieren der Infanterie sehr beliebt. Er scheint in

    vielen Kantonen getragen worden sein."


    Bemerke das abgestuft tropfenformiges Motiv auf dem Knauf der Griffkappe, das schlankes, spitziges, abgestuftes Mitteleisen, und

    den füllhornformigen Griff!


    Wer im Forum ist bei Blankwaffenforum.de angemeldet? Vielleicht könnte jemand an User Besançon schreiben, um weitere Informationen bezüglich schweizerischer Säbel aus dem Zeitraum der Napoleonischen Kriege anzufordern.


    MFSG

  • Wer im Forum ist bei Blankwaffenforum.de angemeldet? Vielleicht könnte jemand an User Besançon schreiben, um weitere Informationen bezüglich schweizerischer Säbel aus dem Zeitraum der Napoleonischen Kriege anzufordern.

    Hallo!


    Gibt es niemand im Forum, der bei Blankwaffenforum.de angemeldet ist?


    MfSG