großer bombensplitter

  • hallo,

    kann man anhand des splitters die ungefähre größe der bombe feststellen? länge ca.60cm ,breite ca.16cm ,wandung etwa 12-14mm und das gewicht ca.8kg. sollte amerikanisch sein und abgeworfen wurde die bombe auf neheim.


    viele grüße grabenkunst!

  • moinmoin,


    interessante frage.

    wie weit wird der bei der explosion verformt? oder anders gefragt: behält der seinen krümmungsradius bei?

    würde mich jetzt auch mal interessieren.


    mfg

    catweasle

  • Unter Berücksichtigung der uns bekannten Fakten und allgemeiner Häufigkeit könnte er von einer GP 500 oder GP 1000 lbs stammen.

    Bei strenger Pflicht, getreu und schlicht ! Gruss, Achtmal33

  • Ein widerliches Ding mit messerscharfen Kanten. War sicher kein Zufall, dass diese Eier immer auf die gleiche Weise zerplatzten.

  • Eine gute Frage. Denke schon, dass diese Art der Bruchstellen herstellungsbedingt und gewünscht war.

  • moinmoin,


    keine ahnung. hab mich nie näher mit bomben befasst.

    wie wurden die überhaupt gefertigt?

    würde jetzt mal ein rohr vermuten, in das deckel und boden eingeschweißt wurden.

    aber letztlich, keine ahnung.

    weiß jemand genaueres?


    mfg

    catweasle

  • Nein, die MC und GP sowie DeMo Bomben hatten keine Sollbruchstellen. Das Splitterbild wurde über die Güte des Stahls gesteuert und ist bei diesen Bombenarten auch Zweitrangig.

    Vorgefertigte Sollbruchstellen haben in aller Regel Bomben welche als FRAG bezeichnet werden oder auf Deutscher Seite als SD ... bezeichnet werden.

    Die Bombenböden sind in aller Regel in die Bombenhülle geschraubt und gegen Ausbau gesichert um zu verhindern, Langzeitzünder samt Boden auszubauen. Die Hüllen sind je nach Art geschweißt oder gezogen.

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  • Nein, es hat sich z.B. bei den Sowjets in der FAB - Familie nicht sonderlich bewährt. Es wäre zu spröde und so genannte Zerscheller wären vorprogrammiert. (Von einem Zerscheller spricht man, wenn eine Bombe durch ihre Auftreffenergie zerbricht, bevor der Zünder ansprechen kann) Dies passiert auch häufig bei geschweißten Bomben wenn sie mit Verzögerung, z.B. 0,25 Sek. oder höher eingesetzt werden.

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  • Der Vollständigkeit halber, möchte ich aber einräumen, dass bei Kleinbomben, z.B. SD 1, SD 2 und ähnliche, anderer Nationen bis um die 10 Kg, durchaus auch Gusseisen verwendet wurde.

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  • Wurden die Bomben mir dicker Wandung (die im Bild hat 7cm an der dicksten Stelle) auch nicht gegossen? Tiefziehen ist da ja schon fast ein Ding der Unmöglichkeit.


    Screenshot_20200628-121121_Gallery.jpg

    Ich suche deutsche Zünder von 1890 bis 1945. Kauf oder Tausch möglich. Aber bitte nur Deko!

  • Siehst doch die stumpfen Bruchkanten sehr eindeutig. Genau so sehen die Bruchkanten eines Zerschellers aus.

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  • giebt es auch hüllen aus gußeisen?

    SD 50 Stg - Stahlguss

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    SD 250 JB - Kopf Stahlguss, Heckteil Rohr

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    SD 500E - Stahlguss

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  • Siehst doch die stumpfen Bruchkanten sehr eindeutig. Genau so sehen die Bruchkanten eines Zerschellers aus.

    Ah, danke für den Hinweis, also ist das Teil eher seltener, da Guss sonst nicht verwendet wird/wurde?

    Könnte man das Teil noch einer Bombe zuordnen?

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