Tarnung - was ist sinnvoll und vor allem ORIGINAL

  • Danke Max (McFrag) für den Tip, Hinweise, Bitte ... oder wie man's nennen möchte, ein neues Thema mit dem Topic Tarnung zu erstellen


    Im Unterschied zu fast allen Armeen des II. Weltkrieges, wo standartisierte Tarnschemen vorgegeben waren, wurde dies bei der Wehrmacht, Waffen-SS, den Luftwaffenfeld-Einheiten, etc., ihre Fahrzeuge den jeweiligen Gegebenheiten des Einsatzraumes entsprechend, mit Tarnanstrichen zu versehen.


    Die Mittel hierzu reichte von Wasser-Lehmgemisch oder Kalkbrühe im Winter, welche mittels Bürsten, Besen, Pinsel, etc. aufgetragen wurden, bis zu Tarnpasten, welche sowohl mit Lösungsmittel oder auch Kraftstoff gemischt, mit Druckluft-Spritzpistolen, aufgetragen wurden. Weiters wurden belaubte Äste und Zweige zu Tarnzwecken verwendet. Wegen dem überraschendem Wintereinbruch 1941/42 wurden aber auch weiße Leintücher als notdürftige Tarnung verwendet.


    Als Modellbauer beschäftige mich mit dem Thema Tarnung seit Mitte der 70er Jahre. Gute Beispiele finden sich in den Büchern der Reihe Panzer Colors, welche mittlerweile auch eingedeutscht erhältlich sind (waren). Das Original von 1976 stammt von squadron/signal publications, Bruce Culver & Bill Murpy

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  • ... also soo wild bemalt war dieser Panther Ausf. G zu WH-Zeiten sicher nicht, wie sich die Bemalungskünstler in Kubinka denken ... ;-)


    ... alleine der schreckliche Scheinwerfer auf dem linken Kotflügel ist schon mal ein 'Graus'. Der dürfte allerdings aus der Zeit stammen, wo dieses Fahrzeug entweder mit rotem Stern versehen, gegen die vormaligen Besitzer gefahren ... oder von der roten Armee getestet wurde ... jedenfalls ist er nicht 'deutsch'

    Das Museum in Kubinka ... ist mittlerweile ein Touristenmagnet, wo es geschafft wird, die eigenen Fahrzeuge 'richtig' zu bemalen ... warum das bei den deutschen Fahrzeugen, wo doch tonnenweise Originalbilder in den russischen Archiven vorhanden sind, nicht 'geht' ... und herrliche Phantasiebemalungen präsentiert werden, ist mir irgendwie unverständlich


    Panther-Kubinka.jpg

  • Dass rotierende Teile besser nicht getarnt werden erschließt sich mir auch. Ab 43 jedoch wurde vorgeschrieben, dass auch

    die Räder wg. Gesamtbild abgetarnt werden sollten.

    Die Diskussion ist ja schon uralt. Wir hatten, meine ich, auch schon ein paar Bilder von getarnten Laufrollen. Macht in meinen Augen auch durchaus Sinn, einen fahrenden Panzer sieht - und vor allem hört - man doch schon kilometerweit. Da fallen die Rollen nicht ins Gewicht. Steht das Fahrzeug aber abgetarnt, nützt Laufrollentarnung auch etwas.


    -> Suche feldgraue Bekleidung der Technischen Nothilfe (TN) sowie einen Auto Union C1 Generator in der Farbe "dunkelgelb nach Muster". <-

  • Ich will mein nächstes Fhzg. Einheitsbeige machen und einfarbig abtarnen, die Räder mache ich nicht, weil ich, wie bei diesem Panther

    als gutes Beispiel von der Fläche her zu klein sind, um sinnvoll zu tarnen. Ganze Räder vollflächig abzutarnen finde ich bei Kettenfahrzeugen

    eher interessant.


    Hierzu mal beim Lackspezi nachgelesen:


    "

    Die im März 1941 herausgegebene Heeresmitteilung HM 281 regelt die Verwendung des beim Afrikafeldzug eingesetzten Gerätes. Diese besagt, dass die Fahrzeuge zu 1/3 in RAL 7008 Graugrün und zu 2/3 in RAL 8000 Gelbbraun Nr. 16 lackiert werden sollte.

    Kleinere Flächen, sowie Felgen und Laufräder bei Kettenlaufwerken sollten einfarbig ausgeführt werden."


    ABER:


    "

    Auf vielen Bildern ist zu erkennen dass nun auch bewegliche Teile wie Laufrollen oder Felgen mit Tarnflecken bespritzt wurden. Durch das Aufsprühen ergaben sich weiche Übergänge.

    Den ersten Einsatz im großen Stile erlebte der neue Buntfarbenanstrich beim Unternehmen "Zitadelle" auf den dort eingesetzten Panzertypen III / IV / V / VI. "


    militärlacke.de



    Damit könnte man das Thema "Rotierende Teile" eigentlich abhaken.


    Und den Tüpferlkackern belegen, dass nicht jede Schraube dreifarbig lackiert werden muß, weil es sonst knein Phantasy-Normandy-Tarn ist. (Für den US-Markt bestimmt).

    Gruß:


    Nimbus

  • Fakt ist es wurde gemacht. Wenn die meisten Bilder nicht schwarz/weiß wären bzw un schlechter Auflösung dann würde man das noch viel besser sehen.


    wie Gefr. Asch schon sagte, der Panzer braucht im Stand eine Tarnung, nicht wenn er fährt. Was bringt es wenn ein Panzer im Wald steht, Wanne und Turm perfekt getarnt aber die Laufräder leuchten in schöner Einheitsfarbe ?

    Des weiteren, sobald der Panzer fährt sieht man sowieso nur noch eine Farbe, siehe unzählige Videos.


    Die restlichen Argumente mit Sparen, dreck usw kann ich garnicht nachvollziehen. Wenn ich einen Panzer tarne kommt es auf die Farbe für ein paar Rollen auch nicht mehr an. Saubergemacht werden mussten alle teile.

  • Vielleicht kann Roland ja einen extra Thread erstellen.


    Ich hab noch ein paar Fotos gefunden :

  • Klasse Bilder! :thumbup:


    Eins zeigt einen Soldaten sogar "live" beim (ab)tarnen ... :)

    __________________


    "In der Mitte die Straße, außen der Schnee und um uns herum die Rote Armee."
    (Ostmedaille)


  • Ich bitte hier in diesem thread, ausschließlich Bilder von deutschen oder erbeuteten und von den deutschen Verbänden eingesetzten Rad- und Kettenfahrzeugen 'aus der Zeit' (also keine restaurierten oder Museumsfahrzeugen) und auch keine nach-colorierten Bilder zu posten, da vielfach NICHT der richtige Farbton getroffen wird. Schließlich arbeiten an in Publikationen abgebildeten colorierten Bildern, echte Spezialisten ... und da streiten sich manchmal auch noch oft die Gelehrten !


    Max, nochmals herzlichen Dank für die Anregung ... denke, dieser thread könnte interessant werden


    Schöne Grüsse

    Roland

  • Da lege ich doch gleich nochmal nach :)

  • DIE ROLLE HAT AUCH DREIFARBTARNUNG AUF GESPRUEHT.

    HAB SIE SCHON MAL GEZEIGT ABER PASST DOCH GUT HIERHER.

    STAND BEIM SPERRMÜLL. SELBST DAS FETT HAENGT NOCH DRINN.

    GRUSS WICKI. 😳

    Dateien

  • Im photo-stream von Schlendrian entdeckte ich diesen Do oder Fr ein sensationelles Bild eines Opel Blitz Allrad. Es zeigt neben einem wirklich wunderschönen Tarnanstrich ... vermutlich braune Flecken auf Einheitsgelb, einige typische Einzelheiten der späten Fertigung. Das wären die hohen Bordwände, das fehlende 'Anhänger'-Dreieck, die weggelassenen Peilstangen auf den vorderen Kotflügeln, die nunmehr viel kleineren Hauptscheinwerfer, welche mit der Höhe der Kotflügel abschliessen, die durch 'Steigbügel' ersetzten Trittbretter ... und das erhöhte Dach des Führerhauses. Sinn dieser Erhöhung war, dadurch ... die Rückenlehne der Sitzbank, eingehängt auf halber Höhe, einen zweiten Schlafplatz im Führerhaus zu ermöglichen.


    Allrad-Blitz-Tarnung.jpg

  • Kloss wie hast Du das gemacht? Sieht toll aus und ich habe hier viele Fotos meines Opas wo ich gerne das eine oder andere mal in Farbe sehen würde. Gerne per PN um das Thema nicht zuzumüllen.

    Mfg Michi

    suche alles Stabszahlmeister Johann Kestel und seinen Bruder Baptist Kestel betreffend