Abgewrackte Pickelhaube

  • Hallo,

    ich habe diese abgewrackte Pickelhaube erstanden.


    Der Vorder- und der Nackenschirm sind nicht mehr angenählt und der restliche Zustand Ist auf den Photos ersichtlich..


    Eine Frage hätte ich: Der Lochabstand beträgt 8cm. Woher stammt die?


    Beste Grüsse


    Marc7B5C4C72-2CFC-4C17-BAFC-611D483B4F61.jpeg78D13FEC-7602-4DCB-969B-2015FA2A81AE.jpeg68AF91A4-58E9-422C-BD8F-AA3751AA1B7C.jpegBBD734F0-58CE-4333-96CF-E49801FD9A48.jpeg

  • Ich tippe mal auf Garde, weil die Löcher für den Adler vorne soweit auseinander sind und ich meine auch dass man noch leicht den Abdruck davon erkennt, ist aber nur meine Meinung.

    Guter Ansatz.

    Bayern ist es auf jedenfall nicht, die haben so zwischen 5,5 -6 cm Lochabstand.

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen deutsch bis 1945.

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen international bis 1918.

    Suche immer Kopfbedeckungen vor 1945 mit Bezug auf Augsburg und Umgebung.
    Suche militärisches mit Bezug auf Klagenfurt.

  • Die sehen oft so oder so ähnlich aus. Lässt sich definitiv wieder was Schönes draus machen und Beschläge sollten sich finden lassen. Es gibt hier irgendwo auch eine gute Anleitung zur Restaurierung dieser Teile. Anbei mal vorher/nachher-Bilder meiner Pickelhaube.

    Dateien

    • DSC_0001.JPG

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    • DSC02453.JPG

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    • DSC02451.JPG

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    • DSC02454.JPG

      (909 kB, 58 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Ja. Allerdings waren bei mir die Beschläge natürlich alle vorhanden. Das größte Problem war die Schuppenkette. Aber ich denke solche und ähnliche Beispiele gibt es sicher zuhauf. Das Herrichten dieser alten Dinger ist gar nicht so schwierig. Ist halt immer die Frage wieviel es kosten darf.

  • Ja. Ein empfehlenswerter Beitrag - insb. was das wieder in Form bringen des Korpus angeht. Ansonsten war mir wichtig, dass möglichst wenig Patina verloren geht. Die Metallteile habe ich nur mit Balistol und feiner Stahlwolle behandelt. Verharzten Dreck, Flugrost und Grünspan bekommt man damit hervorragend runter und man kann nur selten etwas falsch machen. Das herausgefressene Innenfutter wurde von mir übrigens nicht ersetzt. Das war mir dann doch zuviel Aufwand zumal die Nähte bei meiner Haube noch ganz o.k. sind und es schade gewesen wäre die auftrennen zu müssen.

  • Der Beitrag ist in der Tat hervorragend. Ich stellte die Frage, weil ich nicht glaubte, dass Ral6014 da mit Zitronensäure gearbeitet hat. Ich hatte das mal mit Zitronensäure auf einem Bodenfund-Messingemblem probiert: gereinigt war es, aber es bekam einen Rotstich. Für feldgraue Beschläge ist es hingegen prima.


    BG

    Marc

  • Ich denke nicht dass er so behandelt wurde , die Methode ist zu "brutal" . Bin aber gespannt wie .

    :POP

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  • wäre ein Versuch wert ....

    1. Buch: Gemeinnütziges Rezept-Archiv, oder: 800 entschleierte Geheimnisse... - Erscheinungsjahr: 1845, Autor: Friedrich Stobäus - Seite 8

    Link Buch 1

    In einem 1/2 Maas gutem Weingeist werden 4 Loth Schellack und 1 Loth venezianischer Terpentin aufgelöst und nach völliger Lösung, soviel als nötig ist, gebrannter Kinnruß zugesetzt.

    2. Buch: Technisch-Chemisches Rezept-Taschenbuch - Erscheinungsjahr: 1862, Autor: Dr. Emil Winckler - Seite 112

    Link Buch 2

    Man löst bei gelinder Wärme:

    1/2 Pfund gestoßenen Schellack

    3 3/4 Pfund stärkster Spiritus

    setzt alsdann 8 Loth Venetianischer-Terpentin hinzu, reibt andernteils 3 Loth calzinierten Ölruß mit 6 Loth Terpentin an, setzt dann Firnis hinzu und mischt gehörig untereinander.

    3. Buch: Chemisch Technisches-Repertorium - Erscheinungsjahr: 1876, Autor: Dr. Emil Jacobson - Seite 214

    Link Buch 3

    Rezept schwarzer Militärlack besteht aus

    30 Teile Schellack

    2 Mastix

    1 Sandarak

    1 venezianischer Terpentin

    1 Ricinusöl

    145 Weingeist (25%iger)

    gefärbt mit Anilinschwarz (Nigrosin)

    Rasch mit dem Pferde, hart mit dem Schwerte,
    im Sattel feste, beim Becher der Beste,
    den Frauen hold, treu wie Gold,
    Mut in Gefahr, das ist ein Husar


    SUUM CUIQUE das Motto der Leib Garde Husaren (jedem das Seine)
    Experte für Uniformierung vor 1914 speziell die Deutsche Kavallerie
    Für Fragen über mein Spezialgebiet stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung!