Raupenhelm Bayern

  • Liebe Sammlerkollegen


    Leider habe ich nur diese schlechten Bilder. Evt. könnt ihr trotzdem etwas dazu sagen, ob der Helm so i. O. ist. Die Schuppenkette könnte m. E. eine Neuanfertigung sein.


    Ich danke für eure Meinungen.

  • Servus,


    das passt so einiges nicht....


    - Bayerische Raupenhelme M1868 hatten nie eine Schuppenkette, sondern immer einen Lederkinnriemen mit Endbeschlägen aus Messing.


    - es fehlen die beiden Lüftungssiebe


    - die Endglieder der Schuppenkette sind nachgefertigt.


    Die Raupe, die Löwenköpfe und das Emblem könnten potential haben aber zu einer endgültigen Bestimmung braucht es bessere und weitere Bilder.


    Grüße

    Roland

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen deutsch bis 1945.

    Sammelschwerpunkt Kopfbedeckungen international bis 1918.

    Suche immer Kopfbedeckungen vor 1945 mit Bezug auf Augsburg und Umgebung.
    Suche militärisches mit Bezug auf Klagenfurt.

  • herzlichen dank roland für die ausführliche antwort. ich weiss dies sehr zu schätzen!

  • Keine Ursache....

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  • Das ist m.E. kein M.1868 sondern schon das Nachfolgemodell, welches auf der preuss. Form basiert.

  • Das ist m.E. kein M.1868 sondern schon das Nachfolgemodell, welches auf der preuss. Form basiert.

    Es gibt beim Raupenhelm M68 kein Nachfolgemodell sondern nur eine vereinfachte Form ohne den Randwulst und den geschweiften Ohrenausschnitt. Das wirst Du wohl meinen.

    Trotzdem fehlen die beiden Lüftungsscheiben und das ist ungewöhnlich.

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  • Wie man das bezeichnet ist ja letztlich wurscht. DAS ist jedenfalls kein bayer. Infanterieraupenhelm M.1868. Und ja... die Schuppenkette gehört da ganz sicher nicht dazu. Die sieht eher aus wie für eine preussische Pickelhaube 1867. Insgesamt ein gebasteltes Teil.

  • Naja, Weitze schreibt ja selbst, dass es eine "Variante" sei. "Typisch" M.1868 ist auch der Weitze Helm nicht. SO sieht ein "typischer" Bayer. Raupenhelm M.1868 aus. Alles andere ist mehr oder weniger gebastelt oder eben eine "Variante". Ob man sich das dann in die Sammlung legen möchte muss jeder selber wissen.

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  • Der Helm bei Weitze ist ganz sicher keine Variante. Die Raupe ist kein original. Die sieht mir eher nach Neufertigung aus aus Kunstpelz. Zudem sitzt sie nicht an der richtigen Position. Sie ist zu weit hinten angebracht. Schuppenkette gehört da auch nicht hin.

    Außerdem sollte, wenn man den Helm von der Seite betrachtet, das Schweißleder die gleiche Schweifung aufweisen wie der Wulst. Meiner Meinung nach ein zusammengestelltes Stück bei dem der Wulst nachträglich aufgebracht worden ist. Das sieht man ganz deutlich an der Verwerfung hinten auf der rechten Helmseite und dem Stoß vorne.

    ....und eine Vorderschirmschiene hatte die 68er Modelle alle.

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  • Wie man das bezeichnet ist ja letztlich wurscht. DAS ist jedenfalls kein bayer. Infanterieraupenhelm M.1868. Und ja... die Schuppenkette gehört da ganz sicher nicht dazu. Die sieht eher aus wie für eine preussische Pickelhaube 1867. Insgesamt ein gebasteltes Teil.

    Nein, das ist nicht wurscht. Ich bin normalerweise gegen jedes Erbsenzählen aber Du kannst hier nicht ein Modell in der Raum werfen, daß es nicht gibt.

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  • Hier mal als Beispiel die vereinfachte Form des Helmes eines Bayerischen Reserve- bzw. Landwehr-Offiziers. Dieses Emblem mit dem Strahlenkranz wurde 1881 eingeführt. Man sieht ganz deutlich das fehlen der Wulst.

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  • Hier mal als Beispiel die vereinfachte Form des Helmes eines Bayerischen Reserve- bzw. Landwehr-Offiziers. Dieses Emblem mit dem Strahlenkranz wurde 1881 eingeführt. Man sieht ganz deutlich das fehlen der Wulst.

    Schön. Aber das ist ja auch kein M.1868.

  • Schön. Aber das ist ja auch kein M.1868.

    Was dann?

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  • Vereinfachte Form, habe ich doch geschrieben. Aber M68 bleibt M68. Vereinfacht oder nicht.

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  • Interessantes Thema , wie viele militärische Raupenhelm Modelle/Varianten gab es ?.


    Wann kam der Nachfolger von M1868 ?.


    Hier mal als Beispiel die vereinfachte Form des Helmes eines Bayerischen Reserve- bzw. Landwehr-Offiziers. Dieses Emblem mit dem Strahlenkranz wurde 1881 eingeführt. Man sieht ganz deutlich das fehlen der Wulst.

    Die Raupe ist richtig "wild" , super ^^:thumbup:

    Schipp Schipp Hurra !.

  • Der Bayerische Raupenhelm geht zurück bis vor den Befreiungskriegen. Angefangen beim Rumfort-Kasket das dann vom Kasket abgelöst und später dann als Raupenhelm bezeichnet wurde. Die einzelnen Änderungen der Modelle aufzuzeigen würde jetzt den Rahmen sprengen, deswegen hier vereinfacht. Als Quelle dient das Buch "Die Helme der Königlich Bayerischen Armee 1806 - 1918 von Walter Seibold und Gerd. M. Scholz". Trotz einiger Fehler im Buch für mich das Standardwerk Bayerischer Helme.


    Kasket M1800 in der Trageweise ab 1806

    Kasket nach besonderer Probe für das Grenadier-Garde-Regiment (ab hier mit Nackenschirm, vorher ohne)

    Kasket M1818

    Kasket M1826 für Offiziere

    Kasket M1832

    Jäger Helm M1845, Helmbeschlag "L" für Ludwig I (hier ging es los mit der Bezeichnung Raupenhelm)

    Helm M1845 Trageweise ab 1848 (nach Abdankung Ludwig I wurde im Helmbeschlag nun das "M" für Maximilian II getragen)

    Helm M1845 in der Trageweise ab 1864 ( nach dem Tod von Maximilian II jetzt wieder das "L" für Ludwig II)

    Helm M1861

    Helm M1868

    Helm 1868 Trageweise ab 1873


    Hinter den unterschiedlichen Trageweisen verbergen sich neben den schon beschriebenen Änderungen im Herrschermonogramm nachfolgend auch Änderungen z.B. der Raupenhöhe oder den zu tragenden Büschen und Huppen. Das Helmmodell blieb aber dann immer gleich. Grundsätzlich wurde das Bayerische Kasket, das noch sehr hoch war, im Wandel zu Raupenhelm immer niedriger.


    Der Nachfolger zum Raupenhelm M1868 war dann die Pickelhaube M1886. Trotzdem konnte der Bayerische Raupenhelm M1868 von Offizieren noch eine Zeitlang weiter getragen werden.


    Aus meiner Sammlung: Ein M1845 in der Trageweise 1848 für die Schützen der Infanterie. Die grüne Huppe fehlt.

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  • Die Raupe ist richtig "wild" , super ^^:thumbup:

    Das liegt daran, daß sie bei Offizieren aus Bärenfell ist und sieht deswegen etwas "verwildert" aus. Bei Mannschaften waren die Raupen aus Wolle. Lt. Berichten war die Raupe stets beliebter Tummelplatz für allerlei Ungeziefer.....

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