Gefechtsbericht Panzer

  • Moin Jungs,

    auf meinem YT Kanal habe ich eine Reihe "Panzer im Kampf" angefangen. Dafür suche ich Gefechtsberichte oder Erlebnisberichte zum Vortragen.

    Würde mich freuen, wenn der eine oder andere von Euch noch sowas hat oder weiß wo man sowas finden kann.

    Danke

    Gruß

    Sascha

  • Moin Sascha,


    suchst du evtl. so etwas?


    Gefechtsbericht der Pz.Abt. 503

    (vom 2. bis 22. Februar 1943)

    Quelle: NARA, T78-R620 (Frame 01168-01193)

    © Recherche/Abschrift/Bearbeitung/Ergänzungen by: UHF51 – 2019 – Berlin


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    Ab 22.1.43 war die gesamte Abteilung in Rostow zur Überholung untergebracht. Auf Grund von guten Arbeitsmöglichkeiten

    (gedeckte Halle in einer größeren Fabrik) gelang es bis zum 2.2.43 sechs Pz.Kpf.Wg. VI (Tiger) und 15 Pz.Kpf.Wg. III

    wieder einsatzfähig zu machen.


    02.02.1943

    erhielt die Abteilung den Befehl, dass Rostow geräumt wird. Mit Pz.A.O.K. 4 wurde als neuer Instandsetzungsraum Amwros-

    siewka vereinbart. Noch am gleichen Tage mußten 10 Pz.Kpf.Wg. VI und 3 Pz.Kpf.Wg. III verladen werden, da keine

    Aussicht mehr bestand, die Fahrzeuge einsatzbereit zu machen.


    04.02.1943

    wurde die Abteilung der 23. Pz.Div. unterstellt, da ab 5.2. mit Angriff auf Rostow gerechnet wurde. – Da die Kompanien nur

    über wenige einsatzbereite Panzer verfügten, wurden die Panzer der 1. Kp. auf 2. und 3. Kp. verteilt;

    die 2. Kompanie hatte damit 9 Pz.Kpf.Wg. VI und 8 Pz.Kpf.Wg. III,

    die 3. Kompanie hatte damit 8 Pz.Kpf.Wg. VI und 8 Pz.Kpf.Wg. III.


    05.02.1943

    wurden der 2. und 3. Werkstattzug um 02.30 Uhr und alle nicht benötigten Fahrzeuge um 04.30 Uhr nach Amwrossiewka in

    Marsch gesetzt.

    06.02.1943

    ging Bataisk verloren und 4 Pz.Kpf.Wg. III, die noch verladen dort standen, wurden von Eisenbahn-Pionieren gesprengt,

    da ein Herausziehen nicht möglich war.


    07.02.1943

    1. Werkstattzug wurde 02.30 Uhr nach Taganrog, nochmal ausgekämmte Radfahrzeuge nach Amwrossiewka und B.- und

    M.-Staffel nach Krassnyj-Krym in Marsch gesetzt, dazu als Troßschutz der leichte Zug. Von 17.00 – 23.00 Uhr dauernde

    Luftangriffe. Zielwurf wurde begünstigt durch am Abend erst in Brand gesteckte und jetzt die ganze Gegend erleuchtende

    große Fabrikanlage. 2 (18 to), 2 (1 to) Zgkw., 6 Lkw und 1 Pkw Wurden so schwer beschädigt, daß sie abgeschleppt

    werden mußten. 2 Lkw von den 6 verbrannten. Außerdem hatte die Abteilung 6 Verwundete.


    08.02.1943

    07.00 Uhr erhielt die Abteilung Alarmbefehl und wurde der Kampfgruppe Sander [Oberstlt. / Fhr. Pz.Rgt. 201] unterstellt.

    09.00 Uhr traf der Marschbefehl ein.

    Lage: Russe griff von Süden her Rostow an und war in der Nacht vom 7. – 8.2. mit Teilen südwestlich Rostow durchge-

    brochen. Darunter auch Panzer. Stärke und Marschrichtung unbekannt. Als Ziel wurde Bahnhof Sapadnyj vermutet.

    Auftrag: Gegen 10.30 Uhr erreicht die Abteilung mit 13 Pz.Kpf.Wg. VI und 15 Pz.Kpf.Wg. III Nordwestausgang Rostow

    und erhält Befehl, bei Bahnhof Sapadnyj den dort befindlichen Panzergraben zu überschreiten, über Ort Sapadnyj auf

    Nishne-Ginlowskaja vorzustoßen, die Orte zu säubern, anschließend mit Oberstleutnant [Leopold] v. Winning, Kommandeur Schtz.Rgt.126, am Südwestrand von Rostow Verbindung aufzunehmen und nach Vernichtung des Gegners

    nach Krassnyj-Tschaltyr zurückzukehren.

    Da das Gelände in den Tagen vorher um Rostow erkundet worden war, war der Abteilung bekannt, daß westlich Rostow

    ein Gewirr von Panzergräben war, die größtenteils zugeweht, sehr schmale, sehr wenige und vereiste Übergänge hatten.

    Ein Einsatz der Pz.Kpf.Wg. VI wurde daher abgelehnt und aus der Abteilung eine Pz.Kpf.Wg. VI Kompanie und eine

    Pz.Kpf.Wg. III Kompanie mit einem Pz.Kpf.Wg. VI als Führungswagen gebildet.

    Die Tiger-Kompanie erhielt den Befehl, nach Krassnyj-Tschaltyr vorzufahren, um von da ein Vordringen des Gegners über

    die Bahnlinie zu verhindern. Die leichte Kompanie [Pz.Kpf.Wg. III] erhielt den Abteilungsauftrag.

    12.30 Uhr erreicht Tiger-Kompanie mit Abteilungsstab Krassnyj-Tschaltyr und nach Abkämmen des Geländes westlich des

    Ortes bis zur Bahnlinie und der Balka-Tschaltyrskaja wurde um den Ort gesichert.

    12.15 Uhr überschritt die leichte Kompanie in Marschkolonne bei Bahnhof Sapadnyj die Bahn und stieß auf eine feindliche

    Kräftegruppe, die von Südwesten her die Bahnlinie erreicht hatte. Die Kompanie machte sofort rechts um, griff an und

    vernichtete diese Gruppe restlos.

    13.15 Uhr wurde auftragsgemäß Sapadnyj erreicht und feindfrei gefunden. Ein weiteres Vorstoßen nach Süden war wegen

    der sich dort kreuz und quer ziehenden Panzergräben nicht möglich. Nach längerem Suchen nach Übergängen wurde

    Aufklärung in westlicher Richtung vorgetrieben, die bei Punkt 5,6 – 2 km südwestlich Bahnhof Sapadnyj – eine weitere

    feindliche Kräftegruppe ausmachte. Diese wurde von der Kompanie angegriffen und bis auf 2 Panzer, die nach Süden

    entkamen, ebenfalls restlos vernichtet. Nach Säuberung des Geländes erhielt die Kompanie gegen 15.00 Uhr Befehl, nach

    Krassnyj-Tschaltyr zurückzukehren.

    15.30 Uhr traf Kompanie ein und Abteilung igelte um Krassnyj-Tschaltyr.


    Die leichte Kompanie hatte an diesem Tage

    12 leichte fdl. Panzer amerikanischer Herkunft,

    3 Pak (7,62 cm),

    8 Lkw,

    22 bespannte Fahrzeuge, mehrere Panzer-Büchsen und leichte Infanterie-Waffen vernichtet.

    An Toten verlor der Gegner etwa 250 Mann.

    Eigene Verluste:

    4 Tote, 2 Verwundete,

    2 Pz.Kpf.Wg. VI (techn. Schäden), wovon einer mit eigener Kraft und der zweite nach Taganrog zwecks Verladung

    geschleppt wurde, 2 Pz.Kpf.Wg. III (Totalausfall nach Pak-Beschuß).

    18.00 Uhr trifft Befehl ein von 23. Pz.Div., daß 2 Pz.Kpf.Wg. III an Pz.Pi.Btl. 51 (Hptm. Pauli) zur Sicherung von

    Rostow Südwest abzustellen sind, da Gegner bereits in die Stadt eingedrungen ist und Pioniere allein nicht vorwärts

    kommen. Nach Sträuben der Abteilung werden 18.45 Uhr 2 Pz.Kpf.Wg. III auf 2. Div.Befehl hin in Marsch gesetzt.

    22.30 Uhr trifft Befehl für 9.2.43 ein. Danach hatte eine Kompanie weiterhin Krassnyj-Tschaltyr zu sichern und die

    andere Kp. sich um 04.45 Uhr des 9.2. am Bahnhof Sapadny bei Kampfgruppe Sander zu melden.

    Abteilung wurde wieder umgegliedert; 3. Kompanie mit Masse Pz.Kpf.Wg. VI erhält Sicherungsauftrag und 2. Kp.

    mit 2 Pz.Kpf.Wg. VI und 13 Pz.Kpf.Wg. III erhält den Auftrag, sich am 9.2. um 04.45, bei Kampfgruppe Sander zu

    melden.

    Erfahrungen: Wenn irgend möglich immer sorgfältige Geländeerkundung. Bei Einsatz von Tigern wäre mindestens die

    Hälfte in dem Grabengewirr, die alle vereist und meist zugeweht waren, hängen geblieben.

    Die Aufstellung von Pz. III-Zügen hat sich sehr gut bewährt. Die Bildung und Führung dieser leichten Kompanie machte

    keine Schwierigkeiten.

    Wetter und Gelände: Klare Sicht, Frost, völlig vereistes Gelände, wenig Schnee, dafür sehr viele Schneewehen.


    09.02.1943

    04.00 Uhr tritt die 2. Kompanie, bestehend aus 2 Pz.Kpf.Wg. VI und 11 Pz.Kpf.Wg. III, von Krassnyj-Tschaltyr an und

    meldet sich 04.45 bei Kampfgruppe Sander am Bahnübergang Bahnhof Sapadnyj.

    Lage: Feind hält Südteil Nishne-Ginlowskaja und Ssemernikowo besetzt. In Südteil Nishne-Ginlowskaja zieht er langsam

    aber stetig infanteristische Verstärkung nach. Eigene schwache Schützen-Kräfte haben sich auf Ortsmitte zurückgezogen

    und können bei feindlichen Angriff Ort nicht halten.

    Auftrag der Kampfgruppe Sander: Vorgehen über Sapadnyj dicht am Westrand Rostow vorbei, und nach Verbindungsauf-

    nahme mit Kampfgruppe v. Winning zusammen mit Schützen den in den Ort eingedrungenen Feind zurückzuwerfen, um

    HKL entlang des nördl. Donufers wieder herzustellen. Nach Erledigung des Auftrages soll die Kampfgruppe in Richtung

    Ssmernikowo vorstoßen bis zur Schlucht 2 km westlich Nishne-Ginlowskaja, um dort eingedrungenen Feind zu vernichten

    und wenn möglich Verbindungsaufnahme mit Panzer-Jägern im Ostteil Ssmernikowo. Anschließend soll die Kampfgruppe in

    Sapadnyj sammeln.

    06.30 Uhr Im Rahmen dieses Gesamtauftrages greift die 2. Kompanie unter Führung von Hauptmann Heilmann Nishne-Ginlowskaja vom Ostrand an, um die eigenen Schützen durch Feuerunterstützung nach Süden bis zum Donufer vorzureißen.

    Der Angriff ging zunächst flüssig vorwärts, da nur geringer Feindwiderstand. Die Panzer mußten, um sich breit zu machen,

    zwischen den Häusern vorfahren. Infolge der Unübersichtlichkeit wurde daher die Führung des Angriffs wesentlich erschwert. Die Schützen folgten nur zögernd und in dichten Rudeln in unmittelbarer Anlehnung hinter den Panzern, anstatt

    sich breit zu machen und die Häuser vom Feinde zu säubern. Der Angriff geriet bald ins Stocken.

    Zwecks Verbindungsaufnahme mit dem Führer der Schützen, stieg Hptm. Heilmann aus. Dabei wurde er verwundet und

    mußte zurück zum Verbandsplatz, nachdem er die Führung der Kp. an Oberleutnant Hansen übergeben hatte. Als sich dieser

    infolge Motorschadens bald vom Feinde lösen mußte, wurden die beiden leichten Züge Hauptmann Wolf (Pz.Rgt. 201)

    unterstellt. Von der Hauptstraße fiel das Gelände zum Donufer ziemlich steil ab. Alle Straßen waren stark vereist und für

    Panzer nicht befahrbar. Die Pz.Kpf.Wg. III versuchten nun in den Gärten vorfahrend die Schützen nach Süden vorzureißen.

    Dabei rutschte ein Pz.Kpf.Wg. III den Steilhang hinab und fuhr sich fest. Alle Versuche, ihn zu bergen, schlugen fehl,

    infolge starken feindlichen Feuers und auf Grund des abschüssigen Geländes. Im weiteren Verlauf des Ortskampfes fällt

    Leutnant v. Koerber durch Kopfschuß, als er zur Verbindungsaufnahme mit den Schützen aus der Kommandanten-Kuppel

    herausschaute. Zwei weitere Wagen dieses Zuges fallen durch feindliche Panzer-Büchsen aus.

    12.15 Uhr Feind macht einen Gegenangriff. Eigne Schützen weichen zurück. Feindlicher Gegenangriff wird durch entschlos-senes Zugreifen des verbliebenen leichten Zuges abgeschlagen. Eigene Schützen beziehen alte Verteidigungslinie entlang der

    Hauptstraße. Da Geländeschwierigkeiten zu groß und eigene Schützen zu schwach, wird von einem erneuten Angriff

    abgesehen.

    13.45 Uhr Auf Befehl von Oberstleutnant Sander sammeln alle Pz.Kpf.Wg. An der Flugzeughalle nordostw. Ginlowskaja

    und treten in westlicher Richtung an zur Ausführung des zweiten Auftrages. Alte Panzergräben und zahlreiche verschneite

    Stellungen zwingen zum Ausbiegen nach Norden, bis es gelingt, etwa 800 m ostwärts Ssemernikowo den abfallenden Hang

    in die Schlucht zu gewinnen. Eine Verbindungsaufnahme mit den im Ostteil Ssemernikowo befindlichen Panzer-Jägern ist

    wegen der großen Geländeschwierigkeiten nicht möglich und die Kampfgruppe stößt nach Nordosten vorgehend nur auf

    schwächeren eingedrungenen Feind, der vernichtet wird.

    15.30 Uhr traf die Kampfgruppe Sander in Sapadnyj ein und igelte nach Süden und Westen.

    Ein schwerer Zug (3 Pz.Kpf.Wg. VI) der in Krassny-Tschaltyr verbliebene Sich.Kp., 9 Pz.Kpf.Wg. VI, klärte am Vormittag

    den Raum südwestlich Bahnhof Sapadnyj in Richtung Höhe 66,9 auf. Bei Erreichen der Höhe 66,9 erhielt der Zug aus der

    Kolchose nordwestlich Ssemernikowo Pakfeuer von 7 gezählten Pak. Der Zug nahm unverzüglich den Feuerkampf auf und

    bekämpfte wirksam die erkannten feindlichen Pak-Stellungen. Ein Pz.Kpf.Wg. VI fiel durch Getriebeschaden aus und mußte

    durch den zweiten Wagen abgeschleppt werden. Der Zugführer selbst blieb mit seinem Pz.Kpf.Wg. Am Feind, bis er Befehl

    erhielt, zur Ausgangsstellung zurückzukehren.

    Erfolge: Die leichte Kompanie vernichtete an diesem Tage:

    2 Pak (7,62),

    einige Granatwerfer,

    zahlreiche Panzer-Büchsen und

    Infanterie-Waffen.

    Eigene Verluste:

    2 Tote,

    7 Verwundete,

    4 Vermißte,

    2 Pz.Kpf.Wg. III,

    1 Pz.Kpf.Wg. III muß zur Neubesetzung zurück (3 Mann der Besatzung verwundet),

    2 Pz.Kpf.Wg. VI (techn. Schäden)

    Erfahrungen: Pz.Kpf.Wg. VI zum Ortskampf ungeeignet, besonders ohne ausreichende Infanterie bezw. Schützen. Hinderlich

    ist langes überstehendes Kanonenrohr. Kommandant sieht auf kürzeste Entfernung infolge Größe des Pz.Kpf.Wg. sehr wenig

    (Schutz gegen Einzelkämpfer Panzernahbekämpfungstrupp).

    Pz.Kpf.Wg. III zu schwach gepanzert, wird von Panzer-Büchsen durchschlagen (1 Pz.Kpf.Wg. III fiel aus, weil durch Panzer-Büchsen 3 Mann der Besatzung verwundet wurden).

    Zusammenarbeit zwischen Panzer und Schützen dringend notwendig, aus Tiger kaum möglich. Verbindung durch Funk

    (2 Feldfunksprecher in allen Befehlswagen zur Abgabe an Infanterie erforderlich).

    Wetter und Gelände: Klar, Sicht gut, Gelände mit Schneewehen durchsetzt und vereiste Hänge, besonders Südteil Nishne-Ginlowskaja, abschüssig und völlig vereist. Bahndamm ist Panzer-Hindernis.

    18.15 Uhr trifft General v. Vormann bei Abteilung ein und befiehlt Angriff für den 10.2.

    Abteilung wird Kampfgruppe v. Winnig unterstellt und hat Befehl, sich am 10.2. am Südwestrand Rostow um 07.00 Uhr zu

    melden und mit Kampfgruppe v. Winnig Nishne-Ginlowskaja zu nehmen, die Schützen bis zum Südrand vorzuhelfen und nach Inbesitznahme des Ortes nach Westen vorzustoßen und mit der von Westen her angreifenden Kampfgruppe Sander

    Verbindung aufzunehmen. Hierzu wird ein Zug (2 Pz.Kpf.Wg. VI) der Kampfgruppe Sander unterstellt.


    10.02.1943

    05.30 Uhr Abmarsch vom Bahnhof Sapadnyj. Die Abteilung sammelt ohne einen schweren Zug (2 Pz.Kpf.Wg. VI) in

    Sapadnyj beim Gef.Std. der Kampfgruppe Sander zum Weitermarsch nach Rostow Südwest. Kommandeur zur Verbindungsaufnahme mit Kampfgruppe v. Winnig voraus. Marsch ist wegen Vereisung äußerst schwierig.

    07.00 Uhr Eintreffen bei Gef.Std. Oberstleutnant v. Winnig.

    Lage: Feind verhielt sich außer geringer Spähtrupptätigkeit in Nishne-Ginlowskaja ruhig und zog vereinzelt – wie gestern –

    infanteristische Verstärkung nach.

    Eigene HKL. Ist zwischen Westrand Rostow und einschließlich Ostteil Nishne-Ginlowskaja und Ssemernikowo unter-brochen. Panzergrenadiere der Kampfgruppe v. Winnig sind in der Nacht auf den mittleren Teil der nördlichen Ortshälfte

    zurückgegangen, können einen drohenden Einbruch des Feindes nach Norden in ihren derzeitigen Stellungen nicht verhindern, da sie auf Grund hoher Verluste rein zahlenmäßig stark zusammengeschmolzen und infolge der voraufge-gangenen Kampftage und Nächte ohne Ablösung völlig erschöpft sind.

    Auftrag: Auf Grund der Erfahrung des Vortages wurde der Angriff wie folgt besprochen und der Auftrag für die Abteilung

    lautete:

    1. Abteilung greift mit aufgesessenen Schützen, sobald diese eintreffen, vom Südwestrand Rostow mit rechtem Flügel

    auf Nordostrand Nishne-Ginlowskaja an und erkämpft mit den in der Nacht ausgewichenen Schützen die Schließung der

    Lücke zwischen Rostow Süd und Nishne-Ginlowskaja.

    2. Nach Schließung der Lücke mit aufgesessenen Schützen Freikämpfung der Hauptstraße und Feuerschutz für Schützen, die

    bis zum Bahndamm vordringen sollten.

    3. Mit Schützen zusammen Aufrollung der Front von Ost nach West bis Westausgang Nishne-Ginlowskaja.

    4. Nach Erreichung des Westausganges Vorstoß ohne Schützen in westlicher Richtung und Verbindungsaufnahme mit

    Kampfgruppe Sander.

    09.15 Uhr trat die Abteilung vom Südwestrand Rostow mit 6 Pz.Kpf.Wg. VI und 10 Pz.Kpf.Wg. III in breiter Front mit

    aufgesessenen Schützen gegen den Nordostrand von Nishne-Ginlowskaja an. Nach erster Feindberührung sitzen Schützen

    ab und im schnellen Angriff wurde der Gegner nach Südwesten zurückgeworfen, die Lücke wurde geschlossen und die

    Schützen drangen zwischen Rostow und Nishne-Ginlowskaja bis an den Bahndamm vor.

    10.20 Uhr trat Abteilung zum zweiten Teil des Angriffsbefehls an. Da der südliche der Hauptstraße entlang laufende Steil-hang und der noch weiter südlich sich entlang ziehende Bahndamm ein Vordringen der Panzer nach Süden nicht zuließ,

    mußte sich die Abteilung auf die Freikämpfung der Hauptstraße und den Feuerschutz für die Schützen nach Süden beschränken.

    Hierzu trat die Abteilung vom Ostrand Nishne-Ginlowskaja auf der etwa 50 m breiten Hauptstraße, die eine Neigung nach

    Süden zu hatte und dauerndes linkes Wegrutschen der Panzer hervorrief mit 3 Pz.Kpf.Wg. VI im Keil voraus an, während

    die restlichen Pz.Kpf.Wg. VI und III mit Turmstellung 11 – 9 Uhr in Reihe und etwa 50 m Abstand folgten, um solange

    als möglich den Schützen einen Feuerschutz für ihr Vordringen nach Süden zu geben.

    Die Abteilung drang in dieser Formation bis zum Bahnhof (Mitte des Ortes) vor und kämpfte die Hauptstraße frei. Ein

    weiteres Vorgehen war zwecklos geworden, da die Schützen in der Mitte des Ortes nur die Häuser der nördlichen Straßen-

    seite besetzten. An einzelnen Stellen war zwar die Hauptstraße überschritten, aber ein Angriff nach Süden wurde trotz

    mehrmaliger Rücksprache mit den Führern ohne Panzer abgelehnt. Gegen 15.00 Uhr mußte der Kampf wegen herein-brechender Dunkelheit abgebrochen werden, da die Erkundung von 2 Pz.Kpf.Wg. VI, die über den Bahnhofsplatz nach

    Westen vorgestoßen waren, meldeten, daß ein weiteres Vorgehen wegen eines von Norden nach Süden verlaufenden Panzer-

    grabens nicht möglich sei.

    Nach Rücksprache mit dem Kampfgruppenführer und der Division wurde von einem weiteren Angriff abgesehen und und

    die nördliche Straßenseite als HKL. befohlen. Die Zurücknahme der Schützen erfolgte bei eintretender Dunkelheit unter dem

    Schutz der Panzer, die einzeln unter größten Schwierigkeiten wegen der nach Osten und Norden stark ansteigenden und

    völlig vereisten Straßen nur schrittweise und durch Unterlegen von Kettengliedern vorwärts kamen.

    Die Abteilung blieb der Kampfgruppe v. Winnig unterstellt und igelte im Südwestrand Rostow.

    Ein schwerer Zug (2 Pz.Kpf.Wg. VI), der Kampfgruppe Sander (Pz.Rgt. 201) unterstellt war, hatte sich ihr am Bahnübergang

    von Bahnhof Sapadnyj angeschlossen und hatte den Auftrag, den Angriff über Höhe 66,9 auf die Kolchose nordwestlich

    Ssemernikowo zu unterstützen.

    Der Zug ging nach Erreichen der Höhe 66,9 beiderseits der Höhe in Stellung mit dem Auftrag, die linke Flanke des geplanten

    Angriffs entlang der Bahnlinie auf die Kolchose abzuschirmen. Aus der Kolchose erhielt er Pakfeuer und nahm den Feuerkampf auf. Da die mittleren Wagen (Kp. Wolf/Pz.Rgt. 201) nicht vorwärts kamen, wurden die beiden Pz.Kpf.Wg. VI

    von der Höhe zurückgezogen und erhielten den Befehl, nachdem sie die Höhe 66,9 westlich umfahren hatten, sich an die

    Spitze zu setzen zum Angriff auf die Kolchose. Nach Überschreiten der Höhe 44,6 wurden 500 m südlich 2 Feindpanzer

    erkannt und durch gut liegendes Feuer in Brand geschossen und vernichtet. Ein Pz.Kpf.Wg. VI stieß in südlicher Richtung

    über die Bahnlinie vor und vernichtete 4 Pak und einige bespannte Fahrzeuge durch Überwalzen. Die beiden Pz.Kpf.Wg. VI

    setzten darauf den Angriff fort, die mittleren Wagen der Kompanie Wolf folgten in größerem Abstand, da sie fast ihre

    gesamte Munition verschossen hatten. Das Abwehrfeuer des Gegners nahm beim weiteren Angriff ständig zu. Etwa 200 m

    vor der Kolchose geriet der Motor des einen Tigers in Brand, konnte aber durch Geistesgegenwart des Kommandanten

    gelöscht werden. Unter dem Feuerschutz des 2. Wagens gelang es beiden sich abzusetzen und, nachdem der Feind zeitweise

    bis 50 m heran war, in die Ausgangsstellung zurückzukehren. Bei Einbruch der Dunkelheit fuhren Tiger und mittlere Wagen

    nochmals an die Kolchose heran und bekämpften im Nachtgefecht, die am Mündungsfeuer erkennbaren feindlichen Pak-Geschütze mit dem Rest ihrer Munition.

    18.30 Uhr kehrt die Kampfgruppe Sander nach Sapadnyj zurück.

    Erfolge:

    3 Feindpanzer,

    5 Pak (7,62),

    einige Granatwerfer,

    zahlreiche Panzerbüchsen,

    mehrere bespannte Fahrzeuge und Infanteriewaffen vernichtet.

    Feindtote.

    Eigene Verluste:

    2 Pz.Kpf.Wg. VI (techn. Schäden).

    Wetter und Gelände:

    Sonnig, Sicht gut, Gelände siehe 09.02.

    (...)

    __________

    MfG Uwe

  • Hier der Rest.

    __________

    MfG Uwe

    :::::::::::::::::::::::

    (...)

    11.02.1943

    Lage: Gegner ist in der Nacht vom 10./11.2. von Süden her in Westteil Rostow eingedrungen.

    In Nishne-Ginlowskaja verstärkt sich der Druck des Gegners fortwährend und mit einem Angriff wird stündlich gerechnet.

    Nach Ssemernikowo und der Kolchose westlich davon hat der Gegner neue Verstärkungen herangeführt.

    Mit einem Durchbruch nach Norden und der Unterbrechung der Rollbahn Rostow – Taganrog muß gerechnet werden, da der

    Kampfwert der eingesetzten Schützen wegen Ermüdung auf ein Minimum gesunken ist.

    Aus dieser Lager heraus erhält die Abteilung den Befehl

    1. die restlichen Pz.Kpf.Wg. VI unter Führung von Hauptmann Lange zur Bereinigung der Lage in Rostow West an die dort

    eingesetzten Pioniere abzustellen.

    2. mit den noch verbleibenden Pz.Kpf.Wg. III unter Führung des Abteilungs-Kommandeurs im Südwestteil Rostow zu

    verbleiben, um den erwarteten Angriff von Nishne-Ginlowskaja abzufangen und

    3. zwei Pz.Kpf.Wg. VI zum nochmaligen Angriff auf Ssemernikowo und Kolchose westlich davon an Kampfgruppe Sander

    (Pz.Rgt. 201) abzustellen.

    05.00 Uhr rückten die den Pionieren unterstellten Pz.Kpf.Wg. VI ab. Nach Besprechung mit dem Führer der Pionier-kampfgruppe treten die Panzer an. Vereiste und abschüssige Straßen lassen keine große Bewegungsmöglichkeit zu.

    Nach Niederkämpfung einiger Häuser einiger in Häusern sitzenden Widerstandsnester, die sehr gut die Straßen mit ihrem

    Feuer beherrschten, gelingt es den Pionieren in Straßen und Häuser einzudringen und im wesentlichen die Lücke in der HKL.

    zu schließen. Gegen 10.30 Uhr wurden wegen der Unbeweglichkeit (dauerndes Abrutschen) der Wagen diese entlassen und

    kehrten 11.00 Uhr zur Abteilung zurück.

    Der aus Nishne-Ginlowskaja erwartete Angriff begann gegen 06.00 Uhr, konnte aber noch ohne Einsatz der Panzer abge-

    wiesen werden. Gegen 13.30 Uhr erneuter Angriff, vor allem aus dem Westteil des Ortes. Schützen wichen dem Druck und

    gingen zurück. Hauptmann Lange erhielt Befehl, gegen Nordwestteil Nishne-Ginlowskaja anzutreten, Verbindung mit

    Schützen aufzunehmen und Lage wieder herzustellen.

    14.30 Uhr griffen Panzer in Gegend Friedhof (Nordrand Nishne-Ginlowskaja) in den Kampf ein, warfen Gegner mit den

    wieder aufgefangenen Schützen zurück und stellten bis Einbruch der Dunkelheit die HKL. wieder her.

    Die zu Kampfgruppe Sander erneut abgestellten 2 Pz.Kpf.Wg. VI wurden durch einen noch dort befindlichen Pz.Kpf.Wg. VI,

    der seinen technischen Schaden behoben hatte, auf 3 Pz.Kpf.Wg. verstärkt.

    08.00 Uhr nach Überschreiten der Bahnlinie westlich Bahnhof Sapadnyj wurde Feind im Anmarsch gemeldet. Im raschen

    Zupacken wurde dieser Feind auf Ssemernikowo zurückgeworfen. Dabei erhielt der Wagen von Oberleutnant Hansen

    Paktreffer am Turm. Wagen fiel aus, mußte zurück. Leutnant Zabel übernahm Führung des Zuges, welcher im Rahmen der

    Kampfgruppe nun den Angriff in westlicher Richtung fortsetzte. Nach Umgehen der Höhe 44,9 stellte sich die Kampfgruppe

    zusammen mit Bataillon v. Prittwitz (444. Sich.Div.) westlich Höhe 44,6 zum Angriff auf Kolchose bereit. Nach kurzer

    Artillerie-Vorbereitung trat Kampfgruppe 09.00 Uhr zum Angriff an. Die Tiger erreichten, der langsam folgenden Panzer-

    Kompanie (Pz.Rgt. 201) weit voraus, trotz heftiger feindlicher Abwehr mit Panzern und Pak die Kolchose und drängten in

    sie ein. Der Feind zog sich in ostwärtiger Richtung zurück. Durch Überwalzen vernichteten sie noch feindliche Schützen-

    und Infanterie-Waffen aller Art. Ein Wagen mußte wegen Getriebeschaden zurück. Leutnant Zabel erhielt Streifschuß am

    Kopf und mußte, da seine Waffen ebenfalls ebenfalls durch Beschuß ausgefallen waren, zurück. Bei einbrechender Dunkel-

    heit löste sich die Kampfgruppe vom Feind und kehrte nach Sapadnyj zurück. Ein Beweis für die Zähigkeit mit der sich der

    Gegner hier verteidigte, ist die Tatsache, daß am Pz.Kpf.Wg. VI des Zugführers alleine über 250 Treffer aller Art gezählt

    wurden (10 Pak 7,62 cm, 14 Pak 4,5 cm das Übrige Panzer-Büchsen).

    (Über Eindrücke im Pz.Kpf.Wg. VI bed. Beschußsiehe Bericht des Kommandanten Anlage 1).

    Erfolge der Abteilung:

    6 Panzer (1 T-34, 5 kleinere amerikanischer Herkunft),

    10 Pak,

    mehrere Granatwerfer,

    mehrere Panzer-Büchsen,

    mehrere leichte Infanterie-Waffen

    wurden vernichtet.

    Zahlreiche Feindtote.

    Verluste:

    1 Verwundeter,

    4 Pz.Kpf.Wg. VI (1 techn. Schaden, 3 durch Beschuß).

    Erfahrungen:

    Auch bei den Tigern möglichst kein Einsatz einzelner Pz.Kpf.Wg., Panzerung genießt bei Besatzung höchstes Vertrauen,

    ebenso Waffe. Eisstollen sind zu kurz, keine Griffigkeit, Wagen rutschen seitlich ab, Ketten greifen nicht.

    Wetter und Gelände:

    Kalt, sonnig, Sicht gut, sonst wie Vortag.


    12.02.1943

    Der Druck des Gegners in Nishne-Ginlowskaja und auf Rostow selbst hat anscheinend durch unsere Angriffe nachgelassen.

    Dafür wurden von Ssemernikowo nach Süden und umgekehrt starker Verkehr in der Nacht 11./12.2. gemeldet. Nach erneuter

    Zusammenziehung stärkerer Kräfte und einen erneuten Angriff in Richtung Rollbahn Rostow – Taganrog über Bahnhof

    Sapadnyj mußte gerechnet werden.

    Die Abteilung erhielt daher den Befehl, am 12.2. den Gegner in der Kolchose westlich Ssemernikowo niederzukämpfen.

    Hierzu wurde eine Batterie auf Zusammenarbeit angewiesen. Eine Unterstellung von Schützen konnte für diesen Angriff

    nicht erfolgen, da keine Kräfte zur Verfügung standen.

    05.30 Uhr trat die Abteilung vom Südwestrand Rostow über Sapadnyj – Bhf. Sapadnyj – Höhe 66,9 westlich umfahrend zum

    Angriff auf die Kolchose an.

    10.30 Uhr war Ausgangsstellung eingenommen und mit einem Artillerie-Feuerüberfall trat die Abteilung mit den Pz.Kpf.Wg. VI mit rechtem Flügel an der Bahnlinie entlang nach Osten an. Die Pz.Kpf.Wg. III waren zusammengefaßt und hatten

    Befehl, von Norden her den Feuerkampf gegen die Kolchose aufzunehmen und durch Nebel den Gegner zu blenden, wenn

    die Pz.Kpf.Wg. VI sprungweise an die Kolchose heranfahren.

    Auf 1500 m wurde das zusammengefaßte Feuer auf den Silo, in dem Beobachter und M.G. eingebaut waren, eröffnet. Fast

    gleichzeitig eröffnete der Gegner gegen die von Osten anfahrenden Tiger von dem Silo und dem Bahndamm aus das Feuer.

    Die unmittelbar am Silo stehenden Pak (4 Geschütze) stellten bereits nach wenigen Schüssen von der verheerenden Wirkung

    des zusammengefaßten 8,8 Feuers das Feuer ein. Auf Grund der äußerst schlechten Fahrbahn (hartgefrorener, vereister Sturz-

    acker, zugewehte Schützengraben und Bombentrichter) konnten die Tiger nur sehr langsam fahren. Außerdem war befohlen,

    daß die Kanone im Fahren zu zurren ist, damit durch die sehr starken Erschütterungen ein Dejustieren der Waffen vermieden

    wird. Für das Heranfahren des Pz.Kpf.Wg. VI übernahmen die nördlich der Kolchose stehenden Pz.Kpf.Wg. III den Feuer-

    schutz. Bis auf 300 m schoben sich die Tiger heran und bekämpften Pak- und Artillerie-Stellungen. Infanterie des Gegners

    war nicht zu sehen. Sie war aber da, denn sobald ein Wagen die Luken öffnete, gab es M.G. und Gewehrfeuer. Aus diesem

    Grunde war das Hineinfahre in die Kolchose verboten, da bei Ausfall eines Wagens ohne Infanterie-Schutz an eine Bergung

    des Wagens nicht gedacht werden konnte.

    14.00 Uhr wurde der Feuerkampf abgebrochen und die Abteilung kehrte unter wechselndem Feuerschutz zwischen Pz. VI

    und III-Wagen hinter die Höhe nördlich der Kolchose zurück und erreichte 15.00 Uhr auf Befehl der Division Fabrik nördlich

    Bahnhof Sapadnyj, um mit 2. Kp. die Fabrik und Bahnhof Sapadnyj und mit 3. Kp. Krassnyj-Tschaltyr zu sichern.

    Erfolge:

    5 Pak und

    zahlreiche schwere Infanterie-Waffen.

    Wetter und Gelände:

    Kalt, zeitweise Schneesturm, nachmittags klar und sonnig.


    13.02.1943

    Ab 14.2.43 ist Räumung von Rostow und Zurücknahme der Front bis Maulwurfstellung befohlen. Da bei dem völlig

    vereisten Gelände und mehreren sehr schwierigen Geländeeinschnitten ein Steckenbleiben der Pz.Kpf.Wg. VI bei hinaltendem Kampf zu erwarten war, wurde die gänzliche Herausziehung der noch 6 restlichen einsatzbereiten Pz.Kpf.Wg. VI vorgeschlagen und befohlen. Noch in der Nacht zum 13.2. wurde Abteilung wieder in eine Tiger-Kompanie und eine

    Pz.Kpf.Wg. III Kompanie umgegliedert, letztere wurde mit notwendigsten Versorgungsteilen der Kampfgruppe Sander

    am 13.2., 08.00 Uhr unterstellt.

    08.00 Uhr Abteilung ohne leichte Kp. (15 Pz.Kpf.Wg. III) und notwendigste Versorgungsteile rücken ab nach Wesselyj.

    Marschfolge: Räderteile ab Krassnyj-Krym voraus, schwere Kp. (6 Pz.Kpf.Wg. VI) und Bergezug folgen.

    14.30 Uhr Ankunft in Wesselyj. Ort finden nur Stab, Fla-Zug und Pz.Kpf.Wg. Platz. Troßteile werden in Ch. Chalyba und

    Adabaschew untergebracht.

    06.00 Uhr trat leichte Kompanie zusammen und bezog mit Sicherungsauftrag die Fabrik nördlich Bahnhof Sapadnyj.

    08.00 Uhr Meldung bei Oberstleutnant Sander. Sicherungsauftrag blieb bestehen zusammen mit Pz.Grenadier-Rgt. 128.

    Befehl für 14.2.43: Kompanie soll das Lösen vom Feinde decken.

    Der Tag verlief ruhig.

    Wetter und Gelände:

    Kalt, klar. Straßen vereist, auf dem Marsch nach Wesselyj verschneite Schluchten.


    14.02.1943

    Abteilung (ohne 2. Kompanie) verblieb in den Unterkunftsräumen.

    Verbindungsaufnahme mit 444. Sich.Div.

    09.00 Uhr E.-Zug zur Straßenerkundung und als Quartiermacher nach Ssambeck.

    17.00 Uhr Ergebnis der Erkundung: Straßen ohne besondere Schwierigkeiten. Ssambeck belegt. Bei engster Belegung

    kommt Troß unter.

    18.30 Uhr Troß erhielt befehl zum Abmarsch nach Ssambeck.

    07.30 Uhr Feind versuchte von Sapadnyj kommend Vorstoß auf Bahnhof Sapadnyj. Im zusammengefassten Feuer der

    Panzer. Und Infanterie-Waffen, blieb er liegen und zog sich dann auf Sapadnyj zurück.

    Einige Stunden später versuchte er in nordostwärtiger Richtung vorstoßend eigenen linken Flügel zu umgehen. Dieser

    zweite Versuch wurde ebenfalls abgewiesen.

    15.00 Uhr Grenadiere von Gren.Rgt. 128 sammelten auf Rollbahn zum Abrücken. Die Kompanie deckte den Rückzug

    auftragsgemäß.

    17.00 Uhr die Kompanie brach zugweise Sicherung ab und folgte der voraufgefahrenen Kampfgruppe nach Westteil

    Tschaltyr, wo sie nach Überwinden der völlig vereisten Balka-Tschaltyrskaja gegen 23.00 Uhr eintraf und sich hier örtlich

    sicherte.

    Wetter und Gelände:

    Kalt, klar. Straßen vereist.


    15.02.1943

    06.00 Uhr Troß rückt befehlsgemäß ab.

    11.00 Uhr General v. Vormann bei der Abteilung. Gab Befehl zum Abrücken in den Raum der 23. Pz.Div.

    Führer der Räderteile meldeten Ssambeck restlos belegt.Kommandeur gab Befehl zum Weitermarsch nach Kasanskij und

    Darjewka.

    13.00 Uhr Teile der Abteilung in Wesselyj rückten ab. Über Ssambeck erreichten dieselben bei einbrechender Dunkelheit

    Troizkoje und zogen unter.

    18.30 Uhr Spruch von Division: Unterkunftsort für Abteilung Andrejewo-Malentjewskij.

    23.00 Uhr Trosse erreichen Kasanskij und Darjewka und zogen hier unter.

    Leichte Kompanie:

    12.30 Uhr steht leichte Kompanie abmarschbereit an Weggabel 600 m westlich Tschaltyr, um befehlsgemäß nach Abramowka zu marschieren. Infolge schlechter Wegeverhältnisse, eines Umweges von 40 km und des am Nachmittag

    beginnenden Schneetreibens, erreichte die Kompanie gegen 23.00 Uhr ohne Feindberührung Unterkunftsraum, wo sie

    örtliche Sicherung bezog.

    Wetter und Gelände:

    Mild, nachmittags diesig, Schneetreiben. Straßen teilweise glatt und schmierig.


    16.02.1943

    Vor Abmarsch der Abteilung Erkundung der Brücken über Mius und Unterkunfsmöglichkeit in Andrejewo-Malentjewskij.

    Einzige Brücke, die in Frage kam, führt von Nikolajewka nach Andrejewo-Malentjewskij. Andrejewo-Malentjewskij war

    belegt. Abteilungs-Kommandeur fährt zur Klärung dieser Punkte nach Taganrog zur Armee.

    21.00 Uhr Alle Räderteile treffen bei einbrechender Dunkelheit in Andrejewo-Malentjewskij ein. Pz.Kpf.Wg. VI bleiben

    noch in Troizkoje, sollen am folgenden Tag nachgezogen werden.

    Unterstellung unter 23. Pz.Div. wird aufgehoben. Abteilung wird direkt LVII. Pz.Korps unterstellt. Abteilungs-Kommandeur

    dorthin zur Besprechung befohlen.

    Leichte Kompanie:

    11.00 Uhr erhält Oberleutnant Hansen Nachricht, daß Unterstellung aufgehoben und er mit sämtlichen Teilen zur Abteilung

    zurückkehren soll.

    Gegen 18.00 Uhr brach ein Pz.Kpf.Wg. III in den Mius ein, da ein Flußlauf infolge Schneetreibens und Dunkelheit als

    solcher nicht zu erkennen war.

    22.00 Uhr traf leichte Kompanie bei Abteilung in Andrejewo-Malentjewskij ein.

    Verluste:

    4 Tote durch Ertrinken,

    1 Pz.Kpf.Wg. III (total).

    Wetter und Gelände:

    Mild, diesig, gegen Abend Schneetreiben.

    Wege besonders in Schluchten schwer passierbar.

    17.02.1943

    Abteilungs-Kommandeur fährt zum LVII. Pz.Korps.

    09.00 Uhr General Kirchner bei Abteilung.

    16.00 Uhr Kommandeur vom LVII. Pz.Korps zurück.

    19.30 Uhr Kompanie-Chef-Besprechung über Verlegung der Teile in Amwrossiewka. Stab/Pz.A.O.K. 4 wird herausgezogen.

    Abteilung ist ab heute Armee-Abteilung Hollidt unterstellt.


    18.02.1943

    Abteilung bleibt noch in Andrejewo-Malentjewskij.

    19.00 Uhr Funkspruch vom Korps: Abteilung rückt sofort ab nach Bolschaja-Naklinowka.

    Dort Verbindungsaufnahme mit 16. I.D. (mot.).

    20.00 Uhr Abmarsch der Pz.Kpf.Wg. III mit verkürzten Versorgungsteilen nach Bolschaja-Naklinowka. Pz.Kpf.Wg. VI

    sollen bei Tageslicht folgen, da Wege und Brücken noch erkundet werden müssen.

    23.00 Uhr Eintreffen in Bolschaja-Naklinowka bei 16. I.D. (mot.). Abteilung zog hier unter.

    Kommandeur zur Einweisung in die Lage bei Divisons-Kommandeur, General v. Schwerin.

    Feind war im Laufe des Tages bei Stepanowskij mit Panzern und mit mot. Garde-Schützen nach Westen durchgebrochen und

    bis Anastassijewka vorgestoßen. Kampfgruppe Ganter hat den Befehl, am 19.2. Front an dieser Stelle wieder herzustellen

    und Nachstoßen weiterer feindlicher Kräfte zu verhindern. Pz.Kpf.Wg. III wurden der Kampfgruppe Ganter unterstellt.

    Kommandeur gab Befehl zu Nachziehen der Pz.Kpf.Wg. VI.

    E.-Zugführer zur Einweisung zurück nach Andrejewo-Malentjewskij. Anschließend nahm Abteilungs-Kdr. Verbindung auf

    mit Hauptmann Ganter.

    Abmarsch war nach Garmasch war auf 05.00 Uhr am 19.2. festgesetzt.


    19.02.1943

    05.00 Uhr Leichte Kompanie (11 Pz.Kpf.Wg. III, Führung Hauptmann Heilmann) rückte von Bolschaja-Neklinowka mit

    Kampfgruppe Ganter nach Garmasch ab. Kommandeur bis Sprechstelle Petro-Georgijewsk, wo Div.Kdr., Gen. v.Schwerin,

    eintrifft. Versorgungsteile sammelten in Bolschaja-Neklinowka und blieben vorerst dort.

    07.00 Uhr trafen 5 Pz.Kpf.Wg. VI in Petro-Gregorijewsk ein (1 Pz.Kpf.Wg. VI fiel auf Marsch Andrejewo-Malentjewski nach Petro-Greorgijewsk wegen Getriebeschadens aus). Von den 5 Pz.Kpf.Wg. VI fiel an der Sprechstelle ein weiterer mit

    Motorschaden aus. Zwei Pz.Kpf.Wg. erhielten Befehl, auf der Rollbahn vorzugehen und in Höhe der Sowchose 15 Sicherung

    zu beziehen.

    Lage: Feind verhielt sich ruhig. In den Morgenstunden gelang es Stepanowskij zu nehmen. Auftrag der Kampfgruppe Ganter

    in Garmasch an leichte Kompanie (Hauptmann Heilmann): Kompanie vornehmen nach Stepanowskij, dort Verbindungs-

    aufnahme mit Oberleutnant Kuhn¹ (Kp. d. Pz.Abt. 116, Hptm. Tebbe, 16. I.D. mot.).

    Bei einer begrenzten Erkundung nördlich Stepanowskij fuhr ein Pz.Kpf.Wg. III auf eine Mine und mußte mit leichtem

    Laufwerkschaden zurück.

    Da Feind weiter nördlich im Abschnitt der 23. Pz.Div. sich festgesetzt hatte, wurde die Abteilung der Kampfgruppe Sander

    zugeteilt. Kommandeur zur Verbindungsaufnahme nach Werchne-Schirokij zum Gef.Std. Sander.

    12.00 Uhr Leichte Kompanie erhielt Befehl, sofort zurückzukehren, um voraus zusammen mit 1 Pz.Kpf.Wg. VI nach

    Werchne-Schirokij zu marschieren.

    Die bei Polijew un Ssamoiloff an der Rollbahn stehenden Sicherungen der Abteilung wurden beim Vormarsch nach Werchne-

    Schirokij eingezogen und eine stärkere Sicherung von 1 Pz.Kpf.Wg. VI und 2 Pz.Kpf.Wg. III an der Kreuzung Rollbahn

    Nord-Süd und Durchbruchsweg des Russen ostwärts Sowchose 15 aufgestellt, um nach Osten und Westen den Versorgungs-

    weg des Russen zu unterbinden. Ein Pz.Kpf.Wg. VI fiel kurz vor Werchne-Schirokij aus.

    14.50 Uhr traf Abteilung mit 2 Pz.Kpf.Wg. VI und 8 Pz.Kpf.Wg. III in Werchne-Schirokij ein.

    Lage: Feind ist in Kruglik und Sewin eingedrungen und hält beide Dörfer besetzt.

    Auftrag: Abteilung soll zusammen mit Grenadieren beide Orte im Gegenstoß nehmen, so daß sich Grenadiere zur Verteidigung einrichten können. Die Abteilung soll nach Erledigung des Auftrages nach Werchne-Schirokij zurückkehren.

    Der Angriff begann bei anbrechender Dämmerung und wurde flüssig mit Erfolg von Höhe 108 durchgeführt. Leider konnte

    Erfolg nicht ausgewertet werden, da Schützen den Ort wieder preisgaben und für die Nacht auf Höhe 108 wieder zurück-

    gingen, um dort zu sichern. Die Abteilung kehrte nach Einbruch der Dunkelheit nach Werchne-Schirokij zurück und bezog

    dort Unterkunft und örtliche Sicherung. Die nach Petro-Georgijewsk vorgezogenen Versorgungsteile wurden der Kampf-staffel zugeführt und trafen 18.30 Uhr in Werchne-Schirokij ein.

    Verluste:

    2 Pz.Kpf.Wg. VI (techn. Schäden),

    1 Pz.Kpf.Wg. III (Minentreffer).

    Erfolge:

    Zahlreiche Infanterie-Waffen und Feidtote.

    Wetter und Gelände:

    Bedeckt, diesig, gegen Mittag Schneesturm, Sicht schlecht, nachmittags diesig.

    Straßen vereist.


    20.02.1943

    Lage: über Nacht unverändert.

    Auftrag: Die Abteilung hat für den heutigen Tag folgenden Auftrag:

    1. Erneuter Angriff auf Kruglik und Sewin zusammen mit Pionieren (23. Pz.Div., Hptm. Pauli) und unterstellten Schützen.

    2. Den Feind auf Höhe 105,7 zu werden, da sich dort befindliche Lücke zu schließen und die HKL. wieder herzustellen.

    3. Sich anschließend bereitzustellen und zusammen mit der Pz.Abt. 116 Anastassijewka anzugreifen und Feind im Rücken

    der eigenen Front zu vernichten.

    Angriffsbeginn war auf 05.00 Uhr angesetzt, mußte aber wegen dichten Nebels um eine Stunde verschoben werden.

    06.00 Uhr nach vorheriger Artillerie-Vorbereitung trat die Abteilung (2 Pz.Kpf.Wg. VI und 8 Pz.Kpf.Wg. III) von Höhe 108

    zum Angriff auf Kruglik und Sewin an. Durch den am 19.2. vorausgegangenen Angriff war der feindliche Widerstand nicht

    mehr stark, so daß Panzer und Schützen gut vorwärts kamen.

    10.00 Uhr waren beide Orte völlig feindfrei. Anschließend sammelte die Abteilung und trat mit Pz.Kpf.Wg. III zum Angriff

    auf Höhe 105,7 an. Die feindlichen Gefechtsvorposten auf der Höhe zogen sich beim Nähern unserer Panzer zurück. Ein

    feindlicher Gegenstoß mit Infanterie wurde im raschen Zugreifen zurückgeworfen. Als einige unserer Panzer die Höhe

    überschritten, wurden Sie von mehreren T-34 aus etwa 3000 m Entfernung beschossen. Die Pz.Kpf.Wg. III nahmen unverzüglich den Feuerkampf auf, dabei erhielt ein Pz.Kpf.Wg. III Treffer neben Fahrerluke. Der Fahrer wurde verwundet,

    so daß der Wagen zurück mußte.

    Da die Entfernung zu groß war, um die Feindpanzer mit leichte Waffen zu bekämpfen, wurden die beiden Pz.Kpf.Wg. VI

    eingesetzt, die insgesamt 7 Feindpanzer (T-34) auf Entfernung 2800 – 3000 m abschossen und zwar 4 im Stehen und 3 in

    Querfahrt. Ein Pz.Kpf.Wg. VI erhielt einen Treffer auf die Walzenblende, wodurch die Kanone ausfiel.

    Da das Gefecht sich bis zum Nachmittag hinzog, war es für den geplanten Angriff auf Anastassijewka zu spät. Die Abteilung

    kehrte bis Werchne-Schirokij zurück, blieb hier über Nacht und sicherte örtlich. Die Sicherungen blieben an der Rollbahn

    stehen und hatten keine Feindberührung.

    Erfolge:

    7 Feindpanzer, einige Granatwerfer und leichte Infanterie-Waffen vernichtet.

    Feindtote.

    Verluste:

    1 Pz.Kpf.Wg. VI (durch Beschuß),

    1 Pz.Kpf.Wg. III (durch Beschuß).

    Wetter und Gelände:

    Klar, Sicht gut.

    Gelände verschneit, Straßen gegen Mittag getaut.


    21.02.1943

    05.30 Uhr Kommandeur setzt E-Zug zur Erkundung auf Sowchose 15 an.

    Lage: Eigene Sicherung an der Rollbahn auf Höhe der Sowchose meldet: Auf Höhe westlich der Ssarmatskaja-Schlucht

    feindl. Spähwagen und zwei Feindpanzer gesehen. Einer Fliegerabwurfmeldung zufolge ist Feind von Anastassijwka im

    Anmarsch auf Sowchose 15, um in ostwärtiger Richtung durchzustoßen.

    06.00 Uhr Kommandeur befahl sofortigen Abmarsch der Panzer (2 Pz.Kpf.Wg. VI, 10 Pz.Kpf.Wg. III) und fuhr selbst

    voraus zur Sowchose 15. Gegner war jedoch mit Spitze am Westrand Ssarmatskaja-Schlucht und belegte die Rollbahn mit

    Feuer. Abteilungs-Kommandeur gab an der Rollbahn Befehl zum Angriff.

    Leichter Zug erhielt Befehl von ostwärts Sowchose 15 nach Nordwest aufzuklären bis zur Ssarmatskaja-Schlucht, da bei

    heftigem Westwind mit Schneetreiben schlechte Sicht herrschte. Abteilung erhielt Befehl, gegen westl. Sowchose 15 mit

    Panzer VI voraus anzutreten. Hierbei gelang es einen T-34 abzuschießen, einen T-34, der in der Schlucht steckengeblieben

    war und einen T-60 zu sprengen. Gegner zog sich daraufhin beschleunigt nach Anastassijewka zurück. Ein sofortiges

    Nachstoßen konnte nicht erfolgen, da erst Übergänge über die Schlucht erkundet werden mußten. Für Panzer III war ein Übergang bald gefunden und wurde bei 133,1 als Sicherung eingesetzt, bis Pz.Abt. 116 (16. I.D. mot.) über Ssamoiloff bei

    127,8 sich bereitgestellt hatte. Ein Pz.Kpf.Wg. VI fällt wegen Motorschaden aus.

    08.30 Uhr Hauptmann Tebbe (Pz.Abt. 116) trifft bei Abt.Gef.Std., Sowchose 15, ein.

    Auf Vorschlag des Abteilungs-Kommandeurs wird Panzer-Abteilung 116, mit Einverständnis des Divisions-Kommandeurs über Ssamoiloff und Höhe 127,8 auf Südteil Anastassijewka angesetzt.

    10.45 Uhr gab Abteilungs-Kommandeur Befehl an leichte Kompanie nördlich ausholend zusammen mit einer Kompanie

    (60 Mann, I.R. 610 der 79. I.D.) zum Angriff anzutreten auf Nordteil Anastassijewka. Kommandeur fuhr voraus auf Höhe

    111,3 ostwärts Anastassijewka.

    11.30 Uhr Nachdem Furt ostwärts Ssamoiloff erkundet, wurde der einsatzbereite Pz.Kpf.Wg. VI nachgezogen und erreichte

    12.30 Uhr leichte Kompanie in Narfinskaja (nördlich Anastassijewka). Da Marfinskaja ebenfalls schwach feindbesetzt war,

    mußte erst gesäubert werden. Dabei wurden zwei Pak vernichtet.

    14.30 Uhr trat die Kompanie (1 Pz.Kpf.Wg. VI und 8 Pz.Kpf.Wg. III) mit unterstellten Schützen zum Angriff auf Nordrand

    Anastassijewka an. Am Nordrand des Ortes hatte der Feind eine starke Abwehrfront aufgebaut, mit Panzern, zahlreichen Pak,

    Infanterie-Waffen und Infanterie. Im heftigen Feuerkampf wurde der Feind sehr stark angeschlagen. Dabei wurden zwei

    eigene Pz.Kpf.Wg. III abgeschossen. Gegen 15.30 Uhr trat der Gegner am Nordostrand mit Infanterie zum Gegenangriff an,

    um die Kompanie an ihrem linken Flügel zu umfassen. Der linke Zug wurde zum Gegenstoß angesetzt, warf in raschem

    Zupacken den Gegner zurück und drang in die Nordostecke von Anastassijewka ein, mußte jedoch bei einbrechender

    Dämmerung zurückgenommen werden.

    Eigene Schützen hatten bei der vorausgegangenen Säuberung von Marfinskaja und beim Angriff auf Anastassijewka etwa

    30 Mann Verluste. Der Rest war völlig erschöpft.

    17.30 Uhr Da die Panzer sich völlig verschossen hatten und keine Aussicht bestand, mit diesen Kräften den Gegner bei Nacht

    zu vernichten, erhielt bei völliger Dunkelheit die Kompanie den Befehl, sich vom Feinde zu lösen und igelte am Südrand

    von Marfinskaja. Der inzwischen wieder einsatzbereit gewordenen zweite Pz.Kpf.Wg. VI stiß zur Kompanie.

    18.30 Uhr gab Abteilungs-Kommandeur Befehl zum Beziehen der Sicherung auf Höhe 133,1 (1 km nordwestl. Sowch. 15).

    20.00 Uhr Sicherung befehlsgemäß bezogen.


    Erfolge:

    Die Abteilung vernichtete an diesem Tage insgesamt

    12 Panzer (T-34),

    8 Pak (7,62) und

    zahlreiche leichte Infanterie-Waffen. Feindtote.

    Eigene Verluste:

    2 Tote,

    5 Verwundete,

    3 Pz.Kpf.Wg. III (davon 2 total).

    Wetter und Gelände:

    Bei Angriffsbeginn diesig, zeitweise Schneesturm. Ab Mittag klar, Sicht gut, zeitweise sonnig.

    Gelände sehr schwer infolge vieler Schluchten und Bachabschnitte mit moorigem Untergrund.


    22.02.1943

    Nach dem Angriff am 21.2.43 auf Anastassijewka, der bis zum Einbruch der Dunkelheit dauerte und wegen des starken

    Feindwiderstandes, des restlosen Munitionsverbrauches und dem Totalausfall von 2 Pz.Kpf.Wg. III durch Pak-Beschuß

    abgebrochen werden mußte, erhielt die Abteilung den Befehl, die Sicherung an den Übergängen an der Ssarmatskaja-

    Schlucht bei und südlich der Sowchose 15 zu übernehmen.

    1 Zug Pz.Abt. 116 (1 Pz.Kpf.Wg. IV u. 3 Pz.Kpf.Wg. III) wurde für diese Aufgabe der Abteilung unterstellt. Die Gesamt-

    stärke für diesen Auftrag betrug:

    2 Pz.Kpf.Wg. VI,

    1 Pz.Kpf.Wg. IV (7,5 cm lang),

    3 Pz.Kpf.Wg. III (5 cm lang),

    5 Pz.Kpf.Wg. III (7,5 cm kurz),

    etwa 20 Schützen der 79. I.D.

    Die Stärke des Gegners wurde auf Grund von Gefangenen-Aussagen und des ersten starken Widerstandes beim Angriff auf

    Anastassijewka auf etwa:

    10 – 15 Pz.Kpf.Wg. T-34,

    1000 – 1500 Mann,

    30 Geschütze aller Art sowie

    400 – 500 Kraftfahrzeuge geschätzt.

    Die Erkundung von Übergangsmöglichkeiten über die Ssarmatskaja-Schlucht am 21.2. ergab drei Möglichkeiten:

    1.) 800 m nördlich der westlichen Sowchose 15 mit einer 8 t Brücke,

    2.) Furt in Sowchose 15 und

    3.) Furt 3 km südlich Sowchose 15.


    Die Aufstellung der Sicherung erfolgte:

    1.) Höhe 133,1 mit einem Pz.Kpf.Wg. VI und zwei Pz.Kpf.Wg. III (7,5 cm kurz),

    2.) Weg 1 km südlich 133,1 mit zwei Pz.Kpf.Wg. III (7,5 cm kurz) und 20 Schützen,

    3.) Westrand Sowchose 15 mit einem Pz.Kpf.Wg. VI,

    4.) Höhe 127,8 ein Pz.Kpf.Wg. IV (7,5 cm lang) und drei Pz.Kpf.Wg. III (5 cm lang),

    5.) ein Pz.Kpf.Wg. III (7,5 cm kurz) als Verbindungsfahrzeug zu den einzelnen Sicherungen.

    Die Aufstellung der Sicherungen ostwärts der Ssarmatskaja-Schlucht war wegen großer Geländeschwierigkeiten und den

    überragenden Höhen westlich der Schlucht nicht möglich.

    Die Sicht betrug mit bloßem Auge ab 24.00 Uhr etwa 150 m, zum Schießen aus Pz.Kpf.Wg. Etwa 80 m.

    Während die Sicherungen beim Auftanken und Munitionieren waren, meldeten um 00.50 Uhr die vorgeschobenen Beobachter, daß aus Richtung Anastassijewka, mit Marschrichtung Osten etwa 10 feindliche Panzer, anscheinend T-34 und

    dahinter eine Lkw.-Kolonne (Anzahl der Fahrzeuge nicht erkennbar) im Anmarsch seien. Gegen 01.30 Uhr traten die fdl.

    Pz.Kpf.Wg. und etwa eine Kompanie Infanterie breit entwickelt gegen Sowchose 15 an.

    Das Vorfühlen erfolgte sehr langsam. Die zwei Pz.Kpf.Wg. III an dem Weg südlich Höhe 133,1 zogen sich daraufhin auf

    Sowchose 15 zurück, umd dort mit dem Pz.Kpf.Wg. VI Verbindung aufzunehmen. Da die Absicht des Gegners, welchen

    Übergang er wählen würde, noch nicht erkennbar war (Lkw.-Kolonne stand), blieben die Sicherungspanzer auf Höhe 133,1

    stehen, um notfalls von der Flanke her angreifen zu können.

    Gegen 02.00 Uhr hatten sich die T-34 auf Schußentfernung (etwa 100 m) herangeschoben und der Pz.Kpf.Wg. VI eröffnete

    das Feuer. Der erste Schuß saß und der am weitesten links fahrende T-34 brannte, konnte aber noch kehr machen und fuhr

    beschleunigt hinter die Höhe zurück. Die übrigen T-34 (9 wurden gezählt) schossen sofort wie wild in die Richtung des

    Pz.Kpf.Wg. VI, der nur diesen einen Schuß herausbrachte, und gleich darauf durch 7,62-Treffer auf die Walzenblende ausfiel. Er erhielt bei diesem Feuerüberfall 4 Treffer und konnte sich nicht mehr an diesem Kampf beteiligen. Auf Grund der

    Feuereröffnung durch zwei Pz.Kpf.Wg. III zogen sich nach etwa 10 Minuten alle T-34 hinter die Höhe zurück.

    Etwa gegen 02.15 Uhr wurde festgestellt, daß die Lkw.-Kolonne nach wie vor stand, die abgesessene Infanterie am Westhang

    des Höhenrückens südlich 133,1 lag und die T-34 sowohl in nördl. wie südlicher Richtung gegen die Schlucht heran fühlten,

    ohne sich den Sicherungen auf Schußentfernung zu nähern.

    Gegen 03.30 Uhr schob sich eine weitere Kolonne von Westen kommend neben die haltende Kolonne und drehte gegen 03.45 Uhr nach Südosten ab. Da auf Anfragen die südliche Sicherung von dieser Bewegung des Gegners nichts sah, wurde

    sie von Höhe 127,8 an die Schlucht herangezogen und stieß dann, nachdem sie auch an dem erkundeten Übergang keine

    Kolonne entdecken konnte auf Befehl nach Norden vor. Etwa 800 m südlich Sowchose Nr. 15 ging Feindkolonne über einen

    nicht bekannten Übergang und wurde von dieser südlichen Sicherung angegriffen.

    04.15 Uhr wurde von der Sowchose Nr. 15 feindliche Lkw.-Kolonne in eiliger Fahrt nach Osten erkannt. Die um diese Zeit aus der Werkstatt bei der Abteilung eintreffenden 2 Pz.Kpf.Wg. (1 Pz.Kpf.Wg. VI und 1 Pzkpf.Wg. III) wurden sofort nach

    Ssamoiloff geschickt, um der Feindkolonne den Weg zu verlegen.

    Gegen 04.30 Uhr setzte sich die westlich 133,1 haltende Kolonne und die immer noch in der Gegen herumfahrenden T-34

    ebenfalls in südostwärtiger Richtung in Bewegung. Hierauf erhielten die als nördliche Sicherung stehenden Pz.Kpf.Wg. den

    Befehl, nach Süden abzudrehen und die jetzt bis zu 4 – 5 Fahrzeugen nebeneinander fahrende Kolonnen anzugreifen. Hierbei

    gelang es 1 T-34 und 1 Pz.-Spähwagen abzuschießen. Die südliche Sicherung, die bereits im Angriff war, ging gegen

    04.50 Uhr befehlsgemäß über die Schlucht, stieß der Kolonne bis zur Nordsüd-Rollbahn nach und brachte damit eine heil-

    lose Verwirrung in die nach allen Seiten ausweichenden Lkw. Und absitzenden Infanteristen.

    Die gegen 04.15 Uhr nach Ssamoiloff befohlenen Pz.Kpf.Wg. (1 Pz.Kpf.Wg. VI und 1 Pz.Kpf.Wg. III) wurden gegen 04.30 Uhr nördlich Ssamoiloff in ein schweres Gefecht mit den an der Spitze fahrenden und seitlich sichernden T-34 verwickelt, und im Verlauf des Gefechtes wurden 2 T-34 und 1 Pz.Spähwagen abgeschossen und ein weiterer T-34 angeschossen, der als

    sehr stark qualmend nach Osten entkam. Der Pz.Kpf.Wg. III erhielt von einem 7,62 Geschütz einen Volltreffer und fiel aus.

    2 Mann der Besatzung waren tot. Das weitere Eingreifen des noch einsatzbereiten Pz.Kpf.Wg. VI und der Angriff von Hinten

    und Flanke bewirkte ein völlig planloses, wildes und fluchtartiges Fahren nach allen Richtungen. Die zum Teil abgesessenen

    Infanteristen leisteten nur noch vereinzelt Widerstand.

    Anastassijewka, die Orte nördlich und südlich von Anast. und das Gelände von Anast. bis zur Nordsüd-Rollbahn konnte außer einzelnen Versprengten als feindfrei gemeldet werden.

    Der Erfolg dieses Gefechtes war, daß auf der Strecke Höhe 133,1 bis Ssamoiloff (5 km)

    4 T-34 abgeschossen,

    1 T-34 angeschossen,

    2 Pz.Spähwagen abgeschossen,

    3 Pak abgeschossen,

    6 Pak erbeutet,

    1 2-cm Fla-Geschütz erbeutet,

    3 Kräder, Pkw., 73 Lkw. zum Teil abgeschossen oder erbeutet,

    60 Feindtote gezählt und ungezählte Panzer-Büchsen, M.G. und Inf.-Waffen erbeutet wurden.

    An Verlusten hatte die Abteilung:

    1 Pz.Kpf.Wg. VI (Totalausfall durch Beschuß),

    1 Pz.Kpf.Wg. III (Totalausfall durch Beschuß),

    2 Tote,

    1 Verwundeter.


    Damit gelang es der Abteilung mit schwächsten Kräften einem zahlenmäßig weit überlegenen Gegner teilweise zu

    vernichten, ihn so lange hinzuhalten, bis es hell wurde und die entsprechenden Gegenmaßnahmen getroffen werden konnten,

    ihm bei seinem Durchbruch schwere Verluste zuzufügen und ihn so zu demoralisieren, daß seine völlige Vernichtung in der

    Fedorenko-Schlucht durch die 16. I.D. mot. ermöglicht wurde.


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    Vgl. auch Kriegsgeschichte Windhund-Div., Teil 3, Frame 358 fff. und

    Der Windhund Heft 2, v. März 1976


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    GANTER Gustav, Hptm., Kdr. Kradschtz.Btl. 165 (*22.2.10 Überlingen • †16.4.43, ruht Mariupol/Zdanov)


    HEILMANN Karl-Ludwig, (*30.12.15), EK II und EK I, Pz.Kpf.Abz. Silber

    Obltn., RDA: 1.4.40 (370)

    Hptm., RDA: ?

    Maj., RDA: 1.9.44 (68)

    FTT: Pz.Rgt. 3

    00.00.0000: Pz.Lehr-Rgt.

    00.05.1942: Pz.Abt. 503

    14.07.1943: verwundet

    01.09.1943: Pz.Ers.Abt. 500

    15.10.1943: f. Gen.St.Ausb. freigegeben

    20.01.1944: kdt. Gen.Kdo. XII. A.K.

    15.04.1944: Kriegsakademie, kdt. Gen.Kdo. III. A.K.


    HOHEISEL Erich, Obstlt., (*14.8.04), EK I, DKiG, VwA, OM, PKA s.

    Hptm., RDA: 1.8.35 (65)

    Maj., RDA: 1.8.40 (Ordn.Nr. unleserlich)

    Obstlt., RDA: 1.10.42 (14)

    FTT: Pz.Rgt. 7

    00.06.1941: Kdr. II./Pz.Rgt. 3

    00.11.1941: verwundet

    03.07.1942: F.R. OKH, Friedensstandort

    07.09.1942: Kdr. I./Pz.Rgt. 204

    28.12.1942: verwundet

    00.01.1943: m.F.b. Pz.Abt. 503

    10.05.1943: Kdr. Pz.Abt. 503

    15.06.1943: F.R. OKH, Kdr. Pz.Ausb.Abt. 1

    15.07.1942: m.F.b. Pz.Ers.u.Ausb.Abt. 1

    26.07.1943: Kdr. Pz.Ers.u.Ausb.Abt. 33

    17.07.1944: Kdr. Pz.-Lehrgänge „Tiger“, 18. Rgts.Fhr. Lehrgang

    18.01.1945: Kdr. Pz.Rgt. 27

    28.02.1945: F.R. OKH, unter gleichz. Kdrg. zur H.Gr. Weichsel als Kampfgruppenführer


    v. KOERBER Detlev, Ltn. d.R. (*6.10.19 Koerberrode • †9.2.43 Nishne-Ginlowskaja)


    LANGE Eberhard, (*18.3.18), EK I, im Ehrenblatt genannt, DKiG, Pz.Kpf.Abz. Silber, VwA. Silber

    Obltn., RDA: 1.9.40 (433)

    Hptm., RDA: 1942

    Maj., RDA: 1.4.44 (77 r)

    FTT: Pz.Jg.Abt. 18

    00.09.1940: Pz.Ers.Abt. 15

    00.00.0000: Pz.Rgt. 29

    00.05.1942: Pz.Abt. 502 / als Kp.Chef

    00.00.0000: Pz.Ers.Abt. 500

    10.08.1943: m.F.b. Pz.Abt. 502

    28.10.1943: F.R. OKH, kdt. Pz.Ers.Abt. 500

    10.11.1943: Kdr. Pz.Abt. 506

    03.01.1945: F.R. OKH unter gleichz. Kdrg. zur Fla.Ers.u.Ausb.Abt. 204, zur Einarbeit als Ers.Abt.Kdr.

    27.01.1945: kdrt. zur H.Gr. Weichsel zur Verwendung als Stopak

    10.02.1945: Kdr. Pz.Abt. 55


    SANDER Joachim, (*7.8.98 Wernigerode • †3.11.44 Goldap), Sp. z. EK II u. EK I, DKiG, WH-Bericht, RK, EL posthum

    Maj., RDA: 1.12.39 (99)

    Oberstlt., RDA: 1.4.42 (234 a)

    Oberst, RDA: 1.8.43 (46 d 2)

    FTT: Kav.S.R. 9

    00.06.1940: Kdr. I./S.R. 8

    00.08.1941: beurlaubt wg. Überanstrengung

    00.09.1941: trotz schwebendem Verfahren wieder als Kdr. I./S.R. 8 eingesetzt

    00.10.1941: Schtz.Ers.Rgt. 83 [10/41 verurteilt zu 4 Mon. Festung wg. Mißhandlung eines Untergebenen]

    00.03.1942: Beförderung angehalten (unter Verlust v. 300 Ord.Nr. weiterbef.)

    00.06.1942: 22. Pz.Div. / Schtz.Btl. Kdr.

    00.07.1942: Kdr. Kradschtz.Btl. 24

    00.10.1942: F.R. OKH, St.O. Sorau

    06.12.1942: kdrt. zur Pz.Tr.Schule Wünsdorf/Einarbeitung Rgt.Kdr.

    28.12.1942: Kdr. Pz.Rgt. 39

    10.01.1943: Pz.Rgt. 201 m.F.b., Bewährung

    15.03.1943: Kdr. Pz.Rgt. 201 später 23 (verwundet z.Zt. Lazarett Sorau)

    15.05.1944: F.R. OKH, (WK III)

    05.07.1944: kdrt. zum AOK 18 als Berater f. Panzereinsatz, endet am 20.7.44

    28.07.1944: Kdr. Pz.Rgt. 9 z.b.V.

    22.08.1944: Kdr. Pz.Rgt. 31


    TEBBE Gerhard, Hptm. (*22.12.1910) → siehe 16. Inf.Div. (mot)


    v. WINNIG (WINNING) Leopold, Obstlt., Kdr. Pz.Gren.Rgt. 126 (23. Pz.Div.), 07.10.43: DKiG


    WOLF Alfred, (*7.7.14), EK II und EK I, Pz.Kpf.Abz. Silber, RK

    Obltn., RDA: 1.6.40 (581)

    Hptm., RDA: ?

    Maj., RDA: 1.8.43 (78 c)

    FTT: Pz.Jg.Abt. 5

    00.11.1940: Pz.Rgt. 7

    00.03.1941: Pz.Brig. 100

    00.07.1941: Pz.Rgt. 204, Pz.Brig. 101

    00.00.0000: Pz.Rgt. 203

    00.02.1943: Pz.Rgt. 201 / St.Kp./I. (verwundet 23.8.43)

    00.10.1943: Pz.Ers.Abt. 7

    00.00.1943: Pz.Rgt. 23

    00.03.1944: Pz.Ers.Abt. 7 (Laz.)

    02.01.1945: F.R. OKH unter gleichz. Kdrg. Zum AOK 6 zur Verwendung als Ia Panzer


    ZABEL Friedrich Karl, (*14.7.22 Groß Lüben • †26.3.44 Res.Laz. Kreuzburg/OS)

    Ltn., RDA: 1.2.42 (614 b)

    Obltn., RDA: 1.3.44 / nachträglich resp. posthum befördert

    FTT: Pz.Rgt. 6

    00.00.0000: Pz.Ers.Abt. 5

    00.06.1942: Pz.Abt. 503

    00.00.0000: Pz.Lehrg. „Tiger“

    00.02.1943: Pz.Abt. 503

    23.01.1944: verwundet

    00.02.1944: Pz.Ers.Abt. 500 / Lazarett

    26.03.1944: an der Verwundung verstorben (Verlustliste 87)