Die Wehrmachtspistole Modell Armand Gavage

  • Die Pistole Armand Gavage wurde von der Firma – Fab. d’armes de haute précision,
    Armand Gavage, Liège – im Zeitraum von den frühen 30er bis etwa 1942 gebaut.
    Ungefähr 5000 Stück dieser Waffe, die im äußeren Erscheinungsbild einer Clementpistole ähnelt, sind gebaut worden.
    Warum einige dieser Pistolen deutsche Armee Stempel ( kein WaA !! ) aufweisen, ist bis heute nicht geklärt.
    Da die Waffe alles andere als modern zu bezeichnen ist und obendrein auch nicht aus den besten Materialien zu bestehen scheint, muss die Verwendung bei Wehrmachtsteilen aufgrund lokaler Engpässe bei der Versorgung mit Faustfeuerwaffen zustande gekommen sein.
    Die Pistole lässt sich äußerst einfach demontieren. Nachdem man den Demontagehebel auf der linken Rahmenseite umgelegt hat, lässt sich der Schlitten mit dem Verschluss als Einheit nach hinten und oben aus einer Führung ziehen.
    Innerhalb der Waffe sind keinerlei Stempelungen feststellbar, wie überhaupt auf der kompletten Pistole keinerlei Herstellerhinweise oder Beschussstempel erkennbar sind.
    Lediglich auf den Griffschalen ist das AG-Logo eingeprägt.
    Interessant ist, dass die Magazine vernickelt sind.


    Auflistung der bekannt gewordenen A.Gavage Pistolen nach Jan C.Still, ergänzt durch meine Beobachtungen:



    # 122 Deutscher Armee Stempel ( DAS )
    # 827 Belgischer Beschuss ( BB )
    # 1071 DAS
    # 1098 BB
    # 1100 DAS
    # 1120 DAS
    # 1206 DAS Holzgriffschalen
    # 1516 DAS
    # 1524 DAS
    # 1585 DAS Holzgriffschalen
    # 1641 DAS
    # 1961 DAS
    # 2228 BB
    # 2471 DAS
    # 2489 DAS Holzgriffschalen
    # 2514 DAS
    # 2582 DAS
    # 3054 DAS Holzgriffschalen
    # 3139 DAS
    # 3139 DAS
    # 3440 DAS
    # 3586 DAS + BB
    # 4127 DAS + BB
    # 4612 ohne jeden Stempel



    Still vermutet, dass etwa 1500 dieser Pistolen bei der Wehrmacht verwendet worden sind.


    Sammlern sei empfohlen, diese Waffe in jedem erreichbaren Zustand zu erwerben, da es sich hier um eine sehr seltene Wehrmachtswaffe handelt, die fast nie auf dem Sammlermarkt auftaucht.


    Fritz

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  • Hallo armandvis,

    vielen Dank für den interessanten Artikel zur Pistole Armand Gavage mit den Detailbildern der Waffe.

    Bei der Pistole scheint es sich um eine sehr einfache Fertigung ohne besondere Qualität zu handeln. Das diese Pistolen Verwendung bei der Wehrmacht fanden kann nur erstaunen. Es wurden schon bessere Pistolen zur offiziellen Verwendung abgelehnt.

    Wie auch immer, eine seltene Pistole ist die Armand in jedem Falle. Ich kenne keinen Sammler persönlich, der eine derartige Pistole besitzt.

    Konnte der Verkäufer der Waffe irgendwelche Angaben über die Verwendung machen? In welcher Eigenschaft hat er die Waffe erhalten und welcher Einheit gehörte er an?

    Gruß

    Fridspeed

    Sammelschwerpunkt Pistolen der deutschen Truppen im II. WK mit Zubehör und Dokumente.


    Militärische Dienstuhren deutsch aus dem II. WK.


    Suche Pistolentaschen der Wehrmacht und Waffenzubehör einschließlich Dokumente.


    Suche auch ständig alte Automatik- und Wehrmachtsuhren. Auch in defektem Zustand.

  • Hallo Fridspeed,


    leider kann ich dazu keinerlei Angaben machen, da die Angehörigen des alten Mannes Angst davor hatten, dass Persönliches im Sachzusammenhang mit dieser Waffe weitergegeben wird, was ja eigentlich schon an sich eine Aussage ist.
    So ist es mir leider bei fast allen von Veteranen oder deren Erben erworbenen Waffen gegangen, man mauert gewaltig.
    Obwohl ich in Besitz einer recht umfangreichen Sammlung bin, kann ich nur von 2 !! Waffen Aussagen über deren Besitzer machen, und die sind nicht so prickelnd.
    Du hast recht, hier in Deutschland kenne ich bisher auch nur 3 A.Gavage Besitzer.


    Gruß


    Fritz

  • Hallo Armandvis,


    kannst du kurz eine Angabe über das Kaliber machen.
    Ist schon eine sehr einfache Waffe,was man so sieht.


    Gruss JU87

    [SIGPIC][/SIGPIC] Meine Ehre heisst Sondeln:D

  • Hallo JU87,


    tja, ich vergaß das gute alte Kaliber 7,65 zu erwähnen.
    Die Versorgungsnot muss schon recht groß gewesen sein, um noch solch einen Trumm anschaffen zu müssen.


    Fritz

  • Hallo!


    Meine Überlegung:


    In vielen besetzten Ländern waren alle Soldaten verpflichtet sobald sie Unterkunft verliesen eine Waffe mit sich zu führen, auch wenn sie nur etwas einkaufen gingen oder in der Kneipe ein Bier trinken gingen (Partisisanen / Wiederstandskämpfer). Da war natürlich ein 98k sehr hinderlich. Für so eine Aufgabe hätte auch eine sehr einfache Pistole gereicht uns das Leben der Soldaten erleichtert.

    MFF-Generalleutnant a. D.

  • Hallo Riemann,

    wenn es auch keine offizielle Dienstvorschrift dazu gab, wurden Soldaten in besetzten Gebieten und in Feindesland per Befehl verpflichtet, zum Schutz Waffen zu tragen.
    Im Normalfall nahm der Soldat tatsächlich sein Gewehr oder wenn er hatte seine Pistole mit. Und zwar die offiziell ausgegebenen Waffen z.B. zum Urlaub in die Heimat.
    Offiziere hatten es mit privat angeschafften Waffen etwas einfacher und mussten nicht mit einem 98 k durch die Gegend schleppen.
    Wenn dann tatsächlich einmal ein Vergnügungsausflug statt fand, wurden die Landser beim Kneipenbesuch durch bewaffnete Kameraden begleitet, die dann nicht mit trinken durften.
    Für Soldaten, die finanziell in der Lage waren, konnten Waffen privat angeschafft oder im Besitz befindliche private Waffen geführt werden. Hierzu wurde dann eine Erlaubnis von der Dienststelle ausgestellt. In diesen Bescheinigungen war dann das Tragen der privaten Waffe während der Freizeit oft auch nur auf der Reise in den Heimaturlaub und zurück genehmigt. Seit 1938 bestand ein Waffenverbot für private Waffen.
    Wenn man als Soldat gute Beziehungen hatte, gab es auch schon einmal eine Pistole aus unregistrierten Beutebestand.

    Übrigens sind viele der gestellten Bilder Soldat mit Gewehr oder Pistole bei einem Heimaturlaub entstanden.
    Diese Informationen habe ich von meinem Vater, der beim Stab zeitweise für den Papierkrieg zuständig war und auch privat oft 1 -2 Pistolen (Pistole 9 mm Para sichtbar und Taschenpistole 7,65 mm verdeckt) bei sich führte. Es handelt sich bei diesen Waffen um von der Waffenkammer ausgegebene Pistolen.

    Deine Überlegung ist daher nahe liegend. Ich glaube aber nicht daran, dass man aus diesem Grunde hat fertigen lassen. Nach Aussage meines Vaters waren die Waffenkammern sehr gut mit nicht offiziellen Beutewaffen bestückt. Hierzu wurde alles beschlagnahmt und zusammen getragen was man auftreiben konnte. Nicht offiziell heißt, die Waffenbestände wurden nicht gemeldet, weil die Anzahl sonst auf die Kompaniestärke angerechnet worden wäre und neue Waffenlieferungen reduziert oder entfallen wären.

    Gruß

    Fridspeed

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  • Ich sehe gerade, dass mir im vorherigen Beitrag eine Textpassage abhanden gekommen ist. Deshalb hier noch ein Nachtrag zu dem Thema "Berichte meines Vaters" aus der Kriegszeit.
    Als ich als junger Sammler angefangen habe Waffen des II. WK zu sammeln, war mein Vater als ehemaliger Soldat der Wehrmacht jemand, dem ich ständig mit meinen ersten erworbenen Sammlerstücken genervt habe. In diesem Zusammenhang erzählte er mir auch, dass er während seiner Dienstzeit in Norwegen/ Narvik auch norwegische Waffen bekommen hatte, mit denen er schlecht zu recht kam. Seine Aufgabe erforderte es, dass er dort viel im Gelände unterwegs war. Seine Dienstwaffe, nach seiner Beschreibung eine Kongsberg, lag ihm nicht. Er berichtete, dass er mit der Pistole auf 5 Meter hätte kein Scheunentor treffen können aber die Pistole eine gute Wurfkeule für den einmaligen Einsatz gewesen wäre. Nun muss es in den letzten Kriegsjahren in Norwegen so gewesen sein, dass die Soldaten sich zwingend bewaffnen mussten, da die Partisanen überall auf sie lauerten. Er berichtet weiter, dass er sich sicherheitshalber eine kleine belgische Taschenpistole im Kaliber 7,65 mm aus der Waffenkammer für unterwegs in der Hosentasche zu tragen mitgenommen hätte. Mit dieser Pistole hätte er auf etwa 10 - 15 Meter gute Treffer erreicht.
    Natürlich wollte ich von ihm mehr über diese Pistole erfahren. Er wusste aber keinen Namen außer das diese Pistole belgisch war, klein und im Kaliber 7,65 mm und nicht offiziell eingetragen war.
    Ich hatte damals spontan an die belgische FN 10/22 im Kaliber 7,65 mm gedacht und ihm diese Pistole gezeigt. Er sagte damals, dass die FN mit seiner Pistole keine Ähnlichkeit habe und die Waffe von damals kleiner und anders aussah.

    Erst heute durch den Beitrag von armandvis grübele ich darüber nach, ob es möglicherweise eine Armand Gavage gewesen sein könnte, die mein Vater in Norwegen als zweite Pistole in der Hosentasche trug. Damals konnte ich diese Pistole in meine Überlegungen nicht mit einbeziehen, da mir diese Waffe erst viel später bekannt wurde. Leider kann ich die Frage mit ihm heute nicht mehr klären. Ich erinnere mich daran, dass mein Vater sagte die Pistole wäre neu gewesen und hätte trotzdem eine einfache Oberflächenbehandlung gehabt. Es könnte demnach eine Gavage gewesen sein, da es sonst nicht viele Möglichkeiten in diese Richtung gibt.

    Gruß

    Fridspeed

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  • Fridspeed,


    dem Bericht über deinen Vater kann ich aus meiner familiären Sicht Ähnliches hinzufügen.
    Seit 1972 sammele ich mehr oder weniger intensiv Faustfeuerwaffen, die deutsche Soldaten seit 1871 bis heute verwendet haben ( verwenden).
    Auch für mich war es ausgesprochen schwierig, aus meinem alten Herrn exakte Hinweise zu bekommen.Er war immerhin Offizier der Luftwaffe und bei einer Luftabwehreinheit ( 8,8 ) vorwiegend in Frankreich stationiert. Er hat u.a die gesamten Rückzugsgefechte durch die Invasion von St.Brieux bis in die Nähe von Düren mitgemacht, wo er als Kompaniechef einer zu der Zeit wild zusammengewürfelten Einheit mit Restbeständen seiner Truppe im März 45 in amerikanische Gefangenschaft geriet.
    Es gibt einige Fotos, auf denen seine Pistolentasche sehr gut zu erkennen ist. Aufgrund wachsenden Sammlerwissens legte ich ihm nach und nach in Frage kommende Pistolen im Kal.7,65 vor. Das Ergebnis war für mich ernüchternd, egal ob S&S, Walther oder Mauser er bejahte jedesmal. Zunächst dachte ich, er wolle darüber nicht sprechen, merkte aber alsbald, dass es für einen langjährigen Soldaten offensichtlich ziemlich egal ist, was für eine Waffe er mit sich herumschleppt.
    Inzwischen konnte ich dank der modernen Technik eindeutig nachweisen, dass mein alter Herr eine der sehr seltenen Walther PP 9mmk als Seitenwaffe getragen hat.
    Leider wurden seine Waffen, Papiere, Offiziersdolch, und sogar seine Uhr von den Amerikanern"befreit", so dass ich leider über keinerlei eindeutige Unterlagen verfüge.


    Fritz

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  • Hallo armandvis,

    es war wirklich ähnlich.
    Ich habe 1975 angefangen zu sammeln und damals wie bereits geschrieben meinen Vater mit Fragen ständig genervt.
    Er konnte sehr viel im Detail aus seiner Kriegszeit berichten. Fragen hinsichtlich Hersteller und Modelle der von ihm getragenen Waffen konnte er nicht beantworten. Als Bezeichnung wusste er nur die P 08 (siehe Profilbild) mit der er auch im Pistolenschießen ausgebildet worden war. Zu späteren Waffen wusste er nur Herkunftsland, gleiches oder anderes Kaliber und ob die Waffe für ihn etwas taugte oder nicht.
    Mein Vater war für mein Hobby nicht zu begeistern. Er wollte keine Waffe mehr anfassen und wünschte sich sehr stark, dass es bei mir immer nur ein Hobby bleiben würde.
    Er hatte in den ersten Kriegsjahren als junger Soldat bei Kämpfen in Tschechien und Polen mit Partisanen schlimme Dinge erlebt.
    Seine spätere Stationierung in der Garnison Königsberg war trotz Krieg auch mit einer der schönsten Zeiten in seinem Leben, woran er sich immer gerne zurück erinnerte. In dieser Zeit heiratete er meine Mutter. Die letzten Kriegsjahre verbrachte er in Norwegen bis er dort nach Kapitulation der Truppen in englische Kriegsgefangenschaft geriet.
    Auch die Engländer haben seine Dokumente und persönliche Gegenstände vereinnahmt.

    Gruß

    Fridspeed

    Sammelschwerpunkt Pistolen der deutschen Truppen im II. WK mit Zubehör und Dokumente.


    Militärische Dienstuhren deutsch aus dem II. WK.


    Suche Pistolentaschen der Wehrmacht und Waffenzubehör einschließlich Dokumente.


    Suche auch ständig alte Automatik- und Wehrmachtsuhren. Auch in defektem Zustand.

  • Hallo
    Habe eine Gavage mit der Nr.1096 Ausführung wie die eingestellten Bilder.
    Gruß
    Mero 53

  • Fritz,
    Ich schrieb 16 Gavages vor zwanzig Jahren in Auto Mag auf. Das meisten erschienen in der Stillen Liste. Ein Nummer fehlte. #1263 BB.

    Gruß


    Joe


    "Das Sammeln dieser Sache ist eine fortsetzende Erziehung."

  • Leider bisher gar nicht.


    Hier mal ein kleines Update:


    Die Pistole Armand Gavage wurde von der Firma – Fab. d’armes de haute précision,

    Armand Gavage, Liège – im Jahre 1940 gebaut.

    Ihr Ursprung liegt höchstwahrscheinlich bei einer ÖWA Pistole aus dem Jahre 1932, die in allen Abmessungen absolut identisch ist.

    Ungefähr 5000 Stück dieser Waffe, die im äußeren Erscheinungsbild einer Clementpistole ähnelt, sind gefertigt worden.

    Da eine Produktion vor 1940 nicht nachweisbar ist und in den Beschussbüchern von Lüttich keinerlei Hinweise auf diese Pistolen zu finden sind, kann man davon ausgehen, dass die gerade angelaufenen Gesamtproduktion nach der deutschen Invasion von der Wehrmacht vereinnahmt wurde. Dies erklärt auch das Vorhandensein dieser Pistolen in teilweise sehr unterschiedlicher Fertigungsqualität und das Durcheinander bei den Griffschalen, denn die Holzgriffschalen sind Ersatz.

    Warum einige dieser Pistolen deutsche Armee Stempel ( kein WaA !! ) aufweisen, ist bis heute nicht restlos geklärt.


    Da die Waffe alles andere als modern zu bezeichnen ist und obendrein auch nicht aus den besten Materialien zu bestehen scheint, muss die Verwendung bei Wehrmachtsteilen aufgrund lokaler Engpässe bei der Versorgung mit Faustfeuerwaffen zustande gekommen sein.

    Die Pistole lässt sich äußerst einfach demontieren. Nachdem man den Demontagehebel auf der linken Rahmenseite umgelegt hat, lässt sich der Schlitten mit dem Verschluss als Einheit nach hinten und oben aus einer Führung ziehen.

    Innerhalb der Waffe sind keinerlei Stempelungen feststellbar, wie überhaupt auf den meisten Pistolen keinerlei Herstellerhinweise oder Beschussstempel erkennbar sind.

    Lediglich auf den Griffschalen ist das AG-Logo eingeprägt. Einige wenige Pistolen mit belgischem Beschuss weisen auf der hinteren rechten Griffstückseite einen Herstellerstempel „AG“ auf.

    Interessant ist, dass die Magazine vernickelt sind.


    Auflistung der bekannt gewordenen A.Gavage Pistolen nach Jan C.Still, ergänzt durch meine Beobachtungen:



    # 122 Deutscher Armee Stempel ( DAS ),

    # 531 Belgischer Beschuss ( BB ) Holzgriffsch.

    # 554 BB Holzgr.

    # 744 BB

    # 747 BB

    # 827 BB

    # 1022 DAS

    # 1068 BB Kunsstoffg.

    # 1071 DAS

    # 1077 BB

    # 1096 DAS

    # 1097 BB Kunsstoffgr.

    # 1098 BB

    # 1100 DAS

    # 1120 DAS

    # 1127 BB Kunsstoffgr.

    # 1151 DAS

    # 1171 DAS Kunsstoffgr.

    # 1181 BB Holzgriffschalen

    # 1182 DAS

    # 1206 DAS Holzgriffschalen ,

    # 1263 BB

    # 1411 BB

    # 1456 BB

    # 1474 BB

    # 1493 BB

    # 1516 DAS

    # 1524 BB, weißfertig,

    # 1537 BB Kunsstoffgr.

    # 1539 BB

    # 1576 DAS

    # 1585 DAS Holzgriffsch.

    # 1641 DAS

    # 1679 DAS Kunsstoffgr.

    # 1700 DAS Holzgriffsch.

    # 1778 DAS Holzgriffsch.

    # 1809

    # 181*

    # 1961 DAS

    # 201x DAS

    # 2014 DAS Holzgriffsch.

    # 2228 BB

    # 2303 BB, Kunststoffgr.

    # 2320 DAS

    # 2425 ohne Beschuss, Kunsstoffgriffsch.

    # 2426

    # 2471 DAS

    # 2489 DAS Kunsstoffgr.

    # 2514 DAS

    # 2550 DAS

    # 2582 DAS

    # 2633 DAS Holzgriffsch., vernickelt

    # 3054 DAS Holzgriffschalen

    # 3081 BB Holzgriffschalen

    # 3139 DAS

    # 3139 DAS

    # 3268 DAS Kunsstoffgriffsch.

    # 3316 ohne jeden Stempel, Holzgriffschalen,

    # 3361 BB, Holzgriffschalen, vernickelt,

    # 3440 DAS

    # 3583 DAS + BB

    # 3586 DAS + BB

    # 3618 DAS

    # 3633 DAS, Kunsstoffgr.

    # 3642 DAS, Kunsstoffgr.

    # 3696 BB, weißfertig, Holzgriffschalen

    # 3697 BB, weißfertig, Holzgriffschalen

    # 3719 BB , Kunststoffgr.

    # 3749 BB, Kunsstoffgr.

    # 3896 BB, weißfertig , Holzgriffschalen

    # 3914 BB, Kunsstoffgr.

    # 3919 keinerlei Markierungen,

    # 3949 BB

    # 4126 DAS , Holzgriffschalen

    # 4127 DAS + BB

    # 4158 DAS + BB, Holzgriffschalen, AG Stempel rechts hinten Griffstück

    # 4191 BB , Holzgriffschalen

    # 4198 BB , Holzgriffschalen

    # 4414 DAS, Kunsstoffgriffschalen,

    # 4590 ohne jeden Stempel, Holzgriffschalen

    # 4612 ohne jeden Stempel, Holzgriffschalen

    # keine kein Beschuss, Holzgriffschalen,


    Still vermutet, dass etwa 1500 dieser Pistolen bei der Wehrmacht verwendet worden sind.


    Die Wehrmachtsausführung wird hier im Vergleich zur ursprünglichen belgischen Ausführung gezeigt.

    Im Gegensatz zu den blank belassenen Bedienteilen und Federn sind diese Waffenteile bei der „deutschen Ausführung“ brüniert. Achtung, diese Pistolen sind nicht überarbeitet oder neu brüniert , wie manche Zeitgenossen annehmen.

    Die Beschriftung am Zerlegehebel liest sich so: Normale Stellung – Zerlegestellung.

  • Auf der NAPCA-Website kann ich Ihrer Liste drei weitere Seriennummern hinzufügen.


    363 belgisch geprüft

    1183 NS geprüft

    3602 NS geprüft

    Gruß


    Joe


    "Das Sammeln dieser Sache ist eine fortsetzende Erziehung."

  • Wie finde ich heraus, in welchem Jahr die Pistole Armand Gavage mit der Seriennummer 3081 gefertigt wurde ?

    Pistole Armand Gavage Cal 7,65.

    Hallo, ich hatte auf diesem Forum bereits eine Anfrage zur 7,65 Gavage gestellt. Hier noch eine Feststellung zu meiner Gavage.

    Die Serien Nr. meiner Waffe ist 3081, belgische Abnahme und über dem Abzugsbügel die Kaliberbezeichnung 7,65 Br.

    Bei der Serien Nr. ist es eindeutig so, dass die Ziffer 1 nicht dem Stempelbild 308 entspricht. Die 1 ist etwas kleiner und auch nicht so tief eingeschlagen.

    Es ist eindeutig, dass die Serien Nr. von 308 auf 3081 geändert wurde. Das erklärt dann bei meiner Waffe auch, warum Abnahme Wehrmacht und belgische Abnahme durcheinander laufen.

    Mfg.

    Leider ist es so, dass ich nur die oberste Ebene dieser Plattform nutzen kann.