Der dumme Holländer.

  • Man sollte auch bedenken, daß schon die Preissteigerung an sich den Preis wieder weiter nach oben treibt.

    Warum??

    Sammler die heute beispielsweise ein EK2 haben möchten, die kaufen es doch gerne jetzt für 120-130 Euro ein, weil sie berechtigterweise denken, nächstes Jahr um diese Zeit kostet das gleiche Stück dann wieder 20-30 Euro mehr.

    Der Gedanke ist ja nicht so abwegig, wenn man sich anschaut, was in den letzten zwei Jahren so auf dem Sammlermarkt passiert ist.

    Also wird jetzt ohne mit der Wimper zu zucken auch überteuert eingekauft, denn der Preis relativiert sich ja sehr schnell wieder.

    Und so geht es immer weiter steil aufwärts ... ;-)

    __________________


    "In der Mitte die Straße, außen der Schnee und um uns herum die Rote Armee."
    (Ostmedaille)


  • Diese Diskussion kommt hier im Forum alle paar Monate auf. Einige sehr richtige Punkte wurden ja schon genannt.


    Ich denke nicht, dass die Preise sinken werden, solange der Gesetzgeber nicht doch auf die Idee kommt, den Handel zu verbieten (davon ist nicht auszugehen, der Gesetzesvorstoß im Bundesrat scheiterte wegen verfassungsrechtlicher Bedenken, die auch eine neue Bundesregierung nicht ausräumen kann). Das Thema WK 2 wird sich auch nicht in 20 oder 30 Jahren erledigt haben. Der 2. Weltkrieg war nunmal der einschneidendenste, allumfassendste und bedeutendste Krieg, den die Menschheit bisher ausgetragen hat. Auch technisch ist er nicht mit vorherigen Kriegen vergleichbar (Masseneinsatz von Panzern, Düsenjäger, koordinierte Flächenbombardements, usw usw). Soetwas wird immer einen ganz besonderen Nimbus haben und es wird immer weltweit militärgeschichtlich interessierte Menschen geben, die auch Relikte dieses Krieges sammeln und dokumentieren wollen. Das Thema ist zeitlos.


    Ich kann auch nicht sagen, dass die Sammlergemeinschaft überaltert sei. Das ist vielleicht auch eine selektive Wahrnehmung, weil manche hier nur ihre eigene Blase und ihr Umfeld im Blick haben. Wenn ich mir anschaue, wie die Altersverteilung in all den Facebook- oder Telegrammgruppen ist, mache ich mir keine Sorgen um die Zukunft unseres Hobbys. Ich selbst bin jetzt gerade 23 geworden und bin jetzt seit 9 Jahren am Sammeln. Ich kenne einige Jungsammler in dieser Altersgruppe, die teilweise beachtliche Sammlungen aufgebaut haben und Koryphäen auf einzelnen Gebieten sind.


    Ich sehe das pragmatisch. Die Preise ändern sich halt und in Anbetracht von 4% Inflation werden die Preise natürlich nachziehen. Wenn ich einen Nachlass unbedingt haben muss, zahle ich auch gerne über dem, was der vermeintliche Marktwert ist. Ich habe dieses Jahr drei DK Nachlässe von Händlern gekauft und es nicht bereut.


    Gruß Albrecht

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  • Wenn ich einen Nachlass unbedingt haben muss, zahle ich auch gerne über dem, was der vermeintliche Marktwert ist.

    Hallo Albrecht.


    Wie bitte ist dieser Satz zu verstehen? Für mich galt bisher ein Nachlass immer als ein günstigerer Preis.


    Ich selbst bin jetzt gerade 23 geworden

    Ich habe dieses Jahr drei DK Nachlässe von Händlern gekauft und es nicht bereut.

    Alle Achtung, über soviel Potential fürs Hobby verfügen Sammler in deinem Alter eigentlich sehr selten. :thumbup:

    Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast.

  • Hallo in die Runde

    und mal meine beobachtet über die letzten Jahre.


    Ralf 10 das sehe ich genauso und mein Sohn interessiert sich dafür auch nicht. Ich kaufe auch nicht wenn der Preis zu hoch ist nur weil es mir fehlt in der Sammlung .

    Habe ja mal mit einigen Händler über ihre Preise gesprochen und sie meinten zu mir die Preise werden von den Internationalen Kunden bezahlt , es ist zu viel Geld im Umlauf.


    Einige Händler haben aber auch das Problem neue Ware zu bekommen und wenn möchte der Verkäufer ja auch ein guten schnitt machen.


    Ich habe vor Corona ja auch auf einigen Sammlerbörsen ein Stand gehabt und beobachtet wer kommt und was wird gekauft.

    Also der Altersdurchschnitt ist zwischen 35-65 Jahre , Junge Sammler um die 20-25 Jahre ja da mußt du schon genauer Ausschau halten.

    3. Programm wird halt International gesammelt und DDR ist in Deutschland etwas rückläufig da wird nur noch Generalität gekauft .

    Kaiserreich , Fürstentümer und Königreiche gehen ganz gut, zur Zeit ist der Markt lehr , einige Sammler sind auch umgestiegen da kenne ich einige aus meinen Umfeld .


    Ich denke beide Weltkriege werden international weiterhin noch gesammelt aber langfristig ist dann alles in der Welt weit verstreut selbst wenn es in Deutschland ein Verbot für 3. Programm geben würde wird weiterhin gesammelt und die Sachlage neu ins Rollen bringen und viele Orden und Auszeichnungen werden halt unter den Tisch in Deutschland weiter verkauft oder gehen ins Ausland , vielleicht gehen dann die Preise noch weiter hoch oder runter wer weiß ?


    Ja und das Internet hat halt den Sammlermarkt so richtig aufgemischt viele kaufen halt nur noch bei guten Händler wo sie sicher sind das es Originale sind und sie haben Rückgaberecht da im Internethandel der Käufer mehr rechte hat als auf der Strasse .

    Auf Börsen oder Flohmärkte haste halt kein Recht nur die Kulanz des Verkäufers wenn er noch beim nächsten mal da steht und wie viele haben da lehr-gelt bezahlt und wurden da vorsätzlich betrogen .


    Ich als Sammler weiß wie es ist wenn man eine Kopie gekauft hat man ärgert sich über den Händler und sich selbst .


    Trotzdem wünsche ich euch noch viel Spaß am Sammeln


    Gruß Nettelbeck

  • Hier noch mein Gedanke zum „verbot von Militaria“ …..als bsp nehmen ich mal die Kappmesser der BW ….seit die „verboten“ sind kosten die das doppelte….mindestens.

    Weiter : in der ddr war das sammeln von Militaria bzw. der Besitz auch „verboten“ , das hat niemanden abgehalten es trotzdem zu sammeln. Die Preise waren dementsprechend.
    Und wir reden ja nur von Deutschland mal wieder. Unsere alten Diesel E2 Norm sind im Ausland trotzdem sehr beliebt und werden gekauft …..

    Ein verbot würde die Preise nicht unbedingt oder komplett nach unten korrigieren. So denke ich …..

  • Weiter : in der ddr war das sammeln von Militaria bzw. der Besitz auch „verboten“ , das hat niemanden abgehalten es trotzdem zu sammeln. Die Preise waren dementsprechend.

    EINSPRUCH


    Das sammeln sowie der Besitz von Militaria war nicht verboten.

    Was verboten war war ein öffentlicher Handel. Was die Preise angeht, woher will man das wissen da nie jemand darüber gesprochen hat, wegen Horch und Kuck.


    Gruß Ralf

    Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast.

  • Es gab ein entsprechendes Gesetz das die Verherrlichung von „Faschismus“ usw verboten hat….das es nicht öffentlich gehandelt werden durfte entsprach ja weitestgehend das was man „Schwarzmarkt“ nennt ….ähnlich heute mit Cannabis ….darfst haben , aber nicht handeln. Mein Onkel hat zu DDR Zeiten gesammelt , blankwaffen, der Besitz von einem bajonett war nach seiner Angabe verboten.

  • Die Preise weiß man weil später man drüber gesprochen wurde. Nach dem Mauerfall zum Bsp. Genau wie in diesem Thread Leute berichten was sie vor 30 Jahren für ein RK zahlten.

  • Mein Onkel hat zu DDR Zeiten gesammelt , blankwaffen, der Besitz von einem bajonett war nach seiner Angabe verboten.

    Tut mir leid es zu sagen, aber damit wollte er sich bei seinem Neffen mit seinem Hobby interessant machen.

    Glaub mir ruhig, der Besitz war nicht verboten.


    Nach der Wende hat die Regierung auf Grund des hohen illegalen Schusswaffenbesitzes auf dem Gebiet der ehemaligen DDR eine Amnestie für die Abgabe solcher Waffen erlassen. Sehr viele Waffen wurden daraufhin abgeliefert.


    Was die normale Militaria angeht, tauchten nach der Wende Unmengen von Militaria auf ostdeutschen Flohmärkten auf.

    Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast.

  • Hallo,


    die Preise heute von damals zu vergleichen ist nicht ganz ohne. Ich denke auch immer oje was waren das früher für Preise wo beim Händler 50 DM für ein EK 2 ausreichte und ein RK 4000 DM. Ich setze es ins Verhältnis und trotz der extremen Preise gerade auch beim RK stelle ich fest. Ich müsste im Verhältnis fast gleichviele Monatsgehälter aufbringen heute wie damals. Was mir dazu noch einfällt, ein EK 2 war ein EK 2 und ein RK ein RK, kein Hype auf besondere Varianten und extreme Preisunterschiede.






    Gruß Sammler32

  • davon ist nicht auszugehen, der Gesetzesvorstoß im Bundesrat scheiterte wegen verfassungsrechtlicher Bedenken, die auch eine neue Bundesregierung nicht ausräumen kann


    Würde ich gerne mal selbst ggf. nachlesen wollen. Gibts einen Link? Übrigens werden sich aller Voraussicht nach die politischen Gewichte demnächst verschieben. Ein Verbot des Handels bedarf es überhaupt nicht - es reicht schon aus, wenn mal irgendwann die von mir weiter oben angesprochene "Sachkunde" o.ä. kommen sollte - oder der Besitz von Gegenständen gewisser Zeitepochen einfach verboten wird. Das kommt insbesondere dann wohl spätestens wieder auf den Tisch, wenn gewisse Spinner irgendwas machen und dies einen riesengrossen Hype im Internet auslöst.


    Unter dem Tisch? Ja wo denn - auf den alten daddeligen Flohmärkten, oder beim Kaffeekränzchen um die Ecke ? Der Großteil des Geldes wird mMn. im Internet umgesetzt - und das wird sich sicherlich nicht ändern. Eine Ausfuhr und Einfuhr gewisser Sachen ist ja bereits heute -theoretisch- mit Strafen belegt. Wenn dann noch das Bargeld wegfällt und nur noch Plastik geht, wars das.

    errare humanum est8)


    Alter Sammlerspruch: Dein Objekt ist immer nur so viel wert, wie Dir einer bereit ist zu zahlen.

  • Dann werd ich mal auch meinen Senf dazugeben:


    Im Augenblicklichen Wirtschaftlichen Umfeld sehe ich keine fallenden Preise - ebenfalls sehe ich keine fallenden Preise bei Verbot, genau wie ICKE, sehe ich eher höhere Preise ...


    Ich habe mein RK für 6.500,- DM im Oktober 1994 gekauft. Das war ein verrückter, aber zu dieser Zeit normaler Preis.

    Da ich nicht mit meinen Sammlungsstücken handle ist mir der bei Kauf zumindest theoretische Verlust von 30 % egal - ich hab ja Freude damit.

    Das Stück habe ich bis heute. Damals unvorstellbar - heute Schnäppchenpreis ...


    Zudem sehe ich auch kein auf - und ab sondern nur - auf - mal mehr mal weniger stark, bestenfalls stagnierend.


    Zu den Augenblicklichen Preisen: Da hat wohl jeder seine persönlichen Grenzen. Ich mache auch bei verschiedenen Preisen nicht mit - bei sehr seltenen gesuchten Stücken bin ich notgedrungen auch bereit die Brieftasche etwas weiter zu öffnen - kauft man eben weniger ... Ich bin jedenfalls ganz entspannt, denn wenn ich mir überlege vielleicht noch 20+ Jahre sammeln zu können bevor der Sargdeckel hinter mir zufliegt, werde ich wohl wieder im plus liegen.


    Sollte wider erwarten ein Preisverfall wie etwa bei Briefmarken eintreten - was ich nicht glaube - ist das eben so, ich hab ja meinen Spaß damit.

  • Die Preise weiß man weil später man drüber gesprochen wurde. Nach dem Mauerfall zum Bsp. Genau wie in diesem Thread Leute berichten was sie vor 30 Jahren für ein RK zahlten.

    Stimmt. Nach dem Mauerfall kamen viele Ritterkreuze auf den Markt, aber zu DDR-Zeiten war es zu gefährlich damit zu handeln.

    Wer zu DDR -Zeiten beim Handel erwischt wurde wanderte ein.

    Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast.

  • ebenfalls sehe ich keine fallenden Preise bei Verbot, genau wie ICKE, sehe ich eher höhere Preise ...

    In diesem Thread war nie die Rede von Verbot unseres Hobbys. Wie kommst Du darauf?

    Das Wort Verbot stand nur in Verbindung vom Handel in der ehem. DDR.

    Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast.

  • Was mich persönlich allerding sehr verwundert ist, das bei nahezu allen Dingen in Bezug auf unser Sammelgebiet die Preise steigen, nur bei Veranstaltungs/Tagunsabzeichen nicht. Da sind die Preise zum größten Teil noch auf dem Stand von den 90ern stehen geblieben, im Schnitt um die 30.- und ganz selten mal um die 100.- und die liegen dann wie Blei. Ich sammle ja speziell Lübeck und da ist das Angebot ja überschaubar, so habe ich z.B. einige Abzeichen die ich in 30 Jahren nur max.ein,zweimal gesehen und gleich gekauft habe und seitdem nie wieder irgendwo im Angebot gewesen, trotzem wird die nur mit ca.30.- gelistet. Was also die seltenheit angeht, ist so manch Veranstaltungsabzeichen weitaus seltener als z.B. Ritterkreuze und für mich sind diese niedrigen Preise dafür nicht nachvollziehbar. Natürlich ist ein Tagungsabzeichen nicht mit einem RK vergleichbar, aber eben teilweise viel seltener zu finden.

    :!::!::!:Suche Tagungs/Veranstaltungsabzeichen Lübeck 1933-1945:!::!::!:


    Es grüßt aus dem hohen Norden Frank

  • So, dann möchte auch ich mal ein paar Worte dazu schreiben.


    Ich gehöre zu denen, die den Markt von je her schon sehr sehr lange genau beobachten. Ich habe in Kindertagen angefangen zu sammeln und es dauert nicht mehr lange, dann habe ich ein halbes Jahrhundert voll auf dem Sammelgebiet der militärhistorischen Antiquitäten.


    Noch heute kann ich mich gut daran erinnern, als ich auf einem Flohmarkt in Hannover vor Ewigkeiten am Leineufer einen frühen SA Dolch und einen Reichsluftschutzbunddolch bekommen habe. Sofort war ich fasziniert von diesen Stücken. Diese Faszination hat mich bis zum heutigen Tage nicht losgelassen. Natürlich wird man irgendwann ruhiger....keine Frage....und dennoch.....es bleibt wie es ist !


    Der Tenor dieses Themas hier im Forum ist doch der, das ist hier sehr gut herauszulesen, dass es den langjährigen Sammlern....den alten Hasen....bis zum heutigen Tage in den Fingern juckt. Egal, ob sie ihre Sammlungen irgendwann aufgelöst haben, umgestellt haben oder sich nur noch am Rande damit beschäftigen. Die Faszination ist immer noch da. Und so wird es auch weiter sein.

    Diese Dinge haben eine Strahlkraft der Begeisterung und das wird auch nicht nachlassen.


    Wirklichen Sammlern wird es da genauso ergehen, wie mir. Das läßt einen nicht mehr los.


    Wenn ich früher nach Hamburg gefahren bin, um den ein oder anderen Händler aufzusuchen, damals gab es noch deutlich mehr als heute, hatte ich eigentlich immer den Eindruck, es würde dort kontinuierlich an der Preisschraube gedreht. Dem war auch so !


    Mit dem Aufkommen des Internet hat sich in die breite Fläche betrachtet, vieles angeglichen. Unendlich viele neue Leute sind dazu gekommen. Unendlich viele Informationen sind austauschbar und abrufbar. Das Interesse ist noch mal deutlich gesteigert worden.


    Mittlerweile befinden wir uns aber in einer Situation der starken Verknappung.


    Zudem durften wir lernen, dass die immer wieder angepriesenen riiiiiesigen Sammlungsauflösungen irgendwelcher Sammler, die durch natürlich Abgang von uns gegangen sind, den Markt so überhaupt gar nicht beeinflußt haben. Rein gar nichts ist da passiert, was sich irgendwie auch nur ansatzweise auf den Preis in Richtung nach unten getan hätte !


    Die Nachfrage ist aber stetig geblieben....ja hat sich sogar noch erhöht. Nach aller Logik wirkt sich das nun mal auch auf die Preise aus. Das kann man gut finden oder auch nicht. Das kann man mitmachen oder auch nicht. Das bleibt jedem selbst überlassen. Nur ganz offensichtlich gibt es doch eine Reihe von Sammlern, die bereit sind, die Preise zu bezahlen. Sonst würde doch alles auch wieder billiger werden. Wird es aber nicht.


    Billiger wird das alles nur, wenn die Weltwirtschaft zusammenbricht. Dann haben wir aber ganz andere Probleme, als Orden, Uniformen & Co. Schauen wir mal, wie lange das noch dauert......anderes Thema.


    Die Coronazeit hat noch mal mehr gezeigt, dass auch die Händler nur mit Wasser kochen. Sie schnitzen sich die Sachen nicht in ihrer Hinterzimmerwerkstatt zusammen. Gut ok, der Ein oder Andere schon aber von denen rede ich jetzt nicht. ;)


    Wir sehen also auch dort eine deutliche Verknappung.


    Sollte man sich als Sammler dann nicht auch mal realistisch die Frage stellen, woher das alles eigentlich noch kommen soll ?!?!


    Wie realistisch ist es heutzutage noch, aus der Nachbarschaft ein DK für 500,- zu bekommen und wie lange möchte ich darauf warten ?!?! Oder ist mein Wunsch nach solch einem Stück so groß, dass ich dann doch einen deutlichen höheren Preis beim Händler zahlen möchte.


    Nun, das entscheidet ein Jeder für sich selbst. In die eine, wie in die andere Richtung.


    Beim Eisernen Kreuz 2. Klasse kann ich nicht mitreden. Das ist nicht mein Themengebiet. Bei anderen Themengebieten kann ich das aber schon.


    Wieviele Sammler fragen z.B. nach einen frühen SS Mannschaftsdolch in tollem Zustand. Nein... die späten Blechdinger sollen es nicht sein...ein Früher muss es sein ! Im Oberüberfliegerzustand ! Beinahe täglich kommen solche Anfragen.


    Nur ..... backen kann man keine=O Da spielt es auch keine Rolle, dass vielleicht mal das eine oder andere Stück hinter den Kulissen den Besitzer wechselt. Das ist gar keine messbare Größe. Fakt ist, am Markt gibt es nix. Was wird da also preistechisch passieren, wenn doch mal was im Angebot ist......rein rhetorische Frage...die sich von selbst beantwortet.


    Ist das dann Preistreiberei oder hat da jemand den Preis aus dem Orakel gewürfelt, weil er den Hals nicht voll genug bekommt ? Oder ist das einfach nur eine nüchterne Anpassung an die Marktsituation ?


    Verkehr ist die Sammlerwelt aber, wenn der Händler deutlichst....erheblich mehr im Ankauf bezahlt, als der Sammler bereit ist auszugeben , wie kürzlich immer wieder festzustellen war. Ist der Händler dann nur ein wirtschaftlicher Vollidiot und weiß nicht, was er da tut ? Oder weiß er vielleicht doch ein ganz klein wenig mehr als andere, weil er die Marktlage globaler betrachtet/betrachten kann ?!?!


    Tja...Fragen über Fragen. Manchmal muss man vielleicht doch mal ein wenig über den eigenen Tellerrand hinausschauen.



    Gruß Dragoner08