ZF Ruediger 6x56

  • Guten Abend,


    ist das hier auch etwas Gutes (?), ich würde gerne die Meinung der Experten lesen.


    - Unter dem Drehrad steht Rüdiger Hildesheim und Nummer.

    - Auf dem Mittelrohr steht W. Peting Königlicher Hofbüchsenmacher Berlin

    - Auf dem Köcher steht Hubertus.

    - Die Linsenabdeckung ist gestempelt mit 38 und 50.


    Danke im voraus und einen guten Samstagabend!



    Kummro

  • Hallo Jagdwaffensammler,


    Danke für die Info,


    sicher waren zunächst Jagdzielfernrohre im 1.WK-Einsatz auf dem Gewehr 98 und wurden auch danach wieder eingefordert.


    Auf englischsprachigen Seiten wurde das Stück, ohne das Petinglogo, als beliebtes ZF (39) Rüdiger Hildesheim für deutsche Schützen angeboten. Die dort abgebildete Seriennummer war kurz vor 60.000, vieleicht um den Preis zu treiben.

    Mich würde desweitern die Zeit der Entstehung meines Stückes von Rüdiger mit doch kleinerer Ser.Nr. interessieren, da das Verwenden von Titel wie "Königlicher Hof..." auf Verkaufsobjekten streng reglementiert war.



    Gruß Kummro

  • Nicht alles was militärisch sein könnte muss es auch sein..

    Wilhelm Peting war königlicher Bayerischer Hofbüchsenmacher / Hoflieferant mit Geschäft und Betrieb in Form einer Waffenfabrik, gegründet 1883, bestanden bis 1943. Der ursprüngliche Betrieb befand sich in Berlin SW68, Schlossplatz 3.

    Wie auch bei Jagdwaffen als Handelsware war bei Zielfernrohren die Signatur des Verkäufers ( und zumeist auch damit derjenige welcher die Montage vorgenommen hat) insbesondere im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts üblich. Ich habe in meiner Sammlung verschiedenste ZF Modelle der seinerzeitigen Hersteller mit Händlersignaturen, z. B. Geyger Berlin, Meffert Suhl, Sauer&Sohn Suhl, Merkel Suhl usw.



    "Englische Seiten" erzählen viel wenn der Tag lang ist, definitiv nachweisbar ist die miltärische Verwendung dieser Gläser in den seltensten Fällen.