Nachlass Infanterie/Grenadier LEHR Regiment 901 bekommen mit Fragen.....

  • Richtig schöne Gruppe, die wäre auch was für mich ;).


    Ich glaube mal gelesen zu haben, dass bei Lehr-Regimenter neue Waffen oder auch sonstige Neuheiten erprobt wurden. Bin mir aber nicht sicher, kann jetzt auch ganz was anderes sein.

    Suche den Wehrpass und die Dokumente von Herbert Kürbis, einen Verwandten, die 2017 bei ratisbon's versteigert wurden.

    Ich würde das Konvolut gern kaufen, um es wieder in die Familie zu holen.

  • Hallo Sven,

    Ein richtig toller Nachlass, Glückwunsch!

    Suche nach Urkunden, SB/WP von Einheiten der Oderfront, (speziell Panzergreandier Division Kurmark)
    egal welcher Zustand!
    Desweiteren suche ich Dokumente von Stug- und Panzereinheiten.

  • Seht schön!

    Die Panzer-Lehr-Division sollte eigentlich ein Begriff sein :)

  • Danke für die Blumen.

    Die abgebildeten sachen waren auch noch dabei,ebenso eine Schützenschnur.

    An Waffenausbildung ist nur der K98k und das Mg34 drin.

    Mich beschäftigt sein Einsatz in Budapest 1944?
    Was war da los?

  • Danke für die Blumen.

    Die abgebildeten sachen waren auch noch dabei,ebenso eine Schützenschnur.

    An Waffenausbildung ist nur der K98k und das Mg34 drin.

    Mich beschäftigt sein Einsatz in Budapest 1944?
    Was war da los?

    Sei mir nicht böse aber hast Du keine Suchmaschine auf dem Rechner? Das ist doch das erste was man macht, wenn man etwas recherchieren will, gerade als Dokumenten-Sammler! Ich dachte eigentlich, daß Papiersammler mehr in die Tiefe gehen und sich nicht nur oberflächlich mit ihren Sachen beschäftigen...

  • Ui, die Seite kannten wir ja noch gar nicht, damit hast Du jetzt aber allen richtig weiter geholfen... :D

  • Deckt sich:


    Es wurde daraufhin im Eisenbahntransport bis zum 19. September 1943 nach St. Pietro del Carso in Dalmatien verlegt. Dort wurde das Regiment zuerst beim Fall Achse zum Schutz der Straßen- und Bahnverbindungen eingesetzt. Dabei kam es im Raum Fiume - Duga Resa - Tulza zu harten Kämpfen. Später wurde das Regiment bei der Heeresgruppe B in Slowenien gegen Partisanen eingesetzt. Dabei unterstand das Regiment anfangs dem II. SS-Panzer-Korps bei Angriffen gegen Idrija und Ajdovscina. Anfang Oktober 1943 wurde das Regiment zur Säuberung von Istrien eingesetzt und erreichte dabei Rijeka. Ende Oktober 1943 wurde das Regiment südöstlich von Novo Mesto gegen Partisanen eingesetzt. Mitte November 1943 verlegte das Regiment nach Bosnien und wurde dort dem LXIX. Reservekorps bei der 2. Panzerarmee unterstellt. Anfang Dezember 1943 wurde das Regiment dem V. SS-Gebirgs-Armeekorps unterstellt. Mitte Dezember 1943 befand sich der Gefechtsstand vom Regimentsstab in Djakovo, der vom I. Bataillon in Vrpolje und der vom II. Bataillon in Gerjani.

    Zu Beginn des Jahres 1944 wurde das Regiment nach Banja Luka befohlen, um einen erfolgreichen Partisanenangriff auf die Stadt wieder rückgängig zu machen. Noch Anfang Januar 1944 wurde das Regiment dann nach Frankreich verlegt. Mit der Aufstellung der Panzer-Lehr-Division wurde das Regiment dieser unterstellt. Am 10. Januar 1944 wurde das Regiment in Panzer-Grenadier-Lehr-Regiment 901

  • Die Normandie hat er, zum Glück für ihn, verpaßt.

    Suche unter Berücksichtigung der §86/86a StGB alles von der 246., 272. und 326. Volksgrenadier-Division sowie diesen unterstellten bzw. in diese eingegliederten Einheiten, insbesondere Wehrpässe und Soldbücher (auch Gruppen) von vermissten, verwundeten, gefallenen und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichneten Soldaten!

  • Sei mir nicht böse aber hast Du keine Suchmaschine auf dem Rechner? Das ist doch das erste was man macht, wenn man etwas recherchieren will, gerade als Dokumenten-Sammler! Ich dachte eigentlich, daß Papiersammler mehr in die Tiefe gehen und sich nicht nur oberflächlich mit ihren Sachen beschäftigen...

    Danke.

    Das hilft mir wirklich weiter.

    Google-wie konnte ich das nur übersehen 8o

    Wenn ich Anfragen im MFF beantworte,reicht es bei mir auch nur für ein

    Google doch mal

  • Danke.

    Das hilft mir wirklich weiter.

    Google-wie konnte ich das nur übersehen 8o

    Wenn ich Anfragen im MFF beantworte,reicht es bei mir auch nur für ein

    Google doch mal

    Geht zumindest schneller, als nen Tag später nochmals nachfragen zu müssen :D

  • Die Normandie hat er, zum Glück für ihn, verpaßt.

    Die Ardennen wohl auch.



    kam nur nicht auf den dreh,warum er von Ungarn nicht mit nach Frankreich ging,sondern nach Dänemark?!

    Verwundet, erkrankt (Genesenden-Kompanie). Sicherungsaufgaben klingt nach bedingt wiederverwendbar.


    Zu den Lehr-Einheiten sollte bei Veit-Scherzer (Formationsgeschichte) zu finden sein,

    hat sogar ein Buch, speziell über eine Lehr-Abteilung.


    Die Panzer-Aufklärungs-Lehrabteilung 1937 - 1940
    Hans Cramer   Die Panzer-Aufklärungs-Lehrabteilung 1937 - 1940 (Kavallerie-Lehr- und Versuchs-Abteilung)   Der ehemalige General der…
    www.verlag-scherzer.de

  • Da es explizit um 901 ging/geht, hier mein "Senf" dazu.

    Als Einstieg:

    (...)

    Er trat er als 17-jähriger im August 1933 in das 21. Bayerische Infanterie-Regiment ein.

    III. Bataillon, 12. Kompanie = Kgl. Bayer. 7. IR „Prinz Leopold“, Feldpostnummer 20174.


    Ein Jahr später kam er zum „Infanterie-Lehrregiment“ der Infanterieschule Döberitz.

    Hierzu kann folgende Beschreibung von H. Ritgen (Die Geschichte der Panzer-Lehr-Division) zum „Lehr-Regiment Döberitz“ als hilfreich gelten:

    „Im Frieden mussten alle aktiven Infanterie-Regimenter des Heeres jeweils die zwei besten aktiven Soldaten zum Lehrregiment versetzen. Das Infanterie-Lehrregiment bildete somit eine Elite und war die Lehr- und Versuchstruppe für Infanteriewaffen“.


    1934 bis 1938 war mein Vater zunächst in der 8. und dann in der 4. MG-Kompanie des Infanterie-Lehr-Regiment Döberitz.

    Aus 2 Bataillonen des Lehr-Regiment mit jeweils 4 Kompanien wurde im Dezember 1938 die „Lehr-Brigade (mot.) 900“ mit dem dafür als wichtigste Sonder-Einheit neu aufgestellten „Infanterie-Lehrregiment (mot.) 900“ gebildet. Im Infanterie-Lehr-Regiment (mot.) 900 befand er sich von 1939 bis 1942 in der 8. Kompanie.

    Das ILR. 900 bzw. die Lehr-Brigade 900 wurde als „Einheit z. b. V.“ (zur besonderen Verfügung) in unterschiedlichsten Einsatzgruppen und auch in unterschiedlichen Unterstellungen zu Fronteinsätzen abgestellt. Außer wenigen dokumentierten Angaben lassen sich Einzelheiten über die Fronteinsätze nicht mehr nachvollziehen, weil alle Unterlagen wie Personallisten, Fronteinsatzberichte, Gefechtstagebücher usw. fehlen.


    Die Lehr-Brigade (mot.) 900 war als Schützen-Brigade den „schnellen Truppen“ der Panzer-Infanterie zugeordnet und war im West-Feldzug dem XXII. Armeekorps (mot.) (22), dem XIX. Armeekorps, der „Panzergruppe von Kleist“ und zeitweise dem XXXIX. Armeekorps (39), „Gruppe Guderian“ unterstellt, und nahm 1940 an den Kämpfen in Frankreich bis zum Kanal (Dünkirchen) und danach bis zur spanischen Grenze teil.


    Im Polen-Feldzug wurde die Lehrbrigade 900 u.a. als „Panzer-Aufklärungs-Lehr-Abteilung“ im III. Armeekorps / 4. Armee eingesetzt.

    1941 mit Beginn des „Unternehmen Barbarossa“ wurde die Lehrbrigade 900 der 9. Armee unterstellt (Heeresgruppe Mitte) und innerhalb des LVI. Armeekorps (56) zusammen mit der 129. und der 14. Infanterie-Division sowie der 6. Panzerdivision zunächst in der Kesselschlacht von Byalistok eingesetzt. Mit der 7. Panzerdivision erfolgte danach die Beteiligung an den Kämpfen um Witebsk und Smolensk. Mit dem XXXIX. Armeekorps (Gruppe Guderian), und zeitweise der 1. Panzerdivision ging das Infanterie-Regiment (mot.) 900 mit der 36. I.D. über Wjasma bis nach Kalinin und von dort mit der 1. Pz.-Div. in Richtung Moskau vor (Unternehmen „Taifun“).


    Hierzu einige Auszüge aus dem Kriegstagebuch von Generaloberst Halder:

    „ Am 24.06.1941 wird die Lehrbrigade 900 in der Heeresgruppe Mitte für die Vollendung der Einschließung Byalistok freigegeben“.

    „Am 25.06.1941 wird die Lehrbrigade 900 auf Wilna an den linken Flügel gezogen um keine Lücke zur Heeresgruppe Nord entstehen zu lassen“.


    „Am 27.06.1941 wurde die Lehrbrigade 900 auf Wilna geworfen um die allmählich entstehende Lücke zur Heeresgruppe Nord zu sichern.“


    Die 2 Bataillone des Lehrregiment (mot.) 900 waren zwar der 9. Armee unterstellt, wurden aber als „schnelle Truppen“ jederzeit an bedrohte Frontabschnitte oder zur Sondereinsätzen oder zur Partisanenbekämpfung an andere Armee-Einheiten abgestellt.

    So z.B. wurde die Lehrbrigade (mot.) 900 nach der Kesselschlacht um Wjasma im Oktober 1941 bis in den Raum von Torschok, Mjednoje, die Abwehrkämpfe am Wolga-Staubecken und am Moskau-Wolga-Kanal eingesetzt.


    Eine etwas genauere Zuordnung der Lehrbrigade (mot.) 900 und deren Einsätze an der Ostfront in den Jahren 1941 und 1942 konnte auch innerhalb des LVI. Armeekorps (mot.) (56) an Hand der Namen der Kommandeure (siehe Auszeichnungen) gefunden werden.

    Das LVI. Armeekorps war der 14. Infanteriedivision unterstellt (Kommandeure GLtn. Heinrich Wosch und dann GLtn. Walther Krause) und wurde im März 1942 als LVI. Panzerkorps umbenannt.


    Aus Vorgenanntem kann geschlossen werden, dass die Lehrbrigade in den Jahren 1941 bis 1942 vermutlich überwiegend und in unterschiedlichen Unterstellungen innerhalb der 9. Armee, auch zusammen mit der Panzergruppe 3, mit am Vormarsch gegen Moskau beteiligt war. Hier war u.a. die „Doppelschlacht von Brjansk - Wjasma“ mit der Einnahme von Rhzew am 13. Okt. 1941 einer der bedeutendsten Siege der 9. Armee, in dessen Verlauf sich die Truppen der Heeresgruppe Mitte bis auf etwa 22 km an Moskau heran kämpften.

    Bei Temperaturen um - 40° trat dann ein Umschwung ein, als am 5./6. Dezember die sowjetische Winteroffensive begann und die 9. Armee aus der HKL Klin - Kalinin - Woronina nach Südwesten in Richtung Rhzew zurückweichen musste.


    Ein Auszug aus „Rshew, Eckpfeiler der Ostfront“ (Gen. Horst Großmann):

    „20.12.1941, Tagesbefehl Nr. 70 der 14. ID: Zur Verteidigung der Lama-Linie bei Spas-Wilki, Jaropolenz-Telgino-Uslagino, wird das LVI. AK am rechten Flügel der Pz.-Gruppe 3 eingesetzt mit Rechts Lehrbrigade 900, Mitte IR (mot.) 11, Links IR (mot.) 53“.

    „17.1.1942, nach Regiment-Befehl zur Sicherung der Korpsstraße südlich Schachowskoja, wird der Einsatz der Lehrbrigade 900 auf dem Nordflügel vorgesehen, das verstärkte II/900 wurde in Richtung Nowo Alexandrowka in Marsch gesetzt“.


    Die Beteiligung der Lehrbrigade (mot.) 900 an der Winterschlacht von Rhsew im Jan. / Feb. 1942 ist durch Bericht des damaligen Brigadekommandeur Walther Krause belegt, ebenso weitere Einsätze an der Ostfront, die Ende Februar 1942 etwa im Raum Rhsew - Ghatsk - Wjasma östlich des Dnjepr zwischen Wolga und Ugra lag.

    Nach Einsätzen bei den Kämpfen im Raum Minsk, Nevel, Brjansk, Witebsk, bei Smolensk und im Raum Welish kehrte die Lehrbrigade (mot.) 900 im Juni 1942 nach Döberitz zurück und wurde dort aufgelöst.


    U.a. aus Teilen der Lehrbrigade (mot.) 900 wurde das Infanterie-Regiment 595 der 327. Infanterie-Division neu gebildet. In diesem Regiment befand er sich in der 4. Kompanie. Das ergibt sich ebenso wie die folgenden Zuordnungen an Hand des Briefes vom 5. Juli 1942 mit der Feldpostnummer 18393 E.

    (...)

    Name ist mir bekannt, da es ein Rechercheauftrag an mich war.

    __________

    MfG Uwe