Beiträge von stef

    Guten Abend!


    Könnt ihr mir etwas über diesen kaiserlichen Marinedolch erzählen. Er stammt von einem KaLeun und Ubootkommandanten. Ist es ein Offiziers- oder ein Kadettendolch? Gab es sie auch ohne Drahtwicklung? Stimmt das Portepee so? In welchem Preisrahmen bewegt sich das Stück? Es fehlen leider beide Mundblechschrauben.


    Danke für die Hilfe!

    danke dir! Würde ich mich entschließen das Glas tatsächlich einzuschicken und würde Zeiss die Teile tauschen, wäre das deiner Meinung nach mit einem Verlust der Authentizität des Glases verbunden? Ich meine wie bei einer ursprünglich nummerngleicher Waffe, bei der man Teile austauscht.

    Ich habe dieses Fernglas aus den 30er (?) Jahren in einem ausgezeichneten Zustand. Leider ist die Stellschraube und andere Teile durch Zinkfraß angegriffen. Könnt ihr mir einen Rat geben, wie ich dieses Stück schonend und nachhaltig behandeln kann? Empfiehlt es sich, das Stück eventuell vom Hersteller selbst überholen zu lassen? Auch wenn der Wert möglicherweise nicht den Aufwand lohnt, hat das Stück einen ideellen Wert für mich, weshalb ich gerne etwas Zeit dafür investieren würde.


    Danke für eure Einschätzung,

    Stefan

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    Dieses coole Teil konnte ich kürzlich in die Sammlung aufnehmen. Ich bin echt sehr angetan von dem Set und hoffe, dass es euch auch gefällt.


    Am Kern ist minimaler, oberflächlicher Flugrost und ich spiele mit dem Gedanken, das EK schonend zu behandeln. Was meint ihr und könnt ihr mir Tipps geben?

    wenn ich mal meinen Senf dazugeben kann:


    Wir haben hier augenscheinlich ein originales Eichenlaub und ein originales Ritterkreuz. Beide sind in einem deutlich unterschiedlichen Erhaltungszustand, weshalb ich die Zusammengehörigkeit in Frage stelle. Aber wir reden hier mal ja erstmal nur von der Originalität.


    Das EL halte ich anhand der Bilder für original. Das RK sieht auch top aus. Die Farbe ist absolut neuwertig und auch der Zarge sieht man die 80 Jahre Alter nicht an. Da wir hier nicht von einem EK2 sprechen, sind Zweifel an der Originalität der Farbe berechtigt.
    Erstmals ist zu sagen, dass Farbreste weder an der Zarge anhaften, noch weist der Kern Spuren einer anderen Farbe auf. Hätte man die Farbe nachträglich erneuert, dann hätte man die Zarge öffnen müssen, die restliche Farbe entfernen müssen, das Stück neu zusammenlöten, verputzen und versilbern müssen. Ein Aufwand der sich gemessen an der Seltenheit eines Zimmermann-RK nicht dafür steht.


    Resümee: Ich halte beide Teile für original und anhand der Bilder auch die Farbe für echt. Zusammengehörig sehe ich die Teile allerdings nicht.


    Hoffe ich konnte helfen. LG, Stefan

    anbei Mölders mit dem mutmaßlich verliehenen Ritterkreuz.


    Auch wenn viele dieser RK scheinen, nachbeschafft worden zu sein, wird es schwer sein zu beweisen, dass sie gänzlich NICHT verliehen wurden. Einige Träger wie zB Egon Thiem oder auch Egon Treeck sind meinem Erkenntnisstand nach nur als Träger dieses Typs bekannt.


    Dass der Typ deutlich später noch im Umlauf war beweist auch das Beispiel von Gustav-Adolf Blancbois, der auch eine 3/4 Öse, neben einem "Standardtyp" hatte.


    Anhang: Mölders, Sommer 1940, 2x Blancbois

    Die ursprüngliche Idee, es müsste sich um eine sehr frühe Verleihungsserie handeln,
    scheint durch diese Beispiele zumindest fragwürdig zu sein.
    Andererseits sprechen die Materialien nicht für eine späte Fertigung (spät=ab 42).
    Für mich zählt die durch Fotos 100% nachgewiesene Authentizität und die Seltenheit
    dieser Stücke.


    Man muß Acht geben, das Verleihungsdatum und das Herstellungsdatum nicht zu verwechseln. Ein früh hergestelltes Stück (wie ein ungestempeltes Juncker, 3/4 Öse, usw...) kann durchaus spät ausgegeben worden sein. Gleichzeitig kann ein spätes Stück (S&L Micro 800) niemals sehr früh ausgegeben worden sein, da sie erst im (späteren) Fortlauf des Krieges hergestellt wurden. Ein 800er Juncker, das in 1944 verliehen wurde, ist demnach glaubwürdig, ein in 1940 vermeintlich ausgegebenes 800er Micro S&L ist mit Sicherheit eine Finte.


    Weites ist darauf Acht zu geben, ob der Träger das Kreuz tatsächlich verliehen bekam oder sich (später) selbst besorgte. Werner Mölders zB trug bis kurz vor der Verleihung der Schwerter ein Juncker-RK; erst seit Winter 1940/ Frühjahr 1941 ist er mit einer 3/4-Öse zu sehen. Das Datum der Verleihung des Ritterkreuzes stimmt wohl nicht mit dem Datum des Erwerbs der 3/4-Öse zusammen.


    Für mich ist klar, das die 3/4-Öse eine frühe Fertigigung darstellt, deren Produktion wohl recht rasch eingestellt wurde. Dennoch ist sie nicht so übermäßig selten wie angenommen. Ein RK von Schickle oder gar von Zimmermann/Godet ist meiner Ansicht nach deutlich seltener. Der Reiz der 3/4 Öse stellt für mich die frühe Fertigung dar (ähnlich wie bei Schinkelkreuzen) und die Tatsache, dass sie auf Fotos leicher zu erkennen sind, als andere Ritterkreuze.

    die Zuordnung dieser Variante zu Deumer anhand des Katalogs finde ich für nicht haltbar. Es ist eindeutig zu erkennen, dass das Ritterkreuz in dem Katalog eine Zeichnung ist und nicht die fotografische Abbildung eines realen Stückes, wie wir es zB von den Katalogen von Schickle kennen. Somit ist es einzig und allein der Phantasie des Zeichners überlassen, wie er das Stück darstellt. Hätte tatsächlich eine 3/4 Öse als Vorlage gedient, dann hätte er die Kreuzarme deutlich geschwungener und die Jahreszahlen eckiger ausführen müssen. In dieser Zeichnung soll jedoch ausschließlich eine leicht eintauchende Öse auf den 3/4 Typ schließen und das halte ich für nicht haltbar.


    Darüber hinaus zeigt das Kreuz aus dem Katalog gar keine 3/4 Öse sondern tendenziell eine Standardöse, wie wir sie zB von Juncker kennen. Die Ring von zB Juncker ist nml auch leicht eintauchend, weshalb der innere Ring sozusagen nahezu auf der oberen Rahmenkante aufliegt (je nach Verarbeitung, da der Ring händisch innen entrgrätet wurde). Beim 3/4 Kreuz ist der Innere Ring aber deutliche eingetaucht und ist tatsächlich nur zu 3/4 ausgestaltet.


    Weiters haben weder EK1 noch EK2 aus dem Katalog etwas mit den tatsächlichen Deumerkreuzen zu tun; ihr Design ist anders. Ich halte die Zuordnung des Ritterkreuzes zu Deumer anhand des Kataloges für unhaltbar. Leider sieht das Auge des öfteren Dinge, die der Geist sehen will.


    Für mich bleibt das Kreuz eine bisher unbekannte Variante; man kann aber davon ausgehen, dass es woh einer der "großen" Hersteller gewesen sein muss. Müsste ich einen Tipp abgeben; ich würde Godet vermuten.

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    darf ich fragen was mit dem ursprünglichen Sprungring passiert ist? Ich erinnere mich an dieses Ritterkreuz, es wirde mir vor einigen Jahren ebenfalls angeboten. Es hatte einen recht großen (Messing)sprungring.

    Spitze! Frühe(re)s Stück mit dem qualitativ hochwertigen Etui, schärfer Prägung und Politur.definitiv ein Stück dass man nicht gerne wieder abgibt!

    Sehr amüsant. Personen, deren Sammlerleidenschaft im legalsten Fall eine Graustufe in der Gesetzgebung darstellt und deren Steckenpferd von einer Mehrzahl der Zivilgesellschaft abstoßend und politisch inkorrekt angesehen wird, diskutieren über die Ästhetik ihres Sammlergeschmacks:D :D :D :D


    Keine Sorge, ich bin auch Sammler.


    Nur ein Gedanke: Was kann ein ungetragenes Ritterkreuz, welches sein Dasein frischgestanzt und hochpoliert in einem Karton fristete und im Angesicht der alliierten Bomben bis nach Klessheim geschippert wurde und dort endlich, unverrichteter Dinge, nämlich gänzlich unverliehen und nie an deutschem Landserkragen baumelnd, von einem Amerikener befreit wurde, mehr an Geschichte aufweisen als ein in den 1960er Jahren hergestelltes Panzerkampfabzeichen mit Einsatzzahl 100? Aus meiner Sicht keine. Wirkliche Geschichte weist nur dieses Kreuz auf; hart verdient, hunderte von Tagen am Halse geprangt, eisige Winde, prasselnde Regen und Sonne getrotzt, Kameraden zu Staunen und deutsche Weiblichkeit zum Schmelzen gebracht. Dieses getragene Kreuz ist es doch, welches einzig und alleine Geschichte aufweist. Oder etwa nicht? ;)


    Eine unendliche Diskussion sei damit eröffnet :D



    PS: Ich finde die Souval-Sammlung cool!

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    sieht beeindruckend aus, gratuliere zur Komplettierung. Ein PKA der LW mit EZ 100 war eines meiner ersten Abzeichen, das ich als kleiner Junge geschenkt bekam.