Beiträge von Schwalmo

    Kochsalz bleibt nur Kochsalz bis das Chlor draußen ist... Und das geht mit der E-lyse ruck-zuck. Man merkts ganz leicht, wenns nimmer nach Hallenbad riecht isses weg. Das mit den Chloriden ist wahr, wer aber sein gutes Stück in die E-lyse hängt will es ohnehin bis aufs blanke Metall entrosten, und dann spielen die keine Rolle mehr. Zum Tragen kommen Chloride nur, wenn beabsichtigt wird dem Stück eine gewisse Rostpatina zu lassen (bei historischen Teilen etwa, wo kaum mehr ein Eisenkern vorhanden ist und mit der totalen Entrostung vom Stück selber kaum mehr was da wäre). In dieser Patina llagern sich diese Chloride dann ein und führen ihr Fraßwerk munter fort. Aber wenn's eh blank sein soll, und das setz' ich bei der E-lyse vorraus... Rost lacht übrigens über Salzsäure. Das einzige was die tut ist Eisen fressen, Magnetit oder Hämatit (das was am Rost net braun is sondern hart und schwarz) kriegt man damit kaum aufgelöst. Da ist Phosphorsäure schon besser, aber auch die greift das Metall auf dauer an, und hinterläßt eine kraterige rauhe Landschaft. Übrigens braucht man sich bei der E-lyse kaum die Arbeit machen und die Teile vorher grob säubern, richtige Rostplatten sprengt der Wasserstoff im Bad von ganz alleine ab. Einfach reinhängen, alle paar Stunden 'raustun und mit Seife, warmen Wasser und 'ner Messingbürste abschrubben. Bei der Gelegenheit die Opferanode von Schlamm befreien, gucken ob die elektrischen Anschlüsse noch in ordnung sind, und das Teil wieder reinhängen. Solange, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Mehr als zwei Tage brauchts aber in der Regel selbst bei üblen Rostklumpen nicht. Es ist übrigens auch egal wie das Wasser aussieht, solange Strom fließt ist alles in bester Ordnung.

    Ups... Einmal zuviel gedrückt...


    Vorsicht, Leute. Bei der Elekrtolyse entstehen IMMER Gase!! Und zwar an der Anode (+) Sauerstoff und an der Kathode (-) Wasserstoff, und das in Elementarer Form. Das ist das was so schon Blubbert im Wasser... Diese beiden Gase zusammen ergeben dann aber das gefürchtete Knallgas, das sich bei Funkenbildung explosionsartig wieder in Wasser zurückverwandelt. Daher: NIE mit der Kippe im Gesicht drangehen, sonst kanns bös BUMM machen, und dann sin' kleine Harre mehr auf'm Kopp... Und immer gut lüften! Elektrolyse mit Kochsalz ist auch durchaus möglich, man sollte diese aber nur im Freien anwenden. Das Kochsalz (Natriumchlorid) wird dabei zu Natrium und Chlor aufgespalten, wobei sich das Natrium mit dem Wasser zur Natronlauge verbindet und das Chlor ausgast. Zusammen mit dem ohnehin entsehenden Wasserstoff bildet sich dann allerdings Chlor-Wasserstoffgas, welches noch'n Tick gehässiger ist als als Knallgas... Chlor gast aber nur solange aus wie er vorhanden ist, und das ist bei 'ner handvoll Kochsalz unerheblich. Die Stromstärke sollte, in welchem Fall auch immer, so um die 3 Ampere pro Quadratdezimeter (Handfläche) liegen, die Spannung ist dabei unerheblich. Is'n recht guter Kompromiß zwischen Ungeduld und Materialschonung. Wer genaueres wissen will kann sich gerne bei mir melden, ich mach das seit Jahren berufsmäßig...


    Ansonsten: Seit 'nem Jahr schon surf' ich immer wieder durch das Forum hier, ist toll, hab' mich heut angemeldet. Werd' mir 'ne Sonde besorgen die Tage, und sehen was es hier in der Gegend so zu finden gibt.. Gruß, Schwalmo