Beiträge von karnet

    Sollte alles zusammengehören, handelt es sich hier um den Nachlass eines Kampfgruppen-Kommandeurs und eines Pädagogen. Kann eine Person sein - können aber auch mehrere sein. Wie schon geschrieben - mit Urkunden wäre es sehr interessant. So sind es leider nur einzelne Auszeichnungen, die sich nicht wirklich einer Person zuordnen lassen. Damit kann man ein Zusammenstellung nach 1990 auch nicht ausschließen.

    Das teuerste sind die drei VVO. Da sind wir so bei 350-400

    Die Medaillen ohne Urkunden liegen alle zwischen 0,50 und 20 Euro im Einzelverkauf.

    Für die Etuimedaillen ist es schwer Preise zu nennen, da diese kaum noch gesammelt werden. Bis auf einige Ausnahmen.

    1000 Euro könnte man als Richtwert nehmen, wenn die Urkunden alle noch vorhanden sind.

    Für einen ganz kleinen Personenkreis NVA/MdI wurden Spangen mit 5 Auszeichnungen pro Reihe angefertigt.

    So wurden die Spangen nicht ganz so hoch und es konnten gleichzeitig mehr Auszeichnungen präsentiert werden.

    Ich frage mich immer wieder, wie man damals auf die selten dämliche Idee gekommen ist, für alle Stufen das gleiche Band zu verwenden. Widerspricht eigentlich den sonstigen Regeln des DDR-Auszeichnungswesens: Bronze 1 Streifen, Silber 2 Streifen und Gold 3 Streifen.

    Hätte es uns Sammlern eindeutig einfacher gemacht.

    Letztendlich ist es doch egal ob er sich einen Dolch als Erinnerung an seine Dienstzeit beschafft hat oder nicht - es bleibt ein ganz normaler NVA-Dolch, den er in seiner Zeit als VP-Offizier auch nie tragen durfte.

    Der Genosse war Angehöriger des Ministerium des Innern und wurde zur Spezialausbildung an die OHS der NVA geschickt. Somit hat diese Dienstvorschrift des Ministeriums für Nationale Verteidigung für ihn keine Bedeutung. Also kann er nach Beendigung des Studiums auch OFFIZIELL keinen Dolch erhalten haben. Ob intern einer überreicht wurde kann man nur durch diese Person erfahren.


    Das einem Unteroffizier ein Offiziersdolch als Geschenk überreicht wurde ist genauso unwahrscheinlich wie die Verleihung eines Scharnhorstordens an einen Unteroffizier.

    Jeder DDR-Bürger der seinen Wehrdienst ableistete, konnte sich natürlich auch um die Soldatenauszeichnungen bemühen.

    Und wenn er die bekommen hatte, konnte er sie auch tragen. Ob das dann im zivilen Leben noch gemacht wurde, ist natürlich eine ganz andere Sache.

    Er war Offiziersschüler der NVA und nach Beendigung seines Studiums wurde er zum Leutnant der VP ernannt. Damit hatte er offiziell keine Berechtigung einen Dolch zu erhalten, da diesen nur Offiziere der NVA erhielten. Da hätte er ja zweimal ernannt werden müssen - einmal von Hoffmann und einmal von Dickel.

    Und warum sollte er einen kaufen, wenn es keine Gelegenheit zum tragen gab.

    Soldatenauszeichnungen konnte ja jeder DDR-Bürger erwerben und auch tragen - da war die Laufbahn nicht von Bedeutung.

    Warum sollte er einen Dolch bekommen haben - egal ob geschenkt oder gekauft. Den Dolch bekamen die Offiziere der NVA. Er hat zwar an der OHS der LaSK studiert, wurde aber nach Abschluss zum Leutnant der VP ernannt. Kann ich mir nicht vorstellen, dass er da in grüner Uniform einen Dolch überreicht bekommen hat. Wäre mal interessant, ob er überhaupt bei der Ernennungszeremonie dabei war, oder ob es VP-Intern eine eigene gab.