Beiträge von uweB.

    Hallo Phobos,
    hast den Strand aber wirklich gut abgesucht. Ich bin öfters mit meiner Schwalbe nach der Nachtschicht am Strand gewesen und habe während der Frühjahrs- und Herbststürme den Strand abgetrüffelt. Alles in allem waren es schon einige Kilo an Bernstein, die ich so im Laufe der Jahre dort gefunden habe. Aber trotzdem ab und an ein wenig Phosphor dabei. Am Schwimmtest erkennt man es ja, aber dann ist es meistens schon zu spät.
    Als ehemaliger Taucher müßtest du ja auch das Wrack vom M !4 oder 15 kennen, das zwischen Linie Zinnowitz und Oi auf halber Höhe liegt. Ein guter Kumpel von mir war bei dem verein Stabsobermeister und hat mir oft diverse Wrackfunde von dort mitgebracht.
    Einiges liegt noch immer bei mir im Keller davon.
    Kannste dich noch an die Wracks an der Nordspitze erinnern, die alten Landungsboote, auf die das Jagdfliegergeschwader ihre Schießübungen abgehalten hat ?


    Gruß


    uwe

    Peenemünde, da werden bei mir alte Erinnerungen wach. Hab dort nach meiner Dienstzeit bei der Volksmarine gewohnt und im Kraftwerk als Turbinenmaschinist und Kesselwärter im Schichtbetrieb gearbeitet.
    Kenne einiges an Ruinen dort und bin damals sehr viel mit meinem Schwager durch die Büsche gezogen. Mitten im Dorf steht ja auch die Ruine des Sauerstoff-Werkes, im Volksmund dort nur "O2" genannt.
    Viele der im Museum ausgestellten Exponate habe ich selbst entdeckt bzw. mit geborgen. Ich kann mich noch gut an die Bergung einer 2cm-Kanone erinnern, die hab ich mit nem Trabbi am Peenewall beim Anglerhafen aus dem Dreck gezogen.
    In der Nähe des Kraftwerks befindet sich der Kölpinsee. Dort stecken noch immer die Reste eines englischen Bombers drinn und sind sogar oberhalb der Wasserfläche sichtbar, jedenfalls damals. Der Kölpinsee liegt unmittelbar an den alten Spülfeldanlagen des Kraftwerks. Da wurde über Entaschungspumpen das Wasser-Aschegemisch vom Kraftwerk abgelagert.
    Bin viel durch die Wälder gezogen und hab vieles gesehen. Es lagen sehr viele Wrackteile von Fluggeräten umher. Ich kann mich noch an Kanzelteile für die bemannte Fi 103 erinnern.
    Natürlich gabs auch viel Schrott von der NVA.
    Im Museum, der ehemaligen Bunkerwarte des Kraftwerks, die ich noch im Betriebszustand kenne, ist das Informationszentrum untergebracht. Dort liegt noch einiges an Orden, die ich damals mal zur Verfügung gestellt habe. Ein italienischer Caracano müßte auch noch von mir in der Ausstellung sein.
    Und dann kam die Scheidung und ich mußte dieser wundervollen Ecke den Rücken zukehren.


    Na was solls. Peenemünde ist wirklich einen Besuch wert. Man wird fast überall mit der Geschichte konfrontiert in dieser Gegend.


    Mfg


    uwe

    Hallo,
    also von den Knöpfen her möchte ich es nicht festmachen, ob die Jacke der Kriegsmarine zuzuordnen ist. Die vom Anbieter angegebene Abkürzung "FLL" in drei kleinen Kreisen steht für einen bekannten Lüdenscheider Hersteller. Knöpfe lassen sich abtrennen und wieder annähen. Und wenn das vor 65 Jahren passiert ist, sieht das Gefüge auch recht alt aus.
    Der Schnitt der Jacke überzeugt mich durchaus. Die Frage ist nur, ist sie nachgeschwärzt, oder nicht. Das Innenfutter aus schwarz- grauem Wollsstoff ist ebenfalls typisch für diese Jacken.
    Hat denn niemand eventuell mal auf Bildern die bekannte graue Jacke in schwarz gesehen ?


    Gruß


    Uwe

    Also die ist mit absoluter Sicherheit "aufgewertet". Ich sagte ja schon, daß die Klappen so eigendlich nicht getragen wurden. Die sehen auch irgendwie nach BGS- See aus.
    Die Knöpfe sind eigendlich für das blaue Jacket, da gehören die großen Mantelknöpfe drann.
    Alles irgendwie seltsam


    Gruß


    Uwe

    Richtig, das war aber eine schwarze Jacke für das Maschinenpersonal !
    Aber ich habe noch keine schwarze Lederjacke im Schnitt für das seemännische Personal gesehen, noch nicht mal auf Bildern. Warte mal noch ein paar andere Meinungen ab. Schlecht sehen die Sachen ja auch nicht aus, aber bei diesem Preis muß man es schon genau wissen. Und die Bilder geben da nicht viel her. Ne schöne Marineabnahme wäre nicht schlecht, aber scheint sie wohl nicht zu haben. Und die geschlauften Schulterstücke mag ich nicht.


    Gruß


    Uwe

    Jacke und Hose sehen soweit recht gut aus, Jacke ist vom Schnitt her scheinbar mit meiner grauen Jacke identisch. Unter dem Aufhänger der Jacke sieht man noch die Sitzspuren des Abnahmeetiketts. Ob es die Lederuniform eines U-Bootkommandanten ist, läßt sich so nicht sagen. Sind meistens nur verkaufsfördernde Äußerungen. Es sei denn, der Träger ist bekannt. Auch ob die Schulterstücken so original drauf sind, kann man nicht erkennen. Sieht aus, als ob sie aufgeschlauft wären. Das kenne ich so garnicht bei diesen Jacken. Na wer weiß.
    Der Preis ist erst mal recht heftig, jedenfalls für den Sofortkauf. Hat jemand ne Ahnung, wie die Jacken der westdeutschen Wasserschutzpolizei der Nachkriegszeit ausgesehen haben ? Mir ist so, als ob das solche Jacken in schwarz waren. Da würde es dann auch mit den geschlauften Schulterstücken hinkommen.
    Ich selber habe auch noch keine schwarze Jacke für seemännisches Personal gesehen. Das Herstelleretikett sieht zwar gut aus, aber auch das hat nicht viel zu sagen.
    Das ist mir jetzt so auf die Rasche beim Betrachten durch den Kopf gegangen......


    Mfg


    Uwe

    Danke für die positive Resonanz !!! Dafür, daß der Marinekrempel kaum jemanden interessiert, weil alles nur bei Beiträgen über die Bekleidung von Eliteeinheiten nachschaut, bin ich angenehm überracht.
    Einsatzbekleidung der KM ist sowieso für den durchschnittlichen Sammler wenig interessant, weil sie optisch im Gegensatz zur beispielsweise schmucken Ausstrahlung eines großen Rocks mit Epauletten, Säbel und Zweispitz wenig hermacht.
    Aber genau das macht bei mir eigendlich den Reiz aus. Es ist ja irgendwo nur Arbeitsbekleidung, die dementsprechend auch viel getragen und verschlissen wurde. Selbst für eine Nachkriegsnutzung war beispielsweise eine "Affenjacke mit Goldtresse für einen Obermaaten selbst nach Entfernung dieser nicht sehr zeitgemäß.
    Eine Garnitur Drillichzeug oder ebend eine graue Lederjacke waren da schon von höheren Gebrauchswert und wurden ebend aufgetragen bzw. zertragen. Der schmucke Zweireiher dagen hing fein aufbewahrt im Kleiderschrank und wenn er nicht bei den Enkeln für den Faschingsbedarf herhalten mußte, oder trüfflige Sammler ihn aufgespürt haben, dann tut er das fernab böser Einflüsse von Motten, Kellerfeule usw. auch heute noch.
    Ich habe die Überschrift dieses Beitrags mal etwas verallgemeinert,damit man das breite Specktrum weiter ausleuchten kann. Einsatzbekleidung besteht ja nicht nur aus Leder.
    Was dem Landser seine Tarnjacke ist, bedeutet dem Seeman sein Ölzeug.
    Im diesen Sinne bis zum nächsten Teil dieses Beitrags


    Mfg


    Uwe

    hier noch mal der hellgraue Mantel, von der Länge her eher schon wieder als Jacke zu betrachten.
    Wer über das Buch von Jean de Lagarde verfügt, kann sich mal noch eine andere Ausführung mit verdeckter Knopfleiste ansehen.

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    und weiter get`s mit Sonderbekleidung.
    Wir weichen heute mal etwas von der Lederbekleidung ab und widmen uns mal dem Gummi (nicht was ihr Ferkel schon wieder denkt :D :D :D)
    Oft sieht man auf Einsatzfotos einen langen unförmigen Mantel, ohne Schulterstücke oder sonstige Effekten. Meistens wird er auch in Verbindung mit einer Hose aus scheinbar ähnlichem Material und auch der dazugehörigen Kaputze oder Mütze getragen.
    Gehen wir mal etwas intensiver auf diese Art Mantel ein. Es gibt ihn in den Farbtönen von hellgrau bis schwarz.
    Ein in meiner Sammlung befindliches Exemplar besteht aus gummiertem Leinenstoff und ist von eher dunkelgrauer Farbgebung. Er besteht durchgehend aus dem selben Material, ist an den Ellenbogen und auf der Schulterpartie mit einer zusätzlichen Lage gummierten Leinen verstärkt. Das Futter der Ärmel endet unten mit einem Gummizug, der die Fütterung an die Handgelenke angleicht. Eine eher sparsame Ausfütterung mit blauem Baumwollstoff und einfacher Brusttasche mit senkrechtem Eingriff auf der linken Seite kennzeichnet die Innenausstattung. Geschlossen wird der Mantel mit vier Kunststoffknöpfen, die aus seemännischer Tradition in Paaren angeordnet sind, also insgesammt acht Knöpfe. Das oberste Paar befindet sich dabei unter den Kragenecken. Zusätzlichen stehen zum Hochschließen noch Haken und Öse aus Metall und ein Riegel an der Unterseite des Kragens mit entsprechendem Gegenknopf zur Verfügung. der Mantel ist so lang ausgelegt, daß er bis knapp zu den Knöcheln reicht. Innen befindet sich auf dem blauen Innenfutter der Hersteller in codierter Form und das Herstellungs- bzw. Abnahmedatum.
    Oft wird dieser Mantel in Verbindung mit Jacke und Mütze auch als Ölzeug bezeichnet.
    Die anknöpfbare Kaputze und die Mütze werde ich gesondert behandel.
    Anbei auch wieder ein paar Foto vom Mantel und Tragebeispiele auf Originalfotos:

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    und hier noch mal ein interessantes Foto einer Lederjacke für Maschinenpersonal. Der zweite Seemann von links trägt so eine Jacke über dem weißen Hemd und hat zudem Schulterstücke an diese Jacke angebracht. Es handelt sich um einen Obermaschinisten eines Minensuchers.

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    ja, die Lederhosen. Nun muß ich zu meiner Schande gestehen, daß ich momentan keine da habe. Die haben mich bis jetzt nicht so interessiert und waren wenn dann doch im Angebot, entweder zu teuer, oder zu schlecht erhalten.
    Hier mal zwei Bilder aus denen hervorgeht, daß Jacke und Hose gern auch einzeln getragen wurden. Auf dem ersten Bild hat der linke Seemann eine schwarze lederhose zum blauen Jacket an. Man beachte das Spanienkreuz beim rechten Seemann. Beides sind Portepeeunteroffiziere.

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