Beiträge von Sleepwalker

    SG aus der Zeit des 3.Reiches mit Blankwaffen der DDR zu Vergleichen ist kein Argument sondern eher wie wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht.


    Ein verfälschtes Original muss nicht unbedingt und zwingend handwerklich schlecht gemacht sein.


    Den einzigen originalen Nachweis, den ich kenne, dass es solche SG tatsächlich gegeben hat findet sich im Organisationsbuch der NSDAP.

    Ich habe aber bislang nichts in den Mitteilungsblättern der RZM darüber finden können. Der Bezug dieser SG müsste - eigentlich - über die RZM mit Vertragsnummer usw geregelt worden sein.


    Diese SG sind recht selten und es sind wohl deutlich mehr verfälschte ESG im Umlauf.


    Das gezeigte Stück halte ich aus folgenden Gründen nicht für Original:


    1.) Das Emblem im Griff sollte beweglich eingelegt sein. d.h. eine Bohrung geht durch den Griff und das Emblem ist auf der Innenseite der Griffschale versplintet. Erkennt man so nur auf einem Röntgenbild.


    2.) Die Nieten des Griffes sehen ergänzt aus bzw. die Griffschalen wurden meiner Ansicht nach neu vernietet.


    3.) Fehlender Hersteller. Bekannte Hersteller muss ich Nachlesen. Evtl. Wingen und Hörster?

    Mani_85 , wo hast du das SG her, aus einem Nachlass?
    Die Raute ist m.E. sauber eingepasst und sieht nicht nach Bastelarbeit aus.

    Ich habe auch eines, welches dem hier vorgestelltem sehr ähnlich ist, vor allem die eingelegte Raute.

    ein Fake muss nicht zwingend schlecht verarbeitet sein.

    Hallo,


    es handelt sich hier um ein jugoslawisches Bajonett Modell 1932 zum jugoslawischen Komitern Puska 7,9 mm.

    Leider fehlt des Emblem auf der Scheide.

    Ansonsten sind diese Bajonette sehr selten. Von denen sollen 1933 nur 1000 im Krajugevac-Arsenal (BT3) für die Leibgarde von König Alexander I hergestellt worden sein (daher das Scheiden-Emblem).

    Hier auch noch mal schön dargestellt von einem Kenner der Materie:


    http://www.old-smithy.info/bayonets/fake%20etching/fakes.htm


    Zum etsten mal tauchten diese Ätzungen in den 1970 igern / 80 igern von GB ausgehend auf. Offen bestellbar bei Händlern.


    Nachlässen ist zwar ein nicht zu vernachlässigender Umstand aber das ist der Anfang der Sache.


    Das fragliche Stück dürfte meiner Ansicht nach später geätzt worden sein.

    Das mache ich daran fest, das die Verarbeitung deutlich unsauberer (in einer Hohlkehle sehe ich noch Reste von Brünierung) ist als bei den frühen die noch recht gut verarbeitet wurden. Der Griffkopf scheint geschwärzt.

    Ich denke dazu muss ich keinen Komentar abgeben... Klar gibt es Methoden Fake von Original zu unterscheiden.

    Die sind aber hinlänglich bekannt.

    Bei dem fraglichen Stück allerdings sehe ich keine Chancen.

    welche neuen Erkenntnisse erwartest du?

    Hast du dir das fragliche Teil genau angesehen?

    Hallo,


    Ich halte das für ein Bajonett für das chinesische Modell 56-II.

    Für dieses Modell gab es, wohl entsprechend Kundenwunsch, entsprechende Aufpflanzmöglichkeiten für AK und AKM Bajonette.

    Für das Modell 56 gab es drei versch. Sorten von abklappbaren und fest angebrachten Tüllenbajonetten chin. Machart.


    Hauptsächlich wurde das Modell 56-II für den Export produziert. China benutzte Waffen des Typs 81. Eine Benutzung dieser Bajonette bei den chinesischen Streitkräften soll es daher nie gegeben haben.

    Eine richtige Bezeichnung habe ich dazu nicht gefunden. Wahrscheinlich waren sie als Zubehör zu den/für die exportierten Waffen gelistet.


    Sie sollen Anfang der 1980´iger Jahre über PolyTech und NORINCO u.a. in den "Westen" exportiert worden sein. Das kommt dann auch mit dem Produktionsbeginn des M 56-II überein. Aber die Liste der chinesischen Handlespartner ist ziemlich lang, das Bajonett kann auch auf diesem Weg hier her gekommen sein.

    ne ist doch ok. Ich habe das Fazit herauslesen können, dass es reine Glaubenssache ist...ob etwas original ist oder nicht... und man keine objektiven Maßstäbe anlegen sollte oder kann? Richtig?


    Na ja, dass halte ich persönlich für sehr fragwürdig. Natürlich kann jeder glauben was er will, aber mehr ist es dann auch nicht.

    Daran kann man meiner Ansicht nach keine Originalität festmachen. Oder sollen wir uns darauf einigen, dass es ab sofort nur eine Glaubensache ist?

    Ich denke du siehst das in deinem Sammlungsbereich auch nicht anders. Oder würdest du einen gefälschten Dolch als original einstufen, nur weil ich das glaube??


    Viele hier sind keine "selbsternannten" Experten, sondern sie wurden von anderen aufgrund ihres Sachverstandes, Erfahrung, usw. dazu vorgeschlagen und besitzen ein entsprechendes Ansehen. Das musste man sich verdienen. Ich denke da liegt ein großer Unterschied zu "selbsternannt".

    Und diese werden ihre Einschätzung, evtl. auch auf Nachfrage, immer detailliert belegen können, was hier auch geschehen ist.

    Mit lapidaren Sätzen sollte da nicht alles gesagt sein.

    Früher wurde die Dinger ja nicht als originale Ätzungen verkauft soweit ich mich erinnere.

    Ich muss mich mal echt auf die Suche nach dem Katalog machen. Das ist leider aus dem Kollektiven Gedächtnis verschwunden.


    Andy . Weißt du noch wer die in/aus GB verkauft hat?