Beiträge von Sleepwalker

    Mit dieser Kinnriemenhalterung war man generell recht unzufrieden, denn 1918 hatte man schon ein neues Innenfutter mit neuem Kinnriemen eingeführt.


    Um einen besseren Sitz zu erreichen klemmte man ab und zu Konkarden von "Pickelhauben" zwischen Kinnriemenöse und Helm.

    Da wird dir in der Gegenwart wahrscheinlich keiner drauf antworten können.


    Sicher ist aber:


    - die HJ wurde im Juli 1926 aus der GDJB gebildet


    - Die Fahrtenmesser der HJ nach 1935 wurden privat beschafft bei RZM-autorisierten Händlern, hergestellt nur bei RZM-autorisierten Firmen.

    Damit können auch nur solche Dolche vor 1935 privat beschafft worden sein.

    Falls diese Dolche zweifelsfrei original sind, müsste es Kataloge, Preislisten oder etwas vergleichbares geben, da Ätzungen, Gravuren usw. ja extra bestellt, angefertigt und vertrieben werden mussten. Es muss also Hersteller und Händler gegeben haben.

    Ich persönliche habe jetzt aber keine Ahnung, wie teuer ein Dolchmesser, in Kleinserie hergestellt und dekoriert, geworden wäre, wenn er nur durch kleinere Teile der HJ, evtl.


    - Vor 1935 durften offiziell keine Blankwaffen oder Fahrtenmesser bei der HJ geführt werden.


    - Das HJ Fahrtenmesser wurde 1935 eingeführt. Aus der Zeit davor gibt es keine Quelle, welche Messer bei der HJ nachweißt.


    - Vor 1935 müssen sich wohl Angehörige der HJ mit Messern usw. ausgerüstet haben, sonst hätte es eine solche Anweisung nicht gegeben.


    - Die fraglichen Dolche tragen alle am Griff das HJ-Abzeichen / Raute. Ab wann wurde dieses Symbol für die HJ verwendet?

    hier evtl. noch ein Aspekt aus der Zeit vor Einführung des Fahrtenmessers bei der HJ.

    Es war verboten entsprechende Blankwaffen zu führen... also muss es wohl auch Vorfälle gegeben haben.


    Eine Grabendolch ist eine Waffe, während ein Fahrtenmesser als ein Werkzeug gilt.



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    Schade um die Seitengewehrtashe...


    Das gab es so nicht. Die Runen kamen nachträglich drauf.

    Das Taschenmodell ist für die Luftwaffe nach 1940.


    Bis auf die Runen ist die Tasche original.


    Seitengewehrtaschen der SS sind anders gestempelt.

    Die Sachen der SA HJ usw. wurden privat beschafft. Da gab es Verkaufstellen, Preislisten usw usw. Das hat also damit nichts zu tun.. sind auch keine Geschenke.


    Die NSDAP und die RZM legten Stück für Stück fest wer wer

    welches Logo und Symbol führte und wie die Sachen auszusehen hatten (siehe auch Organisationsbuch der NSDAP).


    Diese Messer stammen einfach aus der Zeit davor.

    Neben den Stücken ohne die militärfiskalische Markierung gibt es auch eine Variante ohne Herstellerstempel.

    Die werden auch J. Mehlich zugerechnet.

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    Hallo,


    Seitengewehr 84/98 n.A. ist keine Sammlerbezeichnung sondern der offizielle Name dieser Blankwaffe.


    Meines Erachtens weder kein "Missing Link", einfach eine Herstellervariante unter Ausnutzung von Restbeständen oder älteren Maschinen.

    Aber tatsächlich ist das S84/98 n.A. ein Zwitter aus S84/98a.A. und S14. Aber auch beim S14 gibt es eine Vielzahl von Varianten... quasi jeder Hersteller hatte seine eigenen Merkmale.

    So waren bsp. die ersten S84/98 n.A. der Königlichen Gewehrfabrik Erfurt aus 1915 auch ohne Feuerblech ausgeliefert worden.

    Bei anderen waren die Griffschalen festgenietet anstelle der Schrauben.


    "Möve Werke" war nicht der einzige Hersteller der diese Variante produziert hat. Der andere war "J. Mehlich Berlin".


    Markant bei beiden Herstellern waren die Klingen mit den eckigen Hohlkehlen, die Griffschalen mit den den runden Reinigungslöchern sowie der aufgelötete Griffkopf.

    Man orientierte sich bei der frühen Herstellung wohl an den Richtlinien für das S14 oder das S84/98 a.A.


    Du meinst sicher den militärfiskalischen Stempel in Form eines "W15"?

    Das ist keine Abnahmemarke um die Maßhaltigkeit festzustellen, sondern nur der "Eigentumsstempel".

    Dieser Stempel fehlt bei vielen Seitengewehren aus der Kriegsproduktion. Das ist nicht ungewöhnlich.

    Die Abnahmemarke für die Maßhaltigkeit ist ja vorhanden. Das reichte aus damaliger Sicht auf die Schnelle.


    Hier mal das Modell von J. Mehlich

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