Beiträge von Promo

    hmm, ok. Ihr wollt drauf hinaus, dass der Unterschied rein rechnerisch 2 beträgt?

    Vielleicht so rum einfacher: ein MKb42 kostet mehr als eine MP44. Auch wenn das eine auf dem anderen basiert.

    Mannlicher 1888 (wenn Kaliber 8mm sein sollte, dann 1888/90) Geradezugrepetierer, bei OEWG (später Steyr) gefertigt. 2. Qualität, also Fertigung für Export. Davon gingen z.B. einige nach Chile. Sieht mir nach dem 11mm Kaliber aus, nimmt die Paketladungen. Bin aber kein Profi für diese Modelle.


    Edit: hier kannst du mehr nachlesen http://www.hungariae.com/Mann88.htm

    Wäre doch schön, wenn das auch alle anderen Leser hier erfahren dürften, was dir dazu einfällt ...

    Lederwaren der SS wurden nie !! gestempelt .

    Wie erklärst du dann das originale Foto mit dem Totenkopf-gestempelten Holster, was ich weiter oben gezeigt habe? Es sind ja auch durchwegs einige derartige Holster im Umlauf.


    Edit: Die frühen SS Totenkopfstempelungen waren Reparaturstempel, zumindest der SSZZA2 Stempel auf den SS Doppelklauengewehren war allerdings aber ein SS Abnahmestempel. Zumindest besagen die originalen Dokumente, dass die Waffen nach der Fertigung in Brünn durch die SS in Oranienburg abzunehmen waren - und alle Waffen tragen den SSZZA2 Stempel auf der Systemhülse. Ganz korrekt ist also die Aussage, dass die SS keine Abnahmestempel angebracht hat, auch nicht.

    Doch, gibt es. Sogar mehrere Vorschriften, u.a. §35 Abs. 1 WaffG, §5 TMG...

    Na dann .. wer mag nachfragen ob der Verkauf von Privat oder vom Gewerbe aus erfolgt, und wenn vom Gewerbe wieso dieses nicht mit dabei steht :)

    Bestempelung System ist OK. Waffe, Hintergrund, Schreibstil, Artikelstandort und Zustand des gezeigten Artikels erinnern zumindest mich an einen Verkäufer der (auch) unter Verwendung des Benutzernamen des Threaderstellers hier durch nicht ganz korrekt/falsch interpretierbar beschriebene "Sammleranfertigungen" im eGun aufgefallen ist (meine Absicht ist es hier keinen Konnex zwischen dem Benutzer hier um im eGun herzustellen; hierüber weiß ich nichts. Es ging bei dieser Anmerkung lediglich um den eGun Verkäufer mit genanntem Benutzernamen). Es besteht daher aus meiner Sicht eine große Chance darin, dass das vorliegende Gewehr aus einzelnen Teilen zusammengebaut und für den Verkauf aufbereitet wurde. Der Schaft der Waffe ist, wie schon andere festgestellt haben, mit dem "Yugo-Querstollen" ausgestattet und mit Sicherheit abgeschliffen/gereinigt worden. Ob er dann daher der original zugehörige Schaft sein kann, sollte jedenfalls in Frage gestellt werden.


    Allgemein noch: wenn man die Bewertungen des Verkäufers durchsieht, dann fällt auf, dass dieser quer durch das Gemüsebeet verschiedenste Waffen versteigert, und das in durchwegs höherer Zahl. Auch das "Kästchen" um den Benutzernamen sowie das Feld "Allgemeine Informationen des Verkäufers" deuten darauf hin, dass das Inserat von einem Gewerbetreibenden erfolgt. Gleichzeitig spricht die Information in zuletzt genanntem Feld allerdings von einem Ausschluss jeglicher Gewährleistung, Sachmängelleistung, Garantie und Rücknahme. Dies wiederrum dürfte ein Gewerbetreibender allerdings nicht ausschließen, da er gesetzlich hierzu verpflichtet ist.


    Edit: gibt es in Deutschland keine Offenlegungspflicht für Gewerbetreibende ihren Namen und Anschrift anzugeben?

    Ich glaube nicht, dass die SS mein Holster mit einer derartigen Reparatur ausgegeben hätte. Das ist m.E. eher eine (improvisierte) Feld-Instandsetzung. Ich halte mein Holster eher für eine Eigenerzeugung, da es ansonsten keinerlei Stempelung aufweist.


    Edit: wenn wir schon beim Thema sind, das ist die 08 dazu.

    Dateien

    • ss08_01.jpg

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    • ss08_02.jpg

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    Keine Ahnung. Es gibt keine Literatur über die P.08 in Händen der SS.


    Die 08 Sammler in den USA behaupten ja felsenfest eine 08 mit Totenkopfstempel wäre aus dem ersten Weltkrieg. Wieso diejenigen die nicht offensichtlich gefälscht sind allerdings alle einen zivilen Nitrobeschuss aus Zella-Mehlis aus der Zeit zwischen 1930 und 1940 aufweisen (meist in Verbindung mit einem Ersatzlauf) können sie nicht beantworten. Wenn man dann noch auf die Gewehr 98 verweist die die SS auf K98k umgebaut und die in Zella Mehlis zivil beschossen wurden und gleiche Totenkopfstempel bekommen haben, dann werden sie sehr ungehalten und sagen dass das alles nicht stimmt.


    Wird also wohl noch einige Zeit dauern, bis sich auch die zugegebenermaßen oftmals zurecht übervorsichtigen 08 Sammler darauf einlassen, 08 in SS Händen mit SS Stempeln zu akzeptieren und versuchen die Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen.


    Jedenfalls, um es aber für die Pistolen selbst zu beantworten: die SS war anfangs nur paramilitärisch, bekam also offiziell keine Waffen. Man musste sich daher das nehmen, was da war. Einen K98k gab es da nicht, nur Gew98, und die meist noch beschädigt. Also hat man diese in eigenen Arsenalen (immerhin hat die SS gleich die Struktur der Reichswehr mit allen Organisationseinheiten bis hin zu den Werkstätten kopiert) auf K98k umgebaut. Und da man anders als die Armee nicht vom Beschussgesetz ausgenommen war, mussten diese Umbauten dann zivil beschossen werden. Auch gab es verschiedene SS Werkstätten die je abhängig von der Periode andere Namen trugen. Die Gew98 auf K98k Umbauten trugen daher abhängig davon wo sie umgebaut wurden (gab auch spätere Umbauten wo z.B. erst in einem weiteren Schritt der Kammergriff gekröpft wurde) an der Laufwurzel Totenköpfe mit verschiedenen Symbolen oben drauf. Zu deren Bedeutung gibt es verschiedene Thesen, die zur Zeit plausibelste besagt z.B. dass das "liegende S" für Sachsenburg steht und das "Dach" für M, sprich München, steht.

    Gleiches würde für die 08 gelten. Die SS konnte keine 08 neu bekommen, sie hätte aber Zugang zu beschädigten 08en gehabt. Also hätte man diese reparieren (Ersatzläufe meistens) können, diese dann neu beschießen lassen, und schon hätte man sie verwenden können. Und im Zuge der Reparatur hätte die Waffe dann einen Stempel desjenigen SS-Arsenals bekommen, wo die Reparatur/Umbau stattgefunden hat.


    Bei den Holstern weiß ich es nicht. Wenn man mich nach meinem Bauchgefühl fragt: war wohl gleich. Entweder man hat geflickt was woanders aussortiert wurde, oder man hat sich selbst was organisiert. Stempel danach war eigentlich wichtig um zu kennzeichnen, dass es der SS gehört - sonst hätte ja die Reichswehr behaupten können, das Holster gehört denen.

    So sieht ein echtes SS Holster für die 08 aus, auch das einzige bekannte Muster was durch originale Aufnahmen belegt ist. Leider ist die Lasche mal unschön repariert worden, ist aber auch schon länger her, und lieber ein originales Stück mit unschöner Reparatur, als eine fabrikneue Fälschung.

    Dateien

    • holster_01.jpg

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    • holster_02.jpg

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    • holster_03.jpg

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    Teile die Aussage von Reichsrevolver, m.E. ist die Waffe eindeutig einmal fachmännisch überarbeitet worden. Wenn man die Waffe mit natürlichem Licht fotografieren würde oder zumindest der Weißabgleich stimmen würde, dann wäre es noch besser ersichtlich.

    Kenne das Reingekritzel in den Schaft mit blauer Farbe von den Norwegern, deshalb meine Frage .. ist denn der Schaft zu deinem 33/40 an der Unterseite hinten nummerngleich zur Waffe selbst?

    Seriennummer steht seitlich am Turm unter der Höhenverstellung. Die Nummer vorne ist eine Kahles-typische interne Montagenummerierung.


    ral6014: mir ging es darum klarzustellen, dass das gegenständliche ZF jedenfalls kein militärisches Glas ist. Das hätte man m.E. angesichts deiner Antwort auch missverstehen können, deshalb meine Ausführungen hierzu.