Beiträge von dragoner08

    Ich habe auch schon einen solchen einwandfrei originalen Ring mit derartigen Verschleißspuren gehabt ! Wobei dieses Stück hier natürlich nichts ist.

    Nein, ich auch nicht. Das Griffstück gehört da nicht rein und ist auch nicht original. Die Klinge ist ebenfalls sehr zweifelhaft.


    Gruß Dragoner08

    Hallo,


    eine ganz interessante Diskussion die hier zustande gekommen ist. Wobei ich mich jetzt gar nicht so sehr zu bestimmten Begrifflichkeiten hinreißen lassen möchte bzw. da auch gar nicht so sehr eine Wertung für das Exponat selbst aufkommen lassen möchte.


    Ich denke hier spricht das Stück für sich selbst und man wird auf den ersten Blick als Kenner der Materie feststellen können, dass es sich um kein ganz gewöhnliches Stück handelt. Zudem denke ich, dass ein Großteil der Intetessierten ein solches Stück auch durchaus als positiv zu werten weiß.


    Mich bringen die kontroversen Denkansätze, warum so ein Stück nun z. B. selten anzutreffen ist aber immerhin schon ein Stückchen weiter. Diese ermöglichen mir, meine eigene Sichtweise noch einmal neu zu überdenken....ja sogar zu hinterfragen. Alleine dafür sei euch allen schon mal herzlichst gedankt.


    Der gesamte Bereich der kaiserlichen Marinedolche bietet meiner Ansicht nach noch vieles, was es zu entdecken gilt. Es wäre doch auch langweilig, wenn alles schon zu 100% geklärt wäre.


    Einzelne Sichtweisen in schriftlicher Form darzustellen ist immer etwas schwierig und nicht selten wird man dabei auch einfach mal missverstanden. In den allermeisten Fällen steckt auch gar keine böse Absicht dahinter und genauso werte ich auch diese Diskussion.


    Gruß Dragoner08

    Also ich sehe in meinem August Lüneburg Katalog einen Dolch, der mit 46,50 MK veranschlagt ist. Hinzukommen können noch Damastklingen, die mit bis zu 70,- MK Mehrpreis veranschlagt sind. Besondere Ätzdekore, Bläuungen, Vergoldungen und Widmungen usw. usw. kommen dann noch mal oben drauf.

    Dabei handelt es sich allerdings auch nur um die kurzen Offiziersdolche. Bei einem langen Kadettendolch ist aber mehr Material vorhanden, somit sollte der Preis auch höher sein.


    Den Faktor Zehn im Bezug zum Standard sehe ich allerdings da auch nicht. Das war von Hermann ja aber auch nur eine Schätzung.


    Fakt ist, dass solche Dolche außerordentlich selten auftauchen. Dafür muss es Gründe geben !


    Diese könnten durchaus im erhöhten Preis begründet sein, was meiner Ansicht nach auch eine logische Schlussfolgerung wäre. Das diese Stücke einfach nicht beliebt waren und daher nur sehr selten gekauft wurden, halte ich nach einiger Überlegung nicht für zutreffend.


    Schon bei den Offizieren zeigte sich ein großes Bedürfnis, einen möglichst individuell gestalteten Dolch zu führen. Es war also offensichtlich doch ein vorhandenes Anliegen, seiner Waffe einen individuellen, gestalterischen Ausdruck zu verleihen.

    Warum sollte dieses Bedürfnis bei den Kadetten also nicht vorhanden gewesen sein ?!


    Da der Kadettendolch ja doch nur eine relativ kurze Zeit getragen wurde, mögen solche Stücke, wie eingangs vorgestellt, wohl letztlich doch schlichtweg zu teuer für die allermeisten Kadetten gewesen sein. Diese teure Anschaffung hatte sich dann wohl einfach nicht gelohnt, weil die Möglichkeiten für einen Kadetten, ein solches Stück anlegen zu können, auch nur selten vorhanden waren.


    Selbstverständlich hätte man auch ein solches Stück dann einfach zum reinen Offiziersdolch nachrüsten können. Nur wozu so viel Geld ausgeben, wenn man nach bestandenem Offiziersexamen dann doch einfach einen neuen Dolch hätte kaufen können.


    Der U-Boot Kommandant Freiherr von Loe zum Beispiel besaß mindestens zwei Dolche. Einen standardisierten Dienstdolch und einen Dolch mit Sonderscheide und Damastklinge.


    Der U-Boot Kommandant Walter Remy ließ sich aus seinem ursprünglich geführten Standard-Kadettendolch einen Offiziersdolch mit Sonderscheide anfertigen. Das zeigt mir also, dass das Bedürfnis sehr wohl vorhanden war, sich über ein individuellen Dolch zu definieren.


    Also.....reine Studiodolche für die besonders prunkvolle Portraitaufnahme für die Lieben zu Hause, waren das mit Sicherheit nicht. Diese wären dann nicht in so großer Anzahl mit diversen Dekoren in den entsprechenden Katalogen offeriert worden.


    Das solche Stücke, wenn überhaupt, nur auf Studioaufnahmen ersichtlich sind und nicht im alltäglichen Tagesgeschehen, ergibt sich meiner Einschätzung nach aus der Natur der Dinge von selbst. Seltener Dolch....gleich.....seltene Aufnahmen.


    Gruß Dragoner08

    Das ist wirklich ein interessantes Stück in sensationeller Erhaltung.


    Das Degin ist irgendwie so ein Zwischending zwischen Dolch und Säbel.


    Auch die Bilder bzw. die Dekoration finde ich außerordentlich gelungen. Da sieht man wirklich den Profi. Nicht zu viel und nicht zu wenig ....wirklich sehr ansprechend.


    Die Hilze scheint mit Rochenhaut bezogen zu sein.


    Dieses Stück hätte ich gerne mal in der Hand, um die Qualität auf mich wirken zu lassen. Das sieht alles sehr Wertigkeit aus.


    Gruß Dragoner08

    Vielen Dank Flyingdutchman, stimmt....die griechische Mythologie ....da war ja was. ;)


    Wenn diese Stücke sich preistechnisch um den Faktor Zehn erhöhten, würde man dann nicht auch einen erheblichen Mehraufwand in der Herstellung annehmen dürfen ?!?


    Das du diese Stücke als "halbschwere" Dolche bezeichnest, finde ich recht zutreffend. Das folgende Bild untermauert das ganz gut.


    Rechts das hier vorgestellte Stück und links...nun ja...daran arbeite ich noch. Schauen wir mal.


    Gruß Dragoner08

    Hallo Flyingdutchman,


    ich danke dir für die weiteren Ausführungen zu diesen Stücken. In speziell diesem Fall läßt sich ein Geschenkdolch jetzt nicht näher aus machen. Es befindet sich kein Hinweis dazu auf diesem Dolch. Möglich wäre es natürlich trotzdem. Halt je nach dem, wie man das Stück nach Wunsch gestaltet hat.


    Hast du vielleicht eine Preisliste zu diesen Stücken im Bestand ?


    Gruß Dragoner08

    Es gab ganz unterschiedliche Griffgestaltungen. Ob sich das auf die Gesamtlänge auswirkt, kann ich dir nicht sagen. So viele Vergleichsmöglichkeiten habe ich mit solchen Stücken jetzt nicht.


    Aber selbst bei den Standart Kadetten gibt es leichte Unterschiede.


    Gruß Dragoner08

    Hallo Kurt,


    Ja das ist richtig. Es zeigt halt auch, dass man aus vielen Elementen auswählen konnte.


    Der Scheidenort ist auf der Abbildung des Musterkatalogrs auch anders....schöner...als bei meinem Dolch.

    Man kann aber nicht alles haben.


    Gruß Dragoner08

    Danke für die Bilder. Was du allerdings zeigst, sind Dolche für Offiziere.


    Diese Bilder aus dem Musterbuch von Eickhorn treffen es schon eher.


    Gruß Dragoner08