Beiträge von Karabiner98

    Hallo Zusammen,


    da mich nach langer Zeit -und zugegeben einer Neuanschaffung geschuldet- leider einmal wieder ein schönes Stück aus meiner Sammlung verlassen muss, möchte ich die Gelegenheit nicht versäumen, euch vorab hier im Fachbereich unzensierte Bilder und natürlich eine kurze Beschreibung des Exemplars vorzulegen.


    Es handelt sich hier um einen SA Dienstdolch der frühen Fertigungsperiode aus der Schmiede des beliebten Thüringer Herstellers „Wilhelm Kober Suhl“ mit der allseits bekannten Suhler Stufe, wie sie für diese Dolchmodelle herstellertypisch sind.


    Das Stück befindet sich im sehr schönen, unbefummelten und selbstredend auch ungeöffneten Zustand und weist eine herrliche sanfte Alterspatina auf, welche die Homogenität des Dolches noch einmal unterstreicht.

    Hier wurde über all die Jahre nichts geschrubbt, geputzt oder poliert.

    Ebenso befinden sich an der Kopfschraube keinerlei Kratzer, Öffnungsspuren etc.


    Wie für den Hersteller bekannt, punktet dieses Exemplar mit traumhaft exakten Passungen, original einliegenden Griffemblemen und einem wunderschönen Griffholz.

    Die Klinge (natürlich ungekürzt, intakte Spitze) zeigt sich ebenfalls von ihrer besten Seite, wenn die Pliestspuren im Sonnenlicht glänzen und im Kontrast zur frostigen Devise harmonieren.


    Auf der Klingenrückseite befindet sich eine helle Verunreinigung/Schmutzrand – vermutlich stammend von einem Klecks alten Fett/Öl.

    Sicherlich kann man diese Alterserscheinung wegpolieren – wer mich jedoch kennt, der weiß, dass ich keine Reinigungsarbeiten an solchen Stücken ausführe (zumal diese Stelle für mein Empfinden nicht weiter stört)...

    Das dies jedoch in einer Vorstellung erwähnt wird, ist selbstverständlich.


    Die Parierstange zeigt an, dass der Dolch in der Gruppe Thüringen seine Verwendung fand, was ebenfalls ganz typisch für diesen Hersteller ist.


    Die Scheidenbräunierung ist ebenfalls noch sehr schön mit leichten Alterserscheinungen – rückseitig vereinzelt mit ganz leichten Schwachstellen in Form von Närbchen/beriebenen Stellen – aber auch hier nichts dramatisches, was die Schönheit des Dolches schmälern würde.

    Erwähnen möchte ich hier ebenso die perfekte Passung vom Mundblech zur Parierstange, was neben der typischen dunkelrotbraunen Bräunierung ein tolles Merkmal für diesen Hersteller und die zweifelsfreie Zusammengehörigkeit von Dolch und Scheide ist.


    Die Ortkugel hat in den letzten 80 Jahren minimal „eins auf die Mütze“ bekommen und weist wie in den meisten Fällen unterseitig eine kleine Delle auf (natürlich ohne Aufplatzungen etc).


    Der Dienstdolch kommt mit einem schönen Gehänge und Koppelschlaufe – beides weich, nicht brüchig und ebenfalls im guten getragenen Zustand.


    Im Endresultat sprechen wir hier von einem absolut solidem und homogenen Exemplar mit extrem toller Klinge und einer richtig tollen Ausstrahlung im ehrlichen leicht getragenen Zustand.

    Die erwähnten exakten Passungen und die begehrte „Suhler Stufe“ dieses Thüringer Herstellers runden die Sache ab und ermöglichen es gleichzeitig, dass die Freude an diesem SA Dienstdolch lange aufrecht erhalten werden kann.


    Die Fotos bringen die Ausstrahlung des Stückes leider nicht so rüber, wie ich es mir erhofft habe – auf Sonnenlicht kann man heute denke ich vergebens warten.


    Für Fragen und Bilderwünsche bin ich natürlich wie immer gerne zu haben und freue mich nun auf eure geschätzten Meinungen !


    Viele Grüße u. Schönes Wochenende,

    Basti

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    Die Klinge dürfte ein verputztes Original sein, alles andere aus Sa-Teilen zusammengebastelt mit Kopiepastille,


    Gruß Emil

    Emil, ich halte den kompletten Griff inkl. dem Kopieadler für eine Komplettkopie, im bestenfall noch für einen total überarbeiteten und neu geschwärzten Holzgriff.