Beiträge von Lohmax2

    Böse Zungen behaupten, dass gefärbt wurde, um die Läuse zu beseitigen. Ich nehme aber an, dass der Grund eher etwas mit Haltbarkeit zu tun haben könnte. Eine gesicherte Erklärung kenne ich dafür nicht.

    Ob der so "zusammengehörig" ist, ist fraglich. Das heißt aber nicht, dass die Teile nicht original wären. Innenteil und Nieten wurden vor dem Anstrich ausgebaut. Da man auch mal Aluringe in einem M42 sieht, nehme ich an, dass dann einfach irgendein passendes Innenteil eingesetzt wurde. Wie Du beim Innenleder siehst, wurden die vorher rot-bräunlich angemalt und bekamen einen recht voluminösen Größenstempel für Kurzsichtige. Die Kinnriemen waren dann entweder alte deutsche (wie im Bild) oder schwedische Fabrikate.

    Diese Geschichte kenne ich. Der Kinnriemenstempel ist ein Beleg für die Nachkriegsthese. Allerdings habe ich einen ähnlichen Helm, der jedoch bei der Feuerwehr in einem Dorf im Umland gefunden und von dem klassischen roten Anstrich befreit wurde (das kann ich bezeugen). Ich weiß leider nicht, in welchem Zeitraum die Wehrmachtshelme als Feuerwehrhelme benutzt wurden, aber ich würde auf 50er Jahre tippen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die BRD in dieser Zeit tschechisch bemalte Helme bekommen hätte.

    In Sammlerkreisen steht auch die Überlegung, dass diese Helme noch zu Kriegszeiten den "Anstrich" bekommen haben, aber nicht mehr ausgegeben wurden. Eine andere Geschichte ist, dass diese an ägyptische Truppen gehen sollten, aber das macht geschichtspolitisch keinen Sinn, da die CSR 1947 Israel mit Waffen der Wehrmacht unterstützte. In diesem Zusammenhang ist auffallend, dass die tschechischen Kinnriemen mit "47" gestempelt sind. Mögen diese Helme gar für Israel bestimmt gewesen sein? Oder waren es tatsächlich Depotbestände, die nicht ausgegeben wurden? Hier müsste man mal anständig recherchieren.

    Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ich noch keinen Lohmann Repro mit der Jahreszahl 1940 gesehen habe (die Repros sind alle 1941) und aufgrund des Buchstabensatzes sowie der mE authentischen Abnutzungserscheinungen würde ich sagen, dass er ok ist.

    ^^ Das ist EF-spezifisch bei den späteren M42. Die Lotnummer 1476 hat bereits diesen "geraden" Dom, aber da war es wohl eher die AUsnahme. Häufiger sieht man das bei späteren Exemplaren. Meiner hat eine Lotnummer im 3000er-Bereich.

    Schrappnell hat ein gutes Vergleichsbild gebracht. Vielleicht schaut man zunächst einmal nur auf das Große und Ganze, sieht nichts und wundert sich. Aber es kommt bei den Abzeichen auf die "kleinen" Details an, wenn man nicht den "Einmal-Draufschau-Blick" hat. Anbei nur die Klauen/Krallen im Vergleich: die vom Betrachter aus rechte Klaue/Kralle sitzt ziemlich massiv auf dem Emblem. Dies sieht aufgrund der eher weichgezeichneten Umrandung bei einem Methner auch so aus (aber eben nicht ganz), vielleicht auch bei einem Huber-Jordan aus demselben Grunde. Aber hier gibt es keine sichtbare Umrandung.

    Die hauchzarte Linienführung beim nachgemachten Abzeichen stellt auch einen Kontrast zu dem herkömmlichen Abzeichen dar. Dies, um ein paar "Akzente" zu unterstreichen (den markanten Punkt habe ich außer Acht gelassen). Diese Unterschiede erkenne ich erst, seitdem ich mich mit Abzeichen genauer beschäftige und dabei die Hilfe von Experten und -mittlerweile- guten Freunden in Anspruch genommen habe. Noch vor wenigen Jahren wäre ich der Sache auch mit fliegenden Fahnen auf den Leim gegangen.

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    "Parallele" ist nicht ganz treffend. Ich meinte "eine Ebene". Ein leichter Überhang ist natürlich auch möglich, aber dieser lässt sich nur bei einem Bild feststellen, dass gerade und frontal auf das Abzeichen gemacht wurde.

    Der Helm wurde letztes Jahr vom Finder verkauft. Das Abzeichen hat leider genau an den Stellen, wo sie eine einwandfreie Bestimmung hätten möglich machen können, Roststellen: der Verlauf des Runenausschlages nach rechts lässt sich nicht genau messen. Eigentlich sollte die Parallele vom linken "Zacken" bei einem M40 so ziemlich auf selber Höhe mit dem rechten sein. Das ist hier m.E. ungewiss.