Beiträge von Alpdruck

    Hallo jwg,


    Leider kann ich die "S1" Kennzeichnung nicht lösen....du hattest ja eine Vermutung geäußert.

    Zu Bedenken gebe ich allerdings, dass es zwar 1917 -zum Schnellboot- erste Versuche gab, die aber nicht mehr abgeschlossen wurden. Die Versuchsboote hießen auch nicht S-Boote sondern UZ`s. Die Bezeichnung S-Boot mit Nummer wird wohl erst Anfang der 30er Jah eingeführt.


    Tatsächlich findet sich eine ebensolche "S1" Gravur auf den mir bekannten (originalen) Leitz Gläsern aus dem WKI auf genau dem -unteren- Bereich des rechten oberen Deckel (wie bei dir), aber in der typischen feinen Ausführung der kaiserlichen Marine mit "Silberlot" ausgelegt.

    Da darüber hinaus der (die ?!) Deckel bei deinem Glas (s.o.) getauscht wurde, dürfte der S-Stempel auf deinem Glas möglicherweise nicht zeitgenössisch angebracht worden sein . Wer und warum das so ausgeführt wurde, weiß m.M.n. nur der Wind, aber der sagt ja nichts!



    Gruß

    AD

    Hallo jwg,


    Schade, dass du die Seriennummer nicht (du hast ander richtigen Stelle nachgesucht!!!) mehr ermitteln kannst. Da wird leider einiges im Dunkeln bleiben.


    Egal...

    aus dem Bauch heraus sage ich:

    Es handelt sich um ein Porro II der kaiserlichen Marine aus ca.1918. Leitz hat drei Gläser in dieser Bauform hergestellt. Sie wurden in den Vergrößerungen 7x, 10x und 12x ausgeliefert. Das 7fache und das 12fache ist der Marine zugedacht und das 10fache ist als Heeresglas in den Einsatz gelangt. Viele dieser Gläser sind so perfekt hergestellt worden, das sie auch heute noch justiert und brauchbar sind.

    Dein Glas halte ich für das 7fache Leitz, welches der kaiserlichen U-Waffe zugedacht wurde. Die originale Beschriftung ist durch evtl. Neulackierung nicht mehr erkennbar. Die freigelegte Herstellerkennung ist vertauscht worden. D.h. das die linke Deckelplatte mit der rechten vertauscht wurde. Grundsätzlich ist das möglich und nach Neujustierung ist das Glas wieder einsatzbereit...aber warum kann ich nur vermuten. Die beiden oberen Deckel waren auch noch im Jahre 1918 im "Originalzustand" recht aufwendig graviert und mit Silberlot !!! ausgelegt. (Marine halt). Die Bezeichnungen gaben die Vergrößerung, Lichtwert (rechts) und Hersteller (links) an. Darüber hinaus wurde eine 4stellige Marinenummer mit "M" und Kaiserkrone in "Silberlot" angebracht. ...das fehlt alles leider bei deinem Glas. Die bei deinem Glas aufgebrachten Gravuren sind in der Anbringung für mich nicht wirklich stimmig, lasse mich aber gern beraten. Ferner ist bei deinem Glas die Mittelstange entfernt worden. Das recht vernünftig, aber warum ?

    Auch hatte das 7fache Original-Leitz angebrachte Sonnenblenden und eine Strichplatte, die bei deinem Glas auch fehlen.

    Nun ist nach dem Waffenstillstand 1919 die Hochseeflotte zerschlagen und gerupft worden. Kleinere Einheiten standen zunächst nur noch für Zoll- Polizeiaufgaben und zum Fischereischutz zur Verfügung. In dieser Zeit ist auch optisches Gerät vernichtet worde, aber auch für einen o.g. Neu-Einsatz hergerichtet worden (alte kaiserliche Beschriftungen mussten entfernt/überlackiert). Das geschah auf Anweisung der Kontrollkommission nur durch zertifizierte Unternehmen.

    Dein Fernglas hinterläßt bei mir den Eindruck, das könne hier der Fall sein kann?!?!.


    Gruß


    AD Aber bitte...alles nur meine Meinung !

    ...ich denke, du kannst mit Sicherheit davon ausgehen, dass solch ein Glas im Fachforum nie untergeht !


    Das Problem ist nur, dass sich das Glas nicht mehr im Auslieferungszustand befindet. Es sind einige "bauliche" Veränderungen durchgeführt worden, die eine fachbezogene Aussage nicht leichter macht. Immerhin drängen sich die Fragen auf: "Wann, Warum und von Wem wurden die Veränderungen durchgeführt?" ...Da kann es durchaus plausible Erklärungen geben.

    Grundsätzlich kann man aber schon einmal sagen, dass es um ein ein Marineglas der Fa. E.Leitz aus Wetzlar handelt.

    Um ein wenig mehr zur Geschichte deines Glases zu nennen, wäre es hilfreich für mich, die Seriennummer zu kennen.

    Du findest sie auf der Unterseite der oberen Feststellschraube !...also von unten lesen.



    Gruß

    AD

    Moinsen,

    was das Thema "fehlende Augenmuschel" betrifft, so sollte es nicht übermässig schwierig sein einen adäquaten Ersatz zu bekommen; eigentlich handelt es sich vom Bautyp des Glases her nämlich um einen zivilen Standard-Typ. Näheres dazu, wenn du mal die Seriennummer des Glases bekannt gibst. Diese sollte sich auf der rechten Innenseite der Schraubbrücke befinden. Sie sollte vier- oder fünfstellig sein.

    AD

    Achja, die Abdeckkappe mit der kleinen Öffnung, für was war die? Die hat ein Gewinde, das aber nirgends passt

    Sollte in den Gewindegang passen, der bei deinem durch das Mono besetzt ist.

    Will sagen, dass bei starkem Gegenlicht/Wasseroberfläche nicht das Mono, sondern die Lochblende benutzt wurde.

    Was soll man noch sagen, Robert ? Es ist aus 34, wie du ja schon vermutet hättest !

    Sagen wir mal so: "Was willste denn dann noch wissen ?


    AD

    meiner Meinung nach der obere optische Teil eines -Aushilfsrichtmittels 38-. Der obere Teil war mal rot lackiert.

    Bilder dieses Geräts (vollständig) findest du im Net.

    Als Codierung lese ich -lcd-. Sollte sich (aus dem Kopf) um ein französisches Fabrikat handeln.

    Moin Sten,


    ...für mich, eins der ersten ausgelieferten Leitz 6x30er nach Wiedereinführung der Wehrpflicht 1935. Viele der sehr frühen Leitz Gläser wurden später noch mehrfach überarbeitet. Deins ist mMn im jungfräulichen Zustand.

    Der teilweise durch Oxydation verursachte unsnschöne Zustand der oberen Prismendeckel ensteht durch lange Lagerung der Gläser in Lerderbehältnissen. (Der Sammler sollte das dringend beachten und die Deckel zusätzlich abdecken und schützen !)

    Der Köcher zum Glas ist ebenfalls aus den frühen Serien, wurde von Leitz gefertigt, WAA 112 abgenommen und mit deinem Glas ausgeliefert. Er ist allerdings stärker gebraucht und weißt Fehlteile auf.

    Insgesamt aber ein wirklich frühes Diensglas mit Originalzubehör im getragenen Zustand.

    ...also mir gefällt es gut !


    AD

    der Seriennummer nach wurde das Glas 1937/38 hergestellt. Es ist ein reines Zivilmodell. Meiner Meinung nach, handelt es sich nicht um einen "feldmässigen Umstrich", sondern um eine plumpe (laienhafte) Aufwertung eines reinen Zivilmodells der Vorkriegszeit, zu einem vermeintlich in der Spät-Kriegsphase genutzen "halbmilitärischen" Modells zum Nachteil der Sammler. Dennoch: 16fache Modelle sind nicht ganz so häufig.

    wenn deins so ist wie das im Bild, ist alles gut ! Strichplatte ist auch gut. Später gab es die Bezeichnung H6400 nicht mehr auf den Deckel. Die gelben von ddx sind selten; seltener als cag.

    Hallo Leute,


    wer kennt diese Herstellermarkierung und weiß, wer sich dahinter verbirgt ?

    Die Markierung befindet sich auf WH-Stativ 31 klein an der üblichen Stelle der Markierungen.

    Stativ war schwarz-grün und ist zeitgenössisch in EFE (tan) überstrichen. Es hat eine sehr kleine Seriennummer.


    AD

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